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	<title>Antonius Raab - Versionsgeschichte</title>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Antonius_Raab&amp;diff=2321295&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mhandschug: /* Einzelnachweise und Anmerkungen */EW-Fehler, siehe [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Antonius_Raab&amp;oldid=191523101 Änderung]</title>
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		<updated>2026-01-17T10:28:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise und Anmerkungen: &lt;/span&gt;EW-Fehler, siehe [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Antonius_Raab&amp;amp;oldid=191523101 Änderung]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:AntoniusRaab1921.jpg|mini|Antonius Raab, 1921]]&lt;br /&gt;
[[Datei:ErsterOeffentlicherFlugzeugSchlepp1927-04-18.jpg|mini|Bild vom ersten öffentlichen [[Flugzeugschlepp]] von [[Gerhard Fieseler]] und [[Kurt Katzenstein]] am 18. April 1927 über dem [[Flugplatz Kassel-Waldau]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;LitKNN1927-04-20&amp;quot; /&amp;gt;. Vorausgegangen war am 13. April 1927 ein erfolgreicher Erstflug von Katzenstein im Schleppflugzeug [[Raab-Katzenstein RK 6|RK&amp;amp;nbsp;6 „Kranich“]] und Raab im Gleitflugzeug [[Raab-Katzenstein RK 7|RK&amp;amp;nbsp;7 „Schmetterling“]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;LitNagel39&amp;quot; /&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Antonius Raab&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[30. April]] [[1897]] in [[Neuss]]; † [[13. März]] [[1985]] in [[Genua]])&amp;lt;ref name=&amp;quot;LitNagel389&amp;quot; /&amp;gt; war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Pilot]], [[Flugzeugbauer]] und [[Unternehmer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jugend und Erster Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
Antonius Raab wuchs in [[Rösrath]] bei [[Köln]] in der Nähe des Flugplatzes [[Wahner Heide]] auf, aus dem später der [[Flughafen Köln/Bonn]] entstand. Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] erlebte er die ständigen Starts und Landungen von Flugzeugen, was bei ihm den Wunsch weckte, selbst Pilot zu werden. Im Jahr 1914 meldete er sich im Alter von 17 Jahren freiwillig als Soldat. Anfang 1918 wurde er bei den [[Luftstreitkräfte (Deutsches Kaiserreich)|Luftstreitkräften]] als [[Infanterieflieger]] ausgebildet und bei der [[4. Armee (Deutsches Kaiserreich)|4.&amp;amp;nbsp;Armee]] zur Aufklärung der feindlichen Artilleriestellungen und Schützengräben eingesetzt. Kurz vor Kriegsende wurde er auf die Jagdfliegerschule nach [[Valenciennes]] versetzt, deren Leiter der spätere [[Generalinspektion|Generalinspekteur]] der NS-Luftwaffe [[Erhard Milch]] war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weimarer Republik ==&lt;br /&gt;
=== Verkehrspilot ===&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg wurde Raab einer von zehn Piloten der [[Deutsche Luft-Reederei|Deutschen Luft-Reederei]], zunächst auf dem [[Flugplatz Johannisthal]] bei [[Berlin]], ab 1922 auf dem Gelände der ehemaligen [[Berlin-Staaken#Flugplatz Staaken/Zeppelinwerke|Zeppelinwerke in Berlin-Staaken]]. Er war vorrangig für die [[Luftpost]]strecken zuständig. Er war als Fluglehrer tätig und unterrichtete u.&amp;amp;nbsp;a. eine Gruppe [[Republik China (1912–1949)|Chinesen]], darunter den späteren Premierminister [[Zhou Enlai]]. Zudem wurden die Flugzeuge für Filmaufnahmen und andere Aktionen wie Werbeflüge gechartert. Da der Flugverkehr im Winter weitgehend ruhte, studierte er nebenher ab 1920 in Berlin [[Rechtswissenschaft|Jura]]. Während seines Studiums wurde er Mitglied der &amp;#039;&amp;#039;[[Wehrschaft]] Neo-Suevia Berlin&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Jacob (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Anschriften-Verzeichnis der [[Deutsche Wehrschaft|Deutschen Wehrschaft]] für 1928/29.&amp;#039;&amp;#039; Reutlingen, 1928, S. 39.