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	<title>Arado Flugzeugwerke - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T11:43:44Z</updated>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Arado_Flugzeugwerke&amp;diff=97315&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TExtHumer: Grammatik korrigiert</title>
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		<updated>2025-12-16T15:33:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Grammatik korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Arado}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Unternehmen&lt;br /&gt;
| Name = Arado Flugzeugwerke GmbH&lt;br /&gt;
| Logo = LSV Arado Warnemuende.svg&lt;br /&gt;
| Unternehmensform = [[Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Deutschland)|Gesellschaft mit beschränkter Haftung]]&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum = 1916 (als Zweigwerk der [[Flugzeugbau Friedrichshafen|Flugzeugbau Friedrichshafen GmbH]])&lt;br /&gt;
| Auflösungsdatum = 1961&lt;br /&gt;
| Auflösungsgrund = Beseitigung der Werksanlagen nach dem [[Potsdamer Abkommen]] und Verbringung der Maschinen und Geräte als [[Reparationen]] in die [[UdSSR]]&lt;br /&gt;
| Sitz = [[Rostock]]-[[Warnemünde]], [[Deutschland]]&lt;br /&gt;
| Leitung =&lt;br /&gt;
* Walter Hormel&lt;br /&gt;
* Felix Wagenführ&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Lübbe]]&lt;br /&gt;
* [[Walter Rethel]]&lt;br /&gt;
* [[Walter Blume (Konstrukteur)|Walter Blume]]&lt;br /&gt;
* [[Erich Serno]]&lt;br /&gt;
| Mitarbeiterzahl =&lt;br /&gt;
* 3.749 (Juli 1935)&lt;br /&gt;
* 14.090 (1938)&lt;br /&gt;
* 26.000 (Anfang 1942)&lt;br /&gt;
* 26.950 (Ende 1942)&lt;br /&gt;
* 30.670 (30. Juni 1944)&lt;br /&gt;
| Umsatz =&lt;br /&gt;
| Branche = [[Flugzeughersteller]]&lt;br /&gt;
| Homepage =&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Arado Flugzeugwerke GmbH&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein deutscher [[Flugzeughersteller]]. Die Flugzeugwerft entstand 1921 auf dem Gelände und in den Hallen der früheren Außenstelle der [[Flugzeugbau Friedrichshafen|Flugzeugbau Friedrichshafen GmbH]] in [[Rostock]]-[[Warnemünde]], wo ab 1924 [[Motorflugzeug]]e für unterschiedliche Anwendungsfälle produziert wurden. Zwischen 1936 und 1942 existierten zahlreiche Zweigwerke in Deutschland. Die Flugzeugherstellung endete im Mai 1945, die Firma wurde 1961 liquidiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-2008-1016-506, Berlin, Deutschlandflug, Theo Osterkamp.jpg|mini|„[[Arado L II]]“, Berlin, [[Deutschlandflug]] 1931, [[Theodor Osterkamp]] ist auch „mit von der Partie“]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Arado Ar 66c, D-IYMO, 1935 (3).jpg|mini|[[Arado Ar 66]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Arado Ar-96.jpg|mini|[[Arado Ar 96]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ar 196 being loaded on Admiral Hipper cruiser 1941.jpg|mini|[[Arado Ar 196]], Bordflugzeug auf dem Schweren Kreuzer [[Admiral Hipper]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Arado ar 79.jpg|mini|[[Arado Ar 79]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Arado Ar 234 Freeman Field IN 1945.jpg|mini|[[Arado