<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Apocolocyntosis</id>
	<title>Apocolocyntosis - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Apocolocyntosis"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Apocolocyntosis&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-08T22:28:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Apocolocyntosis&amp;diff=98604&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Leyo: falsches Minuszeichen durch Halbgeviertstrich ersetzt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Apocolocyntosis&amp;diff=98604&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-05-23T21:00:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;falsches &lt;a href=&quot;/index.php/Minuszeichen&quot; title=&quot;Minuszeichen&quot;&gt;Minuszeichen&lt;/a&gt; durch &lt;a href=&quot;/index.php/Halbgeviertstrich&quot; title=&quot;Halbgeviertstrich&quot;&gt;Halbgeviertstrich&lt;/a&gt; ersetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Seneca the Younger, Apocolocyntosis, St. Gallen, 569.jpg|mini|Die &amp;#039;&amp;#039;Apocolocyntosis&amp;#039;&amp;#039; in der Handschrift St.&amp;amp;nbsp;Gallen, Stiftsbibliothek, 569, Seite 251 (9.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Apocolocyntosis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (nach dem griechischen [[Neologismus]] Ἀποκολοκύντωσις, in etwa „Verwandlung in einen [[Flaschenkürbis|Kürbis]] bzw. eine [[Koloquinte]], Verkürbissung“ von κολοκύνθη, [[Attisches Griechisch|attisch]] κολοκύντη „Flaschenkürbis“) ist eine wahrscheinlich Ende des Jahres 54&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr. von [[Seneca]] verfasste [[Satire]] auf den kurz zuvor verstorbenen römischen Kaiser [[Claudius]]. Der Werktitel parodiert den aus dem Griechischen stammenden und auch im Lateinischen gebräuchlichen Begriff &amp;#039;&amp;#039;[[Apotheose|apotheosis]]&amp;#039;&amp;#039; für die [[Theosis|Vergöttlichung]] eines Verstorbenen. Formal ist die &amp;#039;&amp;#039;Apocolocyntosis&amp;#039;&amp;#039; durch ihre Mischung von [[Prosa]] und [[Lyrik|lyrischen]] Partien der [[Menippeische Satire|menippeischen Satire]] zuzurechnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sofern die herkömmlichen Angaben zu Verfasser und Entstehungskontext zutreffen, wirft der Text ein bezeichnendes Bild auf die Verhältnisse im frühen [[Prinzipat]]: Seneca, der sich damals bei Hof aufhielt, muss angenommen haben, mit der Verspottung des Claudius das Wohlgefallen des neuen Kaisers [[Nero]] zu erregen, obwohl dieser erst kurz zuvor die Vergöttlichung seines Vorgängers angeordnet hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überlieferung und Titel ==&lt;br /&gt;
Die beste heute vorliegende Handschrift des Textes ist der &amp;#039;&amp;#039;Codex Sangallensis 569&amp;#039;&amp;#039;, das Stück wird darin unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Apotheosis Annæi Senecæ per saturam&amp;#039;&amp;#039; geführt. In den anderen, aber weitaus schlechteren Textzeugen, wird die Satire schlicht als &amp;#039;&amp;#039;Ludus de morte Claudii Neronis&amp;#039;&amp;#039; (oder ähnlich) bezeichnet, dort wird überhaupt kein Autor genannt. Der Name &amp;#039;&amp;#039;Apocolocyntosis&amp;#039;&amp;#039; ist erst um das Jahr&amp;amp;nbsp;200&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr. bei dem Geschichtsschreiber [[Cassius Dio]] überliefert, auf dessen Angabe sich auch die Zuschreibung an Seneca den Jüngeren gründet.&amp;lt;ref&amp;gt;Cassius Dio, &amp;#039;&amp;#039;Römische Geschichte&amp;#039;&amp;#039; LX,35,2 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese These ist in jüngster Zeit aber teils bestritten worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bild der Verwandlung in einen &amp;#039;&amp;#039;Kürbis&amp;#039;&amp;#039; sollte Claudius postum der Lächerlichkeit preisgeben und seine [[Apotheose]] persiflieren. Dass der Kürbis in der Antike als Symbol der [[Dummheit]] galt (im Sinne von „Hohlkopf“), wird zwar immer wieder behauptet, ist jedoch alles andere als sicher.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Joachim Adamietz]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Römische Satire.&amp;#039;&amp;#039; Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1986, S. 363.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handlung ==&lt;br /&gt;
