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	<title>Aquae Granni - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T03:40:13Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Aquae_Granni&amp;diff=1711296&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo</title>
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		<updated>2024-08-05T11:51:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:RömerArkadenAachen.jpg|mini|Aachen, Hof]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Aachen roemischer portikus hof.JPG|mini|Kopie einer römischen Arkadenreihe]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aquae Granni&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die seit dem [[Mittelalter]] tradierte Bezeichnung für das römische [[Aachen]]. Unter einer Reihe weiterer Variationen dieses Namens – beispielsweise &amp;#039;&amp;#039;Aquisgranum&amp;#039;&amp;#039; – konnte sich diese Schreibweise in der [[Wissenschaftliche Publikation|fachwissenschaftlichen Literatur]] durchsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Der lateinische Name &amp;#039;&amp;#039;Aquis Granni&amp;#039;&amp;#039; ist erst seit dem [[Frühmittelalter]] bekannt. Im Jahre 765 wird unter dem [[Franken (Volk)|Frankenkönig]] [[Pippin der Jüngere]] erstmals der Name &amp;#039;&amp;#039;Aquis&amp;#039;&amp;#039; („bei den Wassern“) für das heutige Aachen genannt. Sein Sohn [[Karl der Große]] feierte hier im Jahr 768 in der &amp;#039;&amp;#039;Villa Aquis&amp;#039;&amp;#039; das Weihnachtsfest.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernst Günther Grimme]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Dom zu Aachen.&amp;#039;&amp;#039; Einhard-Verlag, Aachen 2000, ISBN 3-930701-75-8. S. 11–49.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Name hat seinen Ursprung in den zahlreichen [[Aachener Thermalquellen]] an diesem Ort. Als Badeort und wegen der heißen Quellen, die in [[Thermen]] gefasst waren, war die Gegend schon bei den [[Römische Legion|römischen Legionären]] sehr beliebt. Der Namenszusatz &amp;#039;&amp;#039;Granni&amp;#039;&amp;#039; geht auf den keltischen Wasser- und Bädergott [[Grannus]] zurück; Quellen aus der [[Antike]] zur Verwendung des Begriffes während der Römerzeit liegen nicht vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut [[Albrecht Mann (Bauhistoriker)|Albrecht Mann]], der seiner Deutung den Namen &amp;#039;&amp;#039;Aquisgrani&amp;#039;&amp;#039; zu Grunde legt, könnte &amp;#039;&amp;#039;granum&amp;#039;&amp;#039; die Bedeutung „Korn“ haben und folglich auf Aachen als Kornkammer des von Karl beherrschten Reichs weisen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://stadtgeschichte.isl.rwth-aachen.de/w/images/9/9c/Albrecht_mann%2C_vicus_aquensis%2C_na.pdf Albrecht Mann: &amp;#039;&amp;#039;Vicus Aquensis.&amp;#039;&amp;#039; Aachen 1984, S. 8.] (PDF; 1,2&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besiedlung ==&lt;br /&gt;
Die als &amp;#039;&amp;#039;[[vicus]]&amp;#039;&amp;#039; anzusprechende Siedlung lag zwischen dem [[Johannisbach (Aachen)|Johannis-]] und dem [[Paunell]]bach. Dieses Gebiet ist aufgrund seiner [[Geomorphologie]] mit Höhenunterschieden von bis zu 100&amp;amp;nbsp;Meter nicht als siedlungsgünstiger Raum zu werten. Dessen ungeachtet wurde es schon früh bewohnt. Erste Spuren weisen ins Ende des 1. Jahrhunderts v. Chr. Der Grund ist in den heißen [[Thermalquelle]]n zu sehen, die aus dem am östlichen Rand des &amp;#039;&amp;#039;vicus&amp;#039;&amp;#039; liegenden Höhenzug austreten. Das bis zu 75 Grad heiße, leicht schwefelhaltige Wasser führt gelöste Mineralien aus dem [[Devon (Geologie)|devonischen]] Kalkgestein und anderen Nebengesteinen mit sich. Eine in 15&amp;amp;nbsp;km Entfernung liegende [[Augustus|frühaugusteische]] Überlandstraße von [[Bavai]] über [[Tongern]], [[Heerlen]], [[Jülich]] nach [[Köln]] erschloss das Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon früh konnten bei archäologischen Grabungen ebenfalls augusteische Siedlungsbefunde entdeckt werden. 