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	<title>Arbeitsleistung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T00:57:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Arbeitsleistung&amp;diff=153628&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Diopuld: /* Literatur */ DNB</title>
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		<updated>2024-02-02T23:39:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; DNB&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Arbeitssystem.jpg|miniatur|400px|Bestimmungsgrößen der Arbeitsleistung]]&lt;br /&gt;
Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Arbeitsleistung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; versteht man in der [[Wirtschaft]] das durch [[Arbeitsperson]]en innerhalb der [[Arbeitszeit]] erbrachte [[Arbeitsvolumen]] als [[Arbeitsergebnis]] mit einer bestimmten [[Arbeitsqualität]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff ==&lt;br /&gt;
Das [[Komposition (Grammatik)|Kompositum]] Arbeitsleistung setzt sich aus [[Arbeit (Betriebswirtschaftslehre)|Arbeit]] und [[Leistung (Rechnungswesen)|Leistung]] zusammen. Dabei ist von der [[Betriebswirtschaftslehre|betriebswirtschaftlichen]] Leistung als [[sachziel]]orientierter [[Handeln|Handlung]] im [[Unternehmen]] auszugehen, die dazu dient, [[Gut (Wirtschaftswissenschaft)|Güter]] oder [[Dienstleistung]]en zu produzieren. Es ist deshalb nicht berechtigt, von der Bedeutung des Begriffs „[[Leistung (Physik)|Leistung]]“ in der [[Physik]] auszugehen, was dazu führen würde, dass die Arbeitsleistung eine [[Tautologie (Logik)|Tautologie]] darstellen würde, weil „Leistung“ in der Physik als „Arbeit pro Zeitspanne“ definiert ist und daher der Begriff „Arbeitsleistung“ sprachlich auch in die Form „Arbeits-Arbeit pro Zeitspanne“ gebracht werden könnte. Unter dem physikalischen Leistungsbegriff bedeutet Arbeitsleistung vielmehr die „nach Art und Menge bestimmte Arbeit pro Zeitspanne“.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Pfeiffer, Ulrich Dörrie, Edgar Stoll: &amp;#039;&amp;#039;Menschliche Arbeit in der industriellen Produktion.&amp;#039;&amp;#039; 1977, S.&amp;amp;nbsp;15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Die menschliche Arbeitsleistung ist [[Erkenntnisobjekt]] insbesondere in der [[Betriebswirtschaftslehre]], [[Arbeitswissenschaft]], [[Arbeitsphysiologie]] und der [[Arbeitspsychologie]], so dass die Arbeitsleistung aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die menschliche Arbeitsleistung ist ein entscheidendes Kriterium beim [[Produktionsfaktor]] [[Arbeit (Betriebswirtschaftslehre)|Arbeit]]. Die Betriebswirtschaftslehre versteht in diesem Zusammenhang die Arbeitsleistung als Prozess der Umbildung eines [[Arbeitsobjekt]]es&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Löffelholz: &amp;#039;&amp;#039;Repetitorium der Betriebswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, 1966, S. 250&amp;lt;/ref&amp;gt; und das Ergebnis der verrichteten Arbeit ([[Arbeitsergebnis]]). Die [[Gegenleistung]] für die erbrachte Arbeitsleistung ist das vom [[Arbeitgeber]] an den [[Arbeitnehmer]] gezahlte [[Arbeitsentgelt]], das gleichzeitig den [[Preis (Wirtschaft)|Preis]] für den Produktionsfaktor Arbeit darstellt. Bestimmungsfaktoren der Arbeitsleistung sind nach [[Hermann Böhrs]] insbesondere die aufgabengemäß erforderliche [[Qualifikation (Personalwesen)|Qualifikation]] der [[Arbeitskraft|Arbeitskräfte]], die Nutzung der erforderlichen [[Arbeitsmittel]], die angewandte [[Arbeitsablauf|Arbeitsmethode]], die [[Arbeitsintensität]], die [[Arbeitsproduktivität]], der Grad der Nutzung der [[Arbeitszeit]], die [[Aufgabe (Pflicht)|Arbeitsaufgaben]], die [[Umweltzustand|Arbeitsumgebung]] und der Materialwiderstand.