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	<title>Aralkum - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T15:37:17Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Aralkum&amp;diff=1002576&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-12379-01: /* Verwehung von Sand, Salz und Staub durch Stürme */</title>
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		<updated>2026-02-24T21:44:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Verwehung von Sand, Salz und Staub durch Stürme&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Aralsee.gif|miniatur|Die Entstehung der Aralkum]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Aralship2.jpg|miniatur|Verlandeter Bereich des Aralsees|alternativtext=]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aralkum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine durch die Austrocknung des [[Aralsee]]s entstandene [[Wüste]], die an die [[Kysylkum]] und die [[Karakum]] grenzt, auf der Grenze zwischen Kasachstan und Usbekistan in [[Zentralasien]]. Sie bietet einen Lebensraum für Pflanzen und Tiere, jedoch zieht sich mit zunehmendem Rückgang der Uferzone und einsetzendem Wassermangel die Vegetation zurück und hinterlässt trockenes Wüstengebiet, welches Ausgangspunkt für Salz- und Sandstürme ist. Diese beeinflussen sowohl die Flora und Fauna im weiteren Umkreis als auch die Gesundheit der Menschen negativ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher gibt es nur wenige Forschungsbeiträge zur Aralkum, insbesondere als Lebensraum, da sie eine relativ neue Raumeinheit darstellt, jedoch befassen sich viele Arbeiten zum Thema des [[Aralsee]]s auch mit dem ausgetrockneten Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwehung von Sand, Salz und Staub durch Stürme ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aral Sea Bed.jpg|miniatur|Verlandeter Bereich des Aralsees|alternativtext=]]&lt;br /&gt;
Die sich zurückziehenden Küstenlinien des Aralsees hinterließen riesige Flächen ehemaligen Seebodens, die überwiegend von pulvrigen Salzkrusten und zu kleineren Teilen auch von Sand bedeckt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Opp, C. &amp;amp; Darmstadt, A.  (2007). Vom Aralsee zur Aralkum: Ursachen, Wirkungen und Folgen des Aralsee-Syndroms. In R. Glaser &amp;amp; K. Kremb (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Asien&amp;#039;&amp;#039; (S. 90–100). Wissenschaftliche Buchgesellschaft.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Breckle, S.-W.  (2011). Der verlorene Aralsee – aber 60 000 km&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; Neuland! In D. Anhuf, T. Fickert &amp;amp; G. Friederike (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Passauer Kontaktstudium&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Geographie&amp;#039;&amp;#039; (Bd. 11, S. 91–100). Passau: Selbstverlag Fach Geographie der Universität Passau.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese oft vegetationslosen Ebenen sind zusammen mit dem trockenen Klima Ursache der immer häufiger auftretenden und stärker werdenden [[Sandsturm|Sand-]] und Staubstürme.&amp;lt;ref&amp;gt;Létolle, R. &amp;amp; Mainguet, M.  (1996). &amp;#039;&amp;#039;Der Aralsee&amp;#039;&amp;#039;. Berlin: Springer-Verlag Berlin Heidelberg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Giese, E.  (1998). Die ökologische Krise des Aralsees und der Aralseeregion: Ursachen, Auswirkungen, Lösungsansätze. In &amp;#039;&amp;#039;Umweltzerstörungen in&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Trockengebieten Zentralasiens (West- und Ost-Turkestan). Ursachen,&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Auswirkungen, Maßnahmen&amp;#039;&amp;#039; (S. 55–119). Stuttgart: Franz Steiner Verlag.&amp;lt;/ref&amp;gt; Traten vor der Aralseekatastrophe nicht einmal an 10 Tagen pro Jahr Staubstürme auf, taten sie es um die Jahrtausendwende schon an bis zu 90 Tagen im Jahr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Im Gegensatz zu lokal wirksamen Sandstürmen gelangen Staubstürme, die Teilchen kleinerer [[Korngröße]]n transportieren, auch höher in die [[Erdatmosphäre|Atmosphäre]] und sind regional wirksam.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die entstehenden Staubwolken können bis zu 400&amp;amp;nbsp;km lang und 40&amp;amp;nbsp;km breit werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Gaybullaev, B., Chen, S.-C. &amp;amp; Gaybullaev, G.  (2014). The large Aral Sea water balance: a future prospective of the large Aral Sea depending on water volume alteration. &amp;#039;&amp;#039;Carbonates and Evaporites&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;29&amp;#039;&amp;#039; (2), 211–219.&amp;lt;/ref&amp;gt; So gelangen jährlich etwa 150&amp;amp;nbsp;Mt [[Schluff]], Tonteilchen, Salzstaub, sowie [[Herbizid]]e, [[Pestizid]]e, [[Schwermetalle]] und radioaktives Material in die [[Erdatmosphäre|Atmosphäre]]. Diese können über viele Hunderte von Kilometern transportiert und sogar in über 2000&amp;amp;nbsp;km entfernten Gebieten, unter anderem in [[Belarus]], im [[Himalaya]] und im [[Pazifischer Ozean|Pazifischen]] sowie [[Arktischer Ozean|Arktischen]] Ozean nachgewiesen werden. Durch die in den Stürmen enthaltenen Salze werden die Abschmelzprozesse nahegelegener Gletscher um ein Vielfaches beschleunigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Michael, T.  (Hrsg.). (2010). &amp;#039;&amp;#039;Diercke Weltatlas&amp;#039;&amp;#039;. Braunschweig: Westermann.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sukzession in der neu entstandenen Aralkum ==&lt;br /&gt;
