<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Arfurt</id>
	<title>Arfurt - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Arfurt"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Arfurt&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-27T17:30:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Arfurt&amp;diff=378396&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Nassauer27: Infobox aktualisiert</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Arfurt&amp;diff=378396&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-19T06:16:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Infobox aktualisiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = Arfurt&lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Runkel&lt;br /&gt;
| Ortswappen             = Wappen arfurt.jpg&lt;br /&gt;
| Ortswappen-Beschreibung= Wappen der ehemaligen Gemeinde Arfurt&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 50.4067&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 08.1983&lt;br /&gt;
| Bundesland             = DE-HE&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 161 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = DE-NHN&lt;br /&gt;
| Fläche                 = 5.49&lt;br /&gt;
| Fläche-Quelle          = &amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Einwohner              = 822 &amp;lt;!-- hier nur Hauptwohnsitze --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2025-12-31&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref name=&amp;quot;DF&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.runkel-lahn.de/stadt-rathaus/zahlen-und-fakten/ |titel=Zahlen, Daten, Fakten, Wissenswertes |titelerg=Einwohnerzahlen|hrsg=Stadt Runkel |werk=www.runkel-lahn.de |datum=2026-03 |abruf=2026-03-19 |sprache=de }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1970-12-31&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 65594&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2          = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 06482&lt;br /&gt;
| Vorwahl2               = &lt;br /&gt;
| Lagekarte              = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Arfurt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Stadtteil von [[Runkel]] mit über 800 Einwohnern. Der Ort liegt an der [[Lahn]] im [[Mittelhessen|mittelhessischen]] [[Landkreis Limburg-Weilburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Lage ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Arfurt luftaufnahme.jpg|mini|Luftaufnahme von Arfurt im Juli 1997, südöstlicher Ortsrand mit Steilhang zur Lahn (rechts) und weniger steiles Gelände im Westen (links)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arfurt liegt im Osten des [[Limburger Becken]]s, oberhalb des an dieser Stelle steil abfallenden Nordhangs der Lahn. Der Ort befindet sich rund drei Kilometer Luftlinie östlich der Kernstadt von Runkel und rund zehn Kilometer östlich der Kreisstadt [[Limburg an der Lahn]]. Der Ort zerfällt in den alten Ortskern und ein durch den Linnebach und den umgebenden breiten Grünlandzug davon getrenntes, kleineres Neubaugebiet im Norden. Am Lahnufer südlich des Orts verläuft die [[Lahntalbahn]], die einen Haltepunkt in Arfurt hat. Der [[Bahnhof Arfurt (Lahn)]] befindet sich rund einen Kilometer außerhalb des Orts und sticht unter den Lahntal-Bahnhöfen durch seine [[Wellblech]]-Bauweise hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 5,5 Quadratkilometer große Gemarkung grenzt im Westen an den Nachbarstadtteil [[Schadeck (Runkel)|Schadeck]] und im Norden an ein größeres Waldgebiet, das zur Kernstadt Runkel gehört, aber von deren Gemarkung getrennt ist. Im Süden befindet sich durch die Lahn getrennt der benachbarte Marktflecken [[Villmar]] und im Osten dessen Ortsteil [[Seelbach (Villmar)|Seelbach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Arfurt luft03.jpg|mini|Luftaufnahme von Arfurt im Juli 1997 mit abgetrenntem Neubaugebiet (oben) und kleinerem Waldstück am Ort (rechter oberer Rand)]]&lt;br /&gt;
