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	<title>Ardennen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ardennen&amp;diff=47159&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Abgrenzung und Nachbargebiete */ Leerzeichen bei Klammer entfernt</title>
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		<updated>2026-04-19T19:08:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Abgrenzung und Nachbargebiete: &lt;/span&gt; Leerzeichen bei Klammer entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Gebirgsgruppe&lt;br /&gt;
|NAME= Ardennen&lt;br /&gt;
|KARTE=Ardennen03.png&lt;br /&gt;
|KARTENBESCHREIBUNG=Lage der Ardennen&lt;br /&gt;
|BILD=Ardennen.jpg&lt;br /&gt;
|BILDBESCHREIBUNG=In den belgischen Ardennen&lt;br /&gt;
|LAGE-POLITISCH= [[Belgien]], [[Luxemburg]], [[Frankreich]]&lt;br /&gt;
|EINTEILUNG NACH=&lt;br /&gt;
|LAGE-GEBIRGE=[[Rheinisches Schiefergebirge|Rheinischen Schiefergebirges]]&lt;br /&gt;
|LAGE-GEBIRGE-BEZ= Teil des&lt;br /&gt;
|HÖCHSTER GIPFEL=[[Botrange]]&lt;br /&gt;
|MAX-HÖHE= 694&lt;br /&gt;
|MAX-HÖHE-BEZUG=BE&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD= 50/30/6/N&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD= 6/5/35/E&lt;br /&gt;
|REGION-ISO=BE&lt;br /&gt;
|MAX-LÄNGE=&lt;br /&gt;
|POSKARTE=&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVKARTE=&lt;br /&gt;
|TYP=&lt;br /&gt;
|GESTEIN=&lt;br /&gt;
|ALTER=&lt;br /&gt;
|FLÄCHE=&lt;br /&gt;
|BESONDERHEITEN=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen|Die Etymologie ist nicht belegt, siehe Diskussion.|Die etymologische Angabe}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ardennen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ardenner Wald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, von [[Goidelische Sprachen|keltisch]] &amp;#039;&amp;#039;Arduenna&amp;#039;&amp;#039; ‚Hochland‘) sind der Westteil des [[Rheinisches Schiefergebirge|Rheinischen Schiefergebirges]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das mit der [[Eifel]] zusammenhängende, ausgedehnte Waldgebirge erstreckt sich größtenteils über den Südosten der [[Belgien|belgischen]] Region [[Wallonische Region|Wallonie]], in kleineren Teilen auch auf die Staatsgebiete von  [[Luxemburg]] ([[Ösling]]) und [[Frankreich]]   ([[Département Ardennes]]). Im Osten und Süden ein raues Bergland, flachen die Ardennen nach Westen und Norden hin sanft ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung und Nachbargebiete ==&lt;br /&gt;
Im Osten gehen die Ardennen ohne deutliche geologische Grenze in die [[Westeifel|(West-)Eifel]] über. Namensgrenze ist eher die innerbelgische deutsch-französische Sprachgrenze. Das [[Hohes Venn|Hohe Venn]] kann beiden Gebirgen zugerechnet werden. Höchste Erhebung ist die [[Botrange]] in der [[Provinz Lüttich]] mit 694&amp;amp;nbsp;m über [[Höhe über dem Meeresspiegel|Peil bei Ostende]]. Südlich davon kann das Tal der [[Our]] als Grenze zwischen Eifel und Ardennen angesehen werden. Die höchste nur den Ardennen zuzurechnende Erhebung ist der [[Baraque de Fraiture]] im Norden der [[Provinz Luxemburg]] ([[Belgien]]) mit 652&amp;amp;nbsp;m über Meeresspiegel. Der [[luxemburg]]ische Teil der Ardennen wird [[Ösling]] genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördliche Begrenzung der Ardennen ist das Tal der [[Sambre]] und der anschließende Anschnitt des [[Maas]]tales zwischen [[Namur]] und [[Lüttich]]. Die niedrigere Hochfläche nördlich davon wird im östlichen Teil [[Hesbaye]] genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die südliche Begrenzung der Ardennen bilden die Täler von [[Chiers]], Maas (im Abschnitt zwischen [[Sedan]] und [[Charleville-Mézières]]), [[Sormonne (Fluss)|Sormonne]] und [[Gland (Oise)|Gland]]. Der Südwesten der Ardennen bildet zusammen mit den dort angrenzenden Vorländern die [[Thiérache]]. Dazu gehören ausgedehnte Höhenwälder (300 bis fast 400&amp;amp;nbsp;m) nahe der Maas westlich von [[Fumay]] ebenso wie die &amp;#039;&amp;#039;Crêtes Préardennaises&amp;#039;&amp;#039; (Kämme der Vorardennen), die sich südlich der Linie Sedan – Charleville-Mézières – [[Hirson]] überwiegend in Ostwestrichtung erstrecken, zum [[Nordfranzösisches Schichtstufenland|Nordfranzösischen Schichtstufenland]] gehören und neben Wald viel Land- und Weidewirtschaft aufweisen, eine Heckenlandschaft ([[Bocage]]). Westlich der Mündung des [[Gland (Oise)|Gland]] in die [[Oise]] bei Hirson