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	<title>Apikale Parodontitis - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T05:51:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Apikale_Parodontitis&amp;diff=474770&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;WikiHelper232: Infobox ergänzt.</title>
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		<updated>2025-09-13T12:51:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Infobox ergänzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox International Classification of Diseases 11&lt;br /&gt;
| Code-01 = DA09.7&lt;br /&gt;
| Data-01 = Periapikale Parodontitis&lt;br /&gt;
| Code-02 = DA09.70&lt;br /&gt;
| Data-02 = Akute apikale Parodontitis pulpalen Ursprungs&lt;br /&gt;
| Code-03 = DA09.71&lt;br /&gt;
| Data-03 = Chronische apikale Parodontitis&lt;br /&gt;
| Code-04 = DA09.7Y&lt;br /&gt;
| Data-04 = Sonstige näher bezeichnete periapikale Parodontitis&lt;br /&gt;
| Code-05 = DA09.7Z&lt;br /&gt;
| Data-05 = Periapikale Parodontitis, nicht näher bezeichnet&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Cavities evolution 5.svg|mini|hochkant|Apikale Ostitis]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dental X-ray 2012 PD 06.JPG|mini|Apikale Parodontitis am kariösen linken unteren ersten Molaren (Zahn 36), ausgeprägt an der mesialen Wurzelspitze]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;apikale Parodontitis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Latein|lat.]] &amp;#039;&amp;#039;[[Anatomische Lage- und Richtungsbezeichnungen#Lage- und Richtungsbezeichnungen an den Zähnen|apikal]]&amp;#039;&amp;#039; ‚an der Spitze‘, {{grcS|παρά|&amp;#039;&amp;#039;para&amp;#039;&amp;#039;|de=neben}}, {{lang|grc|ὀδούς|de=Zahn}} und {{lang|grc|-ίτις|&amp;#039;&amp;#039;-itis&amp;#039;&amp;#039;}} für ‚entzündliche Krankheit‘; auch: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;apikale Periodontitis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;apikale Ostitis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wurzelspitzenentzündung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist eine Entzündung an der [[Zahnwurzel|Wurzelspitze]] eines Zahnes und gehört zu den [[Odontogene Infektion|odontogenen Infektionen]]. Zur &amp;#039;&amp;#039;marginalen Parodontitis&amp;#039;&amp;#039; (vom Zahnfleischsaum ausgehend) siehe [[Parodontitis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursache ==&lt;br /&gt;
Die apikale Parodontitis ist eine bakterielle Entzündung. Die Bakterien gelangen aus der [[Pulpitis]] (Entzündung des Zahnmarks) durch den Wurzelkanal oder über tiefe Zahnfleischtaschen bis zur Wurzelspitze. Ursächlich ist ein [[Zahnkaries|kariöser]] Defekt, der als Eintrittspforte für Krankheitserreger dient und anfangs nicht unbedingt Schmerzen verursacht. Daneben kann eine [[Zahnfraktur]] oder ein [[Trauma (Medizin)|Behandlungstrauma]], zum Beispiel durch das Beschleifen des Zahnes für eine [[Zahnkrone]], zu einer Pulpitis führen. Eine akute Pulpitis kann äußerst schmerzhaft sein. In manchen Fällen verläuft diese Entzündung der Pulpa auch fast schmerzfrei, das Zahnmark stirbt langsam ab und die Keime breiten sich im System der Wurzelkanäle aus und treten letztlich in den umgebenden Kieferknochen aus. Als Abwehrreaktion des Immunsystems wird der schlecht durchblutete Knochen abgebaut und durch besser durchblutetes Granulationsgewebe ersetzt. Eine Parodontitis apicalis kann in einer akuten oder einer chronischen Form vorliegen. Die akute Form ist oft mit Schmerzen verbunden; sie kann unter Umständen röntgenologisch nur schwer verifiziert werden, während eine chronische Parodontitis apicalis bei einer Auflösung der Knochenstruktur im Bereich der Wurzelspitze im Röntgenbild gut sichtbar sein kann. Man spricht dann von einem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;apikalen [[Granulom]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Seltener wird die apikale Parodontitis nicht bakteriell, sondern durch chemische Reize einer Wurzelfüllung oder einer medikamentösen Wurzeleinlage verursacht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hülsmann2008&amp;quot;&amp;gt;{{cite book|author=Michael Hülsmann|title=Endodontie|url=https://books.google.de/books?id=uNpUyGMx61cC&amp;amp;pg=PT63&amp;amp;hl=de|date=2008-10-08|publisher=Georg Thieme Verlag|isbn=978-3-13-156581-5|pages=63–}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome ==&lt;br /&gt;