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang September 1921 täuschte Raab gemeinsam mit einem Passagier, dem [[Vereinigte Staaten|US-amerikanischen]] Journalisten Siegfried Dunbar Weyer, im Park von [[Schloss Saabor]] bei [[Zielona Góra|Grünberg in Schlesien]] eine Notlandung vor. Mit diesem Täuschungsmanöver wollte Weyer –&amp;amp;nbsp; er war Korrespondent des &amp;#039;&amp;#039;[[International News Service]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;– herausfinden, ob die Gerüchte, dass sich der abgedankte Kaiser [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Wilhelm&amp;amp;nbsp;II.]] mit der Schlossherrin [[Hermine Reuß ältere Linie|Hermine Prinzessin Reuß]] vermählen wolle, stimmten. Hermine Reuß bat die beiden Männer wie erhofft ins Haus, wo Weyer ein Foto von Wilhelm&amp;amp;nbsp;II. auf dem Klavier entdeckte. Er fühlte sich in seinem Verdacht bestätigt und publizierte die Meldung, dass das Paar seine Hochzeit plane. Diese Pressemeldung soll den ehemaligen Kaiser in Zugzwang gebracht haben, der sich daraufhin vier Wochen später mit Prinzessin Reuß verlobte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;books-tkOgBgAAQBAJ-PT356&amp;quot;&amp;gt;Christine von Brühl: &amp;#039;&amp;#039;Anmut im märkischen Sand.&amp;#039;&amp;#039; Aufbau Digital, 2015, ISBN 978-3-8412-0879-8 ({{Google Buch |BuchID=tkOgBgAAQBAJ |SeitenID=PT356}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; S. Dunbar Weyer nahm sich im April 1927 das Leben, indem er sich in einem Abteil des Zuges von Bremen nach Berlin erschoss. In einem Abschiedsbrief gab er als Grund für seinen Selbstmord einen Nervenzusammenbruch an, nachdem er sieben Jahre lang keinen Urlaub gemacht habe.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Borger Daily Herald&amp;#039;&amp;#039; (Borger, Tex.), Bd. 1, Nr. 127, Ed. 1, Mittwoch, 20. April 1927 ([https://www.weyeriana.de/startseite.html?/sonstiges/siegfried%20dunbar.html Bild] online auf www.weyer.de.com)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im selben Jahr wurde Raab für die Strecke [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]]–[[Moskau]] zur [[Deruluft]] versetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fluglehrer ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1923 wechselte Raab zum [[Breslau]]er Stahlwerk Mark, das Sportflugzeuge herstellte und eine Flugschule betrieb,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://histaviation.com/Stahlwerk_Mark_III.html |wayback=20090301154010 |text=Swedish Civil Aviation Museum: &amp;#039;&amp;#039;Stahlwerk Mark III&amp;#039;&amp;#039; (englisch) }} auf histaviation.com&amp;lt;/ref&amp;gt; knüpfte seine Einstellung jedoch an die Bedingung, keine Flieger für das Militär auszubilden. Bei der [[Leipziger Messe]] 1923 machte er einen vielbeachteten Werbeflug für [[Odol]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Reichspräsident]] [[Friedrich Ebert]] plante, Antonius Raab, der Mitglied der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] war und als einer der besten [[Kunstflug|Kunstflieger]] seiner Zeit galt, mit dem Aufbau des deutschen Sportflugwesens zu beauftragen. Nach dem [[Friedensvertrag von Versailles]] war es Deutschland verboten, Flugzeuge zu militärischen Zwecken zu entwickeln und nun sorgte man sich um die fliegerische Zukunft Deutschlands:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Der Reichspräsident befürchtete, daß die Siegermächte ihre Flugzeugkonstruktionen weiter und weiter entwickeln könnten, zum Teil sogar unter ungehinderter Ausbeutung deutscher Patente und daß sie in der Sportfliegerei einen solchen Vorsprung erringen könnten, der nie mehr aufzuholen wäre, sowohl was die Verkehrsflugzeuge als auch was die künftigen Piloten anbelangte.&lt;br /&gt;
 |Autor=Antonius Raab&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[#LitRaab|Raab fliegt]]&amp;#039;&amp;#039;, S. 43&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Raab versprach Ebert, dieses Vorhaben durch eine spektakuläre Aktion zu unterstützen, wozu er am 8. Juli 1923 morgens um 5&amp;amp;nbsp;Uhr mit einem [[Rieseler_R_III/22|Rieseler Sportflugzeug R&amp;amp;nbsp;III/22]] in Berlin auf der Straße [[Unter den Linden]] landete und für viel Aufmerksamkeit und Werbung sorgte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LuiseBMS |Autor=Hans Aschenbrenner |Titel=Notlandung oder Filmaufnahme? |ID=gese |Nr=7 |Jahr=1997 |Seite=95–97}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Raab jedoch anlässlich einer Trauerfeier für [[Manfred von Richthofen]] herausfand, dass die große Mehrzahl seiner Flugschüler verbotenerweise Offiziere der [[Reichswehr]] waren, fühlte er sich hintergangen und kündigte bei Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1924 ging Raab als Chefpilot zur [[Dietrich-Gobiet Flugzeugbau]] AG&amp;lt;ref&amp;gt;[http://histaviation.com/Dietrich_Gobiet_Flugzeugwerke_AG.html &amp;#039;&amp;#039;Dietrich-Gobiet Flugzeugwerke AG&amp;#039;&amp;#039;] auf histaviation.com&amp;lt;/ref&amp;gt; und absolvierte zahlreiche Reklame-Flüge sowie [[Kunstflug]]vorführungen. Sein Kunstflugschüler [[Kurt Katzenstein]] und er gewannen zahlreiche Kunstflugwettbewerbe, u.&amp;amp;nbsp;a. 1925 in Prag und in München. Trotzdem ging die Firma im Jahr 1925 in [[Insolvenz|Konkurs]]. In seinen Memoiren schreibt Raab, der Mitinhaber Dietrich habe 1925 „seine Sympathien für die Nazi-Partei entdeckt“ und versucht, die nicht „rein arischen“ Kurt Katzenstein&amp;lt;ref&amp;gt;Gemäß &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039; war der jüdische Kurt Katzenstein während des Ersten Weltkriegs Pilot in der [[Jagdstaffel&amp;amp;nbsp;11]] unter [[Manfred von Richthofen]] und bildete u.&amp;amp;nbsp;a. [[Hermann Göring]] als Flieger aus. Nach der [[Machtergreifung]] durch die Nationalsozialisten wanderte er nach [[Palästina (Region)|Palästina]] aus und arbeitete als Versuchsflieger in Südafrika (gemeinsam mit [[Willy Rosenstein]]). 1948 wurde er zum Chefpiloten der neugegründeten israelischen Fluggesellschaft ernannt. {{Der Spiegel |ID=44418820 |Titel=Kurt Katzenstein |Jahr=1948 |Nr=37}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Anatole Gobiet|Gobiet]] (seinen Kompagnon), die ihm Geld und Ruhm eingebracht hätten, auszubooten. Dietrich selbst habe 1942 in seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Im Flug über ein halbes Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039; geschrieben, dass „die Juden“ sein Unternehmen zerstört hätten.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[#LitRaab|Raab fliegt]]&amp;#039;&amp;#039;, S. 67&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu Raabs Flugschülern gehörte auch der später in Japan tätige Industrielle [[Willy Rudolf Foerster]]. Dieser hatte in [[Tokio]] die Vertretung der AEKKEA-RAAB übernommen. U. a. auf Veranlassung des Luftattachés [[Wolfgang von Gronau]] wurde er jedoch durch die Gestapo zur Aufgabe seiner Geschäftsbeziehungen gezwungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Clemens Jochem: &amp;#039;&amp;#039;Der Fall Foerster: Die deutsch-japanische Maschinenfabrik in Tokio und das Jüdische Hilfskomitee&amp;#039;&amp;#039; Hentrich und Hentrich, Berlin 2017, S. 14–15, ISBN 978-3-95565-225-8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unternehmer ===&lt;br /&gt;
Noch im selben Jahr gründeten Raab, Katzenstein und Gobiet die [[Raab-Katzenstein-Flugzeugwerke|Raab-Katzenstein-Flugzeugwerke GmbH]] (RaKa) in [[Kassel]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;ReferenceA&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[#LitRaab|Raab fliegt]]&amp;#039;&amp;#039;, S. 69&amp;lt;/ref&amp;gt; und übernahmen zahlreiche Mitarbeiter der Dietrich-Gobiet-Flugzeugbau. Die RaKa, „wo es keine ‚Rassenvorurteile‘ gab“,&amp;lt;ref name=&amp;quot;ReferenceA&amp;quot;/&amp;gt; leistete Pionierarbeit in vielen Bereichen, so entwickelte sie entscheidend den [[Flugzeugschlepp|Schleppflug]] für [[Gleitflugzeug]]e. Die dort gebauten Motor-Flugzeuge trugen Vogelnamen wie „[[Raab-Katzenstein Kl. 1|Schwalbe]]“, „[[Raab-Katzenstein RK 2|Pelikan]]“, „[[Raab-Katzenstein RK 6|Kranich]]“ und „[[Raab-Katzenstein RK 9|Grasmücke]]“, das von der Firma produzierte [[Segelflugzeug]] hieß „[[Raab-Katzenstein RK 7|Schmetterling]]“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;erinneru-Erinneru&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.erinnerungen-im-netz.de/erinnerungen/erin-artikel/antonius-raab-ein-mitbegruender-der-kasseler-flugzeugindustrie/ |titel=Erinnerungen |werk=erinnerungen-im-netz.de |abruf=2019-01-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Nationalsozialisten hätten das Patent der RaKa am Schleppflug in ihrer Propaganda später dem politisch genehmeren [[Gerhard Fieseler]], der Anteilseigner von RaKa gewesen war, zugeschrieben, so Raab. Raab berichtet in seinen Memoiren zudem, dass man bei RaKa schon 1926 die [[Mitarbeiterbeteiligung]] sowie die [[Mitbestimmung]] eingeführt habe.