rechnen die Collines de la Thiérache (Hügelland der Thiérache) dazu, die sich bis an die für den [[Canal de la Sambre à l’Oise]] genutzte Furche erstrecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Landschaft ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hautes-Fagnes.jpg|miniatur|Hohes Venn]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Semois.jpg|miniatur|Ardennen-Landschaft an der Semois]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hohe Acht im linksrheinischen Teilgebirge.jpg|mini|Morphologisch faktisch zusammenhängendes Bergland von Ardennen und Eifel, eingerahmt von den Flüssen Semois, Maas, Mosel und Rhein. Höchste Erhebung ist die [[Hohe Acht]] mit 746,9 m ü. NHN]]&lt;br /&gt;
Das Gebirgsplateau der Ardennen ist am höchsten im Osten (Hohes Venn bis 694&amp;amp;nbsp;m über dem Meer, bei [[Bastogne]] 500 bis knapp unter 550&amp;amp;nbsp;m). Nach Nordwesten nimmt die Höhe ab, liegt nahe der Mündung der [[Semois]] in die Maas bei 400&amp;amp;nbsp;m, südwestlich und südöstlich von Namur bei 200 bis 250&amp;amp;nbsp;m. Zwischen den höheren Teilen des Plateaus im Osten und Süden und den weniger hohen im Nordwesten ist eine Reihe kleiner Becken eingeschlossen, eines um [[Mariembourg]], eines um [[Givet]], eines zwischen [[Beauraing]] und [[Rochefort (Belgien)|Rochefort]] und eines zwischen [[Marche-en-Famenne]], [[Hotton]] und [[Durbuy]]. Das Gebirgsplateau wird von Flusstälern durchzogen, die oft tief und schluchtartig mit steilen Abstürzen von 200&amp;amp;nbsp;m Höhe eingeschnitten sind und an vielen Stellen kaum Platz für Bewirtschaftung oder Besiedlung bieten. An den Hängen der größeren Flusstäler sind durch die [[Erosion (Geologie)|Erosion]] von Kalkgestein zahlreiche bizarre Felsformationen entstanden, welche manche Teile der Ardennen zu einem Kletterparadies machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Hochland (Landschaft)|Hochland]] ist nur dünn besiedelt, was größtenteils am rauen Klima liegt, aber durch wiederholte kriegerische Auseinandersetzungen zwischen Frankreich und den einstigen burgundisch-[[Spanische Niederlande|habsburgischen Niederlanden]] verstärkt wurde. Wetterbedingungen und Bodennutzung variieren nach Höhenlage. Die höchsten Lagen sind durch reichliche Niederschläge stark versumpft (Hohes Venn); nicht ganz so hohe Partien waren früher großenteils mit [[Heide (Landschaft)|Heide]] bedeckt, von der durch Aufforstung nur noch kleine Flächen erhalten sind. Typisch für das [[Grenze zwischen Belgien und Frankreich|französisch-belgische Grenzgebiet]] sind ausgedehnte [[Eiche]]nwälder. Im Gegensatz zu kaum oder nur nach aufwändiger Kultivierung landwirtschaftlich nutzbaren Höhen sind die Muldenlagen der Hochfläche und die Becken fruchtbar. Hier wird Ackerbau und Viehzucht betrieben; ein bekanntes Erzeugnis ist der [[Ardennenkäse]]. In den engen Tälern ist der Boden zwar auch fruchtbar, aber es ist oft nur wenig Platz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das pultartige Bodenrelief vieler Flussschleifen zeigt, wie die Windungen der Täler durch die unterschiedliche Härte aufgeworfener Gesteinsschichten entstanden sind. Das bedeutendste Ardennental ist das [[Durchbruchstal]] der [[Maas]] zwischen [[Charleville-Mézières]] und Namur, besonders tief eingeschnitten zwischen Charleville und [[Dinant]]. Der Wasserspiegel der Maas liegt in Charleville 142&amp;amp;nbsp;m über dem Meer, an der Mündung der Sambre in Namur 78,35&amp;amp;nbsp;m, an der Mündung der [[Ourthe]] in [[Lüttich]] 60,0&amp;amp;nbsp;m. Die Ardennen gehören jedoch nicht vollständig zum Einzugsgebiet der Maas; ein großes Gebiet im Südosten entwässert über die [[Sauer (Mosel)|Sauer]] ({{frS|&amp;#039;&amp;#039;Sûre&amp;#039;&amp;#039;}}) in die Mosel, ein kleines im Westen über die [[Oise]] in die [[Seine]]. Die Täler der in den Ardennen entspringenden Flüsse beginnen am Oberlauf als flache Mulden und sind am Unterlauf tief eingeschnitten. Dazwischen befinden sich Bereiche mit starkem Gefälle; es sind Erosionszonen, die in Jahrtausenden langsam flussaufwärts gewandert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten im östlichen Teil der Ardennen entspringenden Flüsse sind die rechten Maaszuflüsse [[Semois]], [[Lesse (Fluß)|Lesse]] und [[Ourthe]] mit [[Amel (Fluss)|Amblève]] (Amel) sowie die [[Sauer (Mosel)|Sauer]] samt einigen Nebenflüssen. Die wichtigsten Flüsse aus dem westlichen Teil der