Ar 234]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;[[Flugzeugbau Friedrichshafen]] GmbH&amp;#039;&amp;#039; mietete im Juli 1914 eine Halle auf dem [[Marinestützpunkt Hohe Düne|Flugplatz Warnemünde]] und begann dort [[Wasserflugzeug]]e zu bauen und zu testen, doch die Marine beschlagnahmte den Flugplatz inklusive aller vorhandenen Flugzeuge zu Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]]. Im Sommer 1916 kehrte &amp;#039;&amp;#039;Friedrichshafen&amp;#039;&amp;#039; nach Warnemünde zurück, mietete am westlichen Warnowufer eine Halle und baute sich die &amp;#039;&amp;#039;Werft Warnemünde&amp;#039;&amp;#039; als Zweigwerk auf. Aufgrund der Bedingungen des [[Friedensvertrag von Versailles|Versailler Vertrages]] musste das Unternehmen nach Ende des Krieges den Flugzeugbau einstellen.&amp;lt;ref&amp;gt;Volker Koos: &amp;#039;&amp;#039;Luftfahrt zwischen Ostsee und Breitling&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Transpress, Berlin 1990, Seite 9ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 kaufte [[Hugo Stinnes]] die Fabrikgebäude in Warnemünde auf und begann unter dem Namen „[[Dinos-Automobilwerke]] AG“ wieder [[Flugzeug]]e zu bauen, die allerdings nur für den Export bestimmt waren. Dafür beteiligte Stinnes sich 1923 unter Leitung von [[Erich Serno]] im [[Königreich Jugoslawien]] an der &amp;#039;&amp;#039;[[Ikarbus|Ikarus AG]]&amp;#039;&amp;#039;. Stinnes stellte [[Walter Rethel]] als Chefentwickler ein, der zuvor schon bei [[Kondor Flugzeugwerke|Kondor]] und [[Fokker]] tätig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Stinnes’ Tod im April 1924 wurde dessen Konzern aufgeteilt und Teile des Unternehmens verkauft. [[Walter Hormel]] und der Kaufmann Werner Hansel übernahmen im April 1925 die Firma in die neu gegründete &amp;#039;&amp;#039;Arado Handelsgesellschaft&amp;#039;&amp;#039; mit dem Geschäftssitz im &amp;#039;&amp;#039;[[Hamburger Hof]]&amp;#039;&amp;#039;. Am 18.&amp;amp;nbsp;Juni ließen sie die Arado-Handelsgesellschaft im Handelsregister eintragen, die am 10.&amp;amp;nbsp;August 1925 als Eigentümer der Warnemünder Anlagen in das Grundbuch aufgenommen wurde. Geschäftsführer waren Walter Hormel und Oberstleutnant a.&amp;amp;nbsp;D. Felix Wagenführ. Ende 1925 schied Walter Hormel bei Arado aus und seine Anteile übernahm der bisherige kommissarische Geschäftsführer [[Heinrich Lübbe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1926 entstanden mit der [[Arado S I|S I]] und [[Arado S III|S III]], sowie deren Nachfolgern [[Arado SC I|SC I]] und [[Arado SC II|SC II]] die ersten leichten Schulflugzeuge, von denen alle Exemplare bis auf wenige Ausnahmen an die [[Deutsche Verkehrsfliegerschule]] geliefert wurden. Seit 1927 wurde jedes Jahr mindestens ein neues Flugzeugmodell&amp;amp;nbsp;– sowohl zivile Post- und Verkehrsflugzeuge als auch Schulungsflugzeuge für das Militär&amp;amp;nbsp;– auf den Markt gebracht, dennoch konnte Arado in dieser Zeit pro Jahr nur etwa zehn bis zwölf Flugzeuge verkaufen. Für den [[Europarundflug 1929]] konstruierte Ingenieur Hermann Hofmann im Auftrag des Mecklenburgischen Aero-Clubs den zweisitzigen [[Hochdecker (Flugzeug)|Hochdecker]] [[Arado L I|L&amp;amp;nbsp;I]].