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	<title>Apollinari Semjonowitsch Bondarzew - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Apollinari_Semjonowitsch_Bondarzew&amp;diff=1807642&amp;oldid=prev</id>
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		<updated>2024-09-24T06:16:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Ehrungen: &lt;/span&gt; update&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Apollinari Semjonowitsch Bondarzew&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{RuS|Аполлинарий Семёнович Бондарцев}}, auch Appollinaris Semenovich Bondartsev; * [[5. August]] [[1877]] in [[Kursk]]; † [[24. November]] [[1968]] in [[Sankt Petersburg|Leningrad]]) war ein russischer, später sowjetischer Botaniker, Mykologe und Phytopathologe. Sein [[Autorenkürzel der Botaniker und Mykologen|botanisch-mykologisches Autorenkürzel]] lautet „{{Person|Bondartsev}}“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nach dem Schulabschluss in Kursk studierte Bondarzew von 1898 bis 1903 an der Landwirtschaftlichen Abteilung des [[Technische Universität Riga|Rigaer Polytechnischen Instituts]], wo unter anderem der Botaniker und Mykologe [[Fedor Bucholtz|Fjodor Wladimirowitsch Buchholtz]] einen großen Einfluss auf seine weitere mykologische Forschung hatte. Bereits 1903 erschien seine erste wissenschaftliche Arbeit mit dem Titel „Pilzliche Parasiten der kultivierten und wildwachsenden Pflanzen aus der Umgebung von Riga“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er zunächst als Gehilfe des Bezirks-Agronomen von Kursk gearbeitet hatte, erhielt Bondarzew 1905 eine Anstellung an der Phytopathologischen Station des [[Botanischer Garten St. Petersburg|Botanischen Hauptgartens]] in St. Petersburg, die damals von [[Arthur Louis Arthurovic de Jaczewski]] geleitet wurde. 1913 wurde die Phytopathologische Station des Botanischen Gartens St. Petersburg zu einer eigenständigen Abteilung; Bondarzew wurde deren Leiter bis zu deren Integration in die „Abteilung Sporenpflanzen“ des Botanischen Instituts 1931. Auch in der neuen Institution forschte Bondarzew weiter, bis er sich 1964 aus der aktiven Arbeit zurückzog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1934 wurde Bondarzew aufgrund seiner Gesamtpublikationen der Grad eines Dr. der biologischen Wissenschaften verliehen. 1939 wurde er zum Professor ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bondarzews Ehefrau [[Wera Nikolajewna Bondarzewa-Monteverde]] (1889–1944) sowie seine Tochter [[Margarita Apollinarijewna Bondarzewa]] (* 1935) waren bzw. sind Mykologen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschung ==&lt;br /&gt;
Bondarzew erforschte als Leiter der phytopathologischen Abteilung des Botanischen Gartens in Leningrad auch die Pilzkrankheiten von Kultur- und Feldpflanzen sowie deren Bekämpfung. So hat er unter anderem die Bücher „Pilzerkrankungen von Nutzpflanzen und ihre Kontrolle“ (St. Petersburg, 1912) und „Krankheiten der Pflanzen“ (Handbuch, Leningrad 1927) veröffentlicht. 1914 beschrieb er in einer Arbeit eine Pilzkrankheit an den Blüten des [[Rotklee]]s. Weitere Pflanzenkrankheiten, denen er sich widmete, sind der [[Mehltau]] an [[Hopfen]] und [[Stachelbeere]], die [[Rostpilze|Rost-]] und [[Brandpilze]] der Getreidearten sowie die [[Kohlhernie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines seiner Forschungsgebiete waren holzbewohnende Pilze, über die er in zahlreichen Arbeiten unter anderem als Coautor mit [[Rolf Singer]] berichtete. Bereits 1912 veröffentlichte er eine Arbeit über Pilze auf Stämmen verschiedener Baumgattungen in einer Versuchsfläche in [[Brjansk]], in der er drei Arten neu beschrieb und über 115 Arten berichtete. Bondarzew legte 1953 seine Arbeit über die [[Porlinge]] im Gebiet der europäischen [[Sowjetunion]] und des [[Kaukasus]] vor, die 1971 auch in einer englischsprachigen Übersetzung erschien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In engem Zusammenhang mit seinen Forschungen zu den Porlingen stehen auch seine Arbeiten über holzzerstörende Pilze in Gebäuden, wie dem [[Hausschwamm]]. Dieses Problem war von großer praktischer Bedeutung, da diese Pilze in Leningrad als Folge der [[Leningrader Blockade|Blockade]] während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] ein großes Problem darstellten. Bondarzew wirkte als Gutachter und trug wesentlich dazu bei, die Einwohner der Stadt über die Ökologie der Hausschwämme und deren Bekämpfung aufzuklären. 1956 erschien sein farbig illustriertes „Hilfsbuch zum Bestimmen der Hausschwämme“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Übrigen befasste sich Bondarzew mit den [[Schleimpilze|Myxomyceten]] und den [[Fungi imperfecti]] und beschrieb aus diesen Gruppen mehr als 30 neue Arten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bondarzew ist Autor von über 200 wissenschaftlichen Arbeiten und mehr als 500 kleineren Mitteilungen. Er hat mehr als 130 Arten bzw. Formen neu beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* Rolf Singer benannte nach Bondarzew die Porlingsgattung &amp;#039;&amp;#039;[[Bondarzewia]]&amp;#039;&amp;#039;, zu der weltweit mindestens vier Arten zählen, in Europa die Art &amp;#039;&amp;#039;Bondarzewia mesenterica&amp;#039;&amp;#039; ([[Bergporling]]).&lt;br /&gt;
* [[Orden des Roten Banners der Arbeit|Orden des Roten Arbeitsbanners]] (1945)&lt;br /&gt;
* [[Leninorden]] (1954)&lt;br /&gt;
* Verdienter Wissenschaftler der RSFSR (1958)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* G. R. W. Arnold (1969):  A. S. Bondarzew (1877-1968). [[Westfälische Pilzbriefe]] 7(5):82-83&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Dörfelt|Dörfelt, Heinrich]] und Heklau, Heike: Die Geschichte der Mykologie. Einhorn-Verlag Eduard Dietenberger GmbH: Schwäbisch Gmünd. 1998&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* Eine neue Krankheit der Blüten des Rotklees im Zusammenhang mit seiner Fruktifikation. Journ. bolestn. rasten. VIII:1-25. (russ. u. dt.)&lt;br /&gt;
* Bondarzew, A. S. &amp;amp; Singer, R. 1941. Zur Systematik der Polyporaceen. - Ann. mycol., 39:43-65.&lt;br /&gt;
* Bondartsev, A.S. 1953. The Polyporaceae of the European USSR and Caucasia. Izdatelstvo Akademii Nauk SSSR, Moskau-Leningrad, 896 pp.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1153444852|LCCN=n90622809|VIAF=28689083}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bondarzew, Apollinari Semjonowitsch}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mykologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Namensgeber für eine Pilzart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Leninordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens des Roten Banners der Arbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sowjetbürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1877]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1968]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bondarzew, Apollinari Semjonowitsch&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Bondartsev (botanisches Autorenkürzel); Бондарцев, Аполлинарий Семёнович (russisch)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=russischer Mykologe und Phytopathologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. August 1877&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kursk]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. November 1968&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Sankt Petersburg|Leningrad]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Meloe</name></author>
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