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	<title>Arbeitsobjekt - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T11:31:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Arbeitsobjekt&amp;diff=2591482&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hoss: /* Siehe auch */</title>
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		<updated>2022-09-25T16:11:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Siehe auch&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Arbeitsobjekt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|work object}}) ist in der [[Organisationslehre]] der [[Gegenstand]], der durch [[Aufgabenträger]] [[Bearbeitung (Technik)|bearbeitet]] wird und durch den [[Produktionsprozess]] eine [[Zustandsänderung]] erfährt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Aufgabenträger kann eine [[Arbeitskraft]] oder eine [[Maschine]] sein. Durch ihre [[Aufgabe (Pflicht)|Aufgabe]] und den [[Arbeitsplatz]] erhalten beide mindestens eine räumliche Beziehung zum Arbeitsobjekt. Dabei müssen die Aufgabenträger das Arbeitsobjekt mit Hilfe von [[Arbeitsmittel]]n bearbeiten oder [[Weiterverarbeitung (Produktion)|weiterverarbeiten]], wodurch am Arbeitsobjekt eine Zustandsänderung eintritt. Als Arbeitsobjekte kommen [[Realgut|reale]] ([[Auto]] beim [[Automobilhersteller]]) oder [[Abstrakte Arbeit|abstrakte]] ([[Kredit]] in einem [[Kreditinstitut]]) [[Gut (Wirtschaftswissenschaft)|Güter]] und [[Dienstleistung]]en in Frage. Unter Arbeitsobjekt verstehen wir die „gegenständliche oder abstrakte Form von Gegenständen, auf die sich die Arbeitsaufgabe (…) bei Beginn des Arbeitsvollzuges bezieht und die nach Maßgabe seiner Funktion zu verändern sein wird“.&amp;lt;ref&amp;gt;Claus Oppelt/Gerd Schrick/Armin Bremmer: &amp;#039;&amp;#039;Gelernte Maschinenschlosser im industriellen Produktionsprozess&amp;#039;&amp;#039;, 1972, S. 71&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Zustandsveränderung verwandelt das Arbeitsobjekt in ein [[Produkt (Wirtschaft)|Produkt]] ([[Endprodukt]], [[Halbfabrikat]], [[Zwischenprodukt]]) oder eine Dienstleistung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verhältnis der [[Arbeit (Betriebswirtschaftslehre)|Arbeit]] zum Arbeitsobjekt ist [[Erkenntnisobjekt]] der [[Arbeitswissenschaft]], während sich die [[Betriebswirtschaftslehre]] um den Transformationsprozess der Arbeitsobjekte – die [[Produktion]] – und die [[Organisation]] kümmert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Arbeitsobjekte sind so alt wie die menschliche [[Arbeit (Philosophie)|Arbeit]]. Bereits [[Karl Marx]] beschrieb im Mai 1857 die Funktion des Arbeitsobjekts bei der Bearbeitung der Natur wie folgt: „Die Erde an sich – so sehr sie Hindernisse darbieten mag, um sie zu bearbeiten, sich wirklich anzueignen – bietet kein Hindernis dar, sich zu ihr als der unorganischen Natur des lebendigen Individuums, seiner Werkstätte, dem Arbeitsmittel, Arbeitsobjekt und Lebensmittel des Subjekts zu verhalten“.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Marx: &amp;#039;&amp;#039;Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie&amp;#039;&amp;#039;, Oktober 1857 – Mai 1958, S. 52&amp;lt;/ref&amp;gt; Er ging in seiner [[Entfremdungstheorie]] davon aus, dass sich der [[Arbeiter]] vom Arbeitsobjekt durch [[Arbeitsteilung]] und [[Monotonie (Psychologie)|Monotonie]] geistig entferne, wodurch seine [[Arbeitsleistung]] sinke. Die Bereitschaft zur Arbeit wird stark vom Arbeitsobjekt und der Arbeitsverrichtung bestimmt. Der Mensch ist durch die Arbeitsteilung und Arbeitszerlegung von seiner Arbeit entfremdet, was sich durch mangelnde Bindung an das Arbeitsobjekt zeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Huffelmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Arbeitszeitverkürzung und ihre Wirkung auf den Betrieb&amp;#039;&amp;#039;, 1963, S. 89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeit ist in der Betriebswirtschaftslehre stets objektbezogen, sie ist Arbeit „an etwas“, sie bildet das Arbeitsobjekt um. Das Ergebnis dieser Umbildung ist die Arbeitsleistung.