&amp;lt;ref&amp;gt;Volker Koos: &amp;#039;&amp;#039;Luftfahrt zwischen Ostsee und Breitling&amp;#039;&amp;#039;. Transpress, Berlin 1990, S. 129 ff&amp;lt;/ref&amp;gt; Walther Rethel entwarf im gleichen Jahr auf Basis der L&amp;amp;nbsp;I die [[Arado L II|L&amp;amp;nbsp;II]], doch auch dieses Modell blieb ein Einzelstück. 1930 wurden vier Maschinen der vergrößerten L&amp;amp;nbsp;IIa für den [[Europarundflug 1930]] gebaut, von denen zwei das Ziel auf Platz&amp;amp;nbsp;18 und 22 erreichten.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Arado setzt Akzente – Vom Kabinenflugzeug zum Anfangstrainer.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;FliegerRevue.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2009, 4 (Apr.), S. 89–93. {{ISSN|0941-889X}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betriebsleiter Rethel wurde Anfang 1932 vom [[Reichsverkehrsministerium]] durch [[Walter Blume (Konstrukteur)|Walter Blume]] ersetzt. Nach der [[Machtergreifung]] durch die [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] lieferte das Warnemünder Werk seine Flugzeuge an die neu aufgestellte [[Luftwaffe (Wehrmacht)|Luftwaffe]]. Am 6.&amp;amp;nbsp;September 1934 begannen nach dem Ankauf von Grundstücken sowie der Produktionsfläche der ehemaligen Hartungschen Eisengießerei die Bauarbeiten für ein Zweigwerk in [[Brandenburg an der Havel]], in das auch das Konstruktionsbüro eingegliedert wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Richter, Arado&amp;quot;&amp;gt;Henry Richter: &amp;#039;&amp;#039;Das Arado-Flugzeugwerk in Brandenburg/Neuendorf.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Flugpioniere in der Mark Brandenburg.&amp;#039;&amp;#039; ASP, Schönhagen 1993, S.&amp;amp;nbsp;113ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Aufbau des Werkes am [[Flugplatz Brandenburg-Briest]] dauerte bis 1939/1940; doch bereits am 1.&amp;amp;nbsp;Dezember 1934 begann der Flugzeugbau und am 11.&amp;amp;nbsp;April 1935 verließ die erste in Brandenburg-Briest gebaute Maschine, ein Schulflugzeug des Typs Arado [[Arado Ar 66|Ar&amp;amp;nbsp;66]], die Werkshallen. 1937 begann der Aufbau des Werkteils [[Brandenburg an der Havel|Brandenburg-Neuendorf]]. Am 1.&amp;amp;nbsp;September 1939 wurde eine zwischen Brandenburg und Neuendorf verkehrende [[Werksbahn]] eingeweiht. Zu diesem Zeitpunkt umfasste die Belegschaft allein dieses Standorts 6000 Angestellte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Richter, Arado&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Reichsluftfahrtministerium]] (RLM) bestand darauf, dass Heinrich Lübbe Parteimitglied der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] werden müsse. Als Lübbe ablehnte, musste er im Frühjahr 1936 seine Unternehmensanteile an das Reich verkaufen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dreba&amp;quot; /&amp;gt; Der Firmenname wurde in &amp;#039;&amp;#039;Arado Flugzeugwerke GmbH&amp;#039;&amp;#039; geändert. Die Unternehmensanteile des Reiches verwaltete die als Tarngesellschaft vom Reichsluftfahrtministerium gegründete [[Bank der Deutschen Luftfahrt|Luftfahrtkontor GmbH]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;dreba&amp;quot;&amp;gt;Johannes Bähr: &amp;#039;&amp;#039;Die Luftfahrtkredite und die Beziehungen zum Junkers-Konzern.