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	<title>Apposition - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T04:50:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Apposition&amp;diff=66621&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Alazon: /* Abgrenzungen */ Absatzeinteilung</title>
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		<updated>2026-04-30T10:01:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Abgrenzungen: &lt;/span&gt; Absatzeinteilung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Apposition&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{laS|appositio}} „das Hinsetzen, der Zusatz“) oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Beisatz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird in der deutschen [[Grammatik]] ein Untertyp von [[Attribut (Grammatik)|Attributen]]&amp;lt;ref&amp;gt;Dudengrammatik 2009, S.&amp;amp;nbsp;979 / Randnr.&amp;amp;nbsp;1550: Alle Appositionen sind Attribute.&amp;lt;/ref&amp;gt; (Satzgliedteilen, Beifügungen) bezeichnet, also von Ausdrücken, die sich mit einem [[Substantiv]] oder [[Pronomen]] verbinden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff der Apposition beinhaltet, &lt;br /&gt;
:(a) dass der Ausdruck der Form nach selbst ein Substantiv oder eine [[Substantivgruppe]] ist (also in der Regel ohne weitere Verbindungselemente wie Präpositionen) und&lt;br /&gt;
:(b) dass er die Funktion hat, den Bezug des anderen Substantivs näher zu bestimmen und evtl. als Alternative zu diesem Substantiv einzutreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgesehen von dieser Gemeinsamkeit zerfallen die sogenannten Appositionen in verschiedene Untertypen, bei denen es sich um völlig verschiedenartige grammatische Konstruktionen handelt. Man unterscheidet hauptsächlich zwischen der &amp;#039;&amp;#039;lockeren Apposition&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;engen Apposition&amp;#039;&amp;#039; wie in folgenden Beispielen (Apposition kursiv):&amp;lt;ref&amp;gt;Beispiele aus: Dudengrammatik 2009, S.&amp;amp;nbsp;980 / Randnr.&amp;amp;nbsp;1550 bzw. S.&amp;amp;nbsp;987 / Randnr.&amp;amp;nbsp;1563 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Peter Müller, &amp;#039;&amp;#039;der technische Leiter des Betriebs&amp;#039;&amp;#039;, hat das unterschrieben. (lockere Apposition)&lt;br /&gt;
# die Universität &amp;#039;&amp;#039;Hamburg&amp;#039;&amp;#039; (enge Apposition)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Apposition ist nicht zu verwechseln mit dem grammatischen Begriff der &amp;#039;&amp;#039;[[Adposition]]&amp;#039;&amp;#039; (einer Verallgemeinerung zum Begriff &amp;#039;&amp;#039;Präposition&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Apposition&amp;#039;&amp;#039; wurde von [[Philipp von Zesen]] mit dem deutschen Wort &amp;#039;&amp;#039;Beifügung&amp;#039;&amp;#039; übersetzt (das heute aber in der Bedeutung „[[Attribut (Grammatik)|Attribut]]“ verwendet wird). [[Karl Wilhelm Ludwig Heyse|Karl Heyse]] sprach auch von &amp;#039;&amp;#039;Erklärungszusatz&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Wilhelm Ludwig Heyse (1838): &amp;#039;&amp;#039;[https://books.google.de/books?id=detOAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA404&amp;amp;lpg=PA404&amp;amp;dq=Heyse+apposition+erkl%C3%A4rungszusatz&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=hH9OsFxdQd&amp;amp;sig=cP89BXIGHluxojaZoBRn6bIYybg&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjoocfw3L7ZAhXFYVAKHf7jB90Q6AEINDAB#v=onepage&amp;amp;q=Heyse%20apposition%20erkl%C3%A4rungszusatz&amp;amp;f=false Ausführliches Lehrbuch der deutschen Sprache]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lockere Apposition ==&lt;br /&gt;
=== Abgrenzungen ===&lt;br /&gt;
Man unterscheidet je nach der Enge der syntaktischen Verbindung zwischen &amp;#039;&amp;#039;enger&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;weiter / lockerer Apposition.&amp;#039;&amp;#039; Die lockere Apposition gleicht in vieler Hinsicht einer [[Parenthese]], sie wird also in der Schreibung durch Komma, in der Aussprache durch Intonation abgesetzt. Beispiele:&lt;br /&gt;
:Julian, &amp;#039;&amp;#039;der Bruder von Christian&amp;#039;&amp;#039;, fährt gerne mit der Bahn.&lt;br /&gt;
:Ich, &amp;#039;&amp;#039;die Schwester der beiden&amp;#039;&amp;#039;, reise lieber mit dem Flugzeug.&lt;br /&gt;
