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	<title>Apels Garten - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T23:26:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Apels_Garten&amp;diff=1821828&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Andreas Wolf 01: Kategorie ergänzt</title>
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		<updated>2025-11-11T06:39:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kategorie ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Apels Garten.jpg|mini|hochkant=1.6|Apels Garten um 1720, davor die Manufakturgebäude]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Apels Garten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war einer der berühmten [[Barockgarten|Barockgärten]] der Stadt [[Leipzig]], der sich westlich der ummauerten Innenstadt erstreckte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 17. und 18. Jahrhundert ließen erfolgreiche Leipziger Handelsherren auf dem Gelände vor der Stadtmauer nach dem Vorbild französischer Könige zahlreiche Gärten anlegen, die vor allem ihren Repräsentationsbedürfnissen dienten. Neben dem [[Großbosischer Garten|Großbosischen Garten]], dem [[Kleinbosischer Garten|Kleinbosischen]] und [[Gerhards Garten|Richters Garten]] war Apels Garten einer der weit über die Grenzen der Stadt bekannten und bewunderten Leipziger Barockgärten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aus [[Quedlinburg]] stammende und in Leipzig zum Großkaufmann aufgestiegene [[Andreas Dietrich Apel]] (1662–1718) erbte um 1700 von seinem Schwiegervater Jonas Barniske den vor dem Thomaspförtchen liegenden Bieringischen Garten, der schon seit 1629 bestand und den Apel durch den 1701 erfolgten Kauf der gegenüber der [[Pleißenburg]] liegenden Schlosswiese erweiterte. [[August II. (Polen)|August der Starke]] –&amp;amp;nbsp;der bei einem Besuch in Leipzig bei Apel verweilte und von dessen Gattin Dorothea Elisabeth († 1727) sehr angetan war&amp;amp;nbsp;– schenkte dieser ein weiteres Grundstück, so dass das Ehepaar Apel ein zusammenhängendes Gelände in der heutigen [[Innere Westvorstadt|Inneren Westvorstadt]] besaß, das im Norden und Osten vom Pleißemühl- bzw. [[Diebesgraben]], im Süden und Westen von der [[Alte Pleiße|Alten Pleiße]] begrenzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Apels Garten Eingang.jpg|mini|Der Eingang zu Apels Garten mit den Statuen von Balthasar Permoser]]&lt;br /&gt;
Dort entstand seit 1702 unter Leitung des Gartenbaumeisters und Architekten [[David Schatz]] (1667–1750) einer der schönsten Barockgärten Deutschlands. Diese Parkanlage war in Form eines Fächers angelegt, wobei deren Zentrum am heutigen Dorotheenplatz lag, das durch einen Hauptweg (die heutige Otto-Schill-Straße) und eine Brücke über den [[Pleißemühlgraben]] an die damalige Promenade angeschlossen war. Des Weiteren führten vom Zentrum des Gartens drei strahlenförmig, verlaufende Wege nach Nordwesten, nach Westen und nach Südwesten, an die heute noch die Verläufe der Elster-, der Kolonnaden- und der Reichelstraße erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alleen-Achsen des Fächers waren von hohen Heckenwänden gesäumt und ermöglichten einen Ausblick auf die umliegende Landschaft. Springbrunnen, [[Orangerie]]n und Pavillons, die durch Laubengänge verbunden waren, luden zum Verweilen oder Flanieren ein. Die Bildhauer [[Paul Heermann]] (1673–1732) und [[Balthasar Permoser]] (1651–1732) schufen die im Eingangsbereich aufgestellten Statuen der antiken römischen Götter [[Iuppiter|Jupiter]], [[Iuno|Juno]], [[Venus (Mythologie)|Venus]] und [[Mars (Mythologie)|Mars]]. Kopien von zwei dieser Statuen stehen heute auf dem Dorotheenplatz. Weitere wertvolle Plastiken Permosers standen in den Nischen des Gartens. Eine zusätzliche Attraktion war das am Pleißemühlgraben auf dem Grundstück der heutigen Otto-Schill-Straße 3 errichtete, jedoch schon im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] (1756–1763) zerstörte „Apels Bad“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fischerstechen in Apels Garten.jpg|mini|Fischerstechen in Apels Garten 1717]]&lt;br /&gt;
