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	<title>Antonshütte - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Antonsh%C3%BCtte&amp;diff=689425&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hejkal: erg.</title>
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		<updated>2026-01-13T18:29:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;erg.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Antonshütte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, im Volksmund &amp;#039;&amp;#039;Prasselhütte&amp;#039;&amp;#039; genannt, war eine Schmelzhütte im [[Schwarzwasser (Zwickauer Mulde)|Schwarzwassertal]] im [[Sachsen|sächsischen]] [[Erzgebirge]]. Das noch erhaltene Hauptgebäude der Anlage befindet sich im Ortsteil [[Antonsthal]] der Gemeinde [[Breitenbrunn/Erzgeb.|Breitenbrunn]] im sächsischen [[Erzgebirgskreis]], der 1831 zum Betrieb der Hütte angelegt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Die Antonshütte im Juni 2024.jpg|mini|Huthaus der einstigen Königlich Sächsischen Antonshütte, 2024]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Antonshütte.jpg|mini|Zustand des Huthauses 2009]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Antonsthal2007.jpg|mini|Einstiges Hüttengelände, 2007]]&lt;br /&gt;
Seit der Gründung der „Generalschmelzadministration“ im Jahr 1710 mussten die im oberen [[Erzgebirge]] abgebauten geringhaltigen Erze mit großem Aufwand zur Weiterverarbeitung nach [[Freiberg]] gebracht werden. Um diese Transportkosten zu sparen und damit den Bergbau rentabler zu machen, initiierte Oberberghauptmann [[August von Herder|August Freiherr von Herder]] den Bau einer Schmelzhütte im westlichen Erzgebirge. Als Standort wurde 1825 die Mündung des [[Halsbach (Schwarzwasser)|Halsbachs]] in das Schwarzwasser zwischen [[Eisenwerk Erla|Erlahammer]] und [[Breitenhof (Breitenbrunn)|Breitenhof]] gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:20070616 Schwarzenberggeblaese.jpg|mini|hochkant|links|Das Schwarzenberggebläse aus der Antonshütte]]&lt;br /&gt;
Die „Königlich Sächsische Antons-Silber-Schmelz-Hütte“, benannt nach dem damaligen König [[Anton (Sachsen)|Anton]], bestand aus drei Hauptgebäuden: dem Huthaus, dem Erzhaus und dem Schmelzhaus. Die Ausstattung der Hütte wurde großzügig nach dem neuesten technologischen Stand angelegt. Für die Luftversorgung der Schmelzöfen konstruierte der Maschinendirektor [[Christian Friedrich Brendel]] ein Zylindergebläse, das als „Schwarzenberggebläse“ in die Technikgeschichte einging und seit 1926 über Tage auf der Freiberger Schachtanlage [[Lehr- und Forschungsbergwerk „Reiche Zeche“ und „Alte Elisabeth“|&amp;#039;&amp;#039;Alte Elisabeth&amp;#039;&amp;#039;]] zu besichtigen ist. Um ausreichend [[Aufschlagwasser]] für den Gebläsebetrieb zu sichern, wurde ab 1828 ein ca. 3,5 Kilometer langer [[Kunstgraben]] angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Einweihung der Antonshütte am 4. Juli 1831 gab Freiherr von Herder den ersten Trog zur Beschickung der [[Hochofen|Öfen]] auf. Dabei äußerte er die Hoffnung, dass durch diese Hütte „das Wohl der obergebirgischen Bewohner […] auf Jahrhunderte hinaus gesichert“ würde. In den ersten beiden Betriebsjahren verarbeitete die Hütte etwa 31.000 [[Zentner]] Erz zu 36,5 Zentnern [[Silber]], 90 Zentnern [[Kupfer]] und 3.043 Zentnern [[Blei]]. Die in die Hütte gesetzten hohen Erwartungen erfüllten sich auf Dauer jedoch nicht. Das Oberbergamt klagte schon 1833: „Die Menge der Erze, die zur Antonshütte geliefert werden, reicht nicht aus, die Hütte genügend zu beschäftigen.“ Auch die Umstellung auf [[Amalgam]]ation konnte den Betrieb nicht beleben. 1843 genehmigte das Finanzministerium die vorübergehende Einstellung der Arbeit. Mit Jahresbeginn 1844 blieben die Öfen aus. Sie wurden erst ab 1848 langsam wieder in Gang gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 1853 wies [[Julius Adolph Stöckhardt]] vom Akademischen Laboratorium in [[Tharandt]] auf die Schädigung junger Fichten und Kiefern durch den Rauch der Antonshütte hin und untersuchte die Bäume sowie das sie umgebende Erdreich, wobei in beiden Bleiverbindungen nachgewiesen wurden. 1855 machte der Schwarzenberger Forstmeister Curtius auf schwere Waldschädigungen aufmerksam, deren Ursache die giftigen Hüttendämpfe waren. Am 5. September 1857 teilte das Finanzministerium dem Oberbergamt mit, dass es wegen der beträchtlichen Rauchschäden und nur geringer Erzlieferungen beschlossen hätte, den Betrieb der Hütte einstweilig zu [[Sistierung|sistieren]]. Im Mai 1858 wurde der Hüttenbetrieb endgültig aufgegeben, nicht zuletzt, weil im selben Jahr ein Hochwasser des Halsbaches die Gebäude teilweise schwer beschädigt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. April 1863 fand eine öffentliche Versteigerung der Antonshütte statt, die jedoch ergebnislos verlief. 