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	<title>Aquarell - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Aquarell&amp;diff=43551&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Kommasetzung</title>
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		<updated>2026-01-06T16:59:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kommasetzung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:August Macke 023.jpg|mini| Aquarell &amp;#039;&amp;#039;Kairouan&amp;amp;nbsp;(III)&amp;#039;&amp;#039; von [[August Macke]]; das helle Papier und die Bleistiftskizze schimmern durch]]&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aquarell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{laS|&amp;#039;&amp;#039;aqua&amp;#039;&amp;#039;}} ‚Wasser‘) ist ein mit nicht-deckenden Wasserfarben angefertigtes [[Gemälde|Bild]]. Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aquarellfarben&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bestehen aus sehr feinen [[Pigment]]en, wasserlöslichen [[Bindemittel]]n wie [[Gummi arabicum]], [[Traganth]] oder [[Dextrine]]n, sowie Netz- und Feuchthaltemitteln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BWB&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Aquarellmalerei&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Brockhaus in Text und Bild&amp;#039;&amp;#039;, Bibliografisches Institut Mannheim, Mannheim, 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese [[Lasur|lasierenden]] Farben werden nur mit [[Wasser]] verdünnt und mit einem Pinsel auf [[Papier]], [[Pergament]] oder andere Materialien aufgetragen. Im Unterschied zur [[Gouache]] und [[Tempera]] schimmert beim Aquarell der weiße Malgrund durch die Aquarellfarben hindurch und gibt ihnen Tiefe und Leuchtkraft. Die Farbwirkung entsteht in der Regel durch das lasierende Aufeinanderlegen dünner Farbschichten oder das „nass in nass“-Arbeiten und durch die Verwendung besonders fein geriebener Pigmente. Man spricht von feindispersen Pigmenten, deren Korngröße um 1/10 000 mm liegt. Diese Pigmente sind so fein, dass sie von den Papierfasern absorbiert werden. Die Papierfaser wird gefärbt und es entsteht das „duftige“ Aussehen eines guten Aquarells. Anders als bei der Öl- oder [[Temperamalerei]], wo das Mal- oder Bindemittel die Pigmente aneinander und an die [[Grundierung]] bindet, haben hier die oben schon genannten Bindemittel nur eine Schutzfunktion, um ein Gerinnen oder Flocken der Pigmente zu verhindern. Will man weiße Flächen oder Lichter erzielen, lässt man den Papierton unberührt stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Winfried Nerdinger |Titel=Elemente künstlerischer Gestaltung |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Martin Lurz |Ort=München |Datum=1986 |ISBN=3-87501-077-9 |Seiten=195}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Duerer - Kopf eines Rehbocks.jpg|mini|Albrecht Dürer, Kopf eines Rehbocks, Aquarell 1514]]&lt;br /&gt;
Das Aquarell ist eine der ältesten Maltechniken. Schon im zweiten vorchristlichen Jahrtausend verwendeten ägyptische Künstler dieses Verfahren zur Illustration von Totenbüchern. Aus dem alten [[Ägypten]] ist bemalter [[Papyrus]] erhalten, und aus dem asiatischen Raum Bilder und [[Kalligraphie]] mit wasserlöslichen [[Tinte|Tuschen]]. In der Regel waren diese &amp;#039;&amp;#039;Wasserfarben&amp;#039;&amp;#039; „deckend“ bzw. wurden mit deckender, weißer Farbe eingedickt, so zum Beispiel in der mittelalterlichen Wandmalerei und bei der [[Miniaturmalerei]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aquarellmalerei im engeren Sinne (als Maltechnik unter Verwendung lasierender Farben) hat sich etwa seit dem 9. Jahrhundert n.