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	<title>Argonnerwaldlied - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T15:14:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Argonnerwaldlied&amp;diff=1353033&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Orgelputzer: Tippfehler korrigiert</title>
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		<updated>2025-04-12T10:02:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Argonnerwald-Lied.jpg|mini|Das Argonnerwaldlied, Bildpostkarte aus dem Ersten Weltkrieg]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Argonne localization.jpg|mini|Lage der [[Argonnen]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wn21-48.jpg|mini|Deutsche Stellung im Argonnerwald]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1915 Schoebel Kriegsszene Argonnen 1915 anagoria.JPG|mini|Georg Schöbel, 1915: Erstürmung der Anhöhe 285 in den Argonnen am 13. Juli 1915, [[Deutsches Historisches Museum]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Argonnerwaldlied&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein deutsches [[Soldatenlied]] aus dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]]. Es beruht auf einem älteren, um 1900 von einem unbekannten Verfasser gedichteten und komponierten Lied („Matrosenwacht“), das die sehnsüchtigen Gedanken eines auf Wache stehenden Matrosen im deutschen Pachtgebiet [[Kiautschou]] in China thematisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Volkslied-Webmaster |url=https://www.volksliederarchiv.de/zu-kiautschau-um-mitternacht/ |titel=Zu Kiautschau um Mitternacht ⋆ Volksliederarchiv (10.000 Lieder) |werk=Volksliederarchiv |datum=1900-11-22 |sprache=de-DE |abruf=2023-04-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Herbst 1914 griff ein im Felde stehender Pionier die Thematik auf und verwob sie mit seinem Frontalltag im heftig umkämpften [[Argonnen|Argonnerwald]], wobei die Melodie leicht verändert wurde. Wer genau das Lied verfasst hat, ist bis heute umstritten (siehe unten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lied macht aus der Sicht eines [[Pionier (Militär)|Pioniers]] die wechselnden Empfindungen zwischen Vaterlandsliebe, Heldenmut, Trauer und Wehmut deutlich. Hintergrund ist, dass mit dem immer stärker einsetzenden Stellungskrieg die Bedeutung der Pioniertruppe beim Bau von [[Unterstand|Unterständen]], Gräben, [[Stollen (Bergbau)|Stollen]], [[Bunker (Bauwerk)|Bunkern]], [[Sappe]]n und Stellungen deutlich angewachsen war. Das Lied wird aus diesem Grunde häufig auch als &amp;#039;&amp;#039;Pionierlied&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ingeb.org/Lieder/argonner.html &amp;#039;&amp;#039;Pionierlied. Melodie &amp;amp; Text – Hermann Albert von Gordon, 1915.&amp;#039;&amp;#039;] Frank Petersohn. Auf Ingeb.org, abgerufen am 29.&amp;amp;nbsp;Oktober 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortlaut ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em; display:inline-block;&amp;quot;  |small=&amp;quot;yes&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
1. Argonnerwald, um Mitternacht ...&lt;br /&gt;
:Ein Pionier stand auf der Wacht.&lt;br /&gt;
:|: Ein Sternlein hoch am Himmel stand,&lt;br /&gt;
:Bringt ihm ’nen Gruß aus fernem Heimatland. :|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Und mit dem Spaten in der Hand&lt;br /&gt;
:Er vorne in der [[Sappe]] stand.&lt;br /&gt;
:|: Mit Sehnsucht denkt er an sein Lieb:&lt;br /&gt;
:Ob er sie wohl noch einmal wiedersieht? :|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em; display:inline-block;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
3. Und donnernd dröhnt die Artill’rie.&lt;br /&gt;
:Wir stehen vor der Infanterie.&lt;br /&gt;
:|: Granaten schlagen bei uns ein,&lt;br /&gt;
:Der Franzmann will in unsere Stellung ’rein. :|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Der Sturm bricht los, die [[Minenkrieg|Mine]] kracht,&lt;br /&gt;
:Der Pionier gleich vorwärts macht.&lt;br /&gt;
:|: Bis an den Feind macht er sich ran&lt;br /&gt;
:Und zündet dann die Handgranate an. :|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em; display:inline-block;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