Ardennen sind die [[Oise]], die rechten Nebenflüsse der im Ardennenvorland entspringenden [[Sambre]] sowie die linken Maasnebenflüsse [[Viroin]] und [[Hermeton]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Meuse, in the french ardennes.JPG|miniatur|zentriert|hochkant=3.3|Die Maas bei Laifour zwischen [[Monthermé]] und [[Revin]] in den französischen Ardennen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Geologische Übersicht - Ardennen.png|miniatur|hochkant=2|Geologische Übersichtskarte der Ardennen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ardennen sind Teil der [[Variszische Orogenese#Gliederung der Varisziden in Mitteleuropa|rhenoherzynischen Zone]] der mitteleuropäischen [[Variszische Orogenese|Varisziden]] und stehen in einem engen geologischen Zusammenhang mit dem auf deutschem Gebiet liegenden Rheinischen Schiefergebirge. Ihre Gesteine werden dem [[Kaledonische Orogenese|kaledonischen]] und dem variszischen [[Gebirgsbildung]]s-Zyklus zugerechnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ältesten, nur stellenweise vorkommenden Gesteine der Ardennen sind [[Kambrium|kambrische]], [[Ordovizium|ordovizische]] und [[silur]]ische Tonschiefer und Quarzite mit einigen Lagen vulkanischer Gesteine, die schon vor dem [[Devon (Geologie)|Devon]] [[Falte (Geologie)|gefaltet]] und teilweise [[Erosion (Geologie)|erodiert]] wurden. Diese Schichten des [[Paläozoikum|Altpaläozoikums]] bilden das [[Grundgebirge]] der Ardennen. Altpaläozoische Gesteine sind aufgeschlossen in der so genannten &amp;#039;&amp;#039;Schwelle von [[Condroz]]&amp;#039;&amp;#039;, im [[Rocroi]]-Massiv und in den kleineren Massiven von [[Givonne]] und [[Serpont]]. Das flächenmäßig größte Gebiet mit Altpaläozoikum ist der teilweise schon auf deutschem Gebiet liegende &amp;#039;&amp;#039;Stavelot-Venn-Sattel&amp;#039;&amp;#039;, welcher einen Großteil des [[Hohes Venn|Hohen Venns]] aufbaut.&amp;lt;ref&amp;gt;Walter 1992, S. 149&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die flächenmäßig vorherrschenden Gesteinsarten der Ardennen sind jüngere [[Devon (Geologie)|devonische]] und [[karbon]]ische [[Tonschiefer]], [[Sandstein]]e und [[Kalkstein|Kalke]]. Diese Abfolge beginnt mit Schichten des [[Gedinne]], die im &amp;#039;&amp;#039;[[Synklinorium]] von [[Neufchâteau (Belgien)]]&amp;#039;&amp;#039; und am Nordrand des &amp;#039;&amp;#039;Synklinoriums von [[Namur]]&amp;#039;&amp;#039; und des &amp;#039;&amp;#039;Synklinoriums von [[Dinant]]&amp;#039;&amp;#039; (Dinant-[[Synklinale|Mulde]]) vorkommen. Diese Schichten haben sich auf dem gefalteten Altpaläozoikum ablagert. Verbreitet sind im unteren Teil des Gedinne [[Konglomerat (Gestein)|konglomeratische]] und grobsandige Gesteine ausgebildet, die von der nach von Süden nach Norden ausgreifenden [[Transgression (Geologie)|Transgression]] des Meeres zeugen, das die Südküste des [[Old-Red-Kontinent]]s langsam überflutete. Die Meeresküste lag etwas nördlich des heutigen &amp;#039;&amp;#039;Synklinoriums von Namur&amp;#039;&amp;#039;. Der Boden des Devonmeeres sank an großen [[Abschiebung (Geologie)|Abschiebungen]] südlich des heutigen &amp;#039;&amp;#039;Stavelot-Venn-Sattels&amp;#039;&amp;#039; stetig weiter ab. Es vertiefte sich jedoch nur allmählich, da die [[Sedimentation]] mit der Absenkung Schritt hielt. Vor allem im Bereich der südlichen Ardennen wurden mächtige Folgen von sandigen Schiefern und Sandsteinen abgelagert, während die gleich alten [[Sedimente und Sedimentgesteine|Sedimente]] im Norden deutlich weniger mächtig sind. Im Mitteldevon bildete sich ein Riffgürtel im Schelf des Old-Red-Kontinents und es lagerten sich (teils mächtige) [[Riffkalk]]e ab. Im Bereich des &amp;#039;&amp;#039;Dinant-Synklinoriums&amp;#039;&amp;#039; lässt sich ein regelrechtes Barriereriff des Mitteldevons rekonstruieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des Karbons verlor sich der Gegensatz zwischen Kontinent im Norden und Meeresbecken im Süden. Das nun gleichmäßig flache Meer griff weit nach Norden aus und im gesamten Gebiet der Ardennen kam es zur Bildung des [[Kohlenkalk]]es. Im Oberkarbon stellten sich die Bedingungen vollständig um: im Süden erhob sich langsam das [[Variszisches Gebirge|variszische Gebirge]] aus dem Meer, und im Norden wurden auf die stetig absinkende Kohlenkalk-Plattform mehr als 3.500&amp;amp;nbsp;m Konglomerate, Sandsteine und Tonschiefer geschüttet, welche als