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	<title>Aresaken - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T22:12:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-10-21T19:22:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aresaken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|&amp;#039;&amp;#039;Aresaces&amp;#039;&amp;#039;}}) gehörten in der Antike zum [[Kelten|keltischen]] [[Stamm (Gesellschaftswissenschaften)|Volksstamm]] der [[Treverer]]. Sie siedelten im äußersten östlichen Einflussbereich der Treverer in [[Rheinhessen]] bis in die Gegend um das heutige [[Mainz]].&amp;lt;ref&amp;gt;Marion Witteyer: &amp;#039;&amp;#039;Mogontiacum – Militärbasis und Verwaltungszentrum. Der archäologische Befund.&amp;#039;&amp;#039; Mainz 1999, S. 1022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriftquellen ==&lt;br /&gt;
Antike Schriftsteller kennen die Aresaces nicht, doch werden sie in drei Inschriften&amp;lt;ref&amp;gt;[[Klein-Winternheim]], Mitte 1. Jahrhundert n. Chr., {{CIL|13|7252}} ([https://arachne.uni-koeln.de/item/buchseite/604722 Digitalisat]): &amp;#039;&amp;#039;[Marti Lo]ucetio L(ucius) Iulius B[–––] / [––– et Tert]ulla(?) fontem et it[er per] / [possessi]onem suam ad tem[plum] / [–––]ARESACE[–––] publice P[–––]&amp;#039;&amp;#039; ; [[Mainz-Weisenau]], {{CIL|13|11825}} ([https://arachne.uni-koeln.de/item/buchseite/614888 Digitalisat]): &amp;#039;&amp;#039;[–––] Romanis [qui cum? A]resacibus [negotia]ntur&amp;#039;&amp;#039;; [[Trier]], [[Tempelbezirk Irminenwingert|Tempelbezirk des Lenus Mars]], 2. Jahrhundert, {{AE|1929|173}}: &amp;#039;&amp;#039;[–––]c(---) Prisc[o] / [f]lamini / [s]acerdot(ali) Rom(ae) et / [A]ug(usti) mag(istro) q(uaestori) c(ivitatis) T(reverorum) / [pr]aef(ecto) coh(ortis) I Aresac(um) / [–––]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; des 1. und 2. Jahrhunderts n.&amp;amp;nbsp;Chr. genannt. Zwei der Inschriften stammen aus dem rheinhessischen Raum,&amp;lt;ref&amp;gt;Marion Witteyer: &amp;#039;&amp;#039;Mogontiacum – Militärbasis und Verwaltungszentrum. Der archäologische Befund.&amp;#039;&amp;#039;, S. 1022.&amp;lt;/ref&amp;gt; die dritte aus der Hauptstadt der Treverer, Trier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einem römischen Grabstein des 1. Jahrhunderts aus [[Mainz-Weisenau]] (heute im [[Landesmuseum Mainz]]) werden zudem die Namen der keltischen Kinder &amp;#039;&amp;#039;Respectus&amp;#039;&amp;#039;,&amp;#039;&amp;#039;Veranius&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Samocna&amp;#039;&amp;#039; genannt und gleichzeitig auf deren Zugehörigkeit zum Stamm der Treverer hingewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{CIL|13|11888}} = {{AE|1913|130}}: &amp;#039;&amp;#039;Respectus / nat(ione) Tre(vir) an/nor(um) VIII / Veranius / nat(ione) Trev(ir) / anno(rum) IIIIII / Samocna / nat(ione) Tre(vir) an/nor(um) II filia / Pr(a)esens / pater fili(i)s / suis posuit / ob pieta(tem) / h(ic) s(iti) sunt&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese explizite Nennung der Zugehörigkeit zu den Treverern außerhalb des eigentlichen Stammesgebietes stützt die Theorie, dass es sich bei den genannten Personen um Aresaken und damit um eine kleinere ethnische Einheit innerhalb des Stammesverbandes und am äußersten Rand des Einflussgebietes der Treverer handelte.&amp;lt;ref&amp;gt;So [[Hans Klumbach]]: &amp;#039;&amp;#039;Aresaces&amp;#039;&amp;#039; Rheinfelden/Basel 1957, S. 73–74, danach Marion Witteyer: &amp;#039;&amp;#039;Mogontiacum – Militärbasis und Verwaltungszentrum. Der archäologische Befund.&amp;#039;&amp;#039; Mainz 1999, S. 1022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer, durch eine Inschrift und die antike Literatur für Rheinhessen belegter, keltischer Stamm sind die &amp;#039;&amp;#039;[[Caeracates]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Cairacates&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{AE|1965|247}}; siehe [[Hans Ulrich Instinsky]]: &amp;#039;&amp;#039;Cives Cairacas. &amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Germania&amp;#039;&amp;#039; 50, 1972, S. 133–136.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zuordnung und Siedlungsraum der Aresaken ==&lt;br /&gt;
Die Aresaken gelten nach dem heutigen Forschungsstand als kleinere ethnische Einheit innerhalb des Stammes der Treverer, die in Form eines [[Pagus]] organisiert gewesen sein dürfte.&amp;lt;ref&amp;gt;Erstmals so von Hans Klumbach, S. 74 interpretiert.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie besiedelten mit Rheinhessen bis in die Gegend südlich und östlich von Mainz wahrscheinlich den südöstlichsten Einflussbereich der Treverer. Nachbarn der Aresaken waren im Süden die keltischen [[Mediomatriker]], östlich und am anderen Rheinufer siedelnd die germanischen [[Vangionen]], [[Triboker]], [[Nemeter]] sowie die [[Mattiaker]] als Teilstamm der [[Chatten]] in der Gegend um das heutige [[Wiesbaden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Siedlungsgebiet der Aresaken war in der [[La-Tène-Zeit#Spätlatènezeit|Spätlatènezeit]] nur spärlich besiedelt. Größere Ansiedlungen sind in der 2. Hälfte des 1. vorchristlichen Jahrhunderts kaum nachzuweisen. Erst um die Zeitenwende oder kurz vor Beginn der römischen Präsenz in dieser Gegend kam es vermehrt zu Siedlungsgründungen. Ein mögliches kulturelles und organisatorisches Zentrum der Aresaken könnte das [[Oppidum (Kelten)|Oppidum]] auf dem [[Donnersberg]] gewesen sein, das damit das südöstlichste Zentrum des treverischen Einflussbereiches gewesen wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aresaken im Raum Mainz ==&lt;br /&gt;