5. Die Infanterie steht auf der Wacht,&lt;br /&gt;
:Bis daß&amp;lt;!--sic--&amp;gt; die Handgranate kracht,&lt;br /&gt;
:|: Geht dann mit Sturm bis an den Feind,&lt;br /&gt;
:Mit Hurra nimmt sie dann die Stellung ein. :|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Der Franzmann ruft: [[Pardon (Militärjargon)|Pardon]] Monsieur!&lt;br /&gt;
:Hebt beide Hände in die Höh,&lt;br /&gt;
:|: Er fleht uns dann um Gnade an,&lt;br /&gt;
:Die wir als Deutsche ihm gewähren dann. :|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em; display:inline-block;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
7. Bei diesem Sturm viel Blut auch floß,&lt;br /&gt;
:Manch junges Leben hat’s gekost’.&lt;br /&gt;
:|: Wir Deutsche aber halten stand,&lt;br /&gt;
:Für das geliebte, teure Vaterland. :|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8. Argonnerwald, Argonnerwald,&lt;br /&gt;
:Ein stiller Friedhof wirst du bald!&lt;br /&gt;
:|: In deiner kühlen Erde ruht&lt;br /&gt;
:So manches tapfere Soldatenblut. :|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese und sehr ähnliche Liedfassungen finden sich in zahlreichen zeitgenössischen Quellen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.briefsammlung.de/feldpost-erster-weltkrieg/brief.html?action=detail&amp;amp;what=letter&amp;amp;id=1455 |titel=Karl Friede an eine Freundin am 16.2.1917 |werk=Die Briefsammlungen der Museumsstiftung Post und Telekommunikation |abruf=2023-04-17 |kommentar=Faksimile und Transkript eines Soldatenbriefes}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und auch späteren Liederbüchern, unter anderem auch im Liederbuch der bundesdeutschen [[Fallschirmjägertruppe (Bundeswehr)|Fallschirmjäger]] von 1983. Es fällt allerdings auf, dass diese Textfassung einige [[Reim]]fehler enthält, und zwar in der zweiten, fünften und siebten Strophe. Allerdings kursierte bereits während des Ersten Weltkrieges auch eine an einigen Stellen veränderte Fassung, die aus formal-künstlerischer Sicht hochwertiger wirkt und keinerlei Reimfehler aufweist (siehe auch die obige Bildpostkarte):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em; display:inline-block;&amp;quot; |small=&amp;quot;yes&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
1. Argonnerwald, um Mitternacht ...&lt;br /&gt;
:Ein Pionier steht auf der Wacht.&lt;br /&gt;
:|: Ein Sternlein hoch am Himmelsrand,&lt;br /&gt;
:Das bringt ihm Gruß aus fernem Heimatland. :|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Und mit dem Spaten in der Hand&lt;br /&gt;
:Er vorne in der [[Sappe]] stand,&lt;br /&gt;
:|: Denkt an sein Lieb, von dem er schied, –&lt;br /&gt;
:Ob er sie wohl noch einmal wiedersieht? :|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em; display:inline-block;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
3. Und donnernd dröhnt die Artill’rie.&lt;br /&gt;
:Wir stehen vor der Infanterie.&lt;br /&gt;
:|: Granaten schlagen bei uns ein,&lt;br /&gt;
:Der Franzmann will in unsere Stellung ’rein. :|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Der Sturm bricht los, die Mine kracht,&lt;br /&gt;
:Nun zeigt der Pionier die Macht.&lt;br /&gt;
:|: Dicht an den Feind dringt er heran&lt;br /&gt;
:Und zündet dort die Handgranate an. :|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em; display:inline-block;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
5. Die Infanterie steht auf der Wacht,&lt;br /&gt;
:Die Handgranate heult und kracht,&lt;br /&gt;
:Im Sturm geht&amp;#039;s vor in Feindesreih&amp;#039;n,&lt;br /&gt;
:Mit Hurra nehmen wir die Stellung ein. :|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Der Franzmann ruft: Pardon, Monsieur!&lt;br /&gt;
:Hebt beide Hände in die Höh,&lt;br /&gt;
:|: Er fleht um Gnade, wie es Brauch,&lt;br /&gt;
:Die wir als Deutsche ihm gewähren auch. :|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em; display:inline-block;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
7. Bei diesem Sturm viel Herzblut floß,&lt;br /&gt;
:Der Tod manch junges Auge schloß.&lt;br /&gt;