Vorland-[[Molasse]] der variszischen Gebirgsbildung zu verstehen sind. In flachen Meeresbereichen entstanden ausgedehnte Sümpfe, die später zur Bildung von [[Flöz|Kohlenflözen]] führten. Die überlieferte Gesteinsfolge endet mit [[Sedimente und Sedimentgesteine|Sedimentgesteinen]] unterschiedlichen Alters: Namur A (bis etwa 319&amp;amp;nbsp;Mio. Jahre vor heute)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.stratigraphie.de/std2002/download/STD2002_large.pdf &amp;#039;&amp;#039;Stratigraphische Tabelle von Deutschland 2002&amp;#039;&amp;#039;], Deutsche Stratigraphische Kommission (DSK), 2002, ISBN 3-00-010197-7 (PDF; 6,9&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt; im &amp;#039;&amp;#039;Synklinorium von Dinant&amp;#039;&amp;#039;, Westfal C (bis etwa 308&amp;amp;nbsp;Mio. Jahre vor heute) im &amp;#039;&amp;#039;Synklinorium von Namur&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Bezeichnungen &amp;#039;&amp;#039;Namur&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Westfal&amp;#039;&amp;#039; sind Bezeichnungen aus der Einteilung für das mitteleuropäische Karbon.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesamte Schichtenfolge wurde im Oberkarbon gefaltet, [[Tektonische Schuppe|verschuppt]] und an großen [[Überschiebung]]en aufeinander überschoben. Die größte dieser Überschiebungen ist die &amp;#039;&amp;#039;Faille du Midi&amp;#039;&amp;#039;, die sich nach Nordosten in die &amp;#039;&amp;#039;Eifler Überschiebung&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;Aachener Überschiebung&amp;#039;&amp;#039; fortsetzt. An ihr sind Gesteine der &amp;#039;&amp;#039;Mulde von Dinant&amp;#039;&amp;#039; und der Stavelot – Venn – Sattel mehrere Zehner Kilometer auf die &amp;#039;&amp;#039;Mulde von Namur&amp;#039;&amp;#039; überschoben worden. Im so genannten &amp;#039;&amp;#039;[[Fenster (Geologie)|Fenster]] von [[Theux]]&amp;#039;&amp;#039; ist die Überschiebungsfläche von der Erosion noch einmal angeschnitten worden, so dass die überschobenen Gesteine der &amp;#039;&amp;#039;Mulde von Namur&amp;#039;&amp;#039; wieder ans Tageslicht kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Streichen (Geologie)|Hauptstreichrichtungen]] der Ardennen sind W-E im Westteil und SW-NE im Ostteil der Ardennen. Fast alle Strukturen der Ardennen lassen sich nach Nordosten auf deutsches Gebiet verfolgen, wo sie jedoch teilweise andere Namen tragen. So setzt sich das &amp;#039;&amp;#039;Synklinorium von Neufchâteau&amp;#039;&amp;#039; in das &amp;#039;&amp;#039;Eifel-Synklinorium&amp;#039;&amp;#039; fort, das &amp;#039;&amp;#039;Dinant-Synklinorium&amp;#039;&amp;#039; bis in die &amp;#039;&amp;#039;Inde-Mulde&amp;#039;&amp;#039; im [[Aachen]]er Gebiet und das &amp;#039;&amp;#039;Synklinorium von Namur&amp;#039;&amp;#039; in die Aachener &amp;#039;&amp;#039;Wurm-Mulde&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngsten [[paläozoisch]]en Gesteine sind im [[Graben (Geologie)|Graben]] von [[Stavelot]]/[[Malmedy]] erhalten geblieben, es handelt sich um Reste [[Perm (Geologie)|permischer]] Sedimente, die sich nach der Faltung der älteren Gesteine in neu gebildeten [[Verwerfung (Geologie)|Bruchstrukturen]] erhalten haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem [[Perm (Geologie)|Perm]] sind die Ardennen im Wesentlichen Festland geblieben und unterlagen der Abtragung, bis nur noch ein weitgehend flacher Gebirgsrumpf erhalten war. Nur für kurze Zeit und nur randlich wurde dieser vom Meer überflutet, so in der Oberen [[Kreide (Geologie)|Kreide]] und im [[Tertiär]]. Seit dem [[Pliozän]] begannen die Ardennen und das Rheinische Schiefergebirge im Vergleich zu ihrer Umgebung aufzusteigen. Dieser Aufstieg führte dazu, dass sich die Bäche und Flüsse in die flachwellige Landschaft einschnitten und das heutige Gesicht des Mittelgebirges mit flachen Hochebenen und tief eingeschnittenen Tälern herausbildeten.&amp;lt;ref&amp;gt;Walter 1992, S. 157ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.webwalking.lu/de/projects/landschaft |wayback=20080521100202 |text=Landschaftsgeschichte des Ösling mit einem Trickfilm zur Talentstehung }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Natürliche Ressourcen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Synclinal.jpg|miniatur|Steinbruch bei [[Profondeville]], Provinz Namur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Quellen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