Der Ort selbst liegt auf rund 160 Metern Höhe. Unmittelbar an seinem Südostrand fällt das Gelände bis zur Lahn rund 50 Meter steil ab. Im Westen des Orts gestaltet sich dieser Übergang wesentlich sanfter, sodass auch der Hang bis zum Lahnufer hinab bebaut ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemarkung steigt nach Norden über eine lange Strecke gleichmäßig auf bis zu 270 Meter an. Das gegabelte, in Nord-Süd-Richtung verlaufende Tal des Linnebachs, das auch den Ort in zwei Hälften trennt, stellt einen leichten Einschnitt in diesen langgestreckten Hang dar. Der Tiefenbach an der Westgrenze der Gemarkung hat sich ein deutlich steileres Tal geformt. Die Gemarkung besteht hauptsächlich aus landwirtschaftlich genutzter Fläche. Den nördlichen und westlichen Rand bedecken Teile eines größeren [[Mischwald]]gebiets, das aber größtenteils auf dem Gebiet der Nachbarorte liegt. Nordöstlich von Arfurt befindet sich ein weiterer, deutlich kleinerer Wald.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geographischer Mittelpunkt des Landkreises Limburg-Weilburg ===&lt;br /&gt;
Der geographische Mittelpunkt liegt in Arfurt, nahe dem Steimelskopf und direkt am Lahnwanderweg. Die genaue Lage wurde vom Amt für Bodenmanagement ermittelt. Gäste aus allen Richtungen kamen per Sternwanderung zur Einweihung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.landkreis-limburg-weilburg.de/politik-verwaltung/presse-oeffentlichkeitsarbeit/pressemitteilungen/details/50-jahre-landkreis-landrat-koeberle-weiht-goldene-mitte-ein |titel=50 Jahre Landkreis: Landrat Köberle weiht „Goldene Mitte“ ein |titelerg=Pressemitteilung |hrsg=Der Kreisausschuss des Landkreises Limburg-Weilburg |werk=www.landkreis-limburg-weilburg.de |datum=2024-05-28 |abruf=2025-09-09 |sprache=de |format= }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://limburgweilburg-entdecken.de/50-jahre-limburg-weilburg-goldene-mitte-in-arfurt/ |titel=50 Jahre Limburg-Weilburg – „Goldene Mitte“ in Arfurt |titelerg=Himmelsfenster in der „Goldenen Mitte“ |hrsg=Heike Lachnit |werk=limburgweilburg-entdecken.de |datum=2024-06-01 |abruf=2025-09-09 |sprache=de |format= }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Ortsgeschichte ===&lt;br /&gt;
Arfurt bestand möglicherweise schon als kleinere Bauernsiedlung zum Zeitpunkt der urkundlichen Ersterwähnung Villmars im Jahr 1053. Der größere Nachbarort liegt am gegenüberliegenden Lahnufer und hatte eine wichtige Bedeutung für die Entwicklung Arfurts. Rund einhundert Jahre später ist Arfurt (Arenvurt) in einer durch [[Reichsabtei St. Maximin|Trierer Benediktinermönche]] gefälschten Abschrift der kaiserlichen Schenkungsurkunde genannt. Der [[Eugen III.|Papst Eugen III.]] bestätigte im Jahr 1148 die kaiserliche Schenkung, einschließlich Arfurts, anlässlich eines Besuches bei den Trierer Benediktinermönchen.&amp;lt;ref&amp;gt;P. Johannes Hau O.S.B.: &amp;#039;&amp;#039;Villmar Grundherrschaft/Vogtei/Pfarrei&amp;#039;&amp;#039;. Limburger Vereinsdruckerei, Limburg/Lahn 1936&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ebenfalls in der Urkunde genannte Siedlung „Zultebach“ fiel später [[Wüstung|wüst]] und befand sich vermutlich im Wald an der heutigen westlichen Gemarkungsgrenze Arfurts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das älteste heute noch vorhandene Haus im Ort wurde im Jahr 1690 erbaut. Die ersten Anordnungen der Verhütung eines Brandes im Zusammenhang mit häuslichen Feuerstätten in Textform im Kurfürstentum Trier vom 9. Mai 1721 führten auch in Arfurt zu erheblichen Verbesserungen der Bauweise der Gebäude.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Franz-Josef Sehr]] |Hrsg=Der Kreisausschuss des Landkreises Limburg-Weilburg |Titel=Brandschutz im Heimatgebiet vor 300 Jahren |Sammelwerk=Jahrbuch für den Kreis Limburg-Weilburg 2022 |Ort=Limburg |Datum=2021 |ISBN=978-3-927006-59-1 |Seiten=223–228}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. Mai 1901 gründete sich die [[Freiwillige Feuerwehr]] Arfurt. Damit bildete sie mit weiteren bereits bestehenden Freiwilligen Feuerwehren den Löschbezirk [[Oberlahn]] im [[Nassauischer Feuerwehrverband|Feuerwehr-Verband für den Regierungsbezirk Wiesbaden]], innerhalb dessen sie am 3. September 1906 bei der Bezirksversammlung in [[Freiwillige Feuerwehr Beselich-Obertiefenbach|Obertiefenbach]] in einer Stärke von 34 Mitgliedern antrat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor= [[Franz-Josef Sehr]] |Titel=Feuerwehr-Bezirkstage um die Jahrhundertwende |Sammelwerk=Jahrbuch für den Kreis Limburg-Weilburg 2000 |Verlag=Der Kreisausschuss des Landkreises Limburg-Weilburg |Ort=Limburg-Weilburg |Datum=1999 |ISBN=3-927006-29-7 |Seiten=187-189}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] fielen 29 Arfurter, im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] 57. Im September 1944 brannte ein Wohnhaus nach dem Treffer durch eine [[Brandbombe]] ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1931 nahm der erste Arfurter Kindergarten seine Arbeit auf. 1957 wurde ein neues Schulgebäude errichtet, 1964 die Mehrzweckhalle. Bis in die 1960er Jahre gab es einen Fährverkehr über die Lahn nach Villmar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=&amp;quot;150&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Arfurt ältestes Haus.JPG|Ältestes noch erhaltenes Haus, erbaut 1690&lt;br /&gt;