&amp;amp;nbsp;Chr. kontinuierlich entwickelt. Im [[Spätmittelalter]] wurde diese Technik zunächst zum [[Kolorieren]] von Umrisszeichnungen und [[Druckgraphik|druckgraphischen]] Arbeiten verwendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst der junge [[Albrecht Dürer]] (1471–1528) erkannte die einzigartigen Möglichkeiten der Aquarellmalerei. In seinen frühen Landschaftsstudien wie im 1494/95 entstandenen &amp;quot;[[:Datei:Albrecht Dürer 105.jpg|Tal bei Kalchreuth]]&amp;quot;, zeigt er eine Höhe der Aquarelltechnik wie sie erst Jahrhunderte später in England beispielsweise durch [[William Turner]] (1775–1851) wieder erreicht wurde. Turner, der als einer der bedeutendsten Aquarellisten gilt, führte die Aquarellmalerei zu technischer Meisterschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Turner, bereits von 1777 an, arbeitete der Maler und Dichter [[William Blake]] mit Aquarelltechniken, zu einer Zeit, als diese Arbeitsweise noch nicht sehr geschätzt war.&amp;lt;ref&amp;gt;Anne Maheux: &amp;#039;&amp;#039;An Analysis of the Watercolor Technique and Materials of William Blake&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Blake.An Illustrated Quarterly&amp;#039;&amp;#039;, Vol. 17 / 4, 1984, S. 125–129.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Illustrationen zu [[Dante Alighieri|Dantes]] [[Göttliche Komödie|Göttlicher Komödie]], 1824 bis 1827, zeigten ihn auf der Höhe seiner Kunstfertigkeiten.&amp;lt;ref&amp;gt;William Vaughan: &amp;#039;&amp;#039;William Blake&amp;#039;&amp;#039;, London, 1999, 2008, Tate Publishing, S. 70.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als im Laufe des 19. Jahrhunderts die Freiluftmalerei an Bedeutung gewann, setzte eine breite Wiederentdeckung des Malens mit wasserlöslichen Farben ein. In England förderten &amp;#039;&amp;#039;Water Colour Societies&amp;#039;&amp;#039; den Einsatz dieser Maltechnik. Zahlreiche [[Liste von Malern|Maler]] wie [[Eugène Delacroix]], [[Paul Cézanne]], [[Emil Nolde]] und [[Christian Modersohn]] schufen Aquarelle als eigenständige Kunstwerke. Zu den interessantesten Arbeiten, die die Breite der technischen Möglichkeiten der Aquarellmalerei widerspiegeln und &amp;quot;die einen Gipfel der europäischen Malerei darstellen&amp;quot; ([[Günter Busch (Kunsthistoriker)|Günter Busch]]), zählen die Aquarelle von [[August Macke|August Macke (1887–1914)]], die er auf seiner Tunis-Reise 1914 malte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Maria Sibylla Merian]], die für ihre Arbeiten auch die Technik des Aquarellierens verwendete, war einmal der [[Deutsche Mark|500-DM-Schein]] gewidmet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlagen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dolceacqua43 - Artista locale mentre dipinge un acquarello.jpg|mini|Typischerweise werden die Aquarellfarben mit einem runden [[Pinsel]] auf [[Aquarellpapier]] aufgetragen]]&lt;br /&gt;
In der Aquarellmalerei kommen zahlreiche Techniken zum Einsatz, deren Bezeichnungen aber uneinheitlich sind. In der Regel sind es Variationen zweier Grundtechniken: Lasieren und Lavieren. Ihnen liegt wiederum ein bestimmter Umgang mit Malgrund, Pinsel und Farbe zugrunde. Aus ihnen entsteht bei allen Unterschieden im Detail das Charakteristische eines Aquarells.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Malgrund ===&lt;br /&gt;
Der am häufigsten verwendete Malgrund ist [[Papier]]. Mit der raschen Entwicklung der Papierfabrikation im 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert war eine der entscheidenden Voraussetzungen geschaffen, dass sich die Aquarellmalerei als eigenständige Kunstform überhaupt entwickeln konnte. Heute übliche Aquarellpapiere gehen auf englische Papiere des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts zurück. Das zum Aquarellieren geeignete Papier muss saugfähig, mit einer rauen Textur versehen und dennoch glatt genug sein, dass sich die im Wasser gelösten Farbpigmente gleichmäßig verteilen und anhaften können. Das sind in der Regel speziell für die Aquarellmalerei entwickelte und produzierte Papiere, auf denen sich optimale Ergebnisse erzielen lassen. [[Aquarellpapier]]e sind in unterschiedlichen Größen, Qualitäten, Oberflächen (matt, rau