:Einer der Brüder, &amp;#039;&amp;#039;der mit der Narbe am Kinn&amp;#039;&amp;#039;, arbeitet als Schaffner bei der Bundesbahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die lockere Apposition ist aber nicht einfach nur eine Parenthese.&amp;lt;ref&amp;gt;Dudengrammatik 2009, S.&amp;amp;nbsp;979–981 / Randnr.&amp;amp;nbsp;1551&amp;lt;/ref&amp;gt; Parenthesen können eingeschobene Erläuterungen allgemeiner Art sein, wogegen als Appositionen nur Zusätze gelten, die den Bezug auf ein bestimmtes Individuum klarstellen. Hierbei wird die Apposition oft auch auf Ausdrücke der Kategorie Substantiv beschränkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem strengen Sinn werden also locker zugesetzte, erläuternde Adjektive bzw. adjektivische Partizipien nicht als Apposition bezeichnet (etwa in: „der Boden, vom Regen schon ganz &amp;#039;&amp;#039;aufgeweicht&amp;#039;&amp;#039;, ...“).&amp;lt;ref&amp;gt;So in der Dudengrammatik 2009, S.&amp;amp;nbsp;979, von dort auch das Beispiel.&amp;lt;/ref&amp;gt; Abweichend hiervon werden manchmal aber Adjektive und Relativsätze als „appositiv“ bezeichnet,&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zum Beispiel Helmut Frosch: &amp;#039;&amp;#039;Appositive und restriktive Relativsätze.&amp;#039;&amp;#039; In &amp;#039;&amp;#039;Sprachtheorie und germanistische Linguistik&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 2 (1995), S. 7–19.&amp;lt;/ref&amp;gt; wenn sie von einer restriktiven (einschränkenden) Bedeutung unterschieden werden sollen (für den Begriff des restriktiven Relativsatzes siehe unter [[Relativsatz #Semantische Funktion]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bestimmungen mit „namentlich“, „besonders“ und „das heißt“ werden manchmal als Appositionen eingestuft:&lt;br /&gt;
:Die Preise der wichtigsten Güter, &amp;#039;&amp;#039;namentlich der Lebensmittel&amp;#039;&amp;#039;, wurden überprüft.&lt;br /&gt;
:Mit Lebensmitteln, &amp;#039;&amp;#039;besonders mit Bananen&amp;#039;&amp;#039;, sind wir sehr vorsichtig.&lt;br /&gt;
:Der Zustand von Obst, &amp;#039;&amp;#039;das heißt von verderblichen Lebensmitteln&amp;#039;&amp;#039;, verschlechtert sich in wenigen Tagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kasus der lockeren Apposition ===&lt;br /&gt;
Da lockere Appositionen recht selbständige Ausdrücke sind, stellt sich die Frage, woher diese Substantive ihren Kasus erhalten. Häufig gilt Übereinstimmung des Kasus ([[Kongruenz (Grammatik)|Kongruenz]]) mit dem Bezugswort, wie bereits in dem obigen Beispiel mit übereinstimmendem [[Nominativ]]:&lt;br /&gt;
:Julian, &amp;#039;&amp;#039;der Bruder von Christian&amp;#039;&amp;#039;, fährt gerne mit der Bahn.&lt;br /&gt;
Ein Beispiel mit Genitiv-Kongruenz:&lt;br /&gt;
:Bonn liegt am Ufer des Rheins, &amp;#039;&amp;#039;eines der symbolträchtigsten Flüsse Europas&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt aber auch Konstruktionen, in denen der Kasus nicht mit dem Kasus des Bezugswortes übereinstimmt. Häufig ist in diesen Fällen ein inkongruenter Nominativ oder [[Dativ]]. Steht in der Apposition kein Artikel oder Artikelwort beim Substantiv, so gilt der Nominativ standardsprachlich als korrekt:&amp;lt;ref name = Duden&amp;gt;Artikel &amp;#039;&amp;#039;Apposition&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Duden – Richtiges und gutes Deutsch&amp;#039;&amp;#039;, 7. Auflage. Mannheim 2011 (CD-ROM).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dict.leo.org/grammatik/deutsch/Satz/Satzgliedbau/Nomen/Apposition.html &amp;#039;&amp;#039;Die Apposition&amp;#039;&amp;#039;] ([[Canoonet]]), abgerufen am 26. September 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Fotografien des jungen Mannes, &amp;#039;&amp;#039;Künstler aus Indien&amp;#039;&amp;#039; (nicht: &amp;#039;&amp;#039;Künstlers&amp;#039;&amp;#039;), stießen auf großes Interesse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn sonst Missverständnisse möglich wären, kann es sich dennoch empfehlen, die artikellose Apposition in denselben Kasus wie das Bezugswort zu setzen:&amp;lt;ref name = Duden&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Der Bruder des jungen Mannes, &amp;#039;&amp;#039;Künstler aus Indien&amp;#039;&amp;#039; (= der Bruder ist Künstler), lebt heute in London.&lt;br /&gt;