Die Handlung spielt sich am Todestag des Claudius ab (also am 13.&amp;amp;nbsp;Oktober 54&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1. Kapitel ===&lt;br /&gt;
Zunächst stellt der Autor sich als Historiograph dar, der darüber schreiben möchte, was am 13.&amp;amp;nbsp;Oktober 54&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr. im [[Himmel (Religion)|Himmel]] geschehen sei. Er führt auch einen Gewährsmann für seine Informationen an, obwohl er der Meinung ist, dass dies für einen Geschichtsschreiber nicht nötig sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2. Kapitel ===&lt;br /&gt;
In epischen [[Hexameter]]n nennt Seneca das Datum des Todestages. Er erkennt jedoch, dass es in [[Prosa]] besser verständlich ist, nennt also Tag und ungefähre Uhrzeit (die er dann auf einen gedachten Einwand des Lesers auch noch in Hexameter fasst).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 3. Kapitel ===&lt;br /&gt;
Hier beginnt die eigentliche Handlung. Claudius liegt im Sterben; [[Mercurius]] begibt sich zu den [[Parzen]] und bittet sie, dem langen Leiden des Claudius doch nun ein Ende zu setzen. Diese wenden ein, dass sie ihn eigentlich noch ein wenig am Leben lassen wollten, willigten dann jedoch ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 4. Kapitel ===&lt;br /&gt;
Wiederum in Hexametern beschreibt Seneca kurz, wie Claudius’ [[Lebensfaden]] abgeschnitten wird, um dann in den folgenden 30&amp;amp;nbsp;Versen ein Loblied auf dessen Nachfolger [[Nero]] anzustimmen. Weiterhin legt er Claudius als letzte Worte den Satz „Vae me, puto, concacavi me!“ („Oh weh, ich glaube, ich habe mich angeschissen!“) in den Mund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 5. Kapitel ===&lt;br /&gt;
Hier beginnt die Beschreibung der Vorgänge im Himmel. Dem [[Jupiter (Mythologie)|Jupiter]] wird die Ankunft eines Fremden gemeldet. Da keiner ihn verstehen oder erkennen kann, wird [[Herakles|Hercules]] zu ihm geschickt, der ja weitgereist und mit [[Ungeheuer|Monstern]] aller Art vertraut sei. Dieser fragt ihn mit einem [[Homer]]vers, aus welchem Erdteil er komme, und erhält sogleich Antwort in einem weiteren Homervers, den Claudius zitiert und sich damit als [[Julier]] zu erkennen gibt (er gibt an, er komme gerade von Ilion ([[Troja]]), der Heimat des [[Aeneas]], des Stammvaters der Julier).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 6. Kapitel ===&lt;br /&gt;
Hier greift [[Febris]], die Göttin des [[Fieber]]s, die ihn bis in den Himmel begleitet hat (Claudius war zeitlebens ein kränklicher Mann), ein und stellt diese Aussage richtig, indem sie erklärt, dass er eigentlich aus [[Lyon]] stamme. Daraufhin will Claudius sie abführen und töten lassen, doch natürlich hat er im Himmel keine Befehlsgewalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 7. Kapitel ===&lt;br /&gt;
Daraufhin stellt Hercules ihn streng zur Rede und Claudius sieht ein, dass er nichts zu melden hat. Stattdessen beginnt er nun Hercules zu schmeicheln und versucht, ihn für sich als Fürsprecher bei den anderen Göttern zu gewinnen. Der Text bricht dann ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Vermutlicher Inhalt des verlorenen Abschnitts:&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Claudius zieht Hercules auf seine Seite. Beide gehen zur Götterversammlung, zu der ihnen Herkules gewaltsam Zutritt verschafft. Der Antrag auf Vergöttlichung des Claudius wird gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 8. Kapitel ===&lt;br /&gt;