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Böhrs: [https://books.google.de/books?id=HqfvBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA9&amp;amp;dq=arbeitsleistung&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=arbeitsleistung&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Arbeitsleistung und Arbeitsentlohnung.&amp;#039;&amp;#039;], 1958, S. 9&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter dem Materialwiderstand versteht er den [[Trägheitskraft|Widerstand]], den Arbeitsmittel der menschlichen Arbeit entgegensetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeitswissenschaft untersucht die Steigerung der Arbeitsleistung (Arbeitsintensivierung) und des Arbeitsergebnisses bei konstanter Arbeitsleistung ([[Rationalisierung (Ökonomie)|Rationalisierung]]),&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Löffelholz: &amp;#039;&amp;#039;Repetitorium der Betriebswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, 1966, S. 256&amp;lt;/ref&amp;gt; die Arbeitsphysiologie interessiert sich für die Ursachen der Schwankungen der Arbeitsleistung im Tagesverlauf und zeichnet diese in einer [[Arbeitskurve]] auf. Der [[Psychologe]] [[Hugo Münsterberg]] erkannte 1912, dass im „Interesse des ökonomischen [[Erfolg]]es sowie im Interesse der [[Persönlichkeitsentwicklung]] für jede wirtschaftliche Arbeitsleistung die geeignete Persönlichkeit zu finden“ ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Hugo Münsterberg: &amp;#039;&amp;#039;Psychologie und Wirtschaftsleben&amp;#039;&amp;#039;, 1912, S. 86&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Hawthorne-Effekt]] brachte die Erkenntnis, dass [[Soziale Gruppe|Gruppenbeziehungen]] die Arbeitsleistung stärker beeinflussen als finanzielle [[Anreizsystem]]e oder [[Arbeitspause|Pausenregelungen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der [[Volkswirtschaftslehre|Nationalökonom]] [[Lujo Brentano]] erkannte bereits im Jahre 1876 die Abhängigkeit der Arbeitsleistung von [[Arbeitslohn]] und [[Arbeitszeit]].&amp;lt;ref&amp;gt;Lujo Brentano: [https://books.google.de/books?id=FzBVAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA20&amp;amp;dq=arbeitsleistung&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=arbeitsleistung&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Über das Verhältnis von Arbeitslohn und Arbeitszeit zur Arbeitsleistung.&amp;#039;&amp;#039;] 1876, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Psychiater]] [[Emil Kraepelin]] begann im Jahre 1890 mit der Erforschung arbeitspsychologischer Zusammenhänge von [[Ermüdung (Physiologie)|Ermüdung]] und [[Übung]] bei der Arbeit. Seine Forschungen ergaben 1902 eine m-förmig verlaufende Arbeitskurve, die die Schwankungen der Arbeitsleistung innerhalb von 24 Stunden wiedergab.&amp;lt;ref&amp;gt;John P. Hylan, Emil Kraepelin: &amp;#039;&amp;#039;Über die Wirkung kurzer Arbeitszeiten.&amp;#039;&amp;#039; In: Emil Kraepelin (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Psychologische Arbeiten.&amp;#039;&amp;#039; Band 4, Heft 3, 1902, S. 454–494.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wies nach, dass die tägliche und wöchentliche Arbeitsleistung nicht konstant bleibt, sondern mehr oder weniger starken Schwankungen unterliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Betriebswirt]] [[Erich Gutenberg]] teilte 1955 die Arbeitsleistung in „objektbezogene“ und „dispositive Arbeitsleistung“ ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gutenberg&amp;quot;&amp;gt;Erich Gutenberg: &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Die Produktion.&amp;#039;&amp;#039; 1955, S. 208.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei verstand er unter „objektbezogenen Arbeitsleistungen“ alle [[Tätigkeit]]en, „die unmittelbar mit der Leistungserstellung, der Leistungsverwertung und finanziellen Aufgaben“ verbunden sind. Als „dispositive Arbeitsleistung“ sah er alle Arbeiten an, „die mit der Leitung und Lenkung der betrieblichen Vorgänge im Zusammenhang stehen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gutenberg&amp;quot; /&amp;gt; Gutenberg wies 1958 darauf hin, dass die menschliche Arbeitsleistung im Betrieb von seinen Fähigkeiten und seinem Antrieb bestimmt werde.