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	<title>Anxiolytikum - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-21T01:08:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Anxiolytikum&amp;diff=97657&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Meinichselbst: Parameter fix</title>
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		<updated>2025-05-03T06:54:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Parameter fix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anxiolytikum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Plural: &amp;#039;&amp;#039;Anxiolytika&amp;#039;&amp;#039;) bedeutet wörtlich „Angst[auf]löser“. Der Begriff bezeichnet [[Medikament]]e, die zur &amp;#039;&amp;#039;Anxiolyse&amp;#039;&amp;#039; eingesetzt werden, also zur Verminderung übermäßiger oder [[Angststörung|krankhafter Ängste]]. Synonym verwendet werden auch die Begriffe &amp;#039;&amp;#039;Ataraktikum&amp;#039;&amp;#039; („Beruhigungsmittel“) oder &amp;#039;&amp;#039;minor tranquilizer&amp;#039;&amp;#039; ([[Englische Sprache|engl.]] für „schwaches Beruhigungsmittel“).&amp;lt;ref name=&amp;quot;(PharmD.)Clark2009&amp;quot;&amp;gt;{{cite book|author=Richard Finkel, Michelle Alexia Clark, Luigi X. Cubeddu|title=Pharmacology|url=https://books.google.com/books?id=Q4hG2gRhy7oC&amp;amp;pg=PA105|year=2009|publisher=Lippincott Williams &amp;amp; Wilkins|isbn=978-0-7817-7155-9|pages=105 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hauptgruppe der wirksamsten Anxiolytika stellen die [[Benzodiazepine]] dar. Ihre wesentlichen Risiken und Nebenwirkungen liegen in [[Missbrauch von Benzodiazepinen|gezieltem Missbrauch]] dieser Substanzen und der unter Umständen schnellen und starken Entwicklung einer [[Sucht]]. In Deutschland werden daher ersatzweise eher Anxiolytika anderer Wirkstoffklassen verordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkstoffgruppen ==&lt;br /&gt;
=== Benzodiazepine ===&lt;br /&gt;
[[Benzodiazepin]]e sind effektive Arzneimittel mit schnellem Wirkungseintritt. Obwohl ihr Nebenwirkungsprofil in der Regel eher unkritisch ist, besteht bei ihnen stets die Gefahr einer schnellen und teilweise sehr starken [[Suchterkrankung|Suchtentwicklung]].&amp;lt;ref&amp;gt;M. Lader, A. Tylee, J. Donoghue: &amp;#039;&amp;#039;Withdrawing benzodiazepines in primary care.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;CNS Drugs.&amp;#039;&amp;#039; 23 (1), 2009, S. 19–34.&amp;lt;/ref&amp;gt; Benzodiazepine werden daher in der Regel nur kurzfristig eingesetzt, etwa zur Behandlung von [[Panikattacke]]n oder als Bedarfsmedikation bei schweren [[Psychische Störung|psychischen Grunderkrankungen]]. Ein weiteres Problem beim Einsatz von Benzodiazepinen sind [[Rebound (Medizin)|Rebound-Phänomene]] beim Absetzen nach längerer Einnahme.&amp;lt;ref&amp;gt;M. Gelder, R. Mayou, J. Geddes: &amp;#039;&amp;#039;Psychiatry.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Oxford, New York 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Benzodiazepinen gehören unter anderem:&lt;br /&gt;
* [[Bromazepam]]&lt;br /&gt;
* [[Lorazepam]]&lt;br /&gt;
* [[Diazepam]]&lt;br /&gt;
* [[Alprazolam]]&lt;br /&gt;
* [[Clonazepam]]&lt;br /&gt;
* [[Oxazepam]]&lt;br /&gt;
* [[Midazolam]]&lt;br /&gt;
* [[Camazepam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Thienodiazepine ===&lt;br /&gt;
Als Derivate der Benzodiazepine sind die [[Thienodiazepine]] entstanden; diese sind [[Heterocyclen]], die einen Diazepin-Ring&amp;lt;ref name=&amp;quot;Römpp1&amp;quot;&amp;gt;[[Otto-Albrecht Neumüller]] (Hrsg.): [[Römpp Lexikon Chemie|&amp;#039;&amp;#039;Römpps Chemie-Lexikon.&amp;#039;&amp;#039;]] Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Cm–G.&amp;#039;&amp;#039; 8. neubearbeitete und erweiterte Auflage. Franckh’sche Verlagshandlung, Stuttgart 1981, ISBN 3-440-04512-9, S.&amp;amp;nbsp;930.&amp;lt;/ref&amp;gt; und einen [[Anellierung|anellierten]] [[Thiophen]]-Ring&amp;lt;ref name=&amp;quot;Römpp2&amp;quot;&amp;gt;Otto-Albrecht Neumüller (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Römpps Chemie-Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; Band 6: &amp;#039;&amp;#039;T–Z.&amp;#039;&amp;#039; 8. neubearbeitete und erweiterte Auflage. Franckh’sche Verlagshandlung, Stuttgart 1988, ISBN 3-440-04516-1, S.&amp;amp;nbsp;4234.&amp;lt;/ref&amp;gt; statt einem Benzolring enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Thienodiazepinen gehören unter anderem:&lt;br /&gt;
* [[Bentazepam]]&lt;br /&gt;
* [[Brotizolam]]&lt;br /&gt;
* [[Ciclotizolam]]&lt;br /&gt;
* [[Clotiazepam]]&lt;br /&gt;
* [[Deschloroetizolam]]&lt;br /&gt;
* [[Desmethyletizolam]] (Metizolam)&lt;br /&gt;
* [[Etizolam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== H1-Antihistaminika ===&lt;br /&gt;