&amp;#039;&amp;#039; In: Klaus-Dietmar Henke (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Dresdner Bank in der Wirtschaft des Dritten Reichs&amp;#039;&amp;#039;. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 2006, ISBN 3-486-57780-8, [http://books.google.de/books?id=bATEo954Yj8C&amp;amp;pg=PA391&amp;amp;lpg=PA391&amp;amp;dq=luftfahrtkontor+arado&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=9n_cV_LK0H&amp;amp;sig=4CI_DotO2UnmyT0-YdyWB7ffpKw&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=rUjGTbalM5H1sgaNqfiODw&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=2&amp;amp;ved=0CCIQ6AEwAQ#v=onepage&amp;amp;q=luftfahrtkontor%20arado&amp;amp;f=false S. 391].&amp;lt;/ref&amp;gt; Danach leiteten [[Erich Serno]] und [[Felix Wagenführ]] die Arado Flugzeugwerke. In dieser Zeit erlangte Arado Bedeutung als Lieferant für die [[Luftwaffe (Wehrmacht)|Luftwaffe]], wobei die Ar&amp;amp;nbsp;66&amp;amp;nbsp;– noch bis weit in den [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] hinein&amp;amp;nbsp;– zum Standardtrainingsflugzeug wurde. Arado produzierte darüber hinaus mit der [[Arado Ar 65|Ar&amp;amp;nbsp;65]] und der [[Arado Ar 68|Ar&amp;amp;nbsp;68]] zwei der ersten [[Jagdflugzeug]]-Typen für die Luftwaffe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konstruktionsabteilung wechselte 1935 von Warnemünde nach Brandenburg. Hier entstanden bis 1943 unter der Leitung von Walter Blume etwa 80&amp;amp;nbsp;neue Flugzeugprojekte. Die Zentralverwaltung saß ab &amp;lt;!-- 25. Juni --&amp;gt;1936 in [[Babelsberg|Nowawes]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;MAZ2020&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Volker Oelschläger |Titel=Seltene Aufnahmen der früheren Arado-Werke entdeckt |Sammelwerk=Märkische Allgemeine |Datum=2020-07-14 |Online=[https://www.maz-online.de/Lokales/Potsdam/Vor-Bombensprengung-in-Potsdam-Bilderfund-zu-zerstoerten-Arado-Werken Digitalisat] |Abruf=2020-07-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Die Gebäude waren 1912 von [[Hermann Muthesius]] für den Seiden-, Samt- und Spitzenhersteller Michels &amp;amp; Cie. entworfen worden. Ab 1925 waren sie die Produktionsstätte der Schallplattenfirma [[Electrola]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1936 bis 1943 entstanden weitere Arado-Zweigwerke in [[Rathenow]], [[Anklam]], [[Babelsberg|Nowawes/Potsdam-Babelsberg]],&amp;lt;!-- siehe eingebettetes Bild &amp;quot;Datei:S-l500 arado.jpg&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;Historisches Wertpapier: {{Webarchiv |url=http://www.effektenwelt.com/stocks/arado_1000_1942.htm |archive-is=20120730052857 |text=Arado Flugzeugwerke G.m.b.H. Potsdam, „Teilschuldverschreibung“ über 1000&amp;amp;nbsp;Reichsmark aus dem Jahr 1942}}&amp;lt;/ref&amp;gt; --&amp;gt; [[Falkenberg/Elster|Alt-Lönnewitz]], [[Kamienna Góra|Landeshut]], [[Żagań|Sagan]] und [[Lutherstadt Wittenberg|Wittenberg]]. In Wittenberg wurden außer Arado-Flugzeugen (Ar&amp;amp;nbsp;95, Ar&amp;amp;nbsp;96 und Ar&amp;amp;nbsp;234) auch Rümpfe und Tragflächen für Flugzeuge von Heinkel ([[Heinkel He 111|He 111]] und [[Heinkel He 177|He 177]]), Focke-Wulf ([[Focke-Wulf Fw 190|Fw 190]]) und Junkers ([[Junkers Ju 88|Ju 88]]) gebaut. Seit Beginn des Krieges wurden im Wittenberger Werk auch Kriegsgefangene eingesetzt, deren Lager westlich an das Werksgelände grenzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges war Arado zu einem bedeutenden Lieferanten für die Luftwaffe aufgestiegen. Die [[Arado Ar 96|Ar&amp;amp;nbsp;96]] wurde das meistgenutzte Trainingsflugzeug und der Aufklärer [[Arado Ar 196|Ar&amp;amp;nbsp;196]] gehörte zur Standardausstattung der deutschen [[Kriegsmarine]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Werk Brandenburg wurden mehr als 20&amp;amp;nbsp;Flugzeugtypen als Muster oder in Serie gebaut. Trotz umfangreicher Lizenzfertigungen entstanden hier 1939 beispielsweise das Weltrekordflugzeug [[Arado Ar 79|Ar&amp;amp;nbsp;79]] und der erste [[Kampfzonentransporter]] der Welt, die [[Arado Ar 232|Ar&amp;amp;nbsp;232]]. Ein weiteres bekanntes Flugzeug ist die [[Arado Ar 234|Ar&amp;amp;nbsp;234]], der weltweit erste [[Strahltriebwerk|strahlgetriebene]] Aufklärer und Bomber. Allerdings kam die Entwicklung dieses zukunftsweisenden Flugzeugtyps zu spät, um noch eine entscheidende Rolle im Krieg zu spielen. Dennoch setzte sie Zeichen für die Entwicklung der Nachkriegsflugzeuge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zahl der Arbeiter bei Arado in Brandenburg/Neuendorf stieg von 900 Mitarbeitern im Jahr 1935 auf 7.900 1940 und erreichte 1944 mit annähernd 10.000 den Höchststand. Bereits 1936 war Arado zum größten Betrieb in Brandenburg aufgestiegen. Infolge des Krieges und der Besetzung europäischer Länder kamen zunehmend ausländische Arbeitskräfte zu Arado nach Brandenburg; die meisten waren Niederländer, Franzosen und Tschechen (siehe auch [[NS-Zwangsarbeit]]). Ein Franzose, der sich hingegen freiwillig in den Dienst des Unternehmens stellte, war [[Émile Dewoitine]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[François Broche]] |Titel=La cavale des collabos |Verlag=Nouveau Monde éditions |Ort=Paris |Datum=2023 |ISBN=978-2-38094-444-0 |Seiten=233}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ein Forschungsleiter bei Arado.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In allen Arado-Werken waren im Juli 1935 3.749&amp;amp;nbsp;Mitarbeiter beschäftigt, im Jahr 1938 14.090&amp;amp;nbsp;Mitarbeiter und bereits 1942 standen infolge von Einberufungen 22.000&amp;amp;nbsp;deutschen Beschäftigten rund 4.000&amp;amp;nbsp;ausländische gegenüber. Am Ende des Jahres war die Zahl der ausländischen, überwiegend aus Fremdarbeitern, Gefangenen und Häftlingen bestehenden Mitarbeiter auf 17.600 gestiegen, während 9.300&amp;amp;nbsp;deutsche Arbeitskräfte zur Verfügung standen. Am 30.&amp;amp;nbsp;Juni 1944 verzeichnete das Unternehmen mit 30.670&amp;amp;nbsp;Mitarbeitern die höchste Beschäftigungszahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein amerikanischer Bombenangriff auf das Arado-Werk in Heidefeld bei Rathenow am 18.