satiniert), Gewichten, auch einzeln oder als Block erhältlich. Alternativ können zuvor mit einer entsprechenden Grundierung vorbehandelte [[Keilrahmen]] oder [[Karton (Werkstoff)|Malpappen]] für die Aquarellmalerei verwendet werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das übliche Papiergewicht liegt zwischen 180 und 400 Gramm. Neben industriell gefertigtem Papier kommt auch handgeschöpftes Papier, [[Büttenpapier]] und [[Japanpapier]] in Betracht. Seltener sind textile Malgründe wie [[Seide]] oder [[Leinwand]]. Aquarellartige Bilder auf nicht saugendem Untergrund verlangen den Einsatz alternativer Farben (zum Beispiel Acryl) oder besonderer Haft- und Bindemittel. Eine Variante zu den üblichen Malgründen sind reliefartige Untergründe, die mit Hilfe von Strukturpasten hergestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein traditioneller Hersteller von Malgründen für Aquarelle in Deutschland ist der Papierhersteller [[Hahnemühle]]. Die Aquarellpapiere werden seit 1584 in unterschiedlichen Grammaturen und Oberflächenstrukturen hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pinselführung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Brooklyn Museum - White Ships - John Singer Sargent.jpg|mini|Deutlich sichtbar die lasierenden Pinselstriche in dem Aquarell &amp;#039;&amp;#039;White Ships&amp;#039;&amp;#039; von [[John Singer Sargent]], 1908]]&lt;br /&gt;
Gemalt wird normalerweise mit einem [[Pinsel]], der in unterschiedlicher Weise über das Papier geführt wird (variable Linienstärken, Tupfer, Drehungen). Als natürliches Material haben sich Pinsel aus [[Rotmarderpinsel|Rotmarderhaar]] bewährt, weil sie trotz hoher Elastizität in Form bleiben (dünne Spitze), viel Farbe aufnehmen und leicht wieder abgeben können. Inzwischen sind Aquarellpinsel aus dünnen synthetischen Fasern hinzugekommen. Neben diesen Haarpinseln mit feiner Spitze kommen auch gefächerte Haarpinsel für das großflächige Arbeiten sowie Borstenpinsel zum Einsatz. Auch ein [[Schwämme|Naturschwamm]] – in der Regel zum Anfeuchten des Papiers verwendet – kann zum flächigen Malen wie zum Verwaschen verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtigste Pinselbewegung ist der &amp;#039;&amp;#039;Pinselstrich&amp;#039;&amp;#039;, also das Malen mit dem Pinsel. Auch wenn das flächige Malen typisch ist für die Aquarellmalerei, können Aquarelle nur aus Pinselstrichen bestehen. Man spricht in diesem Fall von einer &amp;#039;&amp;#039;Pinselzeichnung&amp;#039;&amp;#039;. Die Pinselzeichnung selbst bildet bereits einen Vorläufer der modernen Aquarellmalerei, und zwar als monochrome Zeichnung mit verdünnter Tusche. Mit Aquarellfarben gezeichnet, verlangt das Bild ein schnelles, improvisierendes Arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird die Farbe mit viel Flüssigkeit auf das Papier gebracht, verteilt sich die Farbe gleichmäßig auf dem Papier, wobei sich in den kleinen Versenkungen mehr Farbe sammeln kann als auf den Erhöhungen der feinen Papiertextur. Dadurch entsteht der typische Aquarelleindruck. Wird dagegen der Pinsel mit wenig Wasser schnell über das Papier geführt, bleibt die Farbe nur auf den erhöhten Stellen liegen. In diesem Fall spricht man von &amp;#039;&amp;#039;[[Granulieren]]&amp;#039;&amp;#039;. Wird die Farbe mit einem feinen Pinsel auf das Papier getupft, spricht man vom &amp;#039;&amp;#039;Punktieren&amp;#039;&amp;#039;, eine Technik, die dem [[Pointillismus]] seinen Namen gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einsatz von Farbe ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Watercolours.jpg|mini|Aquarellmalkasten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Verwendung eines Haarpinsels.gif|mini|Verwendung eines [[Haarpinsel]]s zum Farbauftrag in der Aquarellmalerei]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von großer Bedeutung für die Aquarellmalerei ist die Arbeit mit den [[Grundfarbe|Primärfarben]]. Zwar gibt es eine große Auswahl an Farben fertig gemischt