:|: Wir Deutsche aber halten stand,&lt;br /&gt;
:Für das geliebte, teure Vaterland. :|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8. Argonnerwald, Argonnerwald,&lt;br /&gt;
:Ein stiller Friedhof wirst du bald!&lt;br /&gt;
:|: In deiner kühlen Erde ruht&lt;br /&gt;
:So manches tapfere Soldatenblut. :|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ludwig Andersen alias Ludwig Strecker, der Chef des Verlags [[Schott Music|B. Schott’s Söhne]], dichtete folgende Strophen hinzu und fügte sie nach der 4. Strophe ein:&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Fred K. Prieberg |Titel=Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945 |Hrsg=Oliver Kopf |Auflage=2 |Datum=2009-12-01 |ISBN=978-3000377051 |Seiten=164 |Online=https://archive.org/stream/bib130947_001_001/bib130947_001_001_djvu.txt}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em; display:inline-block;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Er frug nicht warum und nicht wie,&lt;br /&gt;
:Tat seine Pflicht wie alle sie.&lt;br /&gt;
:|: In keinem Liede ward’s gehört,&lt;br /&gt;
:Ob er geblieben oder heimgekehrt. :|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Du  Pionier  um  Mitternacht,&lt;br /&gt;
:Heut  steht  ganz  Deutschland  auf  der  Wacht:&lt;br /&gt;
:|: in  Treue  fest,  im  Wollen  rein,&lt;br /&gt;
:Als  eine  neue,  starke  Wacht  am  Rhein!  :|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als weitere Strophe, die teils als [[Kehrreim|Kehrstrophe]] gleich zweimal gesungen wurde, kam hinzu:&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Bedroht der Feind uns noch so sehr,&lt;br /&gt;
:Wir Deutsche fürchten ihn nicht mehr.&lt;br /&gt;
:|: Und ob er auch so stark mag sein,&lt;br /&gt;
:In unsere Stellung kommt er doch nicht ’rein. :|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Lied verbreitete sich schnell und wurde bald auch noch in weiteren, im Detail veränderten Fassungen gesungen; z. B. mit einem Infanteristen statt eines Pioniers als Protagonist. Bei [[Otto Stückrath]] findet sich noch folgende Abschlussstrophe, die sich auf das 2. Nassauische Pionierbataillon Nr. 25 (eines der sogenannten [[Neupreußische Pionierbataillone|Neupreußischen Pionierbataillone]]) bezog:&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Wer hat denn dieses Lied erdacht?&lt;br /&gt;
:Ein Fünfundzwanzger auf der Wacht,&lt;br /&gt;
:|: Der jetzt in Frankreichs Erde ruht,&lt;br /&gt;
:Für Deutschlands Fahne floß sein Blut. :|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;Später wurde noch folgende Strophe hinzugedichtet:&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Und komm’ ich einst zur Himmelstür,&lt;br /&gt;
:Ein Engel Gottes steht dafür:&lt;br /&gt;
:|: Argonnerkämpfer, tritt herein,&lt;br /&gt;
:Hier soll für dich der ew’ge Friede sein. :|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umdichtungen ==&lt;br /&gt;
=== Im politischen Kontext ===&lt;br /&gt;
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das sehr populäre Lied vielfach umgedichtet und in andere Zusammenhänge transferiert. So schrieb der Schlosser und spätere Redakteur der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Rote Fahne&amp;#039;&amp;#039;, Richard Schulz, nach der Niederschlagung des [[Spartakusaufstand]]es im Januar 1919 zur Melodie des Argonnerwaldliedes das &amp;#039;&amp;#039;Büxensteinlied&amp;#039;&amp;#039;, das die Belagerung der besetzten [[Buchdruckerei W. Büxenstein]] durch die Truppen des SPD-Reichswehrministers [[Gustav Noske]] aus Sicht der [[Spartakusbund|aufständischen Arbeiter]] schildert. Dieses später in der [[Arbeiterbewegung]] der [[Weimarer Republik]] populäre Lied beginnt, vom Kontext her seinem Vorbild vergleichbar, mit der Strophe:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.antiwarsongs.org//canzone.php?id=53422&amp;amp;lang=en |titel=Büxensteinlied (Im Januar um Mitternacht) |werk=Anti War Songs |sprache=en |abruf=2023-04-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.linksnet.de/artikel/47627 |titel=Fünfzehn Tage, die die Welt erschütterten {{!}} Linksnet |abruf=2023-04-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Im Januar um Mitternacht&lt;br /&gt;
