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	<title>Argumentationstheorie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T08:00:34Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Argumentationstheorie&amp;diff=312955&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Luha: /* Siehe auch */ Fallacy of misplaced concreteness</title>
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		<updated>2026-01-11T14:26:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Siehe auch: &lt;/span&gt; Fallacy of misplaced concreteness&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Argumentationstheorie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Teildisziplin der [[Philosophie]], die sich mit der Form und dem Gebrauch von [[Argument]]en befasst. Sie vermittelt zwischen den Teildisziplinen der [[Logik]] und der [[Rhetorik]]. Ihr Themenfeld reicht auch in die Disziplinen der [[Psychologie]], [[Rechtswissenschaft]], [[Linguistik]], [[Pädagogik]] und der [[Literaturkritik]] hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer wechselvollen, circa 2500-jährigen Geschichte des argumentierenden Redens&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. den Kurzüberblick in der Einleitung zu [[Harald Wohlrapp]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wege der Argumentationsforschung&amp;#039;&amp;#039;. Frommann-Holzboog, Stuttgart 1995, ISBN 3-7728-1660-6.&amp;lt;/ref&amp;gt; hat der Begriff des Argumentierens seit Mitte des 20. Jahrhunderts eine neue Relevanz für Philosophie und [[Wissenschaft]]en bekommen. Versucht wird vielfach, das Konzept der [[Wahrheit]] vor allem in normativen Themenbereichen durch nicht-normative Entwürfe wie dem der argumentativen Gültigkeit (Wohlrapp) oder der konditionalen Zustimmungsfähigkeit Dritter (Perelman), abzulösen bzw. zu reinterpretieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Argument wird oft verstanden als ein Stück menschlicher Rede, das geeignet ist, die [[Gültigkeit]] oder Ungültigkeit einer (bislang zweifelhaften) [[These]] zu erweisen. Nach traditionellem Verständnis, etwa nach [[Aristoteles]], wurden stets unterschiedliche Typen von Argumenten unterschieden, darunter solche, welche z. B. auf tradierten Voraussetzungen und Autoritätszuschreibungen oder rhetorischen Mitteln beruhen. Dabei wurde aber angenommen, dass der Idealfall eines Arguments von solchen Voraussetzungen und Mitteln frei sei:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ideale Argument verwende eine oder mehrere Prämissen, die so formuliert sind, dass deren Referenzen bzw. [[Wahrmacher]] philosophisch präzise erfassbar sind, und die als Prämissen unabhängig [[Plausibilität|plausibel]] sind, und aus welchen eine zu beweisende These für jeden unabweisbar, weil &amp;#039;&amp;#039;logisch&amp;#039;&amp;#039;, folgt, wobei ein Begriff logischer Konsequenz gemäß [[Klassische Logik|klassischer Logiken]] unterstellt wurde. Zahlreiche insbesondere im 19. und 20. Jahrhundert entwickelte Vorschläge zur Argumentationstheorie gehen dahin, aufzuweisen, dass ein solches Idealmodell für zu viele Fälle unangemessen sei. Es erfasse zu wenige plausiblerweise für [[Validität|valide]] gehaltene Argumente und repräsentiere deren Struktur unangemessen. Um zudem Fälle des Argumentierens gegen solche des [[Erklärung|Erklärens]], [[Beweis (Logik)|Beweisens]] oder Erwirkens von Zustimmung über Drohungen beziehungsweise Verlockungen ([[Eristik]]) kriteriologisch abzugrenzen, müsse ein sehr viel weitergehender Theorierahmen entwickelt werden, der vor allem [[Nichtklassische Logik|nichtklassische Logiken]] benötige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss an [[antike]] Einteilungen ([[Logik]], [[Dialektik]], Rhetorik) wird zwischen Argumentation als Produkt, Prozedur und Prozess unterschieden.&amp;lt;!-- Referenz für die Dreiteilung fehlt.--&amp;gt; Für die Produktperspektive ist der Übergang von [[Prämisse]]n zu [[Konklusion]]en wesentlich. Neben der klassischen Logik wird hier mit neuen Logiksystemen, insb. solchen der [[Dialogische Logik|dialogischen Logik]]&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. etwa [[Paul Lorenzen]], [[Kuno Lorenz]]: &amp;#039;&amp;#039;Dialogische Logik&amp;#039;&amp;#039;. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1978, ISBN 3-534-06707-X; {{SEP|https://plato.stanford.edu/entries/logic-dialogical/|Dialogical Logic|Laurent Keiff|beleg=1}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; und diversen semiformalen Ansätzen&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. etwa John Woods, [[Douglas Walton]]: &amp;#039;&amp;#039;Fallacies. Selected papers 1972–1982&amp;#039;&amp;#039;, Foris Publications, Dordrecht 1989, ISBN 90-6765-305-5.&amp;lt;/ref&amp;gt; wie der [[Informelle Logik|Informellen Logik]] oder der [[Pragma-Dialektik]] gearbeitet. Ausgehend von der von [[Chaim Perelman]] ausgehenden sog. „[[New Rhetoric|Neuen Rhetorik]]“&amp;lt;ref&amp;gt;grundlegend: [[Chaim Perelman]], [[Lucie Olbrechts-Tyteca]]: &amp;#039;&amp;#039;Die neue Rhetorik. Eine Abhandlung über das Argumentieren&amp;#039;&amp;#039;. Frommann-Holzboog, Stuttgart 2004, ISBN 3-7728-2229-0.