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	<title>Argus Motoren Gesellschaft - Versionsgeschichte</title>
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		<title>imported&gt;RobertLechner: /* Triebwerke */ bild gewechselt</title>
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		<updated>2026-02-04T18:52:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Triebwerke: &lt;/span&gt; bild gewechselt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Unternehmen&lt;br /&gt;
| Name = Argus Motoren Gesellschaft mbH&lt;br /&gt;
| Logo = Argus Motoren Gesellschaft Logo.svg&lt;br /&gt;
| Unternehmensform = [[Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Deutschland)|Gesellschaft mit beschränkter Haftung]]&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum = 7. November 1906&lt;br /&gt;
| Auflösungsdatum = &lt;br /&gt;
| Auflösungsgrund = &lt;br /&gt;
| Sitz = ([[Berlin]]-)[[Berlin-Reinickendorf|Reinickendorf]], [[Deutschland]]&lt;br /&gt;
| Leitung = &lt;br /&gt;
| Mitarbeiterzahl =&lt;br /&gt;
| Umsatz =&lt;br /&gt;
| Branche = [[Kraftfahrzeughersteller]], [[Motor]]enhersteller&lt;br /&gt;
| Homepage =&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Argus Motoren Gesellschaft mbH&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein 1906 gegründetes deutsches [[Unternehmen]] zur Entwicklung und Produktion von [[Kraftfahrzeug]]en sowie Fahrzeug-, Boots- und [[Flugmotor]]en mit Sitz in [[Berlin-Reinickendorf]]. Nach 1945 [[Demontage (Reparation)|demontierten]] die [[Sowjetische Besatzungszone|sowjetische]] und die [[Französische Besatzungszone|französische Besatzungsmacht]] große Teile der Produktionsanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unternehmen wurde 1948 in [[Ettlingen]] ([[Baden-Württemberg]]) neu gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;Wulf Dieter Kisselmann: &amp;#039;&amp;#039;Argus. Flugmotoren und mehr.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Schiff &amp;amp; Flugzeug, Empfingen 2012, ISBN 978-3-86755-220-2, Seite 77 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1950 etablierte sich die &amp;#039;&amp;#039;Neue ARGUS GmbH&amp;#039;&amp;#039; als erster Hersteller von [[Kugelhahn|Kugelhähnen]] in Europa. Anfang der 1990er-Jahre wurde das Unternehmen vom britischen Konzern &amp;#039;&amp;#039;[[Invensys|BTR]]&amp;#039;&amp;#039; übernommen, dann 2002 an &amp;#039;&amp;#039;[[Flowserve]]&amp;#039;&amp;#039; verkauft. Heute ist das Unternehmen eine [[Tochtergesellschaft]] unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Flowserve Flow Control GmbH&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unternehmensgeschichte ==&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte 1902 bis 1904 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Jeannin-Argus.jpg|mini|Henri Jeannin am Steuer eines Argus-Motorwagen der &amp;#039;&amp;#039;Internationalen Automobil-Centrale Jeannin &amp;amp; Co.&amp;#039;&amp;#039;, um 1903]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel Flottenstr 28 (Reind) Argus Motoren Gesellschaft.jpg|mini|[[Gedenktafel]] vor den Argus-Werken in Berlin-Reinickendorf, Flottenstraße 28]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Beckmann Motor.jpg|mini|Technische Daten einiger Argus-Motoren, um 1911]]&lt;br /&gt;