&amp;amp;nbsp;April 1944 beendete dort die Produktion des Bombers [[Heinkel He&amp;amp;nbsp;177]], welcher zuvor von Balten, Serben, Spaniern, Franzosen, Niederländern und Belgiern produziert wurde, die dort zu Tausenden Zwangsarbeit verrichten mussten. Nach diesem Angriff konnte auf Grund der Zerstörungen am Kesselhaus und an zwei der drei großen Montagehallen nur noch die leichtere [[Focke-Wulf Fw&amp;amp;nbsp;190]] hergestellt werden. Die Produktion wurde zum Teil von Rathenower Betrieben wie der optischen Fabrik O.&amp;amp;nbsp;W. Wagener &amp;amp;&amp;amp;nbsp;Co. übernommen. Auch die Ofenfabrik Fritz Brucks sprang für Arado ein, bis die Fertigung nach sechs&amp;amp;nbsp;Wochen wieder voll aufgenommen werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Luftangriffe am 6.&amp;amp;nbsp;August 1944 und 30.&amp;amp;nbsp;März 1945 unterbrachen den Flugzeugbau zeitweilig. Bis zur Einstellung der Montage im April 1945 hatten mehr als 4.000 Maschinen die Brandenburger Werkhallen verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Werk in Potsdam-Babelsberg wurde [[Luftangriff auf Potsdam|am 14.&amp;amp;nbsp;April 1945]] zerstört.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MAZ2020&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Besetzung des Werkes in Brandenburg durch die [[Rote Armee]] Anfang Mai 1945 endete der Flugzeugbau. Die Werksanlagen wurden dem [[Potsdamer Abkommen]] entsprechend zum größten Teil beseitigt, Maschinen und Geräte kamen als [[Reparationen]] in die [[Sowjetunion|UdSSR]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Werksgelände in Wittenberg wurde nach 1945 als sowjetische Kaserne genutzt. Heute ist das ehemalige Verwaltungsgebäude von Arado Sitz des Finanzamtes Wittenberg; mehrere ehemalige Werkstattgebäude wurden zu Wohnhäusern umgebaut, auf dem Gelände des Kriegsgefangenenlagers entstand eine Kleingartenanlage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anlagen in Rathenow wurden nach dem Krieg [[Volkseigentum]]. 1954 wurde von einem Explosionsunglück auf dem ehemaligen Arado-Gelände berichtet, bei dem sechs sowjetische Soldaten ums Leben kamen und zahlreiche andere verletzt wurden, nachdem [[Artillerie]]munition in einem Betonbunker explodiert war. Weitere Gebäude auf dem Areal wurden beschädigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Potsdamer Areal ist seit 1946 Sitz eines Zeitungsverlages, der dort bis 1990 die &amp;#039;&amp;#039;Märkische Volksstimme&amp;#039;&amp;#039; produzierte und nach Privatisierung die [[Märkische Allgemeine]] herausgibt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MAZ2020&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1945 wurde die Firma aufgelöst und 1961 endgültig aus dem Handelsregister gelöscht. Die Ar&amp;amp;nbsp;96 wurde noch bis 1949 in der Tschechoslowakei von [[Avia (Flugzeughersteller)|Avia]] und [[Letov]] hergestellt.&lt;br /&gt;
[[Datei:S-l500 arado.jpg|mini|Teilschuldverschreibung Arado Flugzeugwerke]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arado Flugzeugtypen ==&lt;br /&gt;
* [[Arado Ar 64]], Jäger (Doppeldecker)&lt;br /&gt;
* [[Arado Ar 65]], Jäger/Trainingsflugzeug (Doppeldecker – weiterentwickelte Ar 64)&lt;br /&gt;
* [[Arado Ar 66]], Trainingsflugzeug und Nacht-Jäger, Störkampf- und Nachtschlachtflugzeug&lt;br /&gt;
* [[Arado Ar 67]], Jäger (Doppeldecker, Prototyp)&lt;br /&gt;