&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Gutenberg: [https://books.google.de/books?id=Zao5RTDsHyUC&amp;amp;pg=PA28&amp;amp;dq=betriebswirtschaftslehre+arbeit&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=BfCEUqnWCIf_4QTA6YDwBg#v=onepage&amp;amp;q=betriebswirtschaftslehre%20arbeit&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Betriebswirtschaftslehre.&amp;#039;&amp;#039;] 1958, S. 57.&amp;lt;/ref&amp;gt; Fähigkeiten waren seine körperlichen, geistigen und seelischen Anlagen, unter Antrieben verstand er eine „positive Einstellung zur Arbeit“ (also [[Arbeitsmotivation]]). Diese Faktoren nennt er &amp;#039;&amp;#039;subjektive Arbeitsbedingungen&amp;#039;&amp;#039;, während die &amp;#039;&amp;#039;objektiven Arbeitsbedingungen&amp;#039;&amp;#039; die [[Arbeitsmethodik|Arbeitstechnik]], Gestaltung des [[Arbeitsplatz]]es und die [[Arbeitspause|Pausenregelung]] umfassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Gutenberg: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Betriebswirtschaftslehre.&amp;#039;&amp;#039; 1958, S. 59.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Arbeitsentgelt musste für Hermann Böhrs 1958 die Grundsätze der betrieblichen Lohngestaltung erfüllen:&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Böhrs: &amp;#039;&amp;#039;Arbeitsleistung und Arbeitsentlohnung.&amp;#039;&amp;#039; 1958, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Anforderungsgerechtes Arbeitsentgelt&amp;#039;&amp;#039;: es muss den körperlichen, geistigen und seelischen Anforderungen entsprechen, die die Art der Arbeit an das [[Personal]] stellt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Leistungsgerechtes Arbeitsentgelt&amp;#039;&amp;#039;: es muss der Arbeitsleistung entsprechend dem Leistungsgrad entsprechen.&lt;br /&gt;
Für den Arbeitsphysiologen [[Otto Graf (Mediziner)|Otto Graf]] (1893–1962) setzte sich die Arbeitsleistung 1960 aus folgenden Faktoren zusammen:&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Graf: &amp;#039;&amp;#039;Arbeitsphysiologie.&amp;#039;&amp;#039; 1960, S. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Körperliche Leistungsfähigkeit|Leistungsfähigkeit]]&lt;br /&gt;
** [[Anlage (Pädagogik)|Anlagen]]&lt;br /&gt;
** Entfaltung&lt;br /&gt;
* [[Leistungsbereitschaft]]&lt;br /&gt;
** körperlich&lt;br /&gt;
** geistig-seelisch&lt;br /&gt;
Dabei ist zu berücksichtigen, dass für Betriebswirte bei der Arbeitsleistung die Arbeitsproduktivität im Vordergrund steht, bei Arbeitsphysiologen ist jedoch der menschliche Körper und dessen Eignung zur Arbeit das Erkenntnisobjekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Konrad Mellerowicz]] wies 1960 darauf hin, dass Leistung einerseits als Tätigkeit, andererseits als Tätigkeitsergebnis bezeichnet werden kann, wobei letzteres in der Betriebswirtschaftslehre von übergeordneter Bedeutung sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Konrad Mellerowicz: &amp;#039;&amp;#039;Leistung.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Hans Seischab]]/Karl Schwantag: &amp;#039;&amp;#039;Handwörterbuch der Betriebswirtschaft.&amp;#039;&amp;#039; Band III, 1960, Sp. 3773.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kennzahlen zur Arbeitsleistung ==&lt;br /&gt;
Mehrere [[betriebswirtschaftliche Kennzahl]]en befassen sich mit der Messung der Arbeitsleistung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeitsproduktivität ===&lt;br /&gt;