Zeitgleich zur [[Mogontiacum|Ankunft der Römer]] im Großraum Mainz 13/12 v. Chr. gab es dort lediglich zwei kleinere Siedlungen, die möglicherweise den Aresaken zugeschrieben werden können. Eine Siedlung in Mainz-Weisenau entstand kurz vor oder zeitgleich mit der Gründung des Legionslagers in Mainz. Eine weitere dorfähnliche Siedlung gab es in [[Mainz-Bretzenheim]] beiderseits des Zaybachs. Weitere Siedlungsindizien gibt es zudem für [[Mainz-Finthen]] im Bereich des Königborns und des Aubaches, dort in den Flurstücken „Grund“ und „Hinkelstein“. Diese Flurstücksbezeichnung verweist wie das benachbarte Flurstück „Donnersberg“ zusätzlich auf die keltische Präsenz.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl-Viktor Decker, S.&amp;amp;nbsp;30 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein keltischer, später römischer Tempelbezirk des &amp;#039;&amp;#039;Mars [[Leucetius]]&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;[[Nemetona]]&amp;#039;&amp;#039; zwischen [[Klein-Winternheim]] und [[Ober-Olm]] bei Mainz wird als Stammesheiligtum der in der Umgebung ansässigen Aresaken angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl-Viktor Decker, Wolfgang Selzer, S.&amp;amp;nbsp;462 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aresaken und Vangionen in Rheinhessen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Mainz, Grabstein des Blussus und der Menimane, Detail 2.jpg|mini|Darstellung des Schiffers Blussus mit Geldsack in der Hand auf seinem Grabstein]]&lt;br /&gt;
Das Siedlungsgebiet der Aresaken wurde früher den germanischen [[Vangionen]] zugeschrieben, das diese in Form einer groß angelegten Landnahme in Besitz genommen haben sollen. Da dies aber nicht mit den archäologischen Befunden und der antiken Überlieferung vereinbar war, gilt diese Theorie heute als veraltet. Eine Ansiedlung der Vangionen linksrheinisch im Bereich des heutigen [[Worms]] ([[Civitas Vangionum]]) erfolgte erst durch die römische Administration ab [[Augustus|augusteischer]] Zeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Unter anderem Marion Witteyer, S. 1025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aresakische Bevölkerung, zu der auch der Mainzer Schiffer &amp;#039;&amp;#039;(Nauta)&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;[[Grabstein des Blussus und der Menimane|Blussus]]&amp;#039;&amp;#039; und seine Frau &amp;#039;&amp;#039;Menimane&amp;#039;&amp;#039; gehört haben dürften, ging gegen Ende des 1. Jahrhunderts in der sich nun zahlreicher ansiedelnden Mischbevölkerung auf und hinterließ keine weiteren fassbaren geschichtlichen Spuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{RE|Suppl. I|125||Aresaces|[[Max Ihm]]|RE:Aresaces|}}&lt;br /&gt;
* {{RE|Suppl. VI|12|13|Aresaces|[[Alfred Franke (Geograph)|Alfred Franke]]|RE:Aresaces|}}&lt;br /&gt;
* [[Hans Klumbach]]: &amp;#039;&amp;#039;Aresaces&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Limesstudien. Vorträge des 3. Internationalen Limes-Kongresses in Rheinfelden/Basel 1957&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriften des Institutes für Ur- und Frühgeschichte der Schweiz&amp;#039;&amp;#039; Bd. 14). Institut für Ur- und Frühgeschichte der Schweiz, Basel 1959, S. 69–76.&lt;br /&gt;
* [[Karl Viktor Decker|Karl-Viktor Decker]], [[Wolfgang Selzer]]: &amp;#039;&amp;#039;Mainz von der Zeit des Augustus bis zum Ende der römischen Herrschaft.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Hildegard Temporini-Gräfin Vitzthum|Hildegard Temporini]], Wolfgang Haase (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Aufstieg und Niedergang der römischen Welt]]. Geschichte und Kultur Roms im Spiegel der neueren Forschung&amp;#039;&amp;#039;. Band II 5, 1, de Gruyter, Berlin 1976, ISBN 3-11-006690-4, S. 457–559.&lt;br /&gt;
* Franz Dumont, Ferdinand Scherf, Friedrich Schütz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mainz. Die Geschichte der Stadt&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. Zabern, Mainz 1999, ISBN 3-8053-2000-0. Darin insbesondere:&lt;br /&gt;
** Karl-Viktor Decker: &amp;#039;&amp;#039;Die Anfänge der Mainzer Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. S. 1–35, hier S. 31.&lt;br /&gt;
** [[Marion Witteyer]]: &amp;#039;&amp;#039;Mogontiacum – Militärbasis und Verwaltungszentrum. Der archäologische Befund&amp;#039;&amp;#039;. S. 1021–1059, hier S. 1022.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mogontiacum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keltischer Stamm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Rheinhessen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Treverer]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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