:Ein Kommunist stand auf der Wacht.&lt;br /&gt;
:Er stand mit Stolz, er stand mit Recht,&lt;br /&gt;
:Stand kämpfend gegen ein Tyranngeschlecht.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Schultz: [http://drapeaurouge.free.fr/buxensteinlied.html &amp;#039;&amp;#039;Dans le monde – Büxensteinlied.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Chants.&amp;#039;&amp;#039; Le Drapeau Rouge. Auf DrapeauRouge.free.fr, abgerufen am 29.&amp;amp;nbsp;Oktober 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/poem&amp;gt;Später wurde das Argonnerwaldlied im [[Metropolregion Rhein-Ruhr|Rhein-Ruhr-Gebiet]] mit verändertem Texten sowohl von [[Nationalsozialisten]] wie auch [[Kommunismus|Kommunisten]] oder Widerstandsgruppen wie den [[Edelweißpiraten]] verwendet, wobei sich die jeweiligen Rahmentexte, abgesehen von der Adaptation an die jeweilige politische Richtung, kaum änderten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sangen die Kommunisten in der Zeit des „[[Ruhraufstand]]es“ 1920 von der [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]]:&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
:An Rhein und Ruhr marschieren wir,&lt;br /&gt;
:Für [[Räterepublik|Rätedeutschland]] kämpfen wir,&lt;br /&gt;
:Die [[Reaktion (Politik)|Reaktion]], brecht sie entzwei,&lt;br /&gt;
:Rot Front marschiert, Achtung – die Straße frei!&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleichbare Töne waren wenige Jahre später von den Nationalsozialisten zu hören: &amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Durch’s Ruhrgebiet marschieren wir,&lt;br /&gt;
:Für [[Adolf Hitler]] kämpfen wir.&lt;br /&gt;
:Die [[Roter Frontkämpferbund|Rote Front]], brecht sie entzwei,&lt;br /&gt;
:Denn so wird Deutschland endlich wieder frei!&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oder:&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Durch deutsches Land marschieren wir,&lt;br /&gt;
:Für Adolf Hitler kämpfen wir,&lt;br /&gt;
:Die Rote Front, schlagt sie zu Brei,&lt;br /&gt;
:SA marschiert, Achtung! Die Straße frei!&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Später sangen die [[Edelweißpiraten]] ganz ähnlich: &amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
:An Rhein und Ruhr marschieren wir,&lt;br /&gt;
:Für unsere Freiheit kämpfen wir,&lt;br /&gt;
:Den Streifendienst, schlagt ihn entzwei,&lt;br /&gt;
:Edelweiß marschiert, Achtung – die Straße frei!&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fußball ===&lt;br /&gt;
Während die oben genannten politisch gefärbten Umdichtungen inzwischen weitestgehend vergessen – weil nicht länger aktuell – sind, findet zumindest der zweite Teil der Melodie bis heute als [[Fußball]]-[[Fangesang]] Verwendung:&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Aber eins, aber eins darf nicht geschehn:&lt;br /&gt;
:[[Schwarz-Weiß Essen]] darf nicht untergehn (auch bei  [[Alemannia Aachen]] und anderen Vereinen)&amp;lt;/poem&amp;gt; Als [[Urheber]] der Übertragung des Argonnerwald-Liedes auf den Fußball gilt indes Ernst Unger, der 1916 im Schützengraben eine (weitgehend verlorengegangene) Umdichtung schrieb, die sich auf den [[Borussia Dortmund|BVB 1909 Borussia Dortmund]] bezog. Die beiden erhalten gebliebenen Schlusszeilen wurden später nach Art einer [[Coda (Musik)|Coda]] Teil der offiziellen [[Hymne|Vereinshymne]] von Borussia Dortmund:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Susanne Schulte |url=https://www.nordstadtblogger.de/die-magische-6-des-bvb-das-ausgezeichnete-buch-ist-nur-an-den-heimspieltagen-bei-der-fanabteilung-zu-haben/ |titel=„Die magische 6 des BVB“|werk=Nordstadtblogger |datum=2018-02-09 |sprache=de-DE |abruf=2023-04-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Aber eins, aber eins, das bleibt bestehn:&lt;br /&gt;
:Borussia Dortmund wird nicht untergehn.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kontroverse um die Urheberschaft ==&lt;br /&gt;