Die Arbeitsleistung kann als [[Arbeitsproduktivität]] gemessen werden, soweit Output und Input messbar sind. Beachten sollte man hierbei, dass die [[Produktivität]] eine rein technisch-mengenmäßige Größe ist. Produktivitäten lassen sich am besten innerhalb einer Branche oder bei gleicher Tätigkeit vergleichen ([[Homogenität (Wirtschaft)|Homogenität]] (Gleichheit) der Arbeitsbedingungen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Beispiel: Schusterfirma A und B vergleichen ihre Produktivität:&lt;br /&gt;
* Schuster A stellt 50 Paar Schuhe in 5 Stunden her: Leistung = 10 Schuhe pro Stunde.&lt;br /&gt;
* Schuster B stellt 15 Paar Schuhe in 1 Stunde  her: Leistung = 15 Schuhe pro Stunde.&lt;br /&gt;
Hierbei sind die hergestellten Schuhe das Arbeitsergebnis (das [[Produkt (Wirtschaft)|Produkt]] als sog. Output) und die eingesetzten Arbeitsstunden der Arbeitseinsatz (Input).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Berechnung der Arbeitsproduktivität allgemein durch&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\frac{\text{gemessener Output}}{\text{gemessener Input}}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Beispiele:&lt;br /&gt;
* Arbeitsproduktivität Schuster A: &amp;#039;&amp;#039;50 Paar Schuhe/5 Arbeitsstunden = 10 Schuhe pro Stunde&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Arbeitsproduktivität Schuster B: &amp;#039;&amp;#039;15 Paar Schuhe/1 Arbeitsstunde  = 15 Schuhe pro Stunde&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ergebnis: Der Produktivitätsfaktor ist also bei Schuster A mit 10 Schuhen pro Stunde und bei B mit 15 Schuhen pro Stunde anzusehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Beispiel macht deutlich, dass bei sehr hohen Zahlen nicht immer auf den ersten Blick zu sehen ist, welcher Betrieb produktiver arbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\text{Produktivität(Leistung)} = \frac{\text{Output}}{\text{Input}} = \frac{\text{Schuhe}}{\text{Stunde}}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Durchführung derartiger Messungen ist eine genaue Betrachtung der verwendeten Maßstäbe von besonderer Bedeutung. So wird im obigen Beispiel die Qualität und Ausführung (z.&amp;amp;nbsp;B. Schuhgröße und damit Menge des Materials) der hergestellten Schuhe nicht berücksichtigt, was gegebenenfalls zu einer Fehlbeurteilung der beiden Schuster führt. Ferner wird nicht berücksichtigt, ob der Schuster B diese Leistung über eine Schicht (z.&amp;amp;nbsp;B. 8 Stunden) durchhält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einigen [[Arbeitsgebiet]]en ist es nicht hinreichend möglich, geeignete Maßstäbe zur Bemessung der Arbeitsleistung aufzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschaftlichkeit ===&lt;br /&gt;
Ein Vergleich zwischen unterschiedlichen [[Wirtschaftszweig|Branchen]] ist hingegen mit der [[Wirtschaftlichkeit]]sberechnung möglich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;= \frac{\text{Umsatzerlöse}}{\text{Arbeitskosten}}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
oder&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;= \frac{\text{Ausbringung in Werteinheiten}}{\text{Einsatz in Werten}}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Der [[Ausbringung]] wird der Einsatz von Produktionsfaktoren gegenübergestellt. Eine wirtschaftlich arbeitende Arbeitskraft wird folglich einen Faktor &amp;gt; 1,0 aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Beispiel: Ein Schuster und ein Autor vergleichen ihre Wirtschaftlichkeit:&lt;br /&gt;
* Ein Schuster verkauft &amp;#039;&amp;#039;20 Paar Schuhe zu 50 €&amp;#039;&amp;#039; in einer Stunde. Er hat für die Herstellung der Schuhe 60 Stunden gebraucht, für die je 20 € Kosten anfallen.&lt;br /&gt;
* Ein Autor verkauft seine Kolumne mit 420 Seiten für 5&amp;amp;nbsp;€ pro Seite an einen Verlag. Er hat für die Erstellung seiner Kolumne 80 Stunden gebraucht, die ihn je 40&amp;amp;nbsp;€ gekostet haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Berechnung der Wirtschaftlichkeit durch:&lt;br /&gt;
