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	<title>Apopudobalia - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T02:52:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Apopudobalia&amp;diff=280450&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TabellenBot: 2x externen Link aus Vorlage:Internetquelle entfernt (werk=[https://www.mediaevum.de Mediaevum.de] ).</title>
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		<updated>2023-12-03T18:52:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;2x externen Link aus &lt;a href=&quot;/index.php/Vorlage:Internetquelle&quot; title=&quot;Vorlage:Internetquelle&quot;&gt;Vorlage:Internetquelle&lt;/a&gt; entfernt (werk=[https://www.mediaevum.de Mediaevum.de] ).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Apopudobalia&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|prefix=nein|Ἀποπουδοβαλία}}) ist ein 1996 in der ersten Auflage des altertumswissenschaftlichen Nachschlagewerks &amp;#039;&amp;#039;[[Der Neue Pauly]]&amp;#039;&amp;#039; (Band 1, Spalte 895) enthaltener [[fingierter Lexikonartikel]] (ein so genanntes U-Boot). Der Artikel wurde von dem damaligen Studenten und heutigen Professor für Alte Geschichte [[Mischa Meier]] verfasst. Der gewollt fehlerhafte Eintrag gilt heute als eines der bekanntesten „U-Boote“ der modernen Lexikografie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Laut Lexikoneintrag sei Apopudobalia eine [[antike]] Sportart, die schon in den „Gymnastika“ des „Achilleus Taktikos“ im frühen 4. Jahrhundert v. Chr. erwähnt werde. Seinen revolutionären Charakter erhält der Artikel durch die Behauptung, dass Apopudobalia als Vorform des neuzeitlichen [[Fußball]]spiels gelten könne, was somit der allgemein verbreiteten Ansicht, [[England|Engländer]] hätten das weltweit beliebte Ballspiel erfunden, widerspräche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Artikel ist weiterhin zu lesen, dass die Sportart in [[Hellenismus|späthellenistischer]] Zeit ihren Weg nach [[Römisches Reich|Rom]] gefunden habe. Hier fand die neue körperliche Betätigungsart angeblich so viele Anhänger, dass schon „in der ps.-ciceronianischen Schrift &amp;#039;&amp;#039;De viris illustribus (3,2)&amp;#039;&amp;#039;“ die prominentesten Apopudobalonten aufgeführt worden sein sollen. Bis zum 2. Jahrhundert sei Apopudobalia durch die römischen [[Römische Legion|Legionen]] bis nach [[Britannien]] verbreitet worden, von wo aus im 19. Jahrhundert die Sportart zum zweiten Mal erfolgreich in die Welt getragen wurde. Die ungewöhnliche Tatsache, dass es offenbar trotz der großen [[Popularität]] des Sports vom 4. Jahrhundert an bis zur [[Neuzeit]] keine Nachweise mehr für Apopudobalia gibt, wird mit der Abneigung des frühen Christentums ([[Tertullian]]) erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verständlich erscheinen die Schwierigkeiten, weitergehende Informationen über das Thema zu finden, wenn man berücksichtigt, dass der Eintrag zu Apopudobalia vollkommen frei erfunden ist und jeglicher [[wissenschaft]]licher Grundlage entbehrt. „Apopudobalia“ ist eine altgriechische Kunstübersetzung für „Fußball“, welche allerdings gegen Regeln der griechischen Wortbildung verstößt. Es wird auf eine „Festschrift [[Matthias Sammer|M. Sammer]]“ verwiesen – herausgegeben von einem A. Pila (= „Ein Ball“) – die als „grundlegend“ empfohlen wird, und auf den Aufsatz eines B. Pedes (= „Zwei Füße“) in „Zschr. für Antike und Sport 4, 1995, 1–19“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Jürgen Werner (Philologe)|Jürgen Werner]] |Titel=Kicker aller Länder, vereinigt euch! |Sammelwerk=[[Forum Classicum]] |Band=47. Jahrgang |Nummer=2 |Datum=2004 |Seiten=93f. |ISSN=1432-7511 |Online=[https://www.altphilologenverband.de/forumclassicum/pdf/FC2004-2.pdf#page=93 online] |Format=PDF |KBytes=5530}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlich war ein Ballspiel namens [[Harpaston]], das Rugby ähnelte und Vorläufer im alten Griechenland hat, bei den Römern beliebt. Allerdings war der Ball klein und eher mit einem [[Softball]] zu vergleichen und wurde hauptsächlich mit den Händen gespielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund ==&lt;br /&gt;