Der Verlag B. Schott&amp;#039;s Söhne ([[Mainz]]) als Rechteinhaber schrieb die Text-Urheberschaft dem Liederdichter Hermann Albert von Gordon (1878–1939) zu. Hierüber entspann sich 1939 eine gerichtliche Auseinandersetzung, in deren Vorfeld sich Gordon das Leben nahm.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Werner Fuhr |Titel=Proletarische Musik in Deutschland 1928-1933 |Sammelwerk=Göppinger akademische Beiträge |Nummer=101 |Verlag=Verlag Alfred Kümmerle |Ort=Göppingen |Datum=1977-01-01 |ISBN=978-3874523332 |Seiten=62 |Online=https://books.google.de/books?id=CvEiAAAAMAAJ&amp;amp;q=gordon&amp;amp;hl=de#search_anchor}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Prozess fand zwar wegen des Todes des Angeklagten nicht statt, doch hatte eine eigens eingesetzte Kommission des Gerichts bereits im Vorfeld konstatiert, dass das Lied als Gemeinschaftswerk mehrerer Angehöriger der 2. Kompanie des 3. Rheinischen Pionierbataillons 30 entstanden sei, und zwar unter Federführung des Pioniers Andreas Schott. Als weitere mögliche Texter wurden Otto Rasteick und Friedrich Wilhelm Steinbrinck vom [[Königs-Infanterie-Regiment (6. Lothringisches) Nr. 145|Königs-Infanterie-Regiment Nr. 145]] genannt&amp;lt;ref&amp;gt;Frankfurter-Zeitung, 4. Oktober 1939, Nr. 505, Seite 3. [https://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/periodika/periodical/pageview/13549274 Digitalisat Goethe-Universität]&amp;lt;/ref&amp;gt;, welches dem Infanterieregiment 135 unmittelbar benachbart in den Argonnen kämpfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Musikhistoriker [[Fred K. Prieberg]] hingegen nannte in seinem Standardwerk „Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945“ den Pionier Franz Buschhaus (1892–1925) als Verfasser. Er stammte aus [[Schwerte]] und war zunächst Metallarbeiter bei [[Hoesch AG|Hoesch]]. Im Oktober 1912 trat er in das Infanterie-Regiment 135 ein und wurde gleich zu Beginn des Krieges in das härteste Schlachtgeschehen hineingezogen. Dabei wurde er mehrfach verwundet, unter anderem am Kopf, und schließlich als kriegsverwendungsuntauglich entlassen. Bereits 1925 starb Buschhaus an den Spätfolgen dieser Verletzungen im Alter von 33 Jahren. Laut Prieberg legt es ferner nahe, dass ein gewisser Anton Häussler für die künstlerische Aufwertung des Textes (siehe oben, zweite Fassung) verantwortlich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der nicht abschließend geklärten Frage nach der Verfasserschaft bleibt jedenfalls festzuhalten, dass das Lied in den kämpfenden [[Dienstgrad|Mannschaftsdienstgraden]] entstanden ist und insofern eine gewisse Authentizität hinsichtlich der Gemütslage der einfachen Frontsoldaten für sich beanspruchen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Komponisten nannte Prieberg den [[Horn (Blechblasinstrument)|Hornisten]] Steinhaus aus [[Letmathe]], der demselben Regiment wie Buschhaus angehörte. Offensichtlich bezieht sich diese Angabe allerdings nicht auf die Urform der Melodie, sondern deren Modifikation für das Argonnerwaldlied.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Cite web |title=Argonnerwald um Mitternacht |url=https://www.volksliederarchiv.de/argonnerwald-um-mitternacht/ |accessdate=2023-04-17 |website=Volksliederarchiv}}&lt;br /&gt;
* {{Cite web |title=Das Argonnerwaldlied |language=de |url=https://argonnerwald.de/das-argonnerwaldlied/ |accessdate=2023-05-28}}&lt;br /&gt;
* {{Cite web |title=Argonnerwaldlied |language=de |url=https://archive.org/details/argonnerwaldlied-instrumental-2}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Josef Spiegel |Titel=Argonnerwald um Mitternacht. Dem Verfasser, Franz Buschhaus-Schwerte zum Gedächtnis |Sammelwerk=Schwerter Zeitung |Datum=1939-08-19 |Seiten=169-171}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Alfred Hintz |Titel=Vom Soldatenlied zum Fußballfan-Gesang - Schwerter schrieb Text |Sammelwerk=Schwerter Seniorenzeitung AS - Aktive Senioren |Nummer=117 |Datum=2017-01 |Seiten=29-30}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soldatenlied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutschland im Ersten Weltkrieg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Orgelputzer</name></author>
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