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Löffelholz: [https://books.google.de/books?id=StrOBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA250&amp;amp;dq=Arbeitsobjekt&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Arbeitsobjekt&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Repetitorium der Betriebswirtschaftslehre.&amp;#039;&amp;#039;] Band I, 1967, S. 250&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Arbeit verleiht dem Arbeitsobjekt einen [[Wert (Wirtschaft)|Wert]] oder erhöht ihn.&amp;lt;ref&amp;gt;Durch die Bearbeitung erfährt das Arbeitsobjekt eine Werterhöhung.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Betriebswirt]] [[Erich Gutenberg]] ging 1955 davon aus, dass zwischen der [[Arbeitskraft]] (die er „Arbeitssubjekt“ nannte) und dem Arbeitsobjekt ein „inneres Verhältnis“ derart besteht, dass die [[Arbeitsperson]] ein – mehr oder weniger starkes – Interesse am Arbeitsobjekt entwickelt wie dies bei [[Forschung und Entwicklung|Forschungs- und Entwicklungsarbeiten]] der Fall sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Gutenberg: [https://books.google.de/books?id=LpiZBwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA20&amp;amp;dq=Arbeitsobjekt&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Arbeitsobjekt&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre.&amp;#039;&amp;#039;] &amp;#039;&amp;#039;Band 1: Die Produktion&amp;#039;&amp;#039;, 1957, S. 20&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Beziehung ist ein Teil der [[Arbeitsmotivation]]. [[Erich Kosiol]] untersuchte 1962 die Arbeitsobjekte ausführlich und nannte sie im Rahmen des Arbeitsprozesses „alle möglichen Bezugsobjekte der Arbeit“.&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Kosiol: [https://books.google.de/books?id=PyDTBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA237&amp;amp;dq=Arbeitsobjekt&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Arbeitsobjekt&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Organisation der Unternehmung.&amp;#039;&amp;#039;] 1962, S. 196&amp;lt;/ref&amp;gt; Für ihn ist der [[Arbeitsgang]] der Arbeitsteil einer Arbeitskraft, „der bei gegebener Arbeitsteilung an einem Arbeitsobjekt vollzogen wird“.&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Kosiol: &amp;#039;&amp;#039;Organisation der Unternehmung&amp;#039;&amp;#039;, 1962, S. 198&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei sind bei gegebener Arbeitsfolge verschiedenartiger Arbeitsgänge am selben Arbeitsobjekt die [[Arbeitsplatz|Arbeitsplätze]] „räumlich derart anzuordnen, dass der [[Arbeitsprozess (Betriebswirtschaft)|Arbeitsprozess]] bei geringsten Transportwegen reibungslos abgewickelt werden kann“.&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Kosiol: &amp;#039;&amp;#039;Organisation der Unternehmung&amp;#039;&amp;#039;, 1962, S. 235&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Horst Albach]] schrieb im Jahre 2000 den motivierten Arbeitskräften ein enges Verhältnis zum Arbeitsobjekt zu.&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Albach (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Betriebswirtschaftslehre: Einführung&amp;#039;&amp;#039;, 2000, S. 181&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
Man unterscheidet &amp;#039;&amp;#039;stoffliche Arbeitsobjekte&amp;#039;&amp;#039;, [[Information]]en und lebende Arbeitsobjekte. Zu den stofflichen Arbeitsobjekten gehören alle [[Werkstoff (Produktion)|Werkstoffe]] und Güter, die im [[Arbeitssystem]] der Arbeitsaufgabe entsprechend verändert werden. [[Energie]]arten können Arbeitsobjekte sein, wenn sie im [[Produktionsprozess]] umgewandelt werden (etwa [[Wind]] durch [[Windkraftwerk]]e in [[Windenergie]]). Informationen sind Arbeitsobjekte, wenn sie in Form von [[Arbeitsanweisung]]en die Zustandsveränderung während der [[Produktion]] vorschreiben. Als lebende Arbeitsobjekte kommen [[Mensch]]en, [[Tier]]e und [[Pflanze]]n in Betracht. Der Mensch kann im Dienstleistungssektor Arbeitsobjekt sein (etwa der [[Kunde]] beim [[Friseur]]), das Tier beim [[Tierarzt]] und die Pflanze beim [[Landwirt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei allen Arbeitsobjekten geht es insbesondere um die Veränderung von [[Aggregatzustand]], [[Oberflächenbeschaffenheit]], [[Handhabung|Behandlungsempfindlichkeit]], [[Gestalt|Form]], [[Liste von Größenordnungen des Volumens|Größe]], [[Masse (Physik)|Gewicht]] oder [[Gefahrgut|Gefährlichkeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeitsobjekt und Arbeitsplatz ==&lt;br /&gt;