Zeichen einer Parodontitis apicalis können vielfältig sein. Dazu gehören eine negative Reaktion auf einen [[Sensibilitätsprüfung|Sensibilitätstest]], ein dumpfer, kontinuierlicher Schmerz mit und ohne intra- oder extraoraler Schwellung. Ferner kann eine aktive [[Fistel]] vorliegen. Röntgenologisch kann eine periapikale Radioluzenz festzustellen sein. Bei einer chronischen Parodontitis apicalis treten zusätzlich Schmerzepisoden auf. Bei einer symptomatischen Parodontitis apicalis sind klinische akute oder subakute Beschwerden in Form von Dauerschmerz oder Schmerzintervallen möglich. Zur eventuellen starken Aufbiss- und Perkussionsempfindlichkeit kann eine apikale Druckdolenz hinzukommen, mit Rötung oder Schwellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei akuter Entzündung empfindet der Patient eine scheinbare Zahnverlängerung. Durch das entzündliche Sekret an der Wurzelspitze wird der Zahn in der [[Zahnfach|Alveole]] angehoben, da die [[Sharpey-Faser]]n, die den Zahn in der Alveole verankern, dem Zahn eine gewisse vertikale Freiheit geben. Dies führt zu typischen Aufbissschmerzen. Oft ist der Zahn bereits bei Berührung durch die Zunge empfindlich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hülsmann2008&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlaufsformen ==&lt;br /&gt;
Eine apikale Parodontitis kann [[Krankheitsverlauf|akut]] (primär akute apikale Parodontitis) oder [[Krankheitsverlauf|chronisch]] (primär chronische apikale Parodontitis) verlaufen. Die chronische Form verläuft mit geringen oder keinen Schmerzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die primär chronische Form in eine akute Entzündung umschlägt, tritt ein typischer Klopfschmerz auf. [[Röntgenfilm|Röntgenologisch]] sind apikale Aufhellungen meist erst nach mehrwöchigem Krankheitsverlauf zu erkennen.&lt;br /&gt;
Als erstes Anzeichen ist ein erweiterter [[Zahn#Zahnbefestigung|Periodontalspalt]] sichtbar. Veränderungen der [[Knochendichte]] sind im Röntgenbild erst erkennbar, wenn mindestens 30 % des Mineralgehaltes des Knochens abgebaut sind. Das kann bei einer apikalen Ostitis einige Tage bis Wochen dauern. Bei geringen Beschwerden und unsicherer Aussagekraft des Röntgenbildes ist eine Wiederholungsaufnahme erst nach drei Monaten angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Indizes ==&lt;br /&gt;
Um die Auswertung endodontischer Zahnfilme zu erleichtern und die Bewertung des Zustands der Periapikalregion zu vereinfachen und nach Möglichkeit zu standardisieren, wurden verschiedene Indizes entwickelt, unter anderem von Reit und Gröndahl der Periapical Probability Index (PRI)&amp;lt;ref name=&amp;quot;PMID6576461&amp;quot;&amp;gt;C. Reit, H. G. Gröndahl: &amp;#039;&amp;#039;Application of statistical decision theory to radiographic diagnosis of endodontically treated teeth.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Scandinavian journal of dental research.&amp;#039;&amp;#039; Band 91, Nummer 3, Juni 1983, S.&amp;amp;nbsp;213–218, {{ISSN|0029-845X}}. PMID 6576461&amp;lt;/ref&amp;gt; oder von Ørstavik der Periapikalindex (PAI).&amp;lt;ref name=&amp;quot;PMID3457698&amp;quot;&amp;gt;D. Orstavik, K. Kerekes, H. M. Eriksen: &amp;#039;&amp;#039;The periapical index: a scoring system for radiographic assessment of apical periodontitis.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Endodontics &amp;amp; dental traumatology.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, Nummer 1, Februar 1986, S.&amp;amp;nbsp;20–34, {{ISSN|0109-2502}}. PMID 3457698.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|+ style=&amp;quot;padding-bottom:1em&amp;quot;| Periapical Probability Index (PRI)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| PRI 1 || sicher kein pathologischer Befund&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| PRI 2 || wahrscheinlich kein pathologischer Befund&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| PRI 3 || pathologischer Befund unsicher&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| PRI 4 || wahrscheinlich pathologischer Befund&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| PRI 5 || sicherer pathologischer Befund&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|+ style=&amp;quot;padding-bottom:1em&amp;quot;| Periapikalindex (PAI)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp; || definitiv keine apikale Parodontitis vorhanden&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2 &amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;|| wahrscheinlich keine apikale Parodontitis vorhanden&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp; || unsicher, ob eine apikale Parodontitis vorhanden ist&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 4&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp; || wahrscheinlich eine apikale Parodontitis vorhanden&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 5&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp; ||definitiv eine apikale Parodontitis vorhanden&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Differentialdiagnose ==&lt;br /&gt;