Den Hauptreichtum des Gebirges bilden die [[Wald]]ungen, die zumeist aus [[Eichen]] und [[Buchen]] mit untermischten Erlen, Birken, Eschen und anderen Baumarten bestehen. Manche Bereiche wurden mit Nadelbaum-Monokulturen bepflanzt, vor allem die Randgebiete des Hohen Venns. Das reichlich vorhandene Wasser der Ardennen ist eine Grundlage für die Trinkwassergewinnung in zahlreichen Talsperren, die beliebte Ziele des regionalen Tourismus darstellen. Unter den reich vorhandenen [[Lagerstätte|Montanschätzen]] ist neben den in vielen, oft riesigen Steinbrüchen ausgebeuteten reichen Natursteinvorkommen wie [[Kalkstein]], [[Dolomit (Gestein)|Dolomit]] und [[Schiefer]] der Abbau von [[Eisen]] und [[Blei]] (bei Longwilly), [[Antimon]] (bei [[Goesdorf]]), [[Kupfer]] (bei [[Stolzemburg]]) und [[Mangan]] (bei Bihain) zu erwähnen, ferner die Gewinnung von plastischem Ton. Die größte wirtschaftliche Bedeutung hatten die  [[Steinkohle]]nlager, die sich vom Nordrand [[Lüttich]]s bis [[Valenciennes]] erstrecken. Sie sind hier an der Erdoberfläche aufgeschlossen und wurden von hier aus zunächst im Tagebau, später dann durch Bergwerke erschlossen. Der [[Steinkohlenbergbau]] begründete Belgiens [[Metallverarbeitung]] und bedeutende [[Industrie]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den 1960er Jahren ist die [[Montanindustrie]] weitestgehend zum Erliegen gekommen. Der dadurch verursachte [[Regionaler Strukturwandel|Strukturwandel]] war eine schwere Belastung für die regionale Wirtschaft. Seit den 1980er Jahren nahm die Bedeutung des [[Tourismus]] stetig zu und erlangte wirtschaftliche Bedeutung. Die Ardennen sind heute Bestandteil des grenzüberschreitenden Naturparks Eifel – Ardennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Vor- und Frühgeschichte ===&lt;br /&gt;
Die Menschen des [[Paläolithikum]]s nutzten von den Ardennen vor allem den von devonischen Kalken geprägten Teil in Belgien, während sie das Tal der Maas aufgrund der Neigung zu hohen Niederschlägen und Kälte mieden. Im [[Epipaläolithikum]] war vor allem in den belgischen Ardennen die Kultur des &amp;#039;&amp;#039;Ardennien&amp;#039;&amp;#039; verbreitet, an die sich südwestlich das nördliche [[Tardenoisien]] anschloss.&amp;lt;ref name=&amp;quot;anschloss&amp;quot;&amp;gt;Jean-Georges Rozoy, &amp;#039;&amp;#039;Les cultures des chasseurs dans les Ardennes&amp;#039;&amp;#039;. Revue Historique Ardennaise 28, 1993, S. 109–127.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den ackerbautreibenden Kulturen wurden die Ardennen aufgrund der ungünstigen klimatischen Bedingungen über Jahrtausende hinweg weitgehend gemieden. Lediglich im Tal der Maas und dessen Einzugsgebiet ist eine Besiedlung vom [[Neolithikum]] bis in die ältere [[Eisenzeit]] nachgewiesen. Es finden sich hier beispielsweise Hinterlassenschaften der [[Linearbandkeramische Kultur|Bandkeramik]], der [[Michelsberger Kultur]], der [[Seine-Oise-Marne-Kultur]] ([[Megalithanlagen bei Wéris]]) sowie der [[Glockenbecherkultur]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Glockenbecherkultur&amp;quot;&amp;gt;Jean-Georges Rozoy, &amp;#039;&amp;#039;Le néolitique dans les Ardennes&amp;#039;&amp;#039;. Revue Historique Ardennaise 28, 1993, S. 129–140; ders., &amp;#039;&amp;#039;La protohistoire dans les Ardennes&amp;#039;&amp;#039;. Revue Historique Ardennaise 29, 1994, 129-156.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst zu Beginn der [[La-Tène-Zeit]] am Anfang des 5. Jahrhunderts v. Chr. wurden die gesamten Ardennen von den [[Kelten]] aufgesiedelt. Aufgrund von Verbreitung und Grabsitten sind hierbei zwei Gruppen zu unterscheiden, die auf eine unterschiedliche Besiedlungsrichtung schließen lassen: Eine südliche Gruppe zwischen [[Bertrix]], [[Neufchâteau (Belgien)|Neufchâteau]] und [[Bastogne]] war kulturell mit der [[Champagne]] verbunden; eine nördliche Gruppe, die östlich und nordöstlich von [[La Roche-en-Ardenne]] und [[Houffalize]] verbreitet war, neigte kulturell dem Rhein- und dem [[Hunsrück]]-[[Eifel]]-Gebiet zu.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zu&amp;quot;&amp;gt;Anne Cahen-Delhaye: &amp;#039;&amp;#039;Les rites funéraires laténiens en Ardenne belge&amp;#039;&amp;#039;. In: Germaine Leman-Delerive (Dir.): &amp;#039;&amp;#039;Les Celtes: rites funéraires en Gaule du Nord entre le VIe et le Ier siècle avant Jésus-Christ. Recherches récentes en Wallonie&amp;#039;&amp;#039;. Namur 1998 (Etudes et Documents, série Fouilles 4), S. 15–30.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Römerzeit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:BelgicaI GermaniaI.jpg|links|mini|Arduenna silva zwischen Maas und Rhein]]&lt;br /&gt;