 Arfurt Ehrenmal.JPG|Ehrenmal für die Gefallenen der Weltkriege&lt;br /&gt;
 Arfurt Rathaus.JPG|Ehemaliges Rathaus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hessische Gebietsreform (1970–1977)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Gebietsreform in Hessen]] [[Gemeindefusion|fusionierten]] die bis dahin [[selbständige Gemeinde]] Arfurt und weitere Gemeinden zum 31. Dezember 1970 freiwillig mit der Stadt Runkel.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HessAmtsBL |typ=STAZ |hrsg=Der Hessische Minister des Inneren |titel=Zusammenschluss von Gemeinden zur Stadt Runkel |nr=4 |jahr=1971 |datum=1971-01-25 |seite=3 |seiten=139 |fundstelle=Punkt 156 |kbytes=6230}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3-17-003263-1|Seiten=372}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dadurch wurde Arfurt ein Stadtteil von Runkel. Für die eingegliederten Gemeinden sowie für die Kernstadt wurde je ein [[Ortsbezirk]] mit [[Ortsbeirat]] und [[Ortsvorsteher]] nach der [[Hessische Gemeindeordnung|Hessischen Gemeindeordnung]] gebildet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.runkel-lahn.de/fileadmin/user_upload/satzungen/20-Hauptsatzung.pdf |titel=Hauptsatzung der Stadt Runkel |titelerg=§&amp;amp;nbsp;5 |werk=Webauftritt |hrsg=Stadt Runkel |format=PDF;&amp;amp;nbsp;91&amp;amp;nbsp;kB |abruf=2021-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwaltungsgeschichte im Überblick ===&lt;br /&gt;
Die folgende Liste zeigt die Staaten bzw. Herrschaftsgebiete und deren untergeordnete Verwaltungseinheiten, in denen Arfurt lag:&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=land_hessen.html|name=Land Hessen}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* vor 1803: [[Heiliges Römisches Reich]], [[Kurmainz|Kurfürstentum Trier]], [[Amt Limburg (Nassau)|Amt Limburg]], Gericht Villmar (Abtei St. Matthias bei Trier)&lt;br /&gt;
* ab 1803: Heiliges Römisches Reich, Fürstentum [[Nassau-Usingen]], Amt Limburg&lt;br /&gt;
* ab 1806: [[Herzogtum Nassau]], Amt Limburg&lt;br /&gt;
* ab 1816: [[Herzogtum Nassau]], [[Amt Runkel]]&lt;br /&gt;
* ab 1849: Herzogtum Nassau, [[Kreisamt Limburg]]&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Abtrennung der Justiz ([[Justizamt Limburg]]) bis 1854.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ab 1854: Herzogtum Nassau, Amt Runkel&lt;br /&gt;
* ab 1867: [[Norddeutscher Bund]]&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Der Norddeutsche Bund war der erste deutsche [[Bundesstaat (föderaler Staat)|Bundesstaat]] unter der Führung [[Königreich Preußen|Preußens]]. Er war die [[Geschichte Deutschlands|geschichtliche]] Vorstufe des [[Deutsche Reichsgründung|Deutschen Reichs]].&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Königreich Preußen]], Provinz [[Hessen-Nassau]], [[Regierungsbezirk Wiesbaden]], [[Oberlahnkreis]]&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Endgültige Trennung zwischen Justiz ([[Amtsgericht Limburg a. d. Lahn]]) und Verwaltung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ab 1871: [[Deutsches Reich]], Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Oberlahnkreis&lt;br /&gt;
* ab 1918: Deutsches Reich, [[Freistaat Preußen]], Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Oberlahnkreis&lt;br /&gt;
* ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, [[Provinz Nassau]], Oberlahnkreis&lt;br /&gt;
* ab 1946: Amerikanische Besatzungszone, [[Hessen|Land Hessen]], Regierungsbezirk Wiesbaden, Oberlahnkreis&lt;br /&gt;
* ab 1949: [[Bundesrepublik Deutschland]], Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Oberlahnkreis&lt;br /&gt;
* ab 1968: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, [[Regierungsbezirk Darmstadt]], Oberlahnkreis&lt;br /&gt;