[[Henri Jeannin]] gründete am 1. April 1902 die &amp;#039;&amp;#039;Internationale Automobil-Centrale Jeannin &amp;amp; Co.&amp;#039;&amp;#039;, das Unternehmen widmete sich dem Handel mit Fahrzeugen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://digi.bib.uni-mannheim.de/viewer/reichsanzeiger/film/039-9446/0203.jp2 |titel=Central-Handels-Register für das Deutsche Reich (Nr. 85 A); Sechste Beilage zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger, Nr. 85 |werk=[[Deutscher Reichsanzeiger]] |hrsg=[[Universitätsbibliothek Mannheim]] |datum=1902-04-11 |kommentar=linke Seite, erste Spalte unten |zitat=Nr. 14 453 Kommanditgesellschaft: Internationale Automobil Centrale Jeannin &amp;amp; Co. Commandit Gesellschaft. Persönlich haftender Gesellschafter: Henri Jeannin, Kaufmann, Schöneberg. Ein Kommanditist ist vorhanden. Die Gesellschaft hat am 1. April 1902 begonnen. |abruf=2020-06-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 12. September 1902 meldete die Gesellschaft das [[Warenzeichen]] &amp;#039;&amp;#039;Argus&amp;#039;&amp;#039; an, das am 17. Januar 1903 eingetragen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://digi.bib.uni-mannheim.de/viewer/reichsanzeiger/film/045-9453/0565.jp2 |titel=Zentral-Handelsregister für das Deutsche Reich (Nr. 35 A); Sechste Beilage zum Deutschen Reichsanzeiger und Königlich Preußischen Staatsanzeiger, Nr. 35 |werk=[[Deutscher Reichsanzeiger]] |hrsg=[[Universitätsbibliothek Mannheim]] |datum=1903-02-10 |kommentar=rechte Seite, zweite Spalte oben&lt;br /&gt;
|zitat=Nr. 57 686. J. 1763. Klasse 10. Argus 12/9 1902. Internationale Automobil-Centrale Comm.-Ges. Jeannin &amp;amp; Co., Berlin, Charlottenstr. 39. 17/1 1903. Geschäftsbetrieb: Herstellung und Vertrieb von Motorwagen und sämtlichen Motorwagenteilen. Waren: Motorwagen und sämtliche Motorwagenteile. – Beschr. |abruf=2020-06-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1904 bis 1918 ===&lt;br /&gt;
Anfang 1904 [[Liquidation|liquidierte]] Jeannin die Gesellschaft&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://digi.bib.uni-mannheim.de/viewer/reichsanzeiger/film/026-1904/0108.jp2 |titel=Zentral-Handelsregister für das Deutsche Reich (Nr. 62 A); Sechste Beilage zum Deutschen Reichsanzeiger und Königlich Preußischen Staatsanzeiger, Nr. 62 |werk=[[Deutscher Reichsanzeiger]] |hrsg=[[Universitätsbibliothek Mannheim]] |datum=1904-03-12 |kommentar=erste Spalte mittig |zitat=Bei Nr. 14 453 (Internationale Automobil Centrale Jeannin &amp;amp; Co. Commanditgesellschaft, Berlin): Die Firma lautet jetzt: Internationale Automobil Centrale Dr. Mengers &amp;amp; Bellmann. Die bisherigen Gesellschafter haben die Gesellschaft aufgelöst und Geschäft und Firma an den Kaufmann Dr. phil Hans Mengers, Berlin und den Kaufmann Walter Bellmann, Schöneberg &amp;amp;#91;Anm.: hierbei handelt es sich wahrscheinlich um Jeannins Schwager&amp;amp;#93;, veräußert, welche das Geschäft als offene Handelsgesellschaft betreiben. Die Gesellschaft hat am 1. Februar 1904 begonnen. &amp;amp;#91;…&amp;amp;#93; |abruf=2020-06-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und gründete zeitgleich die &amp;#039;&amp;#039;Argus Motoren-Gesellschaft Jeannin &amp;amp; Co. [[Kommanditgesellschaft (Deutschland)|Com. Ges.]]&amp;#039;&amp;#039; in Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://digi.bib.uni-mannheim.de/viewer/reichsanzeiger/film/052-9460/0656.jp2 |titel=Zentral-Handelsregister für das Deutsche Reich (Nr. 36 A); Fünfte Beilage zum Deutschen Reichsanzeiger und Königlich Preußischen Staatsanzeiger, Nr. 36 |werk=[[Deutscher Reichsanzeiger]] |hrsg=[[Universitätsbibliothek Mannheim]] |datum=1904-02-11 |kommentar=rechte Seite, dritte Spalte, oberes Drittel |zitat=Nr. 227&amp;amp;#91;3&amp;amp;#93;8 Kommanditgesellschaft: Argus Motoren-Gesellschaft Jeannin &amp;amp; Co. Com. Ges., Berlin, und als persönlich haftender Gesellschafter Henry Jeannin, Kaufmann, Charlottenburg. Die Gesellschaft hat am 1. Februar 1904 begonnen. Ein Kommanditist ist vorhanden.