Ein Gott (vermutlich [[Apollon|Apollo]]) fragt, was Claudius denn für ein Gott werden solle, und behauptet, dass kein Gott einer [[Apotheose]] zustimmen werde, nicht einmal [[Saturn (Mythologie)|Saturn]], [[Saturnalien|dessen Fest]] Claudius das ganze Jahr lang gefeiert habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 9. Kapitel ===&lt;br /&gt;
Jupiter greift ein, stellt die Senatsordnung wieder her, indem er den Privatmann Claudius für die Zeit der Beratung aus dem Gebäude schickt und dann die Diskussion leitet. Zunächst spricht [[Janus (Mythologie)|Janus]], der sich gegen eine Vergöttlichung ausspricht und zwar nicht nur für Claudius, sondern für alle Menschen. Anschließend setzt sich [[Dis Pater]] – auf ein Zeichen des Hercules hin – für Claudius ein. Es wird berichtet, dass die Meinungen nicht einheitlich waren, aber wohl eine Mehrheit für Claudius sich abzeichnete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 10. Kapitel ===&lt;br /&gt;
Der vergöttlichte Kaiser [[Augustus]] hält eine kunstlose Rede, in der er sich vehement gegen eine Vergöttlichung des Claudius ausspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 11. Kapitel ===&lt;br /&gt;
Fortsetzung von Augustus’ Rede und Beschluss der Götterversammlung: Claudius wird kein Gott und soll in die [[Unterwelt der griechischen Mythologie|Unterwelt]] einziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 12. Kapitel ===&lt;br /&gt;
Claudius wird von Mercurius über die [[Via Sacra]] zum Eingang der Unterwelt geleitet. Dabei schaut er kurz seiner eigenen Bestattung zu und erfreut sich an einem Trauerlied, dessen spöttischer Sinn ihm wohl völlig entgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 13. Kapitel ===&lt;br /&gt;
Mercurius und Claudius kommen in der Unterwelt an, wo er von den Vielen, die er hatte hinrichten lassen, erwartet wird. Die freuen sich natürlich, ihn zu sehen (zum einen weil er nun tot ist, zum anderen da auch er kein Gott ist, sondern in der Unterwelt sein Dasein fristen muss), was Claudius als echte Freude versteht und ihn zu dem Ausruf „Πάντα φίλων πλήρη“ („Alles ist voll von Freunden“) veranlasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 14. Kapitel ===&lt;br /&gt;
Claudius wird dem Unterweltsrichter [[Aiakos|Aeacus]] vorgestellt. Zunächst findet sich kein Anwalt für ihn, dann aber tritt doch ein Verteidiger ([[Publius Petronius (Augur)|Publius Petronius]], ein Zechkumpan) für ihn auf. Der Richter hört jedoch nur die Anklage, nicht die Verteidigung. Es wird über das Strafmaß verhandelt. Schließlich wird Claudius dazu verurteilt, sich zu solch großen Unterweltsbüßern wie [[Tantalos]] oder [[Sisyphos]] zu gesellen und bis in alle Ewigkeit mit einem Würfelbecher zu würfeln, aus dessen Boden die Würfel immer wieder herausfallen&amp;amp;nbsp;– eine Strafe ähnlich dem Fass der [[Danaide]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 15. Kapitel ===&lt;br /&gt;
[[Caligula]] taucht auf und fordert Claudius als Sklaven, als Ausgleich für persönlich erlittene Unbill. Dieser wird ihm prompt zugesprochen, doch dann will der Kaiser ihn selbst nicht haben und verschenkt ihn an Aeacus, der Claudius wiederum an einen Freigelassenen weitergibt. Nun leistet er auf Ewigkeit polizeiliche Kleinarbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Senecas Umsetzung ==&lt;br /&gt;
