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	<title>Appetit - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T11:16:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Appetit&amp;diff=90045&amp;oldid=prev</id>
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		<updated>2024-11-03T16:56:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks und Webrechts&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Appetit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von lat. &amp;#039;&amp;#039;appetitus cibi&amp;#039;&amp;#039; „Verlangen nach Speise“, von &amp;#039;&amp;#039;appetere&amp;#039;&amp;#039; = begehren, verlangen) versteht man einen [[Psyche|psychischen]] Zustand, der sich durch das lustvoll geprägte Verlangen, etwas Bestimmtes zu essen, auszeichnet. Damit unterscheidet er sich als [[Psychologie|psychologisches]] [[Phänomen]] von dem in erster Linie [[Physiologie|physiologischen]] Gefühl des [[Hunger]]s. Das Gegenteil von Appetit auf eine Speise ist [[Ekel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neurobiologie des Appetits ==&lt;br /&gt;
Im Hungerzentrum des lateralen [[Hypothalamus]] regeln [[Hormon|Neurohormone]], allen voran [[Serotonin]], den [[Hunger]], während Sättigungshormone wie [[Cholezystokinin]] im Sättigungszentrum in den ventromedialen [[Zellkern|Nuclei]] des Hypothalamus die Kontrolle über die [[Sättigung (Physiologie)|Sättigung]] ausüben. Der Appetit dagegen entsteht im [[Limbisches System|limbischen System]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Grund des Appetits ist es möglich, (weiter) essen zu wollen, auch wenn man keinen Hunger (mehr) hat, weil der Appetit nicht vom Hungerzentrum im Hypothalamus gesteuert wird. Aus dem gleichen Grund ist es auch möglich, eine bestimmte Speise trotz Hungers nicht essen zu wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Appetit im Vergleich zu Hunger ==&lt;br /&gt;
Das echte [[Hunger]]gefühl ist unangenehm bis [[schmerz]]haft und weitaus weniger wählerisch als Appetit: Hunger ist das Bedürfnis, irgendetwas zu essen, um [[Sättigung (Physiologie)|satt]] zu werden. Hungergefühle werden durch Kontraktionen des leeren [[Magen]]s, vor allem aber durch Absinken des [[Glukose]]spiegels und Änderungen im [[Stoffwechsel|Thermo- und Lipidstoffwechsel]] ausgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders beim Appetit: Als [[Kognition|kognitiv]][[Motivation|-motivationales]] Phänomen wird er stark von den [[Wahrnehmung|Sinneswahrnehmungen]] beeinflusst. Sensorische Faktoren wie Aussehen, [[Geruch]], [[Geschmack (Sinneseindruck)|Geschmack]], [[Temperatur]] und Konsistenz der [[Gericht (Speise)|Speisen]] spielen hier eine wichtige Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem trägt ein vielfältiges Nahrungsangebot, etwa bei einem [[Buffet (Speise)|Buffet]], dazu bei, den Appetit zu fördern, unabhängig von der Sättigung. Appetit trägt bei vielen Menschen dazu bei, dass sie wesentlich mehr essen, als zur Sättigung notwendig wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Appetit wird von einigen Medizinern auch als das Verlangen des [[Körper (Biologie)|Körpers]] nach bestimmten [[Nährstoff]]en interpretiert, die durch bestimmte Lebensmittel zugeführt werden sollen.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Nahrungspräferenzen ==&lt;br /&gt;