|abruf=2020-06-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Gründung der Argus Motoren-Gesellschaft am 7. November 1906 brachte Jeannin seine Kommanditgesellschaft und das eingetragene Warenzeichen als [[Stammkapital|Stammeinlage]] ein und wurde deren [[Geschäftsführung (Deutschland)|Geschäftsführer]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://digi.bib.uni-mannheim.de/viewer/reichsanzeiger/film/073-9481/0495.jp2 |titel=Zentral-Handelsregister für das Deutsche Reich (Nr. 287 A); Sechste Beilage zum Deutschen Reichsanzeiger und Königlich Preußischen Staatsanzeiger, Nr. 287 |werk=[[Deutscher Reichsanzeiger]] |hrsg=[[Universitätsbibliothek Mannheim]] |datum=1906-12-05 |kommentar=rechte Seite, erste Spalte unten |zitat=Nr. 4024 Argus Motoren Gesellschaft mit beschränkter Haftung. &amp;amp;#91;…&amp;amp;#93; Die Gesellschafterin in Firma Argus Motoren Gesellschaft Jeannin &amp;amp; Co. Commanditgesellschaft zu Berlin bringt in die Gesellschaft ein: ihr gesamtes in Berlin, Prinz Louis Ferdinandstraße 1, betriebenes Geschäft mit Aktiven und Passiven, einschließlich sämtlicher Schutzrechte, Modelle, Zeichnungen, Gerätschaften und Aufträge. &amp;amp;#91;…&amp;amp;#93; |abruf=2020-06-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Unternehmen ließ sich 1906 auf dem Grundstück Flottenstraße 34–49 in (Berlin-)Reinickendorf nieder, wo es Automobile sowie Stationär- und Bootsmotoren produzierte. Am 15. Juli 1916 übernahm Hauptanteilseigner [[Moritz Straus]] die Funktion des Geschäftsführers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1919 bis 1945 ===&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs musste die Rüstungsproduktion eingestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1938 wurde Moritz Straus im Zuge der „[[Arisierung]]“ gezwungen, das Unternehmen zu verkaufen.&amp;lt;ref&amp;gt;Constanze Werner: &amp;#039;&amp;#039;Kriegswirtschaft und Zwangsarbeit bei BMW.&amp;#039;&amp;#039; Oldenburg, 2005. S. 39. ({{Google Buch|BuchID=6ivwT5qSfGoC|Seite=39|Hervorhebung=Moritz Straus arisierung|Linktext=Online}})&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Heinrich Koppenberg]], Generaldirektor der [[Junkers Flugzeug- und Motorenwerke]], bot mit Hilfe der [[Deutsche Bank|Deutsche Bank AG]] 5,2&amp;amp;nbsp;Mio. [[Reichsmark]] (RM) und erhielt den Zuschlag. Der Betrag lag zwar über dem Angebot von [[BMW]] von 2 bis 3 Mio., aber doch deutlich unter dem [[Buchwert]] von 11&amp;amp;nbsp;Mio. RM. Die Argus Motoren-Gesellschaft machte damals mit 3000 Beschäftigten 25&amp;amp;nbsp;Mio. RM Umsatz. Am 4. November 1938 übernahm Koppenberg mit seinem Schwager Viktor Polak offiziell die Geschäftsführung bei Argus; Straus [[Auswanderung|emigrierte]] in die USA.&amp;lt;ref&amp;gt;Anton Doppelfeld: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der Argus Motoren-Gesellschaft 1906–1940.&amp;#039;&amp;#039; Wiking Verlag, Berlin 1940, S. 39.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1948 bis heute ===&lt;br /&gt;
Am 11. November 1948 gründete Moritz Straus die &amp;#039;&amp;#039;Neue ARGUS GmbH&amp;#039;&amp;#039; in Ettlingen.&amp;lt;ref&amp;gt;Wulf Dieter Kisselmann: &amp;#039;&amp;#039;Argus. Flugmotoren und mehr.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Schiff &amp;amp; Flugzeug, Empfingen 2012, S. 82.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits zwei Jahre später stellte sich das Unternehmen als erster Hersteller von Kugelhähnen in Europa vor. Im Jahr 1988 [[Zertifizierung|zertifizierte]] das Unternehmen sein QM-System nach [[ISO 9001]], um sich deutlich von der wachsenden Konkurrenz im Armaturenbau abzuheben. In den 1990er-Jahren wurde das Unternehmen vom britischen Konzern BTR gekauft und blieb in dessen Hand, bis es im Jahr 2002 vom US-amerikanischen Armaturenkonzern [[Flowserve]] übernommen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Produkte ==&lt;br /&gt;