Das Stück ist das einzige nahezu vollständig erhaltene Exemplar einer lateinischen [[Menippeische Satire|menippeischen Satire]].&amp;lt;ref&amp;gt;Allan A. Lund: &amp;#039;&amp;#039;Einleitung.&amp;#039;&amp;#039; In: L. Annaeus Seneca: &amp;#039;&amp;#039;Apocolocyntosis Divi Claudii&amp;#039;&amp;#039; (Wissenschaftliche Kommentare zu griechischen und lateinischen Schriftstellern). C. Winter, Heidelberg 1994, S. 18.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seneca vereint im Stück in besonderem Ausmaß Elemente aus verschiedenen Genres, so zum Beispiel [[Epos]] (Götterapparat und Unterweltsfahrt), [[Tragödie]] (Auftritt eines Chors) und [[Komödie]] (Auftritt des Hercules als Heracles comicus) in [[Parodie|parodisierender]] Weise.&amp;lt;ref&amp;gt;James Ker: &amp;#039;&amp;#039;Seneca, man of many genres.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Katharina Volk]], Gareth Williams: &amp;#039;&amp;#039;Seeing Seneca Whole. Perspectives on Philosophy, Poetry and Politics.&amp;#039;&amp;#039; Brill, Leiden/Boston 2006, S. 19–41, hier S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie in den anderen römischen Satiren des [[Juvenal]] und [[Aulus Persius Flaccus|Persius]] ist auch hier der Zeitbezug ein wichtiges Element.&amp;lt;ref&amp;gt;Daniel Hooley: &amp;#039;&amp;#039;Roman Satire&amp;#039;&amp;#039; (Blackwell Introductions to the Classical World). Blackwell Publishing, Malden 2007, bes. S. 144 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Dauer des gesamten Stücks finden sich zahlreiche Hinweise auf die Zeit, in der Claudius regiert hat. So enthält das Werk unter anderem Anspielungen auf die Anstellung zahlreicher [[Winkeladvokat]]en während Claudius’ Amtszeit und seinen Hang, politische Widersacher [[Hinrichtung|hinrichten]] zu lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Apocolocyntosis&amp;#039;&amp;#039;, 12,2. Vgl. auch Anton Bauer: &amp;#039;&amp;#039;Anmerkungen.&amp;#039;&amp;#039; In: L. Annaeus Seneca: &amp;#039;&amp;#039;Apocolocyntosis. Die Verkürbissung des Kaisers Claudius.&amp;#039;&amp;#039; Philipp Reclam jun., Stuttgart 1981, S. 64, Anm. 108.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seneca nimmt auch, freilich in grotesker Verzerrung, verschiedene schlechte Charaktereigenschaften und Gebrechen des Claudius aufs Korn, zum Beispiel dessen nuschelnde, undeutliche Aussprache, den hinkenden Gang wie auch die Leidenschaft für das [[Glücksspiel]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Miriam Griffin|Miriam T. Griffin]]: &amp;#039;&amp;#039;Imago Vitae Suae.&amp;#039;&amp;#039; In: John G. Fitch (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Seneca&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Oxford Readings in Classical Studies&amp;#039;&amp;#039;). Oxford University Press, Oxford/New York 2008, S. 23–58, hier S. 43 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später soll sich Seneca dieser zornigen [[Polemik]], die dem von ihm propagierten Ideal philosophischer Gelassenheit so offenkundig widersprach, geschämt haben, und versuchte angeblich, ihre weitere Verbreitung zu verhindern.&amp;lt;ref&amp;gt;Gregor Maurach: &amp;#039;&amp;#039;Einleitung.&amp;#039;&amp;#039; In: Ders. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Seneca als Philosoph.&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;Wege der Forschung, Bd. CCCCXIV), Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1975, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während Historiker wie [[Ulrich Gotter]], die Seneca eher als Machtpolitiker sehen, die Apocolocyntosis oft als Beleg dafür heranziehen, wie skrupellos er sich in den Dienst Neros gestellt habe, haben insbesondere jene Forscher, die ein positives Seneca-Bild vertreten, seit jeher Schwierigkeiten damit gehabt, den Text mit seinem sonstigen philosophischen Werk in Einklang zu bringen. Eine neue Lösung des Problems schlug im Jahr 2016 [[Niklas Holzberg]] vor, der die Autorschaft Senecas bestritt und die Apocolocyntosis für ein Werk des 2. oder frühen 3.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts hielt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Niklas Holzberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Racheakt und „negativer Fürstenspiegel“ oder literarische Maskerade? Neuansatz zu einer Interpretation der Apocolocyntosis&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Gymnasium (Zeitschrift)|Gymnasium]]&amp;#039;&amp;#039; 123 (2016), S. 321–339.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Textausgaben (teilweise mit Übersetzung und/oder Kommentar) ==&lt;br /&gt;