* ab 1971: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, [[Regierungsbezirk Darmstadt]], Oberlahnkreis, Stadt Runkel&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Am 31. Dezember 1970 wurde Arfurt als [[Ortsbezirk]] in die Stadt Runkel eingegliedert.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ab 1974: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, [[Landkreis Limburg-Weilburg]], Stadt Runkel&lt;br /&gt;
* ab 1981: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, [[Regierungsbezirk Gießen]], Landkreis Limburg-Weilburg, Stadt Runkel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschaftsgeschichte ===&lt;br /&gt;
In Arfurt wurde an den nach Süden gelegenen Hängen des Lahntales bis in das 19. Jahrhundert hinein [[Weinbau in Deutschland|Wein]] angebaut. Dort findet man noch heute verfallende Mauerreste von Böschungsbefestigungen der früheren [[Weinberg]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem wurde auch in Arfurt bis in die 1960er Jahre graufarbener [[Marmor]] abgebaut. Diesen Stein findet man heute noch verarbeitet in den Pfarrkirchen in Arfurt, Villmar und in der [[Benediktinerabtei St. Matthias#Basilika|Abteikirche St. Matthias]] des gleichnamigen Benediktinerklosters in Trier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1830 nahm eine [[Papiermühle]] am Linnebach ihren Betrieb auf. Nach mehreren Besitzerwechseln stellte sie 1879 ihre Arbeit ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das Jahr 1850 betrieb der Chemiker Fritz Muck, ein Schüler [[Justus Liebig]]s in Arfurt eine Farbenfabrik, die ihre Produkte deutschlandweit und ins Ausland verkaufte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
=== Einwohnerstruktur 2011 ===&lt;br /&gt;
Nach den Erhebungen des [[Zensus 2011]] lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Arfurt 894 Einwohner. Darunter waren 12 (1,3 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 174 Einwohner unter 18 Jahren, 351 zwischen 18 und 49, 213 zwischen 50 und 64 und 156 Einwohner waren älter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot; /&amp;gt; Die Einwohner lebten in 366 Haushalten. Davon waren 96 [[Alleinstehender|Singlehaushalte]], 105 [[Ehe|Paare]] ohne Kinder und 129 Paare mit Kindern, sowie 33 [[Alleinerziehender|Alleinerziehende]] und 3 [[Wohngemeinschaft]]en. In 69 Haushalten lebten ausschließlich [[Senior]]en und in 249 Haushaltungen lebten keine Senioren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohnerentwicklung ===&lt;br /&gt;
{{LAGIS Einwohner Diagramm|Name=Arfurt|width=450|float=none|maxEinwohner=940&lt;br /&gt;
|642|697|770|807|799|850|820|805|803|715|645|650|718|654|972|943|897|911|927&lt;br /&gt;
|nach1967=(1970,858)&lt;br /&gt;
(1980,-1)(1990,-1)(2000,-1)(2011,894)(2015,840)(2020,842)&lt;br /&gt;
|quelle=LAGIS&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;; Stadt Runkel&amp;lt;ref name=&amp;quot;DF&amp;quot; /&amp;gt;; [[Zensus 2011]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religion ===&lt;br /&gt;
Spätestens im Jahr 1148 besaß der Ort eine Kapelle auf einer Erhöhung am Lahnufer. 1652 wurde sie dem Heiligen [[Lambert von Lüttich]] geweiht. Bis 1715 blieb Arfurt der Pfarrei Villmar zugeordnet. Die Kapelle wurde damit Sitz einer eigenen Pfarrei. 1828 wurde die heutige, immer noch [[Lambert von Lüttich|St. Lambertus]] geweihte Kirche fertiggestellt. Die alte Kapelle war baufällig geworden und wurde fünf Jahre später abgerissen. Bis 1855 blieb der alte Bahnhof am Standort der Kapelle in Benutzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1920 wurde ein Schwesternhaus der [[Pallottiner]]innen eingerichtet, die bis 1997 hier lebten und wirkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arfurt ist, zusammen mit Villmar, eine weitgehend katholische Enklave, umgeben von mehrheitlich protestantisch geprägten Dörfern (Seelbach, Runkel, Aumenau). Die nach dem Zweiten Weltkrieg in Arfurt aufgenommenen [[Heimatvertriebener (Bundesvertriebenengesetz)|Heimatvertriebene]] aus dem [[Sudetenland]] waren wohl alle Katholiken. Die Einwohnerzahl lag im Jahr 1960 bei 925, davon waren mehr als 900 Katholiken. Die Katholiken von Arfurt pilgern seit vielen Jahrzehnten zur [[Marienkapelle (Beselich)|Wallfahrtskapelle Maria Hilf Beselich]] und geben dort ihren Glauben kund.