=== 1906 bis 1945 ===&lt;br /&gt;
==== Lkw-Bau ====&lt;br /&gt;
Ab 1906 wurden zwei Jahre lang eigene Lkw mit 2,5, 4 und 5 Tonnen [[Nutzlast]] gebaut. Die Lkw hatten Motore mit 24, 40 oder 70 PS, wobei letzterer der erste [[Sechszylindermotor]] war, der in ein [[Nutzfahrzeug]] eingebaut wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pkw-Bau ====&lt;br /&gt;
Bis 1910 stellte Argus auch Personenkraftwagen her. Ein Vierzylindermotor hatte 5881 cm³ [[Hubraum]] mit 120 mm [[Bohrung]] und 130 mm [[Kolbenhub|Hub]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Theodor Lehmbeck, Walther Isendahl |url=https://ia801604.us.archive.org/9/items/bub_gb_apXVAAAAMAAJ/bub_gb_apXVAAAAMAAJ.pdf |titel=Berechnung, Konstruktion und Fabrikation von Automobil-Motoren |datum=1908 |seiten=333–335 |abruf=2023-02-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zunächst kamen [[Einbaumotor]]en von [[Panhard &amp;amp; Levassor]] zum Einsatz, später wurden eigene Motoren mit zwei, vier und sechs Zylindern hergestellt, die Fahrzeuge fanden auch im Motorsport Verwendung. Im [[Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]] wurden die Fahrzeuge unter der Marke &amp;#039;&amp;#039;[[Beaufort Motor Company|Beaufort]]&amp;#039;&amp;#039; angeboten.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Heinrich von Fersen: &amp;#039;&amp;#039;Autos in Deutschland 1885–1920&amp;#039;&amp;#039;, Motorbuch Verlag Stuttgart, 3. Auflage 1976, Seite 37 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Motorenbau ====&lt;br /&gt;
1906 erhielt das Unternehmen den Auftrag, zwei Motoren für das französische Luftschiff &amp;#039;&amp;#039;[[Ville de Paris (Luftschiff, 1906)|Ville de Paris]]&amp;#039;&amp;#039; zu entwickeln. Dazu wurde die Leistung eines [[Reihenmotor|Reihen]]-[[Vierzylindermotor|Vierzylinder]]-Bootsmotors auf 70&amp;amp;nbsp;PS gesteigert. 1908 entschied sich Jeannin dafür, Flugmotoren in sein Produktionsprogramm aufzunehmen. Die mit Argus-Motoren ausgerüsteten Boote gewannen damals viele Preise in Motorbootkonkurrenzen; ebenso erfolgreich waren die mit Argus-Motoren ausgestatteten Flugzeuge. 1910 gewannen Argus-Motoren rund 130.000 [[Mark (1871)|Mark]] von etwa 150.000 Mark im [[Deutsches Kaiserreich|Deutschen Reich]] ausgeschriebener Meetingpreise. 1912 wählte auch [[Igor Iwanowitsch Sikorski]] vier 100&amp;amp;nbsp;PS starke Argus-Motoren zum Einbau in seinen [[Russki Witjas|„Russischen Recken“]], das erste viermotorige Flugzeug der Welt. Mit dem Erfolg dieser Maschine wurden Argus-Flugmotoren international bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] baute Argus Motoren sowohl für das [[Deutsches Heer (Deutsches Kaiserreich)|Heer]] als auch für die [[Luftstreitkräfte (Deutsches Kaiserreich)|Luftstreitkräfte]]. Straus stellte [[Arnold Zoller]] ein, um [[Kompressor]]en zu entwickeln. Wegen des hohen Bedarfs an Motoren wurde auch [[Opel]] in Rüsselsheim mit dem [[Lizenzbau]] von Argus-Motoren beauftragt. Das Unternehmen prosperierte, und 1918 waren bereits 910 Mitarbeiter beschäftigt. Der [[Friedensvertrag von Versailles|Versailler Vertrag]] entzog der Flugmotorenfertigung die Grundlage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Argus beschäftigte