Die [[Römisches Reich|Römer]] kannten die Ardennen als &amp;#039;&amp;#039;Arduenna silva&amp;#039;&amp;#039; (Ardenner Wald), verstanden darunter jedoch ein sehr viel größeres Gebiet. Nach [[Gaius Iulius Caesar|Cäsar]] und [[Strabon]] umfasste es die ganze, zusammenhängende Waldregion zwischen [[Rhein]] und [[Schelde]]. In diesem Raum wurde die keltische Jagd- und Waldgöttin [[Arduinna]] verehrt, die die Römer mit [[Diana]] gleichsetzten; viele Denkmäler dieser Göttin finden sich hier in Form von Altären, Statuen und Inschriften. Cäsar schildert den Ardenner Wald als unwegsam. Während des [[Gallischer Krieg|Gallischen Krieges]] in den Jahren 54 und 53 v. Chr. diente er den [[Treverer]]n unter [[Indutiomarus]] und den [[Eburonen]] unter [[Ambiorix]] als Versteck und Rückzugsgebiet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;diente&amp;quot;&amp;gt;Caius Iulius Caesar, &amp;#039;&amp;#039;[[De bello Gallico]]&amp;#039;&amp;#039;, V, 3; VI, 31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Römische Kaiserzeit|Römischen Kaiserzeit]] erstreckten sich die heutigen Ardennen über die [[Römische Provinz|Provinzen]] &amp;#039;&amp;#039;[[Gallia Belgica|Belgica]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Germania inferior]]&amp;#039;&amp;#039;. Verkehrsgeografisch erschlossen wurde die &amp;#039;&amp;#039;Arduenna silva&amp;#039;&amp;#039; damals durch die auf der &amp;#039;&amp;#039;[[Tabula Peutingeriana]]&amp;#039;&amp;#039; verzeichnete [[Römerstraße]] zwischen [[Köln]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Colonia Claudia Ara Agrippinensium]]&amp;#039;&amp;#039;) und [[Reims]] (&amp;#039;&amp;#039;Durocortorum&amp;#039;&amp;#039;), die quer durch das Waldgebirge verlief. In der Nähe von Bastogne kreuzten diese Trasse die Straße von [[Bavay]] (&amp;#039;&amp;#039;Bagacum Nerviorum&amp;#039;&amp;#039;) nach [[Trier]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Augusta Treverorum]]&amp;#039;&amp;#039;) und die von [[Tongern]] (&amp;#039;&amp;#039;Aduatuca Tungrorum&amp;#039;&amp;#039;) nach [[Arlon]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Vicus]]&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Orolaunum&amp;#039;&amp;#039;). Über Arlon, das ein wichtiges Zentrum für Handwerk und Handel am Südrand der Ardennen darstellte, verlief die Straße von Trier nach Reims. Städtische Ansiedlungen gab es zu dieser Zeit nicht in den Ardennen. Sie waren jedoch mit &amp;#039;&amp;#039;[[Vicus|Vici]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Villa rustica|Villae rusticae]]&amp;#039;&amp;#039; durchsetzt. Zeugnisse fanden sich beispielsweise bei [[Theux]], [[Sainte-Ode|Amberloup]], [[Chiny|Jamoigne]], [[Bastogne]], [[Libramont-Chevigny|Chevigny]], [[Amel]] und [[Troisvierges|Besslingen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hautbellain&amp;quot;&amp;gt;Müller-Kehlen 1973, S. 19–27.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 4. und 5. Jahrhundert siedelten sich – besonders auf [[Völkerwanderungszeitliche Höhensiedlung|Höhenbefestigungen]] wie z. B. in [[Vireux-Molhain]] und [[Furfooz]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Furfooz&amp;quot;&amp;gt;Raymond Brulet, &amp;#039;&amp;#039;Fortifications de hauteur et habitat perché de l’Antiquité tardive au début du Haut Moyen-Age, entre Fagne et Eifel&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Heiko Steuer]], [[Volker Bierbrauer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Höhensiedlungen zwischen Antike und Mittelalter von den Ardennen bis zur Adria. Unter Mitarbeit von Michael Hoeper&amp;#039;&amp;#039;. de Gruyter, Berlin u. a. 2008, ISBN 978-3-11-020235-9, (Reallexikon der Germanischen Altertumskunde Ergänzungsbände 58), S. 13–70.&amp;lt;/ref&amp;gt; – [[Germanen|germanische]] [[Foederaten]] an, die zur Verteidigung der grenznahen Provinzen eingesetzt waren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;waren&amp;quot;&amp;gt;[[Horst Wolfgang Böhme]], &amp;#039;&amp;#039;Gallische Höhensiedlungen und germanische Söldner im 4./5. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. In: Heiko Steuer, Volker Bierbrauer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Höhensiedlungen zwischen Antike und Mittelalter von den Ardennen bis zur Adria. Unter Mitarbeit von Michael Hoeper&amp;#039;&amp;#039;. de Gruyter, Berlin u. a. 2008, ISBN 978-3-11-020235-9, (Reallexikon der Germanischen Altertumskunde Ergänzungsbände 58), S. 71–103.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Im [[Frühmittelalter]] gehörten die Ardennen zum [[Austrien|austrischen]] Teil des [[Frankenreich]]es. Der [[Verdun]]er [[Diakon]] [[Adalgisel Grimo]] erwähnt in seinem Testament aus dem Jahr 634 seine Besitzungen in den Ardennen (&amp;#039;&amp;#039;in Ardenense&amp;#039;&amp;#039;). Es ist nicht sicher, ob hier bereits der [[Ardennengau]] gemeint ist, also eines der Gaue, in die das Frankenreich etwa zu dieser Zeit eingeteilt wurde. Der Ardennengau bestand aus dem nördlichen Teil der Ardennen, dem nördlichen [[Luxemburg]] und der Westeifel. Es lag zwischen dem [[Eifelgau]] im Norden und dem [[Bidgau]] im Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Erschließung der Ardennen gründete der fränkische [[Hausmeier]] [[Grimoald der Ältere|Grimoald]] um 648 die [[Benediktiner]]klöster [[Malmedy (Kloster)|Malmedy]] und [[Kloster Stablo|Stablo]], die von König [[Sigibert III.]] mit Grundbesitz ausgestattet wurden. Um diese Zeit verbreiteten Missionare wie [[Monon (Heiliger)|Monon]] und [[Hubertus von Lüttich]] das Christentum in den Ardennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 7. Jahrhundert wurden die Ardennen in den Urkunden als [[Forsthoheit|&amp;#039;&amp;#039;forestis nostra&amp;#039;&amp;#039;]] bezeichnet, worunter außerhalb der Siedlungen liegende große Wald- und Ödlandflächen, aber auch herrenlose Gewässer zu verstehen sind, die dem [[Forstrecht]] des Königs unterstellt waren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;unterstellt&amp;quot;&amp;gt;Müller-Kehlen 1973, S. 99–108.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Nutzungsrechte innerhalb der [[Forst]]e konnten nur mit königlicher Genehmigung ausgeübt werden, wofür die Bewohner bestimmte Abgaben an den König zahlen mussten. Die Verwaltung der Ardenner Forstbezirke geschah von den Königshöfen von [[Neufchâteau (Belgien)|Longlier]], [[Léglise|Mellier]], [[Theux]] und [[Thommen (Burg-Reuland)|Thommen]] aus. Nachdem schon die [[Merowinger|merowingischen Herrscher]] in den Ardennen gejagt hatten, wurden sie ein bevorzugtes Jagdrevier der [[Karolinger]]. So jagten [[Karl der Große]] und [[Ludwig der Fromme]] in mehreren Jahren in den Ardennen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ardennen&amp;quot;&amp;gt;Müller-Kehlen 1973, S. 109–110.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 840 entstand die Grafschaft Ardennen, die in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts ihr Ende fand. Im [[Vertrag von Verdun]] des Jahres 843 fielen die Ardennen an [[Lotharingien]]. Bei dessen Teilung im [[Vertrag von Mersen]] im Jahre 870 wurden sie zunächst zwischen dem [[Ostfränkisches Reich|Ostfränkischen Reich]] [[Ludwig der Deutsche|Ludwigs des Deutschen]] und dem [[Westfränkisches Reich|Westfränkischen Reich]] [[Karl der Kahle|Karls des Kahlen]] aufgeteilt, bevor sie schließlich im [[Vertrag von Ribemont]] des Jahres 880 ganz an das Ostfränkische Reich fielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf ihren [[Raubzüge der Wikinger in das Rheinland#Raubzüge im Winter 881/882|Plünderungszügen in den Jahren 881 und 882]] nutzten die [[Wikinger]] die alten Römerstraßen in den Ardennen und überfielen die Klöster Malmedy und Stablo und zerstörten die [[Abtei Prüm]] in der [[Eifel]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Eifel&amp;quot;&amp;gt;[[Regino von Prüm]], &amp;#039;&amp;#039;Chronik&amp;#039;&amp;#039;, ad a. 882.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während das [[Herzogtum Bouillon]] und die [[Reichsabtei Stablo-Malmedy]] über Jahrhunderte hinweg eine gewisse Eigenständigkeit besaßen, wurden im 14. Jahrhundert große Teile der Ardennen an [[Luxemburg]] angegliedert, das 1354 zum [[Herzogtum]] erhoben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuzeit ===&lt;br /&gt;