1865 kaufte der Papierfabrikant [[Franz Eduard Weidenmüller]] die Anlagen der Antonshütte samt Wasserkraft für knapp 23.000 Taler. Aus der Holzschleiferei, die von 1867 bis 1884 getrockneten Holzschliff an andere Betriebe lieferte, entwickelte sich in den Folgejahren eine [[Papierfabrik]] mit drei Maschinen und entsprechenden Aufbereitungsanlagen. Eine weitere Papierfabrik ließ Weidenmüller im Jahr 1906/07 in [[Dreiwerden]] bei [[Mittweida]] errichten,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://industriegeschichte-mittelsachsen.de/24_Papierfabrik_Dreiwerden.htm Die Papierfabrik Dreiwerden auf der Website der Industriegeschichte von Mittweida]&amp;lt;/ref&amp;gt; in der er Arbeiter aus der Antonshütte einsetzte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | autor=Thomas Liebert | hrsg=ahnenforschung-liebert.de | url=http://www.ahnenforschung-liebert.de/pdf/muehlen/muehlen_weinsdorf_liebenhainer_muehle.pdf | titel=Liebenhainer Mühle | datum=2013-06-14| seiten=2 | abruf=2023-09-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den [[Volksentscheid in Sachsen am 30. Juni 1946]] ging der Betrieb in [[Volkseigentum]] über und wurde in den 1970er-Jahren in das VE Kombinat Vereinigte Papier- und Kartonfabriken [[Bad Schlema|Niederschlema]] eingegliedert. 1990 wurde dieses Kombinat als &amp;#039;&amp;#039;[[Dresden Papier]] AG&amp;#039;&amp;#039; privatisiert, der Standort Antonsthal wurde 1994 aufgegeben und der überwiegende Teil der Betriebsanlagen abgerissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der 1972 unter Denkmalschutz gestellten Antonshütte ist heute nur noch das Herren- oder Huthaus mit einem angebauten Treppenhaus erhalten. Es wird seit einigen Jahren wieder Stück für Stück denkmalgerecht restauriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Prasselhütte ==&lt;br /&gt;
Die mundartliche Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Prasselhütte&amp;#039;&amp;#039; neben der Kurzform &amp;#039;&amp;#039;die Hütte&amp;#039;&amp;#039; entstand aus dem Prasseln, also den lauten knackenden Geräuschen, die bei einem Feuer bei der Verhüttung entstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Historisches Ortsnamenbuch von Sachsen]]. Band I: A–L, Adademie-Verlag, Berlin 2001, S. 22.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Königlich Sächsische Antonshütte e. V. ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Die Hüttenknappschaft Antonsthal.jpg|miniatur|Vereinsmitglieder mit Fahne (2016)]]&lt;br /&gt;
Am 19. Januar 2016 wurde der im Breitenbrunner Ortsteil Antonsthal ansässige Verein &amp;#039;&amp;#039;Königlich Sächsische Antonshütte e.V.&amp;#039;&amp;#039; in das Handelsregister beim [[Amtsgericht Chemnitz]] eingetragen. Es handelt sich dabei um die als eingetragener Verein verfasste Form der bereits seit Anfang der 1990er Jahre unter Leitung von Andreas Kahl aktiven Hüttenknappschaft aus Antonsthal.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://knappenverein.de/portfolio-item/koeniglich-saechsische-antonshuette-e-v/ Königlich Sächsische Antonshütte e.V.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein hat sich das Ziel gesetzt, die Geschichte der Antonshütte in ihrer überregionalen Bedeutung für das Erzgebirge zu erforschen und für die Öffentlichkeit erlebbar zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bei den [[Bergparade]]n mitgeführte quadratische Vereinsfahne orientiert sich in ihrer Gestaltung an den Revierfarben des sächsischen Oberhüttenamtes (Scharlachrot und Gold) und an zeitgenössischen Abbildungen. Sie zeigt neben den Hütteninsignien ein Spruchband mit der Aufschrift „Glückauf“ sowie den in zwei Halbkreisen angeordneten Schriftzug „Königlich Sächsische Antonshütte“. Als Gezähe führen die Hüttenleute u. a. Furkel (auch Hüttengabel), Stecheisen und Probierkelle mit.&lt;br /&gt;
{{Absatz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{WdH|20}} (S. 122–125)&lt;br /&gt;
* Andreas Kahl: &amp;#039;&amp;#039;Die Antonshütte in Antonsthal.&amp;#039;&amp;#039; in: Landesverein Sächsischer Heimatschutz (Hg.): Kalender Sächsische Heimat 2017, Kalenderblatt 27. Woche&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=[[Otfried Wagenbreth]] et al. | Hrsg=Otfried Wagenbreth, [[Eberhard Wächtler]] | Titel=Bergbau im Erzgebirge | TitelErg=Technische Denkmale und Geschichte&lt;br /&gt;
 | Verlag=Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie | Seiten=349-352 | Auflage=1 | Ort=Leipzig | Datum=1990 | ISBN=3-342-00509-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Antonshütte}}&lt;br /&gt;
* [https://www.antonshuette.de/ Internetseite der Antonshütte]&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=RxBpH4yaSxo Filmausschnitt über die Antonshütte auf youtube]&lt;br /&gt;
* Ansichten der Antonshütte und späteren Papierfabrik im Bestand der Deutschen Fotothek: [http://www.deutschefotothek.de/documents/obj/30112671], [http://www.deutschefotothek.de/documents/obj/70016705], [http://www.deutschefotothek.de/documents/obj/70016706], [http://www.deutschefotothek.de/documents/obj/70016903]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=50.502004|EW=12.756865|type=building|region=DE-SN}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Antonshutte}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergbau (Sächsisches Erzgebirge)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Hüttenwerk in Sachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produzierendes Unternehmen (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Breitenbrunn/Erzgeb.]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Erzgebirgskreis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anton (Sachsen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Breitenbrunn/Erzgeb.)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hejkal</name></author>
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