sich in den folgenden Jahren ausschließlich mit der Entwicklung und Verbesserung von Pkw-Motoren der [[Horch|Horchwerke AG]], an der Straus seit 1920 eine Aktienmehrheit besaß. Die Horchwerke AG wurde 1932 Teil der [[Auto Union AG]]. Zum 1. Juli 1923 wechselte [[Paul Daimler]] zu Argus und machte sich hier bis 1928 einen Namen als Motorenentwickler für Flugzeugtriebwerke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1927 bemühte sich Argus, die Flugmotorenfertigung wieder aufleben zu lassen. Im [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutschen Reich]] wurden wegen der staatlichen Förderung der Sportfliegerei und des zunächst geheimen Aufbaus der neuen [[Luftwaffe (Wehrmacht)|Luftwaffe]] Flugmotoren in immer größerer Zahl gebraucht. 1935 konnte [[Hans Jacob Reissner|Hans Reissner]] als Konstrukteur für die Entwicklung von [[Verstellpropeller|Verstellluftschrauben]] gewonnen werden, so dass auch diese in das Vertriebsprogramm aufgenommen werden konnten. Zudem wurden [[Scheibenbremse]]n für Flugzeugfahrwerke&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.luftarchiv.de/motoren/argus.htm |titel=Argus Flugmotoren und Staustrahltriebwerke |werk= |hrsg= |datum= |abruf=2020-06-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Radfahrzeuge wie z.&amp;amp;nbsp;B. beim Kampfpanzer [[Panzerkampfwagen VI Tiger|Tiger I]] nach einem Patent von [[Hermann Klaue]] produziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den neuentwickelten Motoren, für die Manfred Christian verantwortlich zeichnete, waren es insbesondere der [[Argus As 8]], der [[Argus As 10]] und der [[Argus As 410]], aus dem schließlich der [[Argus As 411]] entstand, die in großen Stückzahlen gefertigt wurden. Für die letzteren beiden wurde auch das Prager Unternehmen [[Walter Engines|Walter]] mit dem Lizenzbau beauftragt, ein weiterer Produktionsstandort wurde im besetzten Frankreich bei [[Renault]] eingerichtet. Eine Neuentwicklung war das Schmidt-Argus-Rohr [[Argus As 014]]&amp;amp;nbsp;– ein [[Pulsstrahltriebwerk]]&amp;amp;nbsp;– das in der [[Fieseler Fi 103]] (auch als Flügelbombe V1 bekannt) zum Einsatz kam. Auch zwei Projekte von Großmotoren As 412 und As 413 (24 Zylinder in H-Form, wassergekühlt mit 4000&amp;amp;nbsp;PS für zwei gegenläufige Luftschrauben), für die [[Fritz Gosslau]] zuständig war, standen gegen Kriegsende in der Entwicklung. Nach dem Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde das Werk als Reparationsleistung für die Sowjetunion und Frankreich [[Demontage (Reparation)|demontiert]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis in die 1960er-Jahre stellten Renault und später [[Safran Aircraft Engines|SNECMA]] den As 411 unter der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Renault 12S&amp;#039;&amp;#039; her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Triebwerke ====&lt;br /&gt;
* [[Argus As I]], [[Vierzylindermotor|Vierzylinder]]-[[Reihenmotor]], {{PS2kW|100|-1}}&lt;br /&gt;
* [[Argus As II]], [[Sechszylindermotor|Sechszylinder]]-Reihenmotor, {{PS2kW|120|-1}}&lt;br /&gt;
* [[Argus As III]], Sechszylinder-Reihe, 15,9 l Hubraum, {{PS2kW|180|-1}} bei 1400 min&amp;lt;sup&amp;gt;−1&amp;lt;/sup&amp;gt;, Lizenzbau bei [[Deutz AG|Deutz]] (Köln), [[Güldner]] (Aschaffenburg), [[MAN]], [[Opel]] (Rüsselsheim) und [[Stoewer]] (Stettin) – Einsatz ab Januar 1916&lt;br /&gt;
* [[Argus As 8]], Vierzylinder-Reihe, hängend, luftgekühlt, beim [[Europarundflug 1930]] in den drei Siegerflugzeugen [[Messerschmitt M23|BFW M 23]] eingebaut&lt;br /&gt;