:Der Bruder des jungen Mannes, &amp;#039;&amp;#039;Künstlers aus Indien&amp;#039;&amp;#039; (= der junge Mann ist Künstler), lebt heute in London.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Artikel ist in jedem Falle eine Kasuskongruenz erforderlich:&amp;lt;ref name = Duden&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Fotografien des jungen Mannes, &amp;#039;&amp;#039;eines Künstlers aus Indien,&amp;#039;&amp;#039; stießen auf großes Interesse.&lt;br /&gt;
:Der Bruder des jungen Mannes, ein &amp;#039;&amp;#039;Künstler aus Indien&amp;#039;&amp;#039; (= der Bruder ist Künstler), lebt heute in London.&lt;br /&gt;
:Der Bruder des jungen Mannes, eines &amp;#039;&amp;#039;Künstlers aus Indien&amp;#039;&amp;#039; (= der junge Mann ist Künstler), lebt heute in London.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein inkongruenter Dativ („appositiver Dativ“) kommt ebenfalls häufig vor, gilt aber standardsprachlich als unerwünscht:&amp;lt;ref&amp;gt;Dudengrammatik 2009, Randnr.&amp;amp;nbsp;1553 / S.&amp;amp;nbsp;981. Der Text dort spricht von einer „Tendenz“ zum Dativ (trotz der Einstufung als nicht standardgemäß).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Die Fotografien des jungen Mannes, &amp;#039;&amp;#039;einem Künstler aus Indien&amp;#039;&amp;#039;, stießen auf großes Interesse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Enge Apposition ==&lt;br /&gt;
Die enge, also nicht vom Bezugswort abgesetzte Apposition zerfällt ihrerseits wiederum in verschiedene Untertypen.&lt;br /&gt;
Bei enger Apposition kann es sein, dass die Unterscheidung schwerfällt, welcher Teil die Apposition ist und welcher Teil der modifizierte Kern der Substantivgruppe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anreden und andere zusammengesetzte Eigennamen ===&lt;br /&gt;
Bei der Anrede gilt der Zusatz zum Namen als die Apposition:&amp;lt;ref&amp;gt;Dudengrammatik 2009, S.&amp;amp;nbsp;990f. / Randnr.&amp;amp;nbsp;1567–72&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Herr&amp;#039;&amp;#039; Kilian, &amp;#039;&amp;#039;Professor&amp;#039;&amp;#039; Müller, &amp;#039;&amp;#039;Onkel&amp;#039;&amp;#039; Emil&lt;br /&gt;
Zusätze bei Herrschernamen gelten in manchen Quellen&amp;lt;ref&amp;gt;Dudengrammatik 2009, S.&amp;amp;nbsp;993 / Randnr.&amp;amp;nbsp;1575&amp;lt;/ref&amp;gt; ebenfalls als (enge) Appositionen – in manchen anderen&amp;lt;ref&amp;gt;https://grammis.ids-mannheim.de/terminologie/28&amp;lt;/ref&amp;gt; allerdings nicht:&lt;br /&gt;
: Königin Elisabeth &amp;#039;&amp;#039;die Zweite&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Namensnennung zu Gegenständen ist eine Apposition:&lt;br /&gt;
:Die Stadt &amp;#039;&amp;#039;Bonn&amp;#039;&amp;#039;, die Universität &amp;#039;&amp;#039;Hamburg&amp;#039;&amp;#039;, die Insel &amp;#039;&amp;#039;Rügen&amp;#039;&amp;#039;, die Autobahnausfahrt &amp;#039;&amp;#039;Karlsruhe-Nord&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliche Fälle sind Bestimmungen durch Zitat:&lt;br /&gt;
: die Zahl &amp;#039;&amp;#039;Dreizehn&amp;#039;&amp;#039;, der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Apposition&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:Tolstojs Roman &amp;#039;&amp;#039;»Krieg und Frieden«&amp;#039;&amp;#039; erschien erstmals 1868/69.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Verbindungen sind so eng, dass die Apposition auch als &amp;#039;&amp;#039;Nebenkern&amp;#039;&amp;#039; der gesamten Substantivgruppe bezeichnet wird,&amp;lt;ref&amp;gt;Dudengrammatik 2009, S.&amp;amp;nbsp;987 / Randnr.&amp;amp;nbsp;1562&amp;lt;/ref&amp;gt; also dass statt einer Unterscheidung zwischen [[Kopf (Grammatik)|Kern und Dependens]] innerhalb der Substantivgruppe eher ein zusammengesetzter Kern gesehen wird. Eine solche Konstruktion wird auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Juxtaposition&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Bezogen auf die Konstruktion in: Helmut Glück (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Metzler Lexikon Sprache.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. Verlag J. B. Metzler, Stuttgart u. Weimar 2010, ISBN 978-3-476-02335-3. Lemma: &amp;#039;&amp;#039;Juxtaposition,&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;316, Ziffer 1 (der Ausdruck ist dort als mehrdeutig gekennzeichnet). – In der zitierten Stelle Dudengrammatik (2009), S.&amp;amp;nbsp;987 wird zunächst nur der Nebenkern selbst als die „Juxtaposition“ bezeichnet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Partitive ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Partitiv]] ist in manchen Sprachen der Name eines eigenständigen Kasus, bezeichnet jedoch auch eine Konstruktion, so wie hier im Deutschen. Partitiv-Konstruktionen ergeben sich typischerweise aus Maßangaben und ähnlichen Verbindungen. Sie werfen ebenfalls die Frage auf, ob klar zwischen Kern und abhängiger Bestimmung unterschieden werden kann, oder ob zu einem gewissen Grad ein Doppel-Kern vorliegt. Beispiele:&lt;br /&gt;