* [[Arado Ar 68]], Jäger (Doppeldecker)&lt;br /&gt;
* [[Arado Ar 69]], Trainingsflugzeug (Doppeldecker, Prototyp), 1933&lt;br /&gt;
* [[Arado Ar 76]], Jäger (Doppeldecker) und Trainingsflugzeug&lt;br /&gt;
* [[Arado Ar 77]], Zubringerverkehrsflugzeug und Trainingsflugzeug&lt;br /&gt;
* [[Arado Ar 79]], Sport- und Reiseflugzeug, 1937&lt;br /&gt;
* [[Arado Ar 80]], Jäger (Prototyp)&lt;br /&gt;
* [[Arado Ar 81]], zweisitziger Doppeldecker (Prototyp), 1936&lt;br /&gt;
* [[Arado Ar 95]], Küstenpatrouille (Doppeldecker Wasserflugzeug)&lt;br /&gt;
* [[Arado Ar 96]], Trainingsflugzeug&lt;br /&gt;
* [[Arado Ar 195]], trägergestütztes Flugzeug mit faltbaren Tragflächen&lt;br /&gt;
* [[Arado Ar 196]], Bord-Aufklärungsflugzeug und Küstenpatrouille (Wasserflugzeug)&lt;br /&gt;
* [[Arado Ar 197]], Marine-Jäger (Doppeldecker – Abstammung vom Ar 68)&lt;br /&gt;
* [[Arado Ar 198]], Aufklärung&lt;br /&gt;
* [[Arado Ar 199]], Wasserflugzeug, Trainingsflugzeug&lt;br /&gt;
* [[Arado Ar 231]], [[U-Boot]]-Flugzeug zur Luftaufklärung mit faltbaren Tragflächen (Prototyp)&lt;br /&gt;
* [[Arado Ar 232]], Transport&lt;br /&gt;
* [[Arado Ar 233]], Wasserflugzeug (Entwurf), 1940&lt;br /&gt;
* [[Arado Ar 234]], „Blitz“ Aufklärer/Bomber (mit Strahltriebwerk)&lt;br /&gt;
* [[Arado Ar 240]], schwerer Jäger&lt;br /&gt;
* [[Arado E.340|Arado Ar 340]], Bomber&lt;br /&gt;
* [[Arado Ar 396]], Trainingsflugzeug&lt;br /&gt;
* [[Arado Ar 440]], schwerer Jäger&lt;br /&gt;
* [[Arado Ar 532]], Transport (Entwicklung abgebrochen)&lt;br /&gt;
* [[Arado E.555]], Konzept für einen Langstreckenbomber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Volker Koos: &amp;#039;&amp;#039;Arado Flugzeugwerke 1925–1945&amp;#039;&amp;#039;, Heel, Königswinter 2007, ISBN 978-3-89880-728-9.&lt;br /&gt;
* Jörg Armin Kranzhoff: &amp;#039;&amp;#039;Arado Flugzeuge – Vom Doppeldecker zum Strahlflugzeug&amp;#039;&amp;#039;, Die deutsche Luftfahrt Bd. 31, Bernard &amp;amp; Graefe Verlag, Koblenz 2001, ISBN 3-7637-6122-5&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Jörg Armin Kranzhoff|Titel=Arado. Geschichte eines Flugzeugwerks|Verlag=Aviatic|Ort=Oberhaching|Datum=1995|ISBN=3-925505-27-X}}&lt;br /&gt;
* Christian Möller: &amp;#039;&amp;#039;Die Einsätze der Nachtschlachtgruppen 1, 2 und 20 an der Westfront von September 1944 bis Mai 1945. Mit einem Überblick über Entstehung und Einsatz der Störkampf- und Nachtschlachtgruppen der deutschen Luftwaffe von 1942 bis 1944&amp;#039;&amp;#039;. Helios, Aachen 2008, ISBN 978-3-938208-67-0. (Zugl.: München, Univ. der Bundeswehr, Diss., 2007).&lt;br /&gt;
* Renate Gruber-Lieblich: &amp;#039;&amp;#039;„… und morgen war Krieg!“ – Arado Flugzeugwerke GmbH Wittenberg 1936–1945. Ein KZ-Lager entsteht.&amp;#039;&amp;#039; Projekte-Verlag, Halle 2007, ISBN 978-3-86634-312-2.&lt;br /&gt;
* Michael Bera: &amp;#039;&amp;#039;Flugzeugbau verboten! Von Fliegern, Kuttern und Kommoden. Die „Werft Warnemünde“ in eigenen Bildern 1918–1920.&amp;#039;&amp;#039; ß Verlag &amp;amp; Medien, Rostock 2011, ISBN 978-3-940835-28-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;TExtHumer</name></author>
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