Die Geschmackspräferenz für [[Gustatorische Wahrnehmung#Süß, bitter und umami|süß]] ist angeboren, ebenso die Abneigung gegen die Geschmacksrichtung [[bitter]]&amp;lt;ref&amp;gt;Birch, L.L. (1999). Development of food preferences.&amp;#039;&amp;#039;Annual Review of Nutrition,19&amp;#039;&amp;#039;,41–62&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch [[Muttermilch]] schmeckt leicht süßlich und mag zu einer lebenslangen Vorliebe für Süßes und Fetthaltiges beitragen. [[Speisesalz|Salziger]] Geschmack kann von Säuglingen ab dem vierten Lebensmonat erkannt werden und wird dann auch bevorzugt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geschmack&amp;quot;&amp;gt; {{Webarchiv|text=Wolfgang Meierhof: Geschmacksfragen |url=http://www.dife.de/de/publikationen/artikel/artikel_geschmacksfragen.pdf |wayback=20070317135541}} (PDF; 77&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus werden Nahrungsvorlieben [[Lernen am Modell|sozial erworben]] und kulturell beeinflusst, zum Beispiel für bitter schmeckende [[Genussmittel]] wie [[Bier]] und [[Kaffee]]. Auch die Vorliebe für [[Schokolade]] ist nicht in jedem Land gleich stark ausgeprägt. In den USA und im deutschen Sprachraum ist Schokolade bei allen Altersstufen überaus beliebt, in Spanien spielt diese Süßigkeit dagegen eine weitaus geringere Rolle.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.sge-ssn.ch/fileadmin/pdf/100-ernaehrungsthemen/20-abnehmen_gewichthalten/TABULA-Artikel/Das_High_aus_der_Voellerei.pdf |wayback=20120201014304 |text=Rolf Degen: &amp;#039;&amp;#039;Das High aus der Völlerei.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Tabula.&amp;#039;&amp;#039; 01/2002}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Umstritten ist, ob Süßstoffe eine erhöhte Insulinkonzentration im Blut und dadurch Gelüste nach Süßem bewirken (siehe dazu &amp;#039;&amp;#039;[[Süßstoff#Blundell-Hill-Hypothese|Blundell/Hill-Hypothese zur appetitsteigernden Wirkung von Süßstoff]]&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gelüste auf ungewöhnliche Speisekombinationen, wie Hering mit Marmelade, treten zum Beispiel bei Frauen in der [[Schwangerschaft]] auf, wobei der Appetit von den hormonellen Veränderungen beeinflusst wird. Anfälle von Heißhunger haben ebenfalls weniger mit Hunger zu tun als mit psychisch bedingten Essgelüsten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschmacksrichtung &amp;#039;&amp;#039;[[umami]]&amp;#039;&amp;#039; wurde von japanischen Forschern erstmals 1908 benannt und wird durch den Lebensmittelzusatzstoff [[Natriumglutamat]] erzielt. Dieser Geschmack kommt in schwächerer Form jedoch auch natürlich in Lebensmitteln vor, die [[Proteine|Eiweiß]] enthalten, unter anderem auch in der Muttermilch. Auch die Vorliebe für umami gilt in der Forschung daher mittlerweile als angeboren; die Lebensmittelindustrie nutzt diesen Appetit, indem sie diverse Produkte entsprechend würzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;geschmack&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Geruch und Farben von Speisen beeinflussen nachweislich den Appetit und wecken bestimmte positive oder negative [[Assoziation (Psychologie)|Assoziationen]]. Werden bekannte Lebensmittel anders eingefärbt, lässt der Appetit darauf bei den meisten Menschen nach.&amp;lt;ref name=&amp;quot;debinet&amp;quot;&amp;gt; {{Webarchiv|text=Debinet: Essverhalten |url=http://www.ernaehrung.de/tipps/essverhalten/essverhalten13.htm |wayback=20061217080805}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Blau ruft zum Beispiel bei den meisten Speisen keinen großen Appetit hervor und wird daher selten als künstlicher [[Farbstoff]] verwendet. Versuche mit [[Gummibärchen]] haben ergeben, dass die unterschiedlichen Farben mit verschiedenen Aromen assoziiert werden – mit verbundenen Augen konnten die Probanden jedoch keine Geschmacksunterschiede feststellen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;debinet&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unbekannte Nahrungsmittel lösen grundsätzlich weniger Appetit aus als bekannte. Dafür gibt es zwei Ursachen: Die Geschmackserinnerung beim Anblick einer bekannten Speise bewirkt, dass das [[vegetatives Nervensystem|vegetative Nervensystem]] Impulse sendet, die die Speichel- und Magensaftproduktion anregen. Außerdem gibt es eine instinktive Reaktion – [[Neophobie]] genannt, die vermutlich darauf beruht, dass die Aufnahme von neuer, unbekannter Nahrung riskant ist, weil unbekannte Nahrungsmittel giftig sein können. Die Neophobie und die damit einhergehende Verweigerung von neuem Essen lässt sich jedoch durch Exposition, also durch Erfahrungen mit neuer Nahrung, verändern.