1927 fand der Aachener Museumskustos [[Otto Eugen Mayer]] an der Ostseite des Marktplatzes frühe römische Keramik. Weitere Ausgrabungen zeigten, dass der heutige Marktbereich in römischer Zeit mittels holzausgesteifter Kanäle trockengelegt worden war. Darüber errichteten die Römer auf Pfahlroste hoch gelegte Schwellbalkenhäuser ([[Streifenhaus (römisch)|Streifenhäuser]]). Die Schwellbalken, Dielenböden und aufgehenden Wände konnten [[Dendrochronologie|dendrochronologisch]] mit einem Fälldatum von 2. Jahrhundert v. Chr. datiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Siedlungskontinuität ist bis in das 4. Jahrhundert nachgewiesen. Analog zu anderen römischen Siedlungen im Rheinland wurde dann der Siedlungsbereich verkleinert und mit einer Wehrmauer von 2,50&amp;amp;nbsp;m Breite umzogen. Deren Rundtürme mit einem Durchmesser von 6,50&amp;amp;nbsp;m waren im Bereich des Rathauses/Marienturm nachzuweisen. Zwischen 350 und 360 wurde das Bad an der Kaiserquelle zerstört und aufgegeben. In die Thermenanlage unter dem Münster wurde eine [[Apsis]] eingebaut und die Anlage wurde zu einer christlichen Kirche umfunktioniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Thermen ==&lt;br /&gt;
Die Siedlung wurde im Verlauf des 1. Jahrhunderts zum Teil in einen Kurort für die [[Germania inferior|niedergermanischen]] Truppen ausgebaut. So weisen zum Beispiel die Münsterthermen die typische Raumanordnung eines &amp;#039;&amp;#039;[[valetudinarium]]&amp;#039;&amp;#039;, eines römischen Krankenhauses, auf. Im Quellbereich wurden zunächst die Bewaldung gerodet und zwei mit Ton abgedichtete Bäder angelegt, in denen sich das Thermalwasser sammeln konnte. Die auf dem Büchel errichteten Fachwerkbauten des zu der Anlage gehörenden Hofes wurden mit Holz errichtet, das im Jahr 38 n. Chr. gefällt wurde. In diesem Zeitrahmen entstanden auch Töpfereien und Glasbläsereien am Rande der Siedlung im Bereich der heutigen Minoriten- und Großkölnstraße, was auf eine ausgebaute Infrastruktur und rege Siedlungsaktivität hindeutet. In einer zweiten Ausbauphase wurden dann die Büchelthermen von der [[Legio VI Victrix]] aus [[Neuss]], die um 100 n. Chr. in [[Xanten]] stationiert wurde, in Stein ausgebaut. Hinzu kam eine Wasserleitung, die bis nach [[Burtscheid]] führte. Die Leitung wurde mit Ziegeln abgedeckt, deren [[Ziegelstempel]] &amp;#039;&amp;#039;VI VIC P F&amp;#039;&amp;#039; auf die VI. Legion hinweisen. Spätestens nach dem [[Bataveraufstand]] 69/70 wird auch die Bewachung der Thermen zu den Aufgaben der Legion gehört haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultbezirk ==&lt;br /&gt;
Gegen Ende des 2./Beginn des 3. Jahrhunderts wurden die Thermen am Hof abgerissen und ein Kultplatz angelegt. Im Zuge dessen wurde die Bücheltherme vergrößert und an den 3000&amp;amp;nbsp;m² großen Kultbezirk angepasst. Der Eingang des Kultbezirkes war von einer 7,10&amp;amp;nbsp;m hohen &amp;#039;&amp;#039;[[porticus]]&amp;#039;&amp;#039; geschmückt, die auf einem zweistufigen [[Stylobat]] stand. Das Stylobat wurde teilweise archäologisch ergraben und am Standort rekonstruiert. Zum Dekor gehörten korinthische Blattkapitelle mit einer profilierten [[Archivolte]] sowie Pflanzen- und Schildreliefs im Stil kleinasiatischer Baukunst. Dagegen sprechen die Kapitelle mit wiegenförmigen [[Hüllblatt]]-Kelchen für eine lokale Anfertigung. Aufgrund stilistischer Merkmale wird die &amp;#039;&amp;#039;porticus&amp;#039;&amp;#039; in das Ende des 2. / Anfang des 3. Jahrhunderts datiert. Zwischen den 3,50&amp;amp;nbsp;m breiten Säulenstellungen öffneten sich Ladenlokale zur [[Foyer|Wandelhalle]] hin. In diesen Lokalen konnten die Händler, Pilger und Badegäste Devotionalien u.