Die aus trockengefallenem Seeboden bestehende Aralkum-[[Wüste]], die eine Fläche von ungefähr 60 000 km² einnimmt, wird nacheinander von verschiedenen Pflanzenarten besiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenige Wochen nach dem Trockenfallen eines Gebiets wird dessen noch nasser und von Seegrasresten bedeckter Seegrund von blaugrünen [[Cyanobakterien]] überzogen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Nächstes besiedeln [[Salztoleranz|salztolerante]] [[annuelle]] (einjährige) Pflanzen wie &amp;#039;&amp;#039;[[Salicornia europaea|Salicornia]]&amp;#039;&amp;#039;, welche auch sonst wegen ihrer hohen Klimatoleranz auf zentralasiatischen Salzböden in Wüsten und Steppen verbreitet sind, die immer noch feuchten Flächen. &amp;#039;&amp;#039;[[Salicornia europaea|Salicornia]]&amp;#039;&amp;#039; kann riesige Gebiete mit weniger als 30 cm hohen Dickichten bedecken, die sich im Herbst rot färben.&amp;lt;ref&amp;gt;Isca, V., Seca, A., Pinto, D. &amp;amp; Silva, A.  (2014). An overview of Salicornia genus: The phytochemical and pharmacological profile. &amp;#039;&amp;#039;Natural Products: Research Review&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;2&amp;#039;&amp;#039;, 145-176.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach kann es vor allem in trockenen Jahren zu vegetationslosen „Sukzessionswüsten“ kommen, die zwischen der Besiedlung von [[Einjährige Pflanze|annuellen]] und [[perenne]]n (mehrjährigen) Pflanzen auftreten. Folgen allerdings mehrere günstige feuchtere Jahre aufeinander, können sich [[Perenne]] und damit auch Sträucher etablieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Endstadium des [[Sukzession (Biologie)|Sukzessionsprozesses]] wird erst nach 30 bis 40 Jahren erreicht und kann vorher nicht eindeutig vorhergesagt werden. Inzwischen sind durch Fernverbreitung viele Pflanzen aus benachbarten Gebieten eingewandert: 368 [[Gefäßpflanzen]]arten aus den anliegenden Wüsten [[Karakum]] und [[Kysylkum]] sind inzwischen auch in der Aralkum zu finden. Und auch in Zukunft wird die Vegetation anderen bereits dem Klima angepassten [[Zentralasien|zentralasiatischen]] Vegetationsformen ähneln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* René Létolle, Monique Mainguet: &amp;#039;&amp;#039;Der Aralsee. Eine ökologische Katastrophe&amp;#039;&amp;#039;. Springer Verlag, Berlin, Heidelberg 1996, ISBN 978-3540587309&lt;br /&gt;
* Christian Opp: &amp;#039;&amp;#039;Vom Aralsee zur Aralkum: Ursachen, Wirkungen und Folgen des Aralsee-Syndroms&amp;#039;&amp;#039;. In: Glaser, R. &amp;amp; K. Kremb (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Asien&amp;#039;&amp;#039;. (Reihe Planet Erde) Wiss. Buchgesellschaft Darmstadt 2007, S. 90–100&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Titel=Halophytes of the Aralkum saline desert and adjacent drylands | Hrsg=Kristina Toderich, Naoko Matsuo, Temur Khujanazarov, Khabibullo Shomurodov und Norikazu Yamanak | Verlag=Arid Land Research Center, Tottori University | Ort=Tottori | Datum=2024 | Sprache=en | ISBN=978-4-86611-382-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.uni-bielefeld.de/biologie/Oekologie/aralsee.html | wayback=20100305122306 | text=Siegmar-W. Breckle: Combating desertification and rehabilitation of the salt deserts in the region at the Aral Sea}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.ufz.de/data/du_wuch3833.pdf | wayback=20090225185732 | text=Walter Wucherer: Primary succession on the dry sea floor of the Aral Sea}} (PDF-Datei; 2,84 MB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=45.201274 |EW=60.524349 |type=landmark |region=KZ |dim=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wüste in Asien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Umweltkatastrophe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Usbekistan)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Kasachstan)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Karakalpakistan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salzpfanne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aralsee]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebiet Qysylorda]]&lt;br /&gt;
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