in [[Tiegel (Gefäß)|Näpfen]] und [[Tube (Behälter)|Tuben]] zu kaufen, Puristen in der Aquarellmalerei mischen aber jede benötigte Farbe gemäß den Regeln der [[Farblehre]] selbst. Bevorzugt wird dabei die Mischung der Farben durch das Lasieren, also das schichtweise Übermalen. Zwar lassen sich die Farben auch im Wasser mischen, doch nimmt diese Methode den Aquarellfarben ihren typischen, strahlenden Glanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Bildgestaltung]] wird im Allgemeinen mit zarten und hellen Farbtönen begonnen und zu dunkleren Farben hin gearbeitet. Dies ergibt sich ganz einfach aus der Tatsache, dass, anders als bei anderen Maltechniken, die Möglichkeit einer nachträglichen Aufhellung der Farben nur bedingt besteht. Unsaubere Farbtöne können beim Auswaschen der zu dunkel geratenen Farbe entstehen und eine schädliche Aufrauung des Untergrunds bei dem Versuch der Korrektur auftreten. Der Malgrund wird mit in die [[Komposition (Bildende Kunst)|Komposition]] einbezogen, teils durchscheinend, teils aber auch unverändert stehen bleibend. Dieses Freilassen des Untergrunds ist typisch für die Aquarellmalerei und führt, in Verbindung mit angrenzenden dunklen Flächen, zu beeindruckenden Lichteffekten. Die Farbe kann mit viel Wasser und sehr dünn aufgetragen oder umgekehrt mit wenig Wasser aufgetragen werden ([[Granulieren|Granuliertechnik]]). Oft wird Farbe in den vorher angefeuchteten Untergrund oder in noch feuchte farbige Bildpartien gesetzt, so dass Farben ineinander verlaufen und dabei die für diese Malweise charakteristischen Strukturen entstehen. Dadurch werden unterschiedliche Effekte mit verschiedenen Bildwirkungen erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundtechniken ==&lt;br /&gt;
=== Lasieren ===&lt;br /&gt;
Die wichtigste Grundtechnik der Aquarellmalerei ist die [[Lasur]]; ihre Anwendung legt sich schon durch den Einsatz der speziellen, „lasierenden“ Farben nahe. Beim &amp;#039;&amp;#039;Lasieren&amp;#039;&amp;#039; wird die stark mit Wasser verdünnte Farbe auf den trockenen Malgrund aufgetragen. Die Farbe trocknet durch den dünnen Auftrag sehr schnell und lässt sich nach dem Trocknen mit weiteren Farbschichten übermalen. Wird immer der gleiche Farbton verwendet, entstehen so dunklere und hellere Bereiche. Die Lasur kann sowohl eine farbsteigernde als auch eine farbdämpfende Wirkung haben. Bei unterschiedlichen Farben entstehen durch die verschiedenen Lasuren neue Farbtöne. Die Farbschichten lassen sich über- und nebeneinander anlegen. Die Lasurtechnik zeichnet sich durch scharfe Ränder aus und verlangt eine hohe Präzision und genaue Kenntnis der Wirkung verschiedener Farbtechniken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lavieren ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bluball, by Hartmut Josi Bennöhr.jpg|mini|220px|Laviertechniken in einem Aquarell (Ausschnitt)]]&lt;br /&gt;
Die zweite Grundtechnik ist die [[Lavierung]]. Darunter fällt zunächst die &amp;#039;&amp;#039;Verlauftechnik&amp;#039;&amp;#039;, zum weiteren die &amp;#039;&amp;#039;[[Nass-in-Nass-Technik]]&amp;#039;&amp;#039;. Umstritten ist, ob es sich bei diesen Techniken um Varianten der Lavierung handelt oder um zwei eigenständige Techniken. Von der Antwort auf diese Frage hängt es ab, ob man beim Aquarellieren von zwei oder von drei Grundtechniken spricht. Hier werden beide Techniken als Varianten des Lavierens verstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verlauftechnik ====&lt;br /&gt;
Unumstritten ist, dass die Verlauftechnik eine Lavierung (von [[Latein|lat.]] &amp;#039;&amp;#039;lavare&amp;#039;&amp;#039; „[ver]waschen“) im engeren Sinne ist. Bei der &amp;#039;&amp;#039;Verlauftechnik&amp;#039;&amp;#039; wird eine Farbe so auf den Malgrund aufgetragen, dass sie gleichmäßig immer blasser wird oder langsam in einen anderen Farbton übergeht. Dazu wird zunächst Farbe auf den Malgrund aufgetragen und dann mit einem ausgewaschenen und mit klarem Wasser angefeuchteten Pinsel gleichmäßig auslaufend auf dem Malgrund verteilt. In der Regel wird der Malgrund trocken sein, aber einen stärkeren – allerdings auch unkontrollierbareren – Effekt erreicht man auf einem angefeuchteten Malgrund. Hier ist dann der Übergang zur Nass-in-Nass-Technik erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nass-in-Nass-Technik ====&lt;br /&gt;