&amp;amp;nbsp;ä. erwerben. [[Archäobotanik|Archäobotanisch]] konnte für das 1. und 2. Jahrhundert n. Chr. ein variantenreiches Vegetationsbild festgestellt werden. Darunter luxuriöse Nahrungsimporte wie Oliven, Feigen und Wein zur Bewirtung der Pilger und Badegäste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin wurden im Kultbezirk bei Grabungen 1967/68 die Fundamente von zwei [[Gallo-römischer Umgangstempel|gallo-römischen Umgangstempeln]] entdeckt. Der kleinere Tempel A maß 12 × 10,43&amp;amp;nbsp;m, seine Cella 3,53 × 4,73 und war wie der mit 15 × 13&amp;amp;nbsp;m größere Tempel B klassisch gen Osten orientiert. Die Eingänge waren von Pfeilern flankiert, was auf eine gegliederte Ordnung schließen lässt. Über eine Treppe gelangte man direkt in das davor liegende, gemauerte und verputzte Quellbecken, das durch eine Tonnendecke überwölbt war. Welcher Gottheit die Tempel zugewiesen wurden, ist unklar, da keine Weihinschriften gefunden wurden. Der Fund einer Statuenbasis mit einem fragmentarisch erhaltenen Baumstamm, um den sich eine Schlange windet, und die Namensgebung des Ortes lassen darauf schließen, dass hier das Zentralheiligtum des Heilgottes stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Denkmalschutz ==&lt;br /&gt;
Der Bereich des &amp;#039;&amp;#039;vicus&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Bodendenkmal]] nach dem [[Denkmalschutzgesetz (Nordrhein-Westfalen)|Gesetz zum Schutz und zur Pflege der Denkmäler im Lande Nordrhein-Westfalen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{RE|II,1|300||Aquae Grani (Granni)|[[Maximilian Ihm]]|RE:Aqua, Aquae 44}}&lt;br /&gt;
* [[Heinz Cüppers]] u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Aquae Granni. Beiträge zur Archäologie von Aachen.&amp;#039;&amp;#039; Rheinland-Verlag, Köln 1982, ISBN 3-7927-0313-0 (&amp;#039;&amp;#039;Rheinische Ausgrabungen&amp;#039;&amp;#039;, Band 22).&lt;br /&gt;
* [[Heinz Günter Horn]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Römer in Nordrhein-Westfalen&amp;#039;&amp;#039;. Theiss, Stuttgart, 1987, ISBN 3-8062-0312-1.&lt;br /&gt;
* Dorothee Strauch: &amp;#039;&amp;#039;Römische Fundstellen in Aachen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift des Aachener Geschichtsvereins&amp;#039;&amp;#039; 100, 1995/96, S. 7–128.&lt;br /&gt;
* Christoph Keller: &amp;#039;&amp;#039;Archäologische Forschungen in Aachen. Katalog der Fundstellen in der Innenstadt und in Burtscheid.&amp;#039;&amp;#039; von Zabern, Mainz 2004 (&amp;#039;&amp;#039;Rheinische Ausgrabungen&amp;#039;&amp;#039;, Band 55).&lt;br /&gt;
* Peter Rothenhöfer: &amp;#039;&amp;#039;Die Wirtschaftsstrukturen im südlichen Niedergermanien. Untersuchungen zur Entwicklung eines Wirtschaftsraumes an der Peripherie des Imperium Romanum.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Marie Leidorf, Rahden/Westfalen 2005, ISBN 3-89646-135-4 (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kölner Studien zur Archäologie der römischen Provinzen]].&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;7).&lt;br /&gt;
* Raban Haehling und Andreas Schaub (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Römisches Aachen. Archäologisch-historische Aspekte zu Aachen und der Euregio&amp;#039;&amp;#039;. Schnell &amp;amp; Steiner, Regensburg 2012, ISBN 978-3-7954-2598-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Aquisgranum}}&lt;br /&gt;
* [http://www.archaeologie-aachen.de/DE/Home/index.html Archäologie in Aachen. Seite der Stadtarchäologie Aachen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=50.775550104554206|EW=6.0816192626953125|type=city|region=DE-NW}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Aachen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Nordrhein-Westfalen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römischer Vicus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germania inferior]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bodendenkmal in Aachen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gallorömischer Tempelbezirk]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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