Die Idee zum Verfassen des fingierten Apopudobalia-Artikels kam Mischa Meier spontan, als er für seinen damaligen Professor zahlreiche Artikel für den &amp;#039;&amp;#039;Neuen Pauly&amp;#039;&amp;#039; erstellte. Dem [[J. B. Metzler’sche Verlagsbuchhandlung|Metzler-Verlag]] fiel der ursprünglich nicht [[Lemma (Lexikographie)|lemmatisierte]] Scherz-Artikel aufgrund erheblichen Termindrucks seitens der Redaktion erst nach Druck und Veröffentlichung der ersten Auflage auf, als fachliche Kritik an der falschen Wortbildung aufkam, ohne jedoch den ironischen Unterton zu erkennen. Der Verlag drohte Meier daraufhin, die schon gedruckten Exemplare auf dessen Kosten vernichten zu lassen, ließ aber nach positiven Rückmeldungen durch verschiedene amüsierte Historiker von dem Vorhaben ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel-scherzeinträge&amp;quot;&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,679838-5,00.html „Scherzeinträge in Lexika: Von Steinläusen und Kurschatten“], [[Spiegel Online]], 7. März 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; Einer 1997 abgegebenen Stellungnahme einer Verlagssprecherin zufolge habe man an „humanistische Traditionen anknüpfen [und] etwas Humor“ hineinbringen wollen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel-1997&amp;quot;&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=8717418|Titel=Personalien: Matthias Sammer|Nr=21|Jahr=1997|Seiten=230|Datum=1997-05-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Artikel ist in der englischen Fassung des &amp;#039;&amp;#039;Neuen Pauly&amp;#039;&amp;#039; nicht enthalten, allerdings zog der [[Brill (Verlag)|Brill-Verlag]] zeitweilig die Einfügung eines alternativen Scherzartikels in Betracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Der Artikel wird von [[Stephan Geiger]] in der Wissenschaftssatire &amp;#039;&amp;#039;Sokrates flankt! Eine kleine Philosophiegeschichte des Fußballs&amp;#039;&amp;#039; als wichtige und richtungsweisende Forschungsleistung angeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Stephan Geiger: &amp;#039;&amp;#039;Sokrates flankt! Eine kleine Philosophiegeschichte des Fußballs&amp;#039;&amp;#039;. Düsseldorf 2002, ISBN 3-930450-71-2, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mittlerweile wird dieser Faden weitergesponnen durch ähnlich pseudowissenschaftliche Kommentierungen des Themas „Apopudobalia“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{DNP|1|895||Apopudobalia|[[Mischa Meier]]}}&lt;br /&gt;
* [[Michael Ringel]]: &amp;#039;&amp;#039;15 „U-Boote“ in Nachschlagewerken.&amp;#039;&amp;#039; In: Derselbe: &amp;#039;&amp;#039;Das listenreiche Buch der Wahrheit. Wertloses Wissen hoch 10&amp;#039;&amp;#039;. S. Fischer, Frankfurt am Main 1998, ISBN 3-596-13989-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://referenceworks.brillonline.com/entries/der-neue-pauly/apopudobalia-e128870 |titel=Apopudobalia |werk=BrillOnline Reference Works |hrsg=[[Brill (Verlag)|Brill]] |kommentar=eingeschränkte Onlineansicht |abruf=2015-05-25 |abruf-verborgen=ja}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.mediaevum.de/lexikaspass1.htm |titel=`Apopudobalia´ oder: Fußball im Altertum |werk=Mediaevum.de |kommentar=vollständiger Text des Scherzartikels mit weiteren Informationen |abruf=2015-05-25 |abruf-verborgen=ja |archiv-url=https://web.archive.org/web/20200101050734/https://www.mediaevum.de/lexikaspass1.htm}}&amp;lt;!-- auch unter https://archive.today/20120904025459/www.mediaevum.de/lexikaspass1.htm - Originallink nach Umbau der Webpräsenz seit März 2020 nicht mehr verfügbar --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftlicher Witz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TabellenBot</name></author>
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