* Renata Roncali: &amp;#039;&amp;#039;L. Annaei Senecae Apokolokyntōsis&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig 1990, ISBN 3-322-00670-0, Reprint Berlin/New York 2010 ISBN 978-3-11-097534-5 (Bibliotheca Teubneriana)&lt;br /&gt;
* [[Otto Schönberger]]: &amp;#039;&amp;#039;Lucius Annaeus Seneca / Apocolocyntosis divi Claudii. Einführung, Text und Kommentar&amp;#039;&amp;#039;. Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg 1990, ISBN 3-88479-564-3&lt;br /&gt;
* [[Allan A. Lund]]: &amp;#039;&amp;#039;L. Annaeus Seneca Apocolocyntosis divi Claudii. Herausgegeben, übersetzt und kommentiert&amp;#039;&amp;#039;. Winter, Heidelberg 1994, ISBN 3-8253-0139-7&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Binder (Altphilologe)|Gerhard Binder]]: &amp;#039;&amp;#039;L. Annaeus Seneca / Apokolokyntosis: lateinisch-deutsch&amp;#039;&amp;#039;. Düsseldorf 1999 ([[Sammlung Tusculum]]), ISBN 978-3-7608-1716-3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Christoph Begass: &amp;#039;&amp;#039;Zu Marcus Aurelius VI, 30 und Senecas Apocolocyntosis.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Hermes (Zeitschrift)|Hermes]].&amp;#039;&amp;#039; Band 138, Heft 3, 2010, S. 337–351.&lt;br /&gt;
* [[Andreas Heil]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Herkunft des Claudius. Etymologische Wortspiele in Seneca, Apocolocyntosis 5–6&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Museum Helveticum]]&amp;#039;&amp;#039; 63 (2006), S. 193–207.&lt;br /&gt;
* [[Niklas Holzberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Racheakt und „negativer Fürstenspiegel“ oder literarische Maskerade? Neuansatz zu einer Interpretation der Apocolocyntosis&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Gymnasium (Zeitschrift)|Gymnasium]]&amp;#039;&amp;#039; 123 (2016), S. 321–339.&lt;br /&gt;
* [[Michael Paschalis]]: &amp;#039;&amp;#039;The Afterlife of Emperor Claudius in Seneca&amp;#039;s Apocolocyntosis&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Numen (Zeitschrift)|Numen]]&amp;#039;&amp;#039; 56 (2009), S. 198–216.&lt;br /&gt;
* [[Thomas Reiser]]: &amp;#039;&amp;#039;Bachtin und Seneca – zum Grotesken in der „Apocolocyntosis Divi Claudii“.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Hermes (Zeitschrift)|Hermes]]&amp;#039;&amp;#039; 135 (2007), S. 469–481.&lt;br /&gt;
* Christian Reitzenstein-Ronning: &amp;#039;&amp;#039;certa clara affero? Senecas Apocolocyntosis und die Zeichensprache des Principats&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Chiron (Zeitschrift)|Chiron]]&amp;#039;&amp;#039; 47, 2017, S. 213–242.&lt;br /&gt;
* Meike Rühl: &amp;#039;&amp;#039;Alle Angaben ohne Gewähr: Momente der Unsicherheit und des Übergangs in Senecas Apocolocyntosis&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Antike und Abendland]]&amp;#039;&amp;#039; 57 (2011), S. 74–94.&lt;br /&gt;
* Sonja Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Die Augustusrede in Senecas Apocolocyntosis. Ein Beitrag zum Augustusbild der frühen Kaiserzeit&amp;#039;&amp;#039;. Hain, Königstein/Ts. 1986.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.thelatinlibrary.com/sen/sen.apoc.shtml Lateinischer Text der Apocolocyntosis]&lt;br /&gt;
* [http://www.gottwein.de/Lat/sen/apocol.php Lateinischer Text, deutsche Übersetzung und Namenserklärung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Latein)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (1. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:54]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seneca]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Leyo</name></author>
	</entry>
</feed>