: ein Liter &amp;#039;&amp;#039;Wasser&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: eine Tasse &amp;#039;&amp;#039;Kaffee&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: eine erstaunliche Anzahl &amp;#039;&amp;#039;von neuen Ideen&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: eine Million &amp;#039;&amp;#039;verkaufte(r) Schallplatten&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: ein Stündchen &amp;#039;&amp;#039;Zeit für mich&amp;#039;&amp;#039; / : ein Stündchen &amp;#039;&amp;#039;Zeit&amp;#039;&amp;#039; für mich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adjektive zeigen, dass auch hier Kasusangleichung besteht:&lt;br /&gt;
: für eine Tasse &amp;#039;&amp;#039;heißen Tee&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: mit einer Tasse &amp;#039;&amp;#039;heißem Tee&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutlich wird der Doppelkern auch im folgenden Beispiel. Das vorangestellte [[Adjektiv]] bezieht sich auf beide Nomina oder sogar mehr auf das zweite:&lt;br /&gt;
: eine heiße Tasse &amp;#039;&amp;#039;Tee&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternativ ist hier auch ein Genitiv-Attribut möglich. Damit wird deutlicher hierarchisiert, ein Doppelkern liegt nicht vor:&lt;br /&gt;
: eine Tasse &amp;#039;&amp;#039;heißen Tees&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: für eine Tasse &amp;#039;&amp;#039;heißen Tees&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: mit einer Tasse &amp;#039;&amp;#039;heißen Tees&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Abwägung „Doppelkern oder nicht?“ vgl. auch:&lt;br /&gt;
: ein Teller &amp;#039;&amp;#039;Gebäck&amp;#039;&amp;#039; (Partitiv)&lt;br /&gt;
: ein Teller &amp;#039;&amp;#039;mit Gebäck&amp;#039;&amp;#039; (Präpositionalattribut)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Duden. Die Grammatik.&amp;#039;&amp;#039; 8. Auflage. Dudenverlag, Mannheim 2009.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Erst nachsehen ob folgende Darstellungen mit der vorliegenden Artikelversion kompatibel sind; in der vorherigen Version wurden sie nirgends als Belege zitiert:&lt;br /&gt;
* Jan Claas Freienstein: &amp;#039;&amp;#039;Das erweiterte Appositiv.&amp;#039;&amp;#039; Narr, Tübingen 2008, ISBN 978-3-8233-6440-5 (&amp;#039;&amp;#039;Tübinger Beiträge zur Linguistik&amp;#039;&amp;#039; 513).&lt;br /&gt;
* Werner Hackel: &amp;#039;&amp;#039;Enge appositionelle Syntagmen in der deutschen Gegenwartssprache. Mehr als ein marginales grammatisches Problem.&amp;#039;&amp;#039; Peter Lang, Frankfurt u. a. 1995, ISBN 3-631-48297-3.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Schindler: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen zur Grammatik appositionsverdächtiger Einheiten im Deutschen.&amp;#039;&amp;#039; Niemeyer, Tübingen 1990, ISBN 3-484-30246-1.&lt;br /&gt;
* [[Thomas Tinnefeld]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Apposition im französischen Fachtext des Rechts und der Verwaltung – am Beispiel der Textsorte „Verordnung“.&amp;#039;&amp;#039; In: Hartwig Kalverkämper, [[Klaus-Dieter Baumann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Fachliche Textsorten. Komponenten – Relationen – Strategien.&amp;#039;&amp;#039; Narr, Tübingen 1996, ISBN 3-8233-4535-4 (&amp;#039;&amp;#039;Forum für Fachsprachen-Forschung (FFF)&amp;#039;&amp;#039; 25), S. 153–175. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://grammis.ids-mannheim.de/terminologie/28 Apposition] bei [https://grammis.ids-mannheim.de/ grammis]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Satzlehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Alazon</name></author>
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