:[[Datei:Apikale Ostitis Zahn 25 2018-05-09.JPG|mini|Differentialdiagnose: apikales Granulom oder radikuläre Zyste; Zustand nach Wurzelbehandlung; Vorwölbung der apikalen Aufhellung in die Kieferhöhle]]&lt;br /&gt;
Die Unterscheidung einer apikalen Periodontitis von einer [[Odontogene Zyste|dentogenen Zyste]] (radikuläre Zyste) ist nur histologisch möglich. Die ältere Lehrmeinung, dass röntgenologische Aufhellungen über 7&amp;amp;nbsp;mm Durchmesser eher für eine Zyste sprechen, wurde verworfen. Ebenso, dass ein scharf abgegrenzter Rand im Röntgenbild eher für eine Zyste spricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
Die Therapie besteht in einer [[Wurzelkanalbehandlung]]. Die Lokalisation des ursächlichen Zahnes kann sich manchmal schwierig darstellen, da die Beschwerden auf die Nachbarzähne ausstrahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach [[Pfeilerwertigkeit]] ist alternativ zur Wurzelbehandlung eine [[Extraktion (Zahnmedizin)|Extraktion]] zu erwägen. Insbesondere, wenn schon stärkerer [[Lage- und Richtungsbezeichnungen#Lage- und Richtungsbezeichnungen an den Zähnen|marginaler]] Knochenabbau, starke Zahnlockerung oder eine starke kariöse Zerstörung der Krone vorliegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur weniger aufwändigen Behandlung einer Parodontitis mit systemischen [[Antibiotika]] ohne chirurgischen Eingriff ist die Evidenzlage sehr dürftig&amp;lt;ref&amp;gt;Shivi Khattri, Sumanth Kumbargere Nagraj, Ankita Arora, Prashanti Eachempati, Chandan Kumar Kusum, Kishore G Bhat, Trevor M Johnson, Giovanni Lodi: &amp;quot;Adjunctive systemic antimicrobials for the non‐surgical treatment of periodontitis&amp;quot; 16 November 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;. Über die Wirksamkeit des Kauens etwa von Kaugummi, durch Massage einerseits die Durchblutung und damit den Transport des Antibiotikums in den Wurzelbereich zu fördern und andererseits hier auch eine Spülwirkung zu erreichen, fehlen jegliche Erfahrungswerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Apikale Parodontitis bei vorhandener Wurzelfüllung ===&lt;br /&gt;
Gelegentlich tritt eine apikale Parodontitis an Zähnen auf, die bereits vor längerer Zeit wurzelbehandelt wurden. In diesen Fällen ist eine [[Wurzelkanalrevision|Revision]] (Erneuerung) der Wurzelfüllung oder eine [[Wurzelspitzenresektion]] (WSR) indiziert. Bei letzterer wird die Wurzelspitze des Zahnes entfernt, in der oftmals – auf Grund ihrer kleinen Dimension nicht therapierbare – Nebenkanäle des Wurzelkanals mit devitalem Restgewebe der Pulpa verlaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wurzelspitzenresektion ===&lt;br /&gt;
Nach etwa einem Jahr wird eine Wurzelkanalbehandlung einer Röntgenkontrolle unterzogen, um zu prüfen, ob die apikale Parodontitis vollständig abgeheilt ist. Ist dies nicht der Fall, kann auch nach einer regelgerechten Wurzelkanalbehandlung eine Wurzelspitzenresektion erforderlich werden. Nur Granulome bilden sich nach einer erfolgreichen Wurzelkanalbehandlung zurück, während Zysten nicht vollständig ausheilen und verschwinden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Indikation für eine Wurzelspitzenresektion ist gegeben, wenn der apikal entzündete Zahn während der Wurzelbehandlung nicht beschwerdefrei bleibt oder erneute Beschwerden auftreten. Die Wurzelspitzenresektion erfolgt entweder zeitgleich mit der [[Wurzelkanalbehandlung|Wurzelfüllung]] oder bei Bedarf später.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Folgeerkrankungen ==&lt;br /&gt;
Wird die apikale Parodontitis nicht behandelt, dann kann sich eine eitrige Entzündung im Kieferknochen ausbreiten, ein apikaler [[Abszess]] oder es kann eine [[Odontogene Zyste#Radikuläre Zysten|radikuläre Zyste]] daraus entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Paro-Endo-Läsionen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Zahnmedizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parodontologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Endodontie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;WikiHelper232</name></author>
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