&amp;lt;/ref&amp;gt; werden akzeptanzrelevante Figuren in Theorie und Empirie studiert, während [[Charles Leonard Hamblin]] 1970 ein neues akademisches Teil-Feld, das sich mit [[Fehlschluss|Fehlschlüssen]] befasst, eröffnete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für praktische Zwecke entwickelte [[Stephen Toulmin]] ein vielbeachtetes Schema:&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Stephen Toulmin: &amp;#039;&amp;#039;The Use of Argument&amp;#039;&amp;#039;, 1958.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dass eine Argumentation immer adressiert ist (Selbstadressierung als Grenzfall), argumentierendes Reden mithin sprachliche [[Kommunikation]] darstellt, ist Grundeinsicht für prozedurale Theorien. Resultate der linguistischen Pragmatik über die Abhängigkeit sprachlicher Verständigung von gemeinsamen Regeln wurden zu diversen normativen Ansätzen verarbeitet, insbesondere zur [[Diskurstheorie]].&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. etwa [[Karl-Otto Apel]]: &amp;#039;&amp;#039;Diskurs und Verantwortung. Das Problem des Übergangs zur postkonventionellen Moral&amp;#039;&amp;#039;. Suhrkamp, Frankfurt/M. 1997, ISBN 3-518-28493-2&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jürgen Habermas]]: &amp;#039;&amp;#039;Theorie des kommunikativen Handelns&amp;#039;&amp;#039;. Suhrkamp, Frankfurt/M. 1999, Bd. 1. – &amp;#039;&amp;#039;Handlungsrationalität und gesellschaftliche Rationalisierung&amp;#039;&amp;#039;, ISBN 3-518-28775-3, Bd. 2. – &amp;#039;&amp;#039;Zur Kritik der funktionalistischen Vernunft&amp;#039;&amp;#039;, ISBN 3-518-28775-3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff des Argumentierens wird in zahlreichen Disziplinen thematisiert, teils als Objekt der Untersuchung, teils als Rahmen zur Klärung von Methodenproblemen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Frans van Eemeren|Eemeren]]: &amp;#039;&amp;#039;Fundamentals&amp;#039;&amp;#039;, 1996.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Informaler Fehlschluss]]&lt;br /&gt;
* [[Fallacy of misplaced concreteness]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Frans van Eemeren]], u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Fundamentals of Argumentation Theory. A handbook of historical backgrounds and contemporary developments&amp;#039;&amp;#039;. Erlbaum Books, Mahwah, N.J. 1996, ISBN 0-8058-1862-6&lt;br /&gt;
* [[Klaus Jacobi]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Argumentationstheorie. Scholastische Forschungen zu den logischen und semantischen Regeln korrekten Folgerns&amp;#039;&amp;#039;. 6 Teile, jeder mit einer Einführung des Hrsg. (Studien und Texte zur Geistesgeschichte des Mittelalters Bd. 18) Verlag Brill, Leiden, New York und Köln 1993. ISBN 90-04-09822-4&lt;br /&gt;
* [[Josef Kopperschmidt]]: &amp;#039;&amp;#039;Argumentationstheorie zur Einführung&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. Junius, Hamburg 2005, ISBN 978-3-88506-320-9.&lt;br /&gt;
* Josef Kopperschmidt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Rhetorik&amp;#039;&amp;#039;. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt&lt;br /&gt;
** 1. – &amp;#039;&amp;#039;Rhetorik als Texttheorie&amp;#039;&amp;#039;, 1990, ISBN 3-534-07518-8&lt;br /&gt;
** 2. – &amp;#039;&amp;#039;Wirkungsgeschichte der Rhetorik&amp;#039;&amp;#039;, 1990, ISBN 3-534-07534-X&lt;br /&gt;
* [[Christoph Lumer]]: &amp;#039;&amp;#039;Praktische Argumentationstheorie. Theoretische Grundlagen, praktische Begründung und Regeln wichtiger Argumentationsarten.&amp;#039;&amp;#039; Springer Fachmedien, Wiesbaden 1990&lt;br /&gt;
* [[Arno Ros]]: &amp;#039;&amp;#039;Begründung und Begriff. Wandlungen des Verständnisses begrifflicher Argumentationen.&amp;#039;&amp;#039; Meiner, Hamburg, 1989/1990, 3 Bde.; ISBN 3-7873-0962-4.&lt;br /&gt;
* [[Holm Tetens]]: &amp;#039;&amp;#039;Philosophisches Argumentieren: Eine Einführung&amp;#039;&amp;#039;. Beck, München 2004, ISBN 978-34065-1114-1.&lt;br /&gt;
* [[Stephen Toulmin]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Gebrauch von Argumenten&amp;#039;&amp;#039;. Beltz Athenäum, Weinheim 1996, ISBN 3-89547-096-1&lt;br /&gt;
* [[Harald Wohlrapp]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Begriff des Arguments. Über die Beziehungen zwischen Wissen, Forschen, Glaube, Subjektivität und Vernunft&amp;#039;&amp;#039;. Würzburg: Königshausen u. Neumann, 2008, ISBN 978-3-8260-3820-4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{SEP|https://plato.stanford.edu/entries/logic-informal/|Informal Logic|Leo Groarke}}&lt;br /&gt;
* [[Torsten Wilholt]]: [https://www.philos.uni-hannover.de/fileadmin/philos/Dateien/Personen_-_Dokumente/Wilholt/Logik.pdf Logik und Argumentation] (ausführliches Skript zur Einführung in formale Logik und Argumentationstheorie für Studierende der Philosophie; PDF; 2,7&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4112589-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Argumentationstheorie| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosophische Logik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosophische Methode]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Luha</name></author>
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