** As 8 A: ab 1929, mit {{PS2kW|95|-1}}&lt;br /&gt;
** As 8 B: ab 1930, Drehzahlerhöhung, {{PS2kW|130|-1}}&lt;br /&gt;
** As 8 R: ab 1930, leistungsgesteigert, {{PS2kW|150|-1}}&lt;br /&gt;
* [[Argus As 10]], [[Achtzylindermotor|Achtzylinder]]-[[V-Motor]], hängend&lt;br /&gt;
* [[Argus As 16]], Vierzylinder-[[Boxermotor]]&lt;br /&gt;
* [[Argus As 17]], Sechszylinder-Reihe, hängend, für den [[Europarundflug 1934]] gebaut&lt;br /&gt;
* [[Argus As 401]], wie As 10, jedoch mit [[Motoraufladung|Lader]], Verdichtung 6,0:1, {{PS2kW|275|-1}}&lt;br /&gt;
* [[Argus As 410]], [[Zwölfzylindermotor|Zwölfzylinder]]-V-Motor, hängend&lt;br /&gt;
* [[Argus As 411]], Zwölfzylinder-V-Motor, hängend&lt;br /&gt;
* [[Argus As 412]], 24-Zylinder-[[H-Motor]], luftgekühlt, ab 1934 entwickelter Prototyp, {{PS2kW|1000|-1}}&lt;br /&gt;
* [[Argus As 413]], wie As 412, mit Teilen des [[Junkers Jumo 213]], Projekt, {{PS2kW|4000|-1}}&lt;br /&gt;
* [[Argus As 014]], [[Pulsstrahltriebwerk]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Argus Model 4.jpg|Typ 4, 4-Zylinder-Reihenmotor&lt;br /&gt;
 Opel Argus As.III.jpg|Opel Argus As III, 6-Zylinder-Reihenmotor&lt;br /&gt;
 Argus As 8 1.jpg|As 8, 4-Zylinder-Reihenmotor&lt;br /&gt;
 Argus As 10 C 1.jpg|As 10 C, 8-Zylinder-V-Motor&lt;br /&gt;
 Argus As 411 A 1.jpg|As 411 A, 12-Zylinder-V-Motor&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Anton Doppelfeld: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der Argus Motoren Gesellschaft 1906–1940.&amp;#039;&amp;#039; Wiking Verlag, Berlin 1940.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte des deutschen LKW-Baus.&amp;#039;&amp;#039; Weltbild Verlag, Augsburg 1994, ISBN 3-89350-811-2, Band 1, S. 27 und Band 2b, S. 31.&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Kubisch]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Automarken von A–Z.&amp;#039;&amp;#039; VF Verlagsgesellschaft, Mainz 1993, ISBN 3-926917-09-1.&lt;br /&gt;
* Wulf Dieter Kisselmann: &amp;#039;&amp;#039;Argus. Flugmotoren und mehr.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Schiff &amp;amp; Flugzeug, Empfingen 2012, ISBN 978-3-86755-220-2.&lt;br /&gt;
* Nathalie Scholl: &amp;#039;&amp;#039;Die Argus Motoren Gesellschaft mbH. Erforschung und Vermittlung der Geschichte eines vergessenen Flugmotorenherstellers.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Bär von Berlin – Jahrbuch des Vereins für die Geschichte Berlins]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 70 (2021), S. 131–148.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Argus Motoren-Gesellschaft|Argus Motoren Gesellschaft}}&lt;br /&gt;
* [https://industriekultur.berlin/erforschen/industriegeschichten/argus-motoren-gmbh/ Berliner Zentrum Industriekultur, Nathalie Scholl: Erforschung der Argus Motoren GmbH]&lt;br /&gt;
* [https://industriekultur.berlin/ort/argus-motoren-gesellschaft-mbh/ Eintrag beim Berliner Zentrum Industriekultur]&lt;br /&gt;
* [https://webcitation.org/6RO1WAwPv Die älteste deutsche Flugmotorenfabrik] in [[WebCite]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Deutsche Automobilmarken bis 1918}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Deutsche Lkw- und Omnibusmarken}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliger Triebwerkshersteller]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliger Pkw-Hersteller (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliger Lkw-Hersteller (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arisiertes Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1906]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;RobertLechner</name></author>
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