Das Arbeitsobjekt muss am [[Arbeitsplatz]] vorhanden sein. Dort befindet es sich entweder im Ruhezustand und kann dann bearbeitet werden oder wird zwecks Bearbeitung in eine Ruhelage gebracht oder kann in gewissen Grenzen in Bewegung bearbeitet werden ([[Fließbandfertigung]]). Der Arbeitsplatz kann aber auch mit dem Arbeitsobjekt wechseln, etwa beim [[Straßen- und Wegebau]] oder [[Brückenbau]].&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Kosiol: &amp;#039;&amp;#039;Organisation der Unternehmung&amp;#039;&amp;#039;, 1962, S. 237&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Taktzeit|Arbeitstakt]] richtet sich insbesondere nach der Art und Beschaffenheit des Arbeitsobjektes und danach, wie viel [[Arbeitsleistung|Materialwiderstand]] es beim Arbeitsvorgang leistet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein neuer [[Arbeitsvorgang]] liegt dann vor, wenn&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich B. Acker: &amp;#039;&amp;#039;Organisationsanalyse – Verfahren und Techniken praktischer Organisationsarbeit&amp;#039;&amp;#039;, 1973, S. 79&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* der [[Arbeitsperson|Bearbeiter]] wechselt,&lt;br /&gt;
* das Arbeitsobjekt wechselt&lt;br /&gt;
* das Arbeitsobjekt in mehrere Objekte zerlegt wird oder mehrere Arbeitsobjekte zu einem einzigen vereinigt werden&lt;br /&gt;
* das [[Arbeitsmittel]] wechselt oder&lt;br /&gt;
* ein bestimmter Aggregatzustand des Arbeitsobjekts erreicht wird.&lt;br /&gt;
Der Wechsel von Bearbeiter, Arbeitsobjekt oder Arbeitsmittel stellt die Ursache von neuen Arbeitsvorgängen am Arbeitsplatz dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Arbeitsobjekt benötigt im Arbeitsprozess eine bestimmte [[Durchlaufzeit]], zu der auch die Zeiträume gehören, an denen das Arbeitsobjekt auf die nachfolgende Verrichtung wartet.&amp;lt;ref&amp;gt;Hanns Hub: [https://books.google.de/books?id=5AWBBwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA70&amp;amp;dq=Arbeitsobjekt&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Arbeitsobjekt&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Betriebsorganisation.&amp;#039;&amp;#039;] 1983, S. 73&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Veränderung eines Arbeitsobjektes geschieht dabei am Arbeitsplatz durch [[Einwirkung (Statik)|Einwirkung]] oder [[Fördertechnik|Förderung]] (Lage- oder Ortsveränderung), [[Prüfen]] ([[Kontrolle]] im Arbeitsprozess), Liegen ([[Arbeitsablauf|ablaufbedingte]] Unterbrechung oder [[Betriebsstörung]]) oder [[Lagern]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Manfred Schulte-Zurhausen]]: [https://books.google.de/books?id=BNeKAwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA136&amp;amp;dq=Arbeitsobjekt&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Arbeitsobjekt&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Organisation.&amp;#039;&amp;#039;] 2014, S. 136&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;REFA, &amp;#039;&amp;#039;Methodenlehre des Arbeitsstudiums&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Teil 2: Datenermittlung&amp;#039;&amp;#039;, 1978, S. 33&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Arbeitsgegenstand]]&lt;br /&gt;
* [[Werkstück]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arbeitswelt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arbeitsstudium]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Planung und Organisation]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hoss</name></author>
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