[[Datei:August Macke 013.jpg|mini|hochkant=0.8|Das &amp;#039;&amp;#039;[[Gartentor (Macke)|Gartentor]]&amp;#039;&amp;#039; von [[August Macke]] ist weitgehend in Nass-in -Nass-Technik ausgeführt]]&lt;br /&gt;
Bei der &amp;#039;&amp;#039;[[Nass-in-Nass-Technik]]&amp;#039;&amp;#039; wird auf dem feuchten Malgrund oder in eine noch feuchte Farbe hineingemalt, wodurch die Farben ver- bzw. ineinanderlaufen. Diese Technik gibt es nicht nur beim Aquarell, sondern auch bei anderen Maltechniken. Einige Aquarellisten lehnen den Einsatz der Nass-in-Nass-Technik ab, weil sie nur wenig [[Kontrolle|kontrollierbar]] ist. Andere sehen in dieser Technik eine meisterhafte Beherrschung des Umgangs mit Malgrund, Farbe und Pinsel. Gerade durch die Lockerung der Kontrolle über den Farbverlauf und durch das Spielen mit dem Fluss der Farben kommt es zu Effekten, die für die Nass-in-Nass-Technik charakteristisch sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Techniken ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Hugo Simberg Garden of Death.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;[[Im Garten des Todes]]&amp;#039;&amp;#039;, Aquarell und Gouache, [[Hugo Simberg]], 1896]]&lt;br /&gt;
Weitere Techniken sind entweder Varianten der Grundtechniken oder kombinierende Techniken. Die moderne Aquarellmalerei kombiniert unterschiedliche Techniken miteinander. Neben reinen Aquarellmethoden kommen Prinzipien der [[Zeichnung (Kunst)|Zeichnung]], der [[Kalligraphie]] sowie der Einsatz deckender Farben, vor allem [[Gouache]], aber auch [[Acrylfarbe|Acryl]], hinzu.&lt;br /&gt;
* Von größerer Bedeutung sind die ursprünglichen [[Korrektur]]methoden des &amp;#039;&amp;#039;Farbe-Abhebens&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Farbe-Abschabens&amp;#039;&amp;#039;. Gemeinhin gilt die Aquarellmalerei als unkorrigierbar. Durch die lasierenden Farben sind korrigierende Eingriffe wie das Übermalen nicht möglich, ohne den Aquarellcharakter zu zerstören. Begrenzt lässt sich Farbe aber entweder durch späteres Anfeuchten und Abheben mit einem Schwamm oder Tuch oder durch Abschaben der trockenen Farbe erreichen. Beide Techniken lassen sich auch gezielt zur Bildgestaltung einsetzen.&lt;br /&gt;
* Der weiße Untergrund wird oft bewusst stehen gelassen. Wo dies durch die Pinselführung nicht möglich ist, kann ein vorübergehendes oder permanentes &amp;#039;&amp;#039;Abdecken&amp;#039;&amp;#039; des Papiers mit Klebestreifen, [[Rubbelkrepp]] oder [[Wachs]] ein freies Arbeiten mit dem Pinsel ermöglichen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Farbkleckse&amp;#039;&amp;#039; oder das &amp;#039;&amp;#039;Aufsprenkeln von Farbe&amp;#039;&amp;#039; tragen stark zu einem leichten, improvisierten Eindruck bei. Das Aufsprenkeln von Farbe, gegebenenfalls über teilweise abgedecktem Papier, kann zur Textur von Flächen verwendet werden.&lt;br /&gt;
* Aquarell und &amp;#039;&amp;#039;Zeichnung&amp;#039;&amp;#039; sind bereits historisch eng miteinander verwandt. Bei der monochromen Pinselzeichnung kommen bereits zahlreiche Aquarelltechniken zum Einsatz oder werden Zeichnungen und Aquarell miteinander kombiniert, zum Beispiel indem die Bleistift- oder Kohle[[skizze]] bewusst durch das Aquarell hindurch scheint. Nach Abschluss der Aquarellarbeiten kann die Zeichnung mit Tusche ergänzt werden. Eine klassische Form ist das Übermalen einer monochromen Pinselskizze mit Aquarellfarben (&amp;#039;&amp;#039;Untermalung&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* Die Kombination von Aquarell mit &amp;#039;&amp;#039;[[Pastellfarbe]]n&amp;#039;&amp;#039; hat eine kontrastive Wirkung und erlaubt Schraffuren, aufgesetzte Helligkeiten und Akzente.&lt;br /&gt;