Während der frühen Neuzeit rangen mehrere Mächte um die Herrschaft über die Region. Hiervon zeugen zahlreiche Festungsanlagen, so in [[Dinant]], [[Givet]], [[Mariembourg]], [[Namur]] und [[Philippeville]]. So gehörten heute belgische Teile der Ardennen zeitweise zu den [[Spanische Niederlande|Spanischen]] oder [[Österreichische Niederlande|Österreichischen Niederlanden]], zu Frankreich, zu Deutschland oder zum [[Vereinigtes Königreich der Niederlande|Vereinigten Königreich der Niederlande]]. Große Teile der Ardennen gehörten jahrhundertelang zum [[Herzogtum Luxemburg]], bis 1839 nach der [[Londoner Konferenz (1838)|Londoner Konferenz]] der westliche, französischsprachige Teil des Herzogtums als [[Provinz Luxemburg]] an Belgien fiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] rückte die deutsche [[4. Armee (Deutsches Kaiserreich)|4. Armee]] durch die Ardennen vor; Ende August 1914 fanden die [[Schlacht bei Neufchâteau]] und die [[Schlacht bei Longwy]] statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] begann am [[Fall Gelb|10. Mai 1940 in den Ardennen die Offensive]] des Deutschen Reiches gegen die Benelux-Länder und später Frankreich. Die [[Wehrmacht]] umging die alliierten Hauptstellungen und erzwang in der [[Schlacht bei Sedan (1940)|Schlacht bei Sedan]] (13. bis 15. Mai 1940) den Übergang über die Maas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies war ausschlaggebend für den darauf folgenden [[Fall Rot|Einmarsch der Wehrmacht in Frankreich]] und läutete die [[Waffenstillstand von Compiègne (1940)|Niederlage Frankreichs]], Belgiens und der Niederlande ein. Einen ähnlichen [[Operation (Militär)|operativen]] Gedanken verfolgte die [[Wehrmacht]] bei der [[Ardennenoffensive]], die am 16. Dezember 1944 begann. Sie brach auf einer Linie zwischen [[Monschau]] im Norden und [[Echternach]] im Süden in die alliierten Linien ein. Betroffen waren die Gebiete um die Städte [[Clerf]], [[Diekirch]], [[Vianden]], [[Stavelot]], [[St. Vith]], [[Bastogne]], [[Rochefort (Belgien)|Rochefort]], [[La Roche-en-Ardenne|La Roche]], [[Houffalize]] und [[Saint-Hubert (Belgien)|Saint-Hubert]]. Zeugnisse dieser Kämpfe sind bis heute in den Ardennen zu finden; in zahlreichen lokalen Museen wird daran [[Erinnerungskultur|erinnert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Liste von Persönlichkeiten der Ardennen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Helga Müller-Kehlen: &amp;#039;&amp;#039;Die Ardennen im Frühmittelalter. Untersuchungen zum Königsgut in einem karolingischen Kernland&amp;#039;&amp;#039;. (Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte 38). Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1973, {{falsche ISBN|3-525-35345-4}}.&lt;br /&gt;
* Roland Walter et al.: &amp;#039;&amp;#039;Geologie von Mitteleuropa&amp;#039;&amp;#039;. 5. Auflage. Schweizerbart’sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart 1992, ISBN 3-510-65149-9.&lt;br /&gt;
* Christoph Wendt: &amp;#039;&amp;#039;Unterwegs in den Ardennen und angrenzenden Landschaften. Streifzüge durch die Wallonie mit Abstecher nach Nordfrankreich und das Großherzogtum Luxemburg&amp;#039;&amp;#039;. 2., aktualisierte Auflage. Grenz-Echo-Verlag, Eupen 2006, ISBN 90-5433-170-4.&lt;br /&gt;
* [[Rolf Minderjahn]]: &amp;#039;&amp;#039;100 Orte in den Ardennen&amp;#039;&amp;#039;, Grenz-Echo-Verlag, Eupen 2019, ISBN 978-3-86712-141-5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Ardennen}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Ardennes|Ardennen}}&lt;br /&gt;
{{Wikivoyage|Ardennen}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4002876-8}}&lt;br /&gt;
* [https://www.geologie.lu Portail luxembourgeois des sciences de la Terre] Geowissenschaften-Portal Luxemburgs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Landschaften des Rheinischen Schiefergebirges}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Landschaft des Jahres}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4002876-8|VIAF=234112495}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ardennen| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mittelgebirge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waldgebiet in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rheinisches Schiefergebirge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebirge in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebirge in Frankreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Luxemburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Wallonien|Ardennen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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