Des Weiteren ließ der Architekt David Schatz Seitenarme der [[Pleiße]] durch das Gelände des Gartens führen und zahlreiche Kanäle anlegen. Damit schuf er Möglichkeiten zu Boots- und Gondelfahrten, die während der sommerlichen Wasserfeste nachts von Fackeln illuminiert wurden. Das bedeutendste Fest fand aus Anlass des 44. Geburtstages des Kurfürsten am 12. Mai 1714 statt, wo venezianische Fischer erstmals die Anwesenden mit dem Brauch des dann alljährlich stattfindenden Fischstechens unterhielten. Außerdem blühte in Apels Garten seit 1723 der [[Zum Arabischen Coffe Baum|Kaffeebaum]] und seit 1756 veranstaltete dort das „Große Concert“ Sommerkonzerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andreas Dietrich Apel sorgte dafür, dass neben den Gebäuden seiner Manufakturen und Werkstätten auch die Wohnungen der Arbeiter in die Gartenanlage integriert wurden. Damit stellte er sich bewusst – auf fast revolutionäre Weise – gegen das Vorbild der französischen Prachtgärten, in denen die einfache Bevölkerung nicht geduldet wurde. Der, einerseits von Apels Geschäftstüchtigkeit beeindruckte, andererseits von dessen grünen Kreationen begeisterte sächsische Kurfürst beauftragte schließlich ihn und seine Gärtner mit der Betreuung der Orangerien in Dresden. Ebenso stand Apels Garten den sächsischen Kurfürsten stets zu geselligen Veranstaltungen offen, und wenn dieser die Messestadt besuchte, nahm er stets bei Apel Quartier (siehe hierzu: [[Königshaus (Leipzig)|Apels Haus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Reichels Garten.jpg|mini|Reichels Garten mit dem neuen Mittelhaus]]&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des Fabrikanten fiel der Garten zu gleichen Teilen an dessen Kinder, die die Anlage weiter pflegten und diese Sehenswürdigkeit der Stadt bis zur Versteigerung im Jahr 1770 erhielten. [[Johann Wolfgang von Goethe|Goethe]] schrieb noch 1765 an seine Schwester [[Cornelia Schlosser|Cornelia]]: „Die Leipziger Gärten sind so prächtig, als ich in meinem Leben etwas gesehen habe. Ich schicke Dir vielleicht einmal das Prospekt von der Entrée des Apelgarten, der ist königlich.“&amp;lt;ref&amp;gt;Gertraute Lichtenberger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Promenaden bey Leipzig.&amp;#039;&amp;#039; 1. Auflage. F.A. Brockhaus Verlag, Leipzig 1990, ISBN 3-325-00273-0, S. 139.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch bereits 1784 wurde berichtet, dass der Garten nicht mehr gepflegt wird. Die ursprüngliche Gartenanlage war verändert, Gebiete waren abgetrennt und verkauft worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1787 erwarb der Kaufmann [[Erdmann Traugott Reichel]] (1748–1832) den (verkleinerten) Garten, der von nun an [[Reichels Garten]] hieß und begann mit der Errichtung von Wohnbauten im Gartengelände&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 1923 wurde eine Straße in der Inneren Westvorstadt nach Apels Garten benannt. Ebenso erinnert der Name eines Restaurants in der Kolonnadenstraße an den ehemaligen Barockgarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Nadja Horsch, Simone Tübbecke (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Bürger. Gärten. Promenaden – Leipziger Gartenkultur im 18. und 19. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Passage Verlag, Leipzig 2018, ISBN 978-3-95415-072-4, S. 52–59.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Hocquél]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Leipzig.&amp;#039;&amp;#039; VEB E.A. Seemann Verlag, Leipzig 1983, {{DNB|840393725}}.&lt;br /&gt;
* [[Karl Czok]]: &amp;#039;&amp;#039;Am Hofe Augusts des Starken.&amp;#039;&amp;#039; Edition Leipzig, 1989, ISBN 3-361-00268-0.&lt;br /&gt;
* Gertraute Lichtenberger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Promenaden bey Leipzig.&amp;#039;&amp;#039; 1. Auflage. F.A. Brockhaus Verlag, Leipzig 1990, ISBN 3-325-00273-0. (Reprint von &amp;#039;&amp;#039;Promenaden bey Leipzig.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1781)&amp;lt;ref&amp;gt;Dieses Bändchen wird der damals beliebten Pasquill-Literatur zugeordnet und erschien anonym. Als Verfasser gilt mit hoher Sicherheit der Sprachlehrer, Buchhändler und Antiquar Friedrich Adolf Audemar Kritzinger (* 16. November 1726 in Leipzig; † 13. Juli 1793), der in der Sprache des Volkes viele populäre Bücher zu religiösen, medizinischen und Leipziger Themen verfasste.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Andreas Stephainski (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zeitreise – 1200 Jahre Leben in Leipzig.&amp;#039;&amp;#039; Leipziger Verlags- und Druckereigesellschaft, Leipzig 2007, ISBN 978-3-9806625-4-3.&lt;br /&gt;
* Alberto Schwarz: &amp;#039;&amp;#039;Das Alte Leipzig – Stadtbild und Architektur&amp;#039;&amp;#039;, Beucha 2018, S. 102–103, ISBN 978-3-86729-226-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://www.leipzig-lexikon.de/GARTPARK/APEL.HTM &amp;#039;&amp;#039;Apels Garten.&amp;#039;&amp;#039;] im Leipzig-Lexikon&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=51.33809|EW=12.36802|type=landmark|region=DE-SN}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Barockbauwerk in Leipzig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliger Garten in Leipzig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Innere Westvorstadt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Andreas Wolf 01</name></author>
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