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	<title>Antsanvia - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T05:28:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Antsanvia&amp;diff=388033&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;RobertLechner: /* Literatur */ doi</title>
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		<updated>2024-09-15T08:55:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; doi&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Hessen Altstrassen Reffenstrasse und Via Regia Karte.svg|mini|Verlauf der Altstraßen Hohe Straße, Reffenstraße und Antsanvia (im Vergleich zur Kinzigtalstraße)]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Antsanvia&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Altstraße]], die als Höhenweg entlang der [[Wasserscheide]]n auf den Anhöhen, ohne die Ortschaften zu durchqueren, von [[Mainz]] nach [[Eisenach]] in [[Thüringen]] führte. Der Name leitet sich vom lateinischen &amp;#039;&amp;#039;antiana via&amp;#039;&amp;#039; – alte Straße her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bezeichnungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stützmauer mit Relief und Inschrift &amp;quot;568 ENGR CO (LE) REFFENSTRASSE 1955&amp;quot;.jpg|mini|Gedenktafel in der Nähe des Großen Reffenkopfes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie alle Altstraßen trug die Antsanvia in ihrem Verlauf verschiedene Namen. Zwischen [[Frankfurt-Bergen-Enkheim|Bergen]] und Ostheim (heute Ortsteil von [[Nidderau]]) wurde sie als &amp;#039;&amp;#039;Hohe Straße&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Im [[Büdinger Wald]] ist sie mit dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Reffenstraße&amp;#039;&amp;#039; überliefert; der Name stammt vermutlich von der ersten Anhöhe &amp;#039;&amp;#039;[[Großer Reffenkopf]]&amp;#039;&amp;#039; ({{Höhe|298|DE-NN|link=true}}), über dessen Hänge sich die Straße weiter in den Büdinger Wald zieht. Danach sind die Namen &amp;#039;&amp;#039;Alte Straße&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Kärrnersweg&amp;#039;&amp;#039; (der Name leitet sich vom Begriff Karren ab) und &amp;#039;&amp;#039;Fuldaer Straße&amp;#039;&amp;#039; verzeichnet. Erst von [[Fulda]] bzw. [[Hünfeld]] bis Eisenach ist der Name &amp;#039;&amp;#039;Antsanvia&amp;#039;&amp;#039; überliefert.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich A. Wagner: &amp;#039;&amp;#039;Dies ist ein Gebirge zum Wandern.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Rhön&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Merian (Reisemagazin)|Merian]]&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 17 (1964), Heft 4), S. 5–10, hier S. 6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Namen sind zum Teil noch heute in den offiziellen topografischen Landkarten des Landesvermessungsamtes verzeichnet, so dass sich der Verlauf gut nachvollziehen lässt. Dabei ist zu beachten, dass die heute so bezeichneten Feld- und Waldwege nicht mehr immer der alten Trasse folgen. Die Wege haben sich zum Beispiel durch Flurbereinigung, Auffüllen alter [[Hohlweg]]e und die Erfordernisse der Landmaschinen in ihrem Verlauf verändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FFM Diebsgrundweg.jpg|mini|Ein Abschnitt des Diebsgrundwegs im Frankfurter Stadtteil Bockenheim]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlauf ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Himmelsberg- Herrgottseiche.JPG|hochkant|mini|links|Herrgottseiche bei Giesel]]&lt;br /&gt;
Bei [[Mainz-Kastel|Mainz]] beginnend, führte die Straße parallel zum [[Main]] bis [[Frankfurt-Höchst|Höchst]] (alte &amp;#039;&amp;#039;[[Elisabethenstraße]]&amp;#039;&amp;#039;), über die [[Nidda (Fluss)|Nidda]] bei [[Frankfurt-Nied|Nied]] (&amp;#039;&amp;#039;Rödelheimer Straße,&amp;#039;&amp;#039; heute &amp;#039;&amp;#039;Oeserstraße&amp;#039;&amp;#039;), am [[Frankfurt-Rebstock|Rebstock]] vorbei durch den [[Biegwald]] &amp;#039;&amp;#039;(Biegweg),&amp;#039;&amp;#039; dann nördlich an [[Frankfurt-Bockenheim|Bockenheim]] vorbei, über die Ginnheimer Höhe &amp;#039;&amp;#039;([[Diebsgrundweg]])&amp;#039;&amp;#039; und über den [[Frankfurt-Dornbusch|Dornbusch]] &amp;#039;&amp;#039;(Marbachweg)&amp;#039;&amp;#039; und [[Lohrberg (Frankfurt am Main)|Lohrberg]] bis [[Frankfurt-Bergen-Enkheim|Bergen]]. Von hier aus hielt sich der Weg &amp;#039;&amp;#039;([[Via Regia|Hohe Straße]])&amp;#039;&amp;#039; auf dem Höhenrücken zwischen der [[Nidder]] und der [[Kinzig (Main)|Kinzig]]. Sie ging von Bergen zwischen Kilianstädten und Roßdorf über Ostheim (gehört heute zu [[Nidderau]]) bis nach Marköbel (Ortsteil von [[Hammersbach]]), wo die Straße durch das damals dort angesiedelte römische [[Römisches Militärlager|Kastell]] und den [[Obergermanisch-Raetischer Limes|Limes]] aus dem ehemals römisch kontrollierten Gebiet herausführte. Über die Anhöhen zwischen Langen-Bergheim und [[Ronneburg (Hessen)|Altwiedermus]] verlief der Weg weiter über [[Diebach am Haag]] und [[Herrnhaag]]. Von hier aus verlief die Straße &amp;#039;&amp;#039;(Reffenweg)&amp;#039;&amp;#039; zwischen [[Lorbach]] und [[Vonhausen]] über den Großen Reffenkopf durch den Büdinger Wald. Aus dem Wald kommend, ging der Weg weiter zwischen [[Rinderbügen]] und Waldensberg, vorbei an Leisenwald (heutige &amp;#039;&amp;#039;Reffenstraße&amp;#039;&amp;#039;), [[Hitzkirchen]] und [[Hettersroth]] und zwischen Ober- und Unterreichenbach bis nach Radmühl, wo die [[Salz (Fluss)|Salz]] überschritten wurde, hier querte sie den [[Ortesweg]]. Zwischen Salz und [[Freiensteinau]], Reichlos und zwischen [[Hauswurz (Neuhof)|Hauswurz]] und [[Brandlos]] hindurch führte die Strecke &amp;#039;&amp;#039;(Alte Straß)&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Giesel; Antsanvia - Karlmann-Schenkung.JPG|mini|links|300px|Die Querung der [[Altstraße]] Antsanvia und der [[Liste der Landesstraßen in Hessen ab der L 3001#L 3079|Landesstraße&amp;amp;nbsp;3079]] Giesel-Sieberzmühle-Hosenfeld. Rechts: Alte [[Grenzstein|Grenzmarke]] der [[Karlmann-Schenkung]] an der Sieberzheiligen]]&lt;br /&gt;
Südlich vorbei am Himmelsberg verläuft die [[Liste der Landesstraßen in Hessen ab der L 3001#L 3079|Landesstraße&amp;amp;nbsp;3079]] weiter nordwestlich an [[Giesel (Neuhof)|Giesel]] über den [[Himmelsberg (Giesel)|Himmelsberg]] und der Herrgottseiche bei Giesel vorbei zur [[Fulda (Fluss)|Fulda]] bei Kämmerzell, wo der Fluss über eine Furt überquert wurde. Die Antsanvia traf dann bei [[Hünfeld]] auf die Kinzigtalstraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 872 bei [[Fulda]] &amp;#039;&amp;#039;die lange Brücke&amp;#039;&amp;#039; über die Fulda gebaut worden war (etwas nördlich der Mündung der [[Giesel (Fulda)|Giesel]]), wurde der Weg nördlich an Giesel und zwischen Sickels und Hamerz hindurch an die Fulda bedeutender. An der Brücke über den Fluss traf die Kinzigtalstraße ebenfalls auf die Antsanvia.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Hünfeld aus lief die Antsanvia dann weiter durch die [[Rhön|Kuppenrhön]] nach [[Vacha]], wo sie die [[Werra]] überquerte. Von dort führte die Straße weiter bis nach [[Eisenach]]. Heute verläuft auf dieser Strecke zwischen Hünfeld und Eisenach die [[Bundesstraße 84]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Straße wurde anlässlich der [[Karlmann (Hausmeier)|Karlmann]]-[[Karlmann-Schenkung|Schenkung]] (überliefert in der &amp;#039;&amp;#039;Chartula  St. Bonifatii&amp;#039;&amp;#039;) an das [[Kloster Fulda]] 747 das erste Mal erwähnt, als sie zur Grenzbeschreibung diente. Eine weitere Erwähnung fand der Weg in der &amp;#039;&amp;#039;Vita [[Sturmius|Sturmi]]&amp;#039;&amp;#039; (um 810). In einer Passage ist beschrieben, wie Sturmius nach dem Ort für das Kloster suchte und dabei die Fulda von [[Bad Hersfeld|Hersfeld]] kommend hinaufwanderte. Dabei kreuzte er die Antsanvia, die bei Kämmerzell die Fulda überquerte. Dieser Weg wurde vermutlich aber schon seit der [[Steinzeit]] genutzt. Dies stellten Historiker anhand von Ausgrabungen der alten Siedlungen und [[Hügelgrab|Hügelgräbern]] entlang der alten Streckenführung fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antsanvia verlor als Handelsstraße an Bedeutung, als im frühen Mittelalter die [[Kinzig (Main)|Kinzigtalstraße]] an Bedeutung gewann. Erst in [[Hünfeld]] bzw. Fulda traf die Kinzigtalstraße wieder auf die Antsanvia, von wo sie weiter nach Eisenach, [[Erfurt]] und [[Leipzig]] führte. Dieser Verlauf ist als [[Via Regia]] oder &amp;#039;&amp;#039;Alte Frankfurter-Leipziger Straße&amp;#039;&amp;#039; bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Georg Landau]]: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte der alten Heer- und Handelsstraßen in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Bärenreiter Verlag, Kassel 1958.&lt;br /&gt;
* Jochen Heinke: &amp;#039;&amp;#039;Unterwegs auf den Straßen unserer Urahnen.&amp;#039;&amp;#039; Nidderau 2003, ISBN 3-936622-10-8.&lt;br /&gt;
* [[Willi Görich]]: [[Ortesweg]], Antsanvia und Fulda in neuerer Sicht. Zur Heimführung des Bonfacius vor 1200 Jahren. In: Germania, Korrespondenzblatt der Römisch-Germanischen Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts 33 (1955). Beilage 2. S. 68–88, [[doi:10.11588/ger.1955.43631]].&lt;br /&gt;
* Paul Erb: &amp;#039;&amp;#039;Das Kirschbäumchen bei Giesel – eine frühhistorische Wegemarke an der Antsanvia.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Buchenblätter&amp;#039;&amp;#039; – Beilage der Fuldaer Zeitung für Heimatfreunde, 85. Jahrgang, Nr. 19 vom 25. September 2012, S. 76.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstraße]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehrsgeschichte (Hessen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehrsgeschichte (Thüringen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehrsgeschichte (Mainz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straße in Mainz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straße in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;RobertLechner</name></author>
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