* Für grafische Linien und akzentuierende Bildelemente im Aquarellbild können &amp;#039;&amp;#039;Aquarellstifte&amp;#039;&amp;#039; eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
* Die &amp;#039;&amp;#039;Raspeltechnik&amp;#039;&amp;#039;, bei der mit Hilfe von Schmirgelpapier Pigment einer Aquarellstiftmine auf das noch feuchte Aquarellbild zur Hintergrundgestaltung und Farbnuancierung aufgestreut wird.&lt;br /&gt;
* Einen ungewöhnlichen Oberflächeneffekt erzielt die Technik &amp;#039;&amp;#039;Aquarell auf Leinwand&amp;#039;&amp;#039;. Die Aquarellfarbe wird dabei pastos oder lasierend auf die mit Aqua-Grund behandelte Leinwand aufgetragen.&lt;br /&gt;
* Aquarellfarbe kann beim Auftrag mit verschiedenen Mitteln vermischt werden: Gummi arabicum macht die Farbe pastoser und sorgt für einen feinen Glanzeffekt der Farbe; [[Ochsengalle]] und [[Glycerin]] werden verwendet, um die Farbtrocknung zu verzögern (Glycerin ist in kleiner Menge immer schon in Aquarellfarbe enthalten); Alkohol beschleunigt die Trocknung und sorgt für eine Betonung des Pinselstrichs.&lt;br /&gt;
* Durch Auftragen von Salz auf noch feuchte Farbe können interessante Effekte erzielt werden, beispielsweise die Darstellung von Schnee.&lt;br /&gt;
* Die Granuliertechnik wird nur ganz gezielt eingesetzt, um beispielsweise Mauern oder Wasseroberflächen zu malen. Dafür sollte ein stark strukturiertes Aquarellpapier verwendet werden. Bei dieser Technik wird der Pinsel mit der entsprechenden Farbe getränkt, anschließend wird er flach und mit wenig Druck über das Papier gezogen. Somit wird die Farbe nur auf den erhabenen Stellen des Papiers aufgetragen, die tieferen Bereiche bleiben weiß.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://malen-lernen.org/aquarell-malen-anleitung-aquarellmalerei/ |titel=Granulieren |werk= |hrsg= |datum= |abruf=2019-07-28 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Aquarellfarben können auch zusammen mit Acrylfarben (sog. [[Mixed Media]]) eingesetzt werden, die dann eine deckende Übermalung der getrockneten Aquarellfarben ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aquarelldruck ==&lt;br /&gt;
[[Aquarelldruck]] ist ein Druckverfahren zur Nachahmung von Aquarellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hersteller von Aquarellfarben ==&lt;br /&gt;
[[Schmincke (Unternehmen)|Schmincke]] ist in Deutschland einer der Hersteller eines umfangreichen Sortiments für hochwertige Aquarellfarben. Das 1881 gegründete Unternehmen mit Sitz in [[Erkrath]] gehört zu den führenden Unternehmen im Markt für lichtechte Farben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kremer Pigmente]] ist mit seiner Farbmühle ein seit 1977 in Süddeutschland angesiedeltes Unternehmen, das historische Aquarellfarben produziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Liste englischer Termini ==&lt;br /&gt;
Im Deutschen werden klassische Aquarelltechniken oft unterschiedlich bezeichnet. Manchmal werden zur eindeutigen Terminierung die englischen Ausdrücke dazu geschrieben. Wichtige Ausdrücke sind:&lt;br /&gt;
* Aquarell – &amp;#039;&amp;#039;watercolour&amp;#039;&amp;#039; ([[Britisches Englisch|BE]]), &amp;#039;&amp;#039;watercolor&amp;#039;&amp;#039; ([[Amerikanisches Englisch|AE]])&lt;br /&gt;
* Farbe abheben – &amp;#039;&amp;#039;lifting off&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Lasieren – &amp;#039;&amp;#039;glazing&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Lavieren – &amp;#039;&amp;#039;washes&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Nass-in-Nass – &amp;#039;&amp;#039;wet-in-wet&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Nass-auf-Trocken – &amp;#039;&amp;#039;wet-on-dry&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Trockenbürsten#Der trockene Pinsel|Trockener Pinsel]] – &amp;#039;&amp;#039;drybrush&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Nikolaus von der Assen: &amp;#039;&amp;#039;Als die Farbe ins Wasser fiel.&amp;#039;&amp;#039; 1. Auflage. ars momentum-kunstverlag, Witten 2012, ISBN 978-3-938193-72-3.&lt;br /&gt;
