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	<title>Arbeiterstudium - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T02:05:30Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Arbeiterstudium&amp;diff=2115436&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Tippfehler</title>
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		<updated>2022-01-30T22:28:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-S88352, Berlin, Humboldt-Universität, Vorstudienanstalt.jpg|mini|Semesterbeginn am 1. Oktober 1949 an der Arbeiter-und-Bauern-Fakultät der Humboldt-Universität Berlin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Arbeiterstudium&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurden institutionalisierte Maßnahmen bezeichnet, welche in der [[Sowjetische Besatzungszone|Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands]] beziehungsweise [[Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik]] der Heranbildung einer [[Akademischer Grad|Akademikerschicht]] aus der [[Proletariat|Arbeiterschaft]] dienten. Ermöglichen sollte diese denjenigen einen Hochschulzugang, welche nicht über das [[Abitur]] verfügten. Zu den betreffenden Maßnahmen zählten die 1946 eingerichteten [[Vorstudienanstalt]]en, aus denen 1949 die [[Arbeiter-und-Bauern-Fakultät]]en hervorgingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Sowjetunion]] existierten seit den 1920er Jahren die sogenannten [[RabFak]]s (russisch: Рабфак – abgekürzt von Рабочий факультет, zu deutsch: Arbeiterfakultät). Andere Länder des [[Ostblock]]s, z.&amp;amp;nbsp;B. die [[Tschechoslowakei]], wiesen vergleichbare Arbeiterstudienmodelle auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;urb-218ff&amp;quot;&amp;gt;Rudolf Urban: &amp;#039;&amp;#039;Die Organisation der Wissenschaft in der Tschechoslowakei&amp;#039;&amp;#039;, Marburg/Lahn 1957, S. 218 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zielsetzung ==&lt;br /&gt;
Das Arbeiterstudium diente als Teil der [[Bildungssystem in der DDR|Bildungspolitik in der SBZ/DDR]] der parteipolitischen Auswahl von Studenten, der Sicherstellung der [[Diktatur]] der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]] durch die Heranbildung einer neuen loyalen Akademikerschicht, der ideologischen Umerziehung und der [[Gleichschaltung]] der Hochschulen. Im September 1947 erklärte der SED-[[Funktionär]] [[Anton Ackermann]]:&amp;lt;ref&amp;gt;Ilko-Sascha Kowalczuk: &amp;#039;&amp;#039;Geist im Dienste der Macht. Hochschulpolitik in der SBZ/DDR 1945–1961&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 2003, S. 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Wir wollen ein anderes Arbeiterstudium. Wir wollen nicht nur die soziale Zusammensetzung der Hörerschaft der Hochschulen ändern, wichtiger noch ist, dass diese neuherangebildete Intelligenz auch im Geiste einer neuen [[Ideologie]], im Geiste des [[Wissenschaftlicher Sozialismus|Wissenschaftlichen Sozialismus]] erzogen und geschult wird.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Bewerberzahl die Anzahl der Studienplätze in den ersten Jahren nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] deutlich überstieg (in Sachsen wurden z.&amp;amp;nbsp;B. 1946/47 80,4 % der Bewerber abgelehnt), stellte die Auswahl der Studenten ein wichtiges politisches Thema dar. Die Einführung einer [[Quote]] für Arbeiter sowie die obligatorische Angabe der Parteimitgliedschaft trugen zu einer parteipolitischen Auswahl der Studenten bei. Diese parteilichen Auswahlprinzipien wurden schon früh kritisiert, z.&amp;amp;nbsp;B. in einem Schreiben der Vorsitzenden der demokratischen Parteien Berlins vom 8. Oktober 1946 an [[Paul Wandel]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ilko-Sascha Kowalczuk: &amp;#039;&amp;#039;Geist im Dienste der Macht. Hochschulpolitik in der SBZ/DDR 1945–1961&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 2003, S. 264.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Absolventen ==&lt;br /&gt;
Der Schriftsteller [[Hermann Kant]] und der Schauspieler [[Peter Sodann]] wurden an einer Arbeiter-und-Bauern-Fakultät ausgebildet. Hermann Kants Roman [[Die Aula (Roman)|Die Aula]] thematisiert das Schicksal mehrerer Absolventen der Arbeiter-und-Bauern-Fakultät in Greifswald. Zu den Absolventen der Vorstudienanstalten gehörte der Chirurg [[Helmut Wolff (Mediziner)|Helmut Wolff]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Zweiter Bildungsweg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hans-Georg Gadamer]]: &amp;#039;&amp;#039;Arbeiter-Studium und Universität.&amp;#039;&amp;#039; In: Kultur und Kritik, Heft 6, Leipzig 1994, S. 112–122.&lt;br /&gt;
* [[Ilko-Sascha Kowalczuk]]: &amp;#039;&amp;#039;Geist im Dienste der Macht. Hochschulpolitik in der SBZ/DDR 1945–1961&amp;#039;&amp;#039;, [[Ch. Links Verlag|Christoph Links Verlag]], Berlin 2003, ISBN 3-86153-296-4. ([http://books.google.de/books?id=MemNgIP0iEkC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;amp;cad=0#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Onlineversion])&lt;br /&gt;
* Konrad Krause: &amp;#039;&amp;#039;Alma mater Lipsiensis. Geschichte der Universität Leipzig von 1409 bis zur Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;, [[Leipziger Universitätsverlag]], Leipzig 2003, ISBN 3-936522-65-0. ([http://books.google.de/books?id=jvlohgzMzBcC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;amp;cad=0#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Onlineversion])&lt;br /&gt;
* [[Reiner Pommerin]]: &amp;#039;&amp;#039;175 Jahre TU Dresden.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der TU Dresden 1828–2003.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. im Auftrag der Gesellschaft von Freunden und Förderern der TU Dresden e.&amp;amp;nbsp;V. von Reiner Pommerin, Böhlau, Köln u.&amp;amp;nbsp;a. 2003, ISBN 3-412-02303-5.&lt;br /&gt;
* Herbert Stallmann: &amp;#039;&amp;#039;Hochschulzugang in der SBZ/DDR 1945–1959&amp;#039;&amp;#039;, [[Academia Verlag|Verlag Hans Richarz]], Sankt Augustin 1980, ISBN 3-88345-600-4.&lt;br /&gt;
* [[Gottfried Uhlig]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Beginn der antifaschistisch-demokratischen Schulreform im Osten Deutschlands 1945–1946&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig 1963.&lt;br /&gt;
* Rudolf Urban: &amp;#039;&amp;#039;Die Organisation der Wissenschaft in der Tschechoslowakei&amp;#039;&amp;#039;, [[Herder-Institut (Marburg)|Herder-Institut]], Marburg/Lahn 1957.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.mdr.de/damals/archiv/artikel91932.html Eine Universität mit dem Namen Karl Marx], abgerufen am 15. Juli 2016.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildung in der DDR]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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