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	<title>Argwohn - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-25T03:47:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Argwohn&amp;diff=691714&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Saehrimnir: /* Abgrenzung */ BKL Fix</title>
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		<updated>2025-01-23T14:15:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Abgrenzung: &lt;/span&gt; BKL Fix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Argwohn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine (noch) unbestimmte, weitestgehend unbelegte, Meinung von einer Person, Sache oder einem Rechtsverhältnis. Der Argwohn ist die Vorstufe, die sich zum [[Verdacht]] verdichten kann, und mit der „[[Intuition|Ahnung]]“, [[Vermutung (Recht)|Vermutung]] und dem „[[Vertrauen|Misstrauen]]“ verwandt.&amp;lt;ref&amp;gt; In den [[Rechtswissenschaft|Rechtswissenschaften]] wird „[[Vertrauen]]“ als schützenswertes Rechtsgut gesehen und „[[Arglist]]“ aber auch „[[Ehrdelikt|Verleumdung]]“ und „Vortäuschung“ als besonders verwerfliche Handlung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortherleitung ==&lt;br /&gt;
Argwohn – argwöhnen – arg wähnen. Ein argwöhniger oder argwöhnischer Mensch ist jemand, der leicht Argwohn schöpft. Ursprünglich eng verwandt mit „verdächtig“ (Verdacht) und teilweise synonym verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Arg&amp;#039;&amp;#039; (ärger) wird seit alter Zeit im Sinne von schlecht, böse, unredlich, feindselig, seiner wahren Bestimmung nicht gemäß, verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Wähnen&amp;#039;&amp;#039;: „Dafür halten, meinen, glauben, im weitesten Verstande; eine im Hochdeutschen veraltete Bedeutung, worin es aber in den ältern Oberdeutschen Schriften häufig vorkommt“.&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach: [[Johann Christoph Adelung]], „Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart“, Wien 1811.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wähnen leitet sich in der ursprünglichen Form aus „Wahn“ ab, das jedoch zuvor nicht nur negativ besetzt, sondern weitgefasst: „Eine jede Meinung, d. i. Urtheil nach bloß wahrscheinlichen Gründen, ohne Rücksicht auf die Richtigkeit oder Unrichtigkeit“&amp;lt;ref&amp;gt;so: [[Johann Christoph Adelung]], „Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart“, Wien 1811.&amp;lt;/ref&amp;gt;, bedeutete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung ==&lt;br /&gt;
Der Verdacht gründet sich auf wahrscheinliche Umstände. Der Argwohn hingegen bloß auf einer (üblen) Meinung, ohne zu bestimmen, ob diese mutmaßliche Gründe für sich hat.&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach: [[Johann Christoph Adelung]], „Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart“, Wien 1811.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl Verdacht als auch Argwohn sind von der [[Vermutung (Recht)|Tatsachenvermutung]] und vom [[Beweis (Recht)|Beweis]] für eine Tatsache aus rechtlicher Sicht noch weit entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtswissenschaften ==&lt;br /&gt;
Im [[Strafrecht]] hat der Argwohn grundsätzlich keine eigenständige Bedeutung. Erst wenn sich der Argwohn durch Hinzutreten weiterer Elemente ([[Indiz]]ien) zum [[Verdacht]] verhärtet, greifen strafrechtliche Bestimmungen ein. Die Grenze (auch Schwelle oder Hürde genannt) zwischen Argwohn und Verdacht hat daher wesentliche Bedeutung für die Unzulässigkeit bzw. Zulässigkeit von Eingriffen in die Rechte der einzelnen Person.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werden polizeiliche oder strafbehördliche [[Ermittlungsverfahren|Ermittlungen]] eingeleitet, muss jedenfalls bereits ein Verdacht vorliegen ([[Anfangsverdacht]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Ein Anfangsverdacht muss so konkret sein, dass ausreichende tatsächliche Anhaltspunkte für eine verfolgbare [[Straftat (Deutschland)|Straftat]] vorliegen (vgl. {{§|152|StPO|dejure}} Abs. 2 in Verbindung mit {{§|160|StPO|dejure}} Abs. 1 [[Strafprozessordnung (Deutschland)|dStPO]]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Liegt lediglich ein Argwohn (Vermutung) vor, bestände keine Schwelle für den Beginn von Ermittlungsmaßnahmen der Staatsanwaltschaft bzw. der Polizei. Es könnte dann gegen jede Person, Ermittlungsmaßnahmen aufgrund lediglich eines Argwohns eingeleitet werden (problematisch bereits: Initiativermittlungen nach Nr. 6 der „Richtlinien für das Straf- und Bußgeldverfahren“ (RiStBV), die schon dann zulässig sind, wenn „nach kriminalistischer Erfahrung die wenn auch geringe Wahrscheinlichkeit besteht, dass eine verfolgbare Straftat begangen worden ist“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Zivilrecht]] und [[Verwaltungsrecht]] kann der Argwohn, z.&amp;amp;nbsp;B. die [[Angst]], es werde eine [[Baugrube]] einfallen und das Nachbargrundstück beeinträchtigen, nur die Vorstufe sein, um mit konkreten Elementen den konkreten Verdacht zu stärken, warum der [[Schaden]]seintritt wahrscheinlich sei und dies z.&amp;amp;nbsp;B. eine [[einstweilige Verfügung]] erforderlich macht. Lediglich aufgrund des Argwohns des Nachbarn ist es dem Zivilgericht bzw. einer [[Verwaltungsbehörde]] verwehrt, Handlungen zu setzen (siehe aber: [[Gefahrenabwehr]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strafprozessrecht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zivilprozessrecht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltungsrecht (Deutschland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Saehrimnir</name></author>
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