* Wirtschaftlichkeit Schuster: &amp;lt;math&amp;gt;\frac{20 \,\text{Schuhpaare} \cdot 50\,\frac{\text{Euro}}{\text{Schuhpaar}}}{60 \,\text{Stunden} \cdot 20\,\frac{\text{Euro}}{\text{Stunden}}} = 0{,}83&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Faktor 0,83 drückt die Effizienz der Produktion aus.&lt;br /&gt;
* Wirtschaftlichkeit Autor: &amp;lt;math&amp;gt;\frac{420 \,\text{Seiten} \cdot 5\,\frac{\text{Euro}}{\text{Seite}}}{80\,\text{Stunden} \cdot 40\,\frac{\text{Euro}}{\text{Stunden}}} = 0{,}66&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ergebnis: Weder der Schuster noch der Autor arbeiten kostendeckend, da der Effizienzfaktor &amp;lt; 1 ist. Der Schuster hat aber weniger verlustträchtig gearbeitet als der Autor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebswirtschaftliche Sicht ==&lt;br /&gt;
In der [[Betriebswirtschaftslehre]] werden die allgemeinen Begriffe Produktivität und Wirtschaftlichkeit ebenfalls umfassend gewürdigt. Während die Produktivität das mengenmäßige Verhältnis zwischen Output und Input des [[Produktionsprozess]]es bezeichnet,&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3409430164|Seite=104}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wird mit der Wirtschaftlichkeit der wertmäßige Output (Ertrag) dem wertmäßigen Input (Aufwand) gegenübergestellt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\text{Wirtschaftlichkeit} = \frac{\text{Ertrag}}{\text{Aufwand}}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gelangen mehrere Produktionsfaktoren zum Einsatz, verliert die genannte Kennzahl ihren Aussagewert, weil es sinnlos ist, zur Inputermittlung Werkstoff-Verbrauchsmengen, Menschliche Arbeitsstunden und Maschinenstunden zu einer Summe zusammenzufassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|9783800637959|Seite=38}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Praxis werden deshalb eher partielle Produktionskennziffern ermittelt wie beispielsweise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\text{Arbeitsproduktivität} = \frac{\text{Anzahl gleichartiger Verrichtungen}}{\text{Arbeitsstunde}}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Ziel]] unternehmerischer Tätigkeit besteht im marktwirtschaftlichen System darin, durch planvolles Handeln einen Zustand zu erreichen, der über die Erfüllung von Mindestbedingungen hinausgeht, wonach langfristig [[Aufwand|Aufwendungen]] durch [[Ertrag|Erträge]] gedeckt sein müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Leistungsgesellschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wolfgang Brandes, [[Peter Weise (Wirtschaftswissenschaftler)|Peter Weise]]: &amp;#039;&amp;#039;Arbeitsleistung von Arbeitsgruppen als Prozess der Selbstorganisation.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Ökonomie und Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; Jahrbuch 12: &amp;#039;&amp;#039;Soziale Kooperation.&amp;#039;&amp;#039; Campus, Frankfurt am Main 1995, S.&amp;amp;nbsp;263–302, hier S.&amp;amp;nbsp;267.&lt;br /&gt;
* Nina Verheyen: &amp;#039;&amp;#039;Die Erfindung der Leistung.&amp;#039;&amp;#039; Hanser, Berlin 2018, ISBN 3446256873.&lt;br /&gt;
* [[Michael J. Sandel]]: &amp;#039;&amp;#039;Vom Ende des Gemeinwohls : wie die Leistungsgesellschaft unsere Demokratien zerreißt.&amp;#039;&amp;#039; Fischer, Frankfurt am Main 2020, ISBN 3103900007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4002719-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4002719-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arbeitsstudium]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftliche Kennzahl]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftliche Kennzahl]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Diopuld</name></author>
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