* Brian Bagnall, Astrid Hille: &amp;#039;&amp;#039;Das große Buch der Aquarellmalerei.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Urania-Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-332-01379-3.&lt;br /&gt;
* Simon Fletcher: &amp;#039;&amp;#039;Faszination Aquarell. Landschaften aus Licht und Farbe.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Die Kunst-Akademie&amp;#039;&amp;#039;). Englisch, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-8241-1376-7.&lt;br /&gt;
* Hazel Harrison: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Aquarellmalerei. Kreatives Gestalten mit Aquarell-, Gouache- und Acrylfarben.&amp;#039;&amp;#039; Taschen-Verlag, Köln 1998, ISBN 3-8228-7617-8.&lt;br /&gt;
* [[Ekkehardt Hofmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Workshop Aquarell. Motiv und Komposition.&amp;#039;&amp;#039; Englisch, Wiesbaden 2004, ISBN 3-8241-1318-X.&lt;br /&gt;
* [[Christina Jehne]]: &amp;#039;&amp;#039;Aquarellmalerei. Unkonventionelle Techniken.&amp;#039;&amp;#039; Englisch, Wiesbaden 2005, ISBN 3-8241-1335-X.&lt;br /&gt;
* [[Walter Koschatzky]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunst des Aquarells. Technik, Geschichte, Meisterwerke&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;dtv&amp;#039;&amp;#039; 30743). Im Text ungekürzte Ausgabe, 5. Auflage. Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 1999, ISBN 3-423-30743-9.&lt;br /&gt;
* Martin Lutz: &amp;#039;&amp;#039;Meisterschule Aquarellmalerei. Der Weg zum eigenen Stil. Bildkomposition, Technik, Methode.&amp;#039;&amp;#039; Knaur, München 2003, ISBN 3-426-66955-2.&lt;br /&gt;
* Andreas Mattern: &amp;#039;&amp;#039;Faszinierende Stadtansichten aquarellieren.&amp;#039;&amp;#039; Edition Michael Fischer, Igling 2010, ISBN 978-3-939817-67-3.&lt;br /&gt;
* Jenny Rodwell: &amp;#039;&amp;#039;DuMont’s grosses Handbuch der Aquarellmalerei. Aquarell, Gouache, Tuschen, Farbstifte, Mischtechniken, Geschichte, Materialien, Techniken, Beispiele.&amp;#039;&amp;#039; DuMont, Köln 1990, ISBN 3-7701-2261-5.&lt;br /&gt;
* Claude Henri Watelet u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Der Isabey für Dilettanten. Oder elementarer Unterricht in der Aquarell- und Miniaturmalerei.&amp;#039;&amp;#039; Gropius, Berlin 1840 ([http://www.digibib.tu-bs.de/?docid=00000427 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* [[Kurt Wehlte]]: &amp;#039;&amp;#039;Malen mit Wasserfarben. Eine einfache Anleitung für Anfänger beim Gebrauch von Aquarell- und Deckfarben.&amp;#039;&amp;#039; 13. Auflage. Otto Maier, Ravensburg 1981, ISBN 3-473-48009-6.&lt;br /&gt;
* Kurt Wehlte: &amp;#039;&amp;#039;Werkstoffe und Techniken der Malerei.&amp;#039;&amp;#039; Überarbeitete Auflage. Seemann, Leipzig 2001, ISBN 3-363-00769-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Aquarellfarbe}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Watercolor paintings|Aquarell}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4002511-1}}&lt;br /&gt;
* [http://www.kunstkurs-online.de/Seiten/aquarell/aquarellmalerei.php Grundlagen der Aquarellmalerei]&lt;br /&gt;
* [http://www.kleinsassen.de/gal-1999/aqua09.php Einführung in die Geschichte und Technik des Aquarells]&lt;br /&gt;
* [http://www.aquarellwelt.de/aquarellfarbe.html Aquarellgrundfarben]&lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-aquarell-gesellschaft.de DAG/GWS Deutsche Aquarellgesellschaft/German Watercolour Society e.&amp;amp;nbsp;V.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesprochener Artikel&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aquarellmalerei| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maltechnik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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