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor= [[Franz-Josef Sehr]] |Titel=250 Jahre Wallfahrtskapelle Maria Hilf Beselich |Sammelwerk=Jahrbuch für den Kreis Limburg-Weilburg 2017 |Verlag=Der Kreisausschuss des Landkreises Limburg-Weilburg |Ort=Limburg-Weilburg |Datum=2016 |ISBN=978-3-927006-54-6 |Seiten=137–141}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1815 wurde nahe Arfurt ein Friedhof der jüdischen Gemeinde in Villmar eingerichtet. In Arfurt selbst lebten vermutlich nie Juden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Historische Religionszugehörigkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;toptextcells&amp;quot;&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1885: || {{0}}7 [[Evangelische Kirche|evangelische]] (= 0,87 %), 796 [[Römisch-katholische Kirche|katholische]] (= 99,13 %) Einwohner&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1961: || 39 [[Evangelische Kirche in Deutschland#Geschichte|evangelische]] (= 4,28 %), 868&amp;amp;nbsp;römisch-katholische (= 95,28 %) Einwohner&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=&amp;quot;150&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Arfurt Kirchenportal.JPG|[[St. Lambert (Arfurt)|Pfarrkirche St. Lambertus, Portalseite]]&lt;br /&gt;
 Arfurt Altar.JPG|Altar der Pfarrkirche&lt;br /&gt;
 Arfurt Kirchenapsis.JPG|Pfarrkirche St. Lambertus, Apsisseite&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Seit den [[Kommunalwahlen in Hessen 2021]] ist der [[Ortsvorsteher]] Marten Cornel Fuchs (CDU).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.runkel-lahn.de/stadt-rathaus/gremien/#jfmulticontent_c75-5 |titel=Gremien |werk=Webauftritt |hrsg=Stadt Runkel |abruf=2021-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vereine ==&lt;br /&gt;
Arfurt verfügt über einen Sportverein, seit dem Jahr 1901 über die [[Feuerwehrverein|Freiwillige Feuerwehr]] Arfurt (seit 1. März 1999 mit ihrer [[Jugendfeuerwehr]]), den Kirchenchor „St. Lambertus“, einen Tanzsportverein „TSV Arfurt“, den Gesangverein „Linnebachtiroler“, einen Bläserchor, einen Kameradschaftsverein, eine Ortsgruppe der Katholischen Frauengemeinschaft und die Lambertusbrüder e. V.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:left&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
Die [[Freiwillige Feuerwehr]] Arfurt, gegr. 1901 (seit 1. März 1999 mit Jugendfeuerwehr), sorgt für den abwehrenden [[Brandschutz]] und die allgemeine Hilfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Arfurt|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://www.runkel-lahn.de/stadt-rathaus/stadtteile/arfurt/ &amp;#039;&amp;#039;Stadtteil Arfurt.&amp;#039;&amp;#039;] In: Webauftritt der Stadt Runkel.&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|ID=533013010| titel=Arfurt, Landkreis Limburg-Weilburg}}&lt;br /&gt;
* {{HessBib |NAME=Arfurt |PPN=116321474 |GND=1150241101}}&lt;br /&gt;
* {{HessBib |NAME=Runkel-Arfurt |GND=2116862-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen und Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anmerkungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Anm.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einzelnachweise&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{LAGIS|ref=nein|ID=533013010| titel=Arfurt, Landkreis Limburg-Weilburg| datum=2018-10-16}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=https://statistik.hessen.de/sites/statistik.hessen.de/files/AO_VZ_2011_4_b.pdf#page=26&lt;br /&gt;
 |titel=Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen&lt;br /&gt;
 |werk=[[Zensus 2011]]&lt;br /&gt;
 |hrsg=[[Hessisches Statistisches Landesamt]]&lt;br /&gt;
 |seiten=22 und 60&lt;br /&gt;
 |format=PDF;&amp;amp;nbsp;1,1&amp;amp;nbsp;MB&lt;br /&gt;
 |offline=1&lt;br /&gt;
 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20201027220518/https://statistik.hessen.de/sites/statistik.hessen.de/files/AO_VZ_2011_4_b.pdf#page=24&lt;br /&gt;
 |archiv-datum=2020-10-27&lt;br /&gt;
 |abruf=2021-12&lt;br /&gt;
 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Runkel}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=2116862-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Runkel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Limburg-Weilburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort an der Lahn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Limburg-Weilburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1970]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung im 12. Jahrhundert]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nassauer27</name></author>
	</entry>
</feed>