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	<title>Apanage - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T06:55:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Apanage&amp;diff=44176&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Diopuld: /* Literatur */</title>
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		<updated>2025-11-08T02:55:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Legitime, Begriff 1678.jpg|mini|Exzerpt aus den Memoiren des [[Jakob I Bernoulli]] von 1678]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Apanage&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Französische Sprache|französisch]] aus [[mittellatein]]isch &amp;#039;&amp;#039;appanare&amp;#039;&amp;#039; „mit Brot versorgen“) ist die [[Abfindung]] der nichtregierenden Mitglieder eines [[Adel]]sgeschlechts mit Landbesitz, Einkünften aus Liegenschaften oder Geldzahlungen zur Ermöglichung eines standesgemäßen Lebenswandels. Sie wurde entweder bis zum Tod des apanagierten Adligen gewährt oder bis zum Aussterben der von ihm begründeten Linie. Da es im mittelalterlichen Europa lange Zeit kein einheitliches, klares [[Erbfolge]]&amp;amp;shy;recht gab, versuchte man die nichtregierenden Angehörigen einer [[Dynastie]] mit einer Apanage abzufinden, um eine [[Erbteilung|Teilung]] des [[Herrschaftsgebiet]]s zu verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Apanage wurde, zumindest im 17. Jahrhundert im [[schweizerdeutsch]]en Sprachraum, gelegentlich (aber nicht häufig) auch mit dem Begriff (die) &amp;#039;&amp;#039;Legitime&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jakob I Bernoulli]], Abdruck in: Pet Merian,&amp;#039;&amp;#039; Beiträge zur vaterländischen Geschichte&amp;#039;&amp;#039;; Historische Gesellschaft zu Basel, Dritter Band. (Schweighausersche Buchhandlung, Basel 1846), S.&amp;amp;nbsp;125–145, S.&amp;amp;nbsp;134f. ([https://books.google.de/books?id=gDtCAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA135&amp;amp;lp#v=onepage&amp;amp;q=Legitime&amp;amp;f=true Digitalisat bei books.google.de. Abgerufen am 18. Dezember 2020])&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, wobei dieser Begriff wohl auf das [[Adjektiv]] des umgangssprachlich verkürzten französischen Ausdrucks &amp;#039;&amp;#039;apanage légitime&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans von Bostel]], &amp;#039;&amp;#039;Gutachten, die vom Prinzen Moritz von Salm-Kyrburg wegen eingeführter Primogenitur geforderte Apanage und einem desfalls am 7. Juli 1803 abgeschlossenen Vergleich betreffend&amp;#039;&amp;#039;, ([[Wetzlar]] 1803), S. 7, 18 ff. ([https://books.google.de/books?id=A_hQAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA19&amp;amp;lpg=PA19&amp;amp;dq=zur+Legitime+geben+apanage&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=puyTT6v4bk&amp;amp;sig=ACfU3U3HoJd09d3D3nH4gI0VbELxMX_UVw&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwj76t-G4NntAhXPAGMBHTRcCCIQ6AEwBHoECAEQAg#v=onepage&amp;amp;q=zur%20Legitime%20geben%20apanage&amp;amp;f=false Digitalisat bei books.google.de. Abgerufen am 18. Dezember 2020])&amp;lt;/ref&amp;gt; zurückzuführen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
War der gewährte Landbesitz mit (allerdings eingeschränkten) [[Herrschaftsrecht]]en verbunden, so handelte es sich um ein [[Paragium]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Das Rechtsinstitut der Apanage war durch die [[Primogenitur]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;ordnung, das heißt die Erbfolge des Ältesten aus der ältesten Linie, rechtlich bedingt und auch historisch auf diese zurückzuführen &amp;#039;&amp;#039;(Ubi primogenitura, ibi apanagium)&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Bedürfnis, die bei der Unteilbarkeit des Landes von der Regierungsnachfolge ausgeschlossenen Prinzen und Prinzessinnen zu versorgen, wurde in älterer Zeit durch [[Paragium|Paragien]], d.&amp;amp;nbsp;h. durch die Überweisung von Land und Leuten mit beschränkten Herrschaftsrechten (ohne [[Landeshoheit]]), Rechnung getragen, während seit dem 19. Jahrhundert der Versorgungsanspruch nicht regierender fürstlicher Personen, der schon in der [[Goldene Bulle|Goldenen Bulle]] anerkannt wurde, zumeist durch die Bewilligung von [[Altersvorsorge|Renten]] befriedigt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Höhe der Apanage und die vermögensrechtliche Stellung der apanagierten Prinzen und Prinzessinnen überhaupt war in den einzelnen Staaten teils durch das Grundgesetz, teils durch Spezialgesetze, teils durch [[Hausgesetz]]e und [[Observanz (Recht)|Observanz]] bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Anspruch auf Apanage stand nur ebenbürtigen Mitgliedern des Hauses zu. Es waren aber in Ansehung der Apanage zwei Systeme zu unterscheiden, nach denen die Linien oder die einzelnen fürstlichen Personen ausgestattet wurden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nach dem Vererbungssystem, das z.