&amp;lt;ref&amp;gt;Ogden, J.: &amp;#039;&amp;#039;The psychology of eating. From healthy to disordered behaviour&amp;#039;&amp;#039;. Blackwell, 2003, ISBN 0-631-23374-1 &amp;lt;/ref&amp;gt; Verhaltenstherapeutische Interventionen auf Basis des [[Approach-Avoidance-Task|Approach Avoidance Task]], wie das [[Retraining in sensu]], konnten in kontrollierten Studien den Appetit von Probanden zügeln.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Steffen Moritz, Anja S. Göritz, Stella Schmotz, Roland Weierstall-Pust, Josefine Gehlenborg |Titel=Imaginal retraining decreases craving for high-calorie food in overweight and obese women: A randomized controlled trial |Sammelwerk=Translational Psychiatry |Band=9 |Nummer=1 |Datum=2019 |ISSN=2158-3188 |DOI=10.1038/s41398-019-0655-7 |PMID=31780640 |Seiten=319 |Online=http://www.nature.com/articles/s41398-019-0655-7 |Abruf=2021-07-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesentlich für die Esslust ist aber vor allem die Konsistenz einer Speise. Eigenschaften wie „schleimig“, „breiig“ oder klebrig erzeugten überdurchschnittlich häufig Ekelgefühle bei den Teilnehmern einer entsprechenden Studie.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wissenschaft.de/umwelt-natur/warum-haferschleim-so-einen-schlechten-ruf-hat/ &amp;#039;&amp;#039;Warum Haferschleim so einen schlechten Ruf hat.&amp;#039;&amp;#039;] Auf: &amp;#039;&amp;#039;wissenschaft.de&amp;#039;&amp;#039; vom 30. November 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Ein [[Medikament]], das durch die verstärkte Ausschüttung des [[Hormon]]s [[Serotonin]] den Hunger für Stunden unterdrückt, ist entgegen der umgangssprachlichen Bezeichnung kein [[Appetitzügler]], sondern de facto ein &amp;#039;&amp;#039;Hungerunterdrücker&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Appetit auf normalerweise nicht essbare Substanzen gilt als Verhaltens- oder Essstörung und wird in der Medizin [[Pica-Syndrom]] genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Deutsche Sprache|Deutschen]] gibt es viele regionale und dialektale Ausdrücke dafür, „Appetit auf etwas“ zu haben. So spricht man:&lt;br /&gt;
* in [[Bayern]], [[Österreich]], der [[Schweiz]] und [[Südtirol]] von &amp;#039;&amp;#039;Glust auf&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;mich glust’s auf etwas&amp;#039;&amp;#039;, im Süden Österreichs von einem &amp;#039;&amp;#039;[[Gusto]]&amp;#039;&amp;#039; auf etwas, im [[Baden (Land)|Badischen]] von &amp;#039;&amp;#039;Gluschd nach etwas&amp;#039;&amp;#039; oder im [[Schwäbischer Dialekt|Schwäbischen]] &amp;#039;&amp;#039;a Glischdn&amp;#039;&amp;#039; auf etwas haben (etymologisch zu „Gelüsten“, „[[Lust]]“), alternativ auch von einem &amp;#039;&amp;#039;Guster&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;an Guster auf wos hom&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Norddeutschland|Norddeutsch]] (speziell im [[Bremen|Bremer Raum]]) von &amp;#039;&amp;#039;Jieper auf etwas&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* im [[Rheinland|Rheinischen]] von &amp;#039;&amp;#039;Zips auf etwas&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* im [[Westfalen|Westfälischen]] von &amp;#039;&amp;#039;einem Gieper auf etwas&amp;#039;&amp;#039; oder auch vom &amp;#039;&amp;#039;Schmacht haben&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikiquote|Appetit}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Appetit}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Menschliche Ernährung]]&lt;/div&gt;</summary>
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