Einige ältere [[Antihistaminika]] der ersten Generation (Histamin H1-Rezeptor Antagonisten) haben auch [[Sedierung|sedierende]] oder angstlösende Wirkungen und werden für diese Zwecke eingesetzt. Sie zeichnen sich, wie auch die Benzodiazepine, durch einen schnellen Wirkungseintritt aus, jedoch ohne die Gefahr einer körperlichen Suchtentwicklung. Allerdings zeigen sedierende Antihistaminika gegenüber den Benzodiazepinen ein etwas schlechteres Nebenwirkungsprofil aufgrund ihrer ausgeprägt [[Anticholinergikum|anticholinergen Wirkungen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Benkert: &amp;#039;&amp;#039;Psychopharmaka: Medikamente, Wirkung, Risiken.&amp;#039;&amp;#039; 5. Auflage. München 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt; Daher wird der Einsatz dieser Wirkstoffklasse bei Personen über 65 Jahre von einigen Autoren kritisch bewertet. Bekanntester Wirkstoff dieser Gruppe ist [[Hydroxyzin]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;bandelow&amp;quot;&amp;gt;Borwin Bandelow, Stefan Bleich, Stefan Kropp: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Psychopharmaka&amp;#039;&amp;#039;. 3., vollständig überarbeitete Auflage. Göttingen 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Antidepressiva ===&lt;br /&gt;
Häufig werden zur langfristigen Behandlung bei Angststörungen [[Antidepressivum|Antidepressiva]] eingesetzt. Diese Substanzen benötigen häufig mehrere Wochen der Einnahme, bis sie eine ausreichende Wirksamkeit zeigen. Zur kurzfristigen Behandlung oder zum punktuellen Einsatz bei akuten Panikattacken sind sie daher zum Teil ungeeignet. Man unterteilt Antidepressiva in verschiedene Wirkstoffgruppen, die bestimmte Eigenschaften gemein haben, und sich individuell unterschiedlich gut zur Anxiolyse eignen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuroleptika ===&lt;br /&gt;
So genannte &amp;#039;&amp;#039;niederpotente&amp;#039;&amp;#039; [[Neuroleptika]] können auch zur Anxiolyse eingesetzt werden. Diese Wirkstoffe gelten bei Angsterkrankungen aufgrund ihrer potentiellen Nebenwirkungen und der bedingten Wirksamkeit bei den meisten Formen von Angst im Normalfall als Mittel der zweiten Wahl. Jedoch können sie bei ausgeprägten Angstsymptomen im Rahmen schwerer psychischer oder körperlicher Erkrankungen Mittel der ersten Wahl sein. Bekannte angstlösende Substanzen aus dieser Gruppe sind [[Promethazin]], [[Melperon]] und [[Pipamperon]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;bandelow&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstige Arzneistoffe ===&lt;br /&gt;
Bei Angststörungen kommen zusätzlich zum Einsatz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Buspiron]] – Wirkungseintritt nach einigen Wochen. Körperliche Sucht in der Literatur nicht beschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerd Laux, Hans-Jürgen Möller: &amp;#039;&amp;#039;Memorix Psychiatrie und Psychotherapie&amp;#039;&amp;#039;. 2., aktualisierte Auflage. Thieme, 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Opipramol]] – Wirkungseintritt nach einigen Tagen. Körperliche Sucht unwahrscheinlich, jedoch Absetzphänomene nach langfristiger und/oder hochdosierter Einnahme möglich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bandelow&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Pregabalin]] – Schneller Wirkungseintritt nach einigen Tagen.&amp;lt;ref&amp;gt;R. T. Owen: &amp;#039;&amp;#039;Pregabalin: its efficacy, safety and tolerability profile in generalized anxiety.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Drugs Today]].&amp;#039;&amp;#039; 43 (9), Sep 2007, S. 601–610.&amp;lt;/ref&amp;gt; Körperliches Suchtpotential wahrscheinlich, Ausmaß bislang unbekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft: [https://www.akdae.de/Arzneimittelsicherheit/Bekanntgaben/Archiv/2011/20110128.html Abhängigkeitspotenzial von Pregabalin (Lyrica®) (Aus der UAW-Datenbank)] In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Ärzteblatt.&amp;#039;&amp;#039; Jg. 108, Heft 4, 28. Januar 2011, abgerufen am 16. November 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Fabomotizol]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pflanzliche Arzneimittel ===&lt;br /&gt;
Die Pflanzenheilkunde und die Volksmedizin kennen ebenfalls einige angstlösende Substanzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Melchart: &amp;#039;&amp;#039;Naturheilverfahren: Leitfaden für die ärztliche Aus-, Fort- und Weiterbildung.&amp;#039;&amp;#039; Studienausgabe. 1. Nachdruck. Stuttgart 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu diesen zählen unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Baldrian]]&lt;br /&gt;
* [[Echter Lavendel|Lavendel]]&lt;br /&gt;
* [[Kava]] (in Deutschland wegen Nebenwirkungen auf die Leber nicht mehr zugelassen)&lt;br /&gt;
* [[Passionsblume]]&lt;br /&gt;
* [[Echte Kamille|Kamille]]&lt;br /&gt;
* [[Johanniskraut]]&lt;br /&gt;
* [[Incensol]] (in Weihrauch)&lt;br /&gt;
* [[Cannabis]] (CBD-Öl)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anxiolytikum| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Meinichselbst</name></author>
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