&amp;amp;nbsp;B. in [[Bayern]], [[Sachsen]], [[Württemberg]] und [[Waldeck]] bestand, war die Apanage für die Linie bestimmt. Die Kinder bekommen bei Lebzeiten des Vaters keine besondere Apanage, bei dessen Tod aber wird die Apanage unter seinen ebenbürtigen Kindern verteilt, und sie bleibt im Erbgang, bis die Linie ausgestorben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nach dem Heimfallssystem, wie es z.&amp;amp;nbsp;B. in [[Baden (Land)|Baden]] und in [[Oldenburg (Oldenburg)|Oldenburg]] rechtens war, wurden die einzelnen fürstlichen Personen, in der Regel von dem Zeitpunkt ihrer Volljährigkeit an, besonders dotiert, und die Apanage endete mit dem Tod des Apanagierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die direkten Nachkommen des regierenden Herrn, insbesondere auch der [[Thronfolger]], hatten in manchen Ländern Anspruch auf Apanage, während sie in anderen Staaten bei Lebzeiten des Vaters von ihm unterhalten werden mussten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ledderhose-fraeuleinsteuer.pdf|miniatur|[[Konrad Wilhelm Ledderhose]]: &amp;#039;&amp;#039;Von der Fräuleinsteuer in Hessen&amp;#039;&amp;#039;, 1795]]&lt;br /&gt;
Prinzessinnen wurden, solange sie unvermählt waren, entweder aus der Apanage der Linie erhalten, oder sie empfingen eine besondere Apanage, in diesem Fall oft [[Sustentation]] genannt. Im Fall der Verheiratung hatten sie einen Anspruch auf [[Aussteuer]] ([[Prinzessinnensteuer]] oder [[Prinzessinnensteuer#Prinzessinnensteuer und Fräuleinsteuer|Fräuleinsteuer]]); die Witwe des Monarchen wie diejenige eines nachgeborenen Prinzen hatten ein [[Wittum]] zu beanspruchen. Die Finanzierung der Aussteuer galt als legitimer Grund zur Erhebung allgemeiner Steuern, denen die [[Landstände]] ihre Zustimmung nicht versagen konnten. Steuern zur Finanzierung der Mitgift für Prinzessinnen wurden daher bisweilen (ebenso wie die Mitgift selbst) als &amp;#039;&amp;#039;Fräuleinsteuer&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Apanage, Fräuleinsteuer und [[Wittum]] (Witwenapanage), die regelmäßig in einer Geldrente, zuweilen aber auch in den Einkünften von Liegenschaften bestanden, hatten je nach der in den einzelnen Staaten bestehenden Einrichtung auf dem Kronfideikommissgut (→ [[Familienfideikommiss|Fideikommiss]]), dem Kammer- oder Domänenvermögen, auf der Staatskasse oder auch auf der [[Zivilliste]] des regierenden Herrn ihren Eintrag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analoge Verhältnisse fanden sich auch in den [[Mediatisierung|mediatisierten]] fürstlichen Häusern sowie in denjenigen Familien, die ein Familienfideikommiss errichtet hatten, dessen Inhaber dann zuweilen an die von der Erbfolge in dasselbe ausgeschlossenen Familienglieder zu deren standesgemäßem Unterhalt Apanagen zu entrichten hatte, deren Größe sich nach Statut, Hausgesetz und Familienobservanz richtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im [[Kaiserreich China|China]] der [[Ming-Dynastie]] (1368–1644) wurden alle nicht regierenden Mitglieder der Kaiserfamilie durch Apanagen versorgt, üblicherweise in Form von weitläufigen Gütern und [[Rente (Wirtschaft)|Renten]] aus der Staatskasse. Dies trug gewichtig zu einer immer desolateren finanziellen Lage der Regierung bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* August Wilhelm Hefftner: &amp;#039;&amp;#039;Die Sonderrechte der souveränen und mediatisirten vormals reichsständischen Häuser Deutschlands.&amp;#039;&amp;#039; Schroeder, Berlin 1871 ([https://babel.hathitrust.org/cgi/pt?id=hvd.32044103211413#page/n3/mode/1up online]).&lt;br /&gt;
* [[Hermann von Schulze-Gävernitz|Hermann Schulze]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Hausgesetze der regierenden deutschen Fürstenhäuser.&amp;#039;&amp;#039; 3 Bände. Mauke u.&amp;amp;nbsp;a., Jena 1862–1883.&lt;br /&gt;
* [[Konrad Wilhelm Ledderhose]]: &amp;#039;&amp;#039;Von der Fräuleinsteuer in Hessen.&amp;#039;&amp;#039; In: Konrad Wilhelm Ledderhose: &amp;#039;&amp;#039;Kleine Schriften.&amp;#039;&amp;#039; Band 5. Akademische Buchhandlung, Marburg 1795, S.&amp;amp;nbsp;4–74.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4347864-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4347864-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsgeschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Diopuld</name></author>
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