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[#LitRaab|Raab fliegt]]&amp;#039;&amp;#039;, S. 90&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz erfolgreicher Geschäfte, darunter Exporte in alle Welt, ging RaKa im Jahr 1930 in Konkurs, nachdem ihr im Zuge der Pleite der Hausbank von anderen Banken die Kredite gekündigt worden waren. Mit einem allerletzten Schritt war sogar noch ein Firmenumzug auf den [[Flughafen Krefeld-Bockum]] unternommen worden, der von der Stadt [[Krefeld]] finanziell unterstützt wurde. Der Stadt wurden dafür von Raab Flugzeuge als Sicherheit übereignet, die schon gar nicht mehr im Besitz der Firma waren. Schließlich musste sich Raab vom 7. bis 11. November 1932 in Krefeld wegen einer Reihe von Straftatbeständen vor Gericht verantworten und wurde wegen Konkursvergehens, Unterschlagung, Betrug und Untreue zu zehn Monaten Haft verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |url=http://lehre.hki.uni-koeln.de/hsa-cgi/kleioc |text=lehre.hki.uni-koeln.de |datum=2023-05-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;LitNagel394&amp;quot; /&amp;gt; Wegen Fluchtgefahr wurde er sofort inhaftiert und am 17. Januar 1933 unter Aussetzung der Strafe bedingt entlassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LitNagel394&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Raab vermutete, die Reichswehr hätte an dieser Entwicklung „kräftig gedreht“, da die RaKa ein „nicht genehmer“ Betrieb gewesen sei, der sich geweigert habe, sich an der militärischen Wiederaufrüstung (vgl. [[Aufrüstung der Wehrmacht]]) zu beteiligen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[#LitRaab|Raab fliegt]]&amp;#039;&amp;#039;, S. 101, 109.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schon in den Jahren zuvor war die RaKa laut Aussagen von Raab Schikanen der Reichswehr ausgesetzt gewesen, da das Unternehmen sich nicht nur nicht an der Wiederaufrüstung beteiligen wollte, sondern Verstöße gegen den Friedensvertrag von Versailles angezeigt habe. Im März 1929 veröffentlichte der Journalist [[Walter Kreiser]] in der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Die Weltbühne]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Carl von Ossietzky]] in einem Artikel Einzelheiten über die geheime Rüstung, zu dem er Material u.&amp;amp;nbsp;a. von Raab erhalten habe. Ossietzky und Kreiser wurden Ende 1931 wegen Verrats militärischer Geheimnisse im sogenannten [[Weltbühne-Prozess]] zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Raab wurde in der Folge mehrfach aufgrund absurder Beschuldigungen verhaftet. Während einer dieser Gefängnisaufenthalte wurde er von einem [[Sturmabteilung|SA]]-Mann derart stark geohrfeigt, dass er fortan unter einer Störung des Gleichgewichtssinns litt, was ihn in späteren Jahren die Pilotenlizenz kostete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeit des Nationalsozialismus ==&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung]] der [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] wurde Raabs neues Unternehmen –&amp;amp;nbsp;die „[[Raab Flugzeugbau Gesellschaft]]“ mit rund zehn Mitarbeitern in Berlin&amp;amp;nbsp;– von der [[Sturmabteilung|SA]] besetzt; ein Angestellter, der sich dem entgegenstellte, wurde verhaftet. Aus der Firma entwickelte sich später laut Raab die erste SA-Fliegerstaffel.&amp;lt;ref&amp;gt;Raab schrieb in seinen Memoiren „SA“, es muss sich allerdings um eine [[Schutzstaffel|SS-Fliegerstaffel]] gehandelt haben.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1933 wurde Raabs Schwiegervater aus erster Ehe, Hermann Kalkoff, von SA-Leuten zu Tode geprügelt. Er hatte [[Hermann Göring]] Jahre zuvor Geld geliehen und Ende 1932 den vergeblichen Versuch gemacht, Göring pfänden zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flucht ==&lt;br /&gt;
Antonius Raab flüchtete daraufhin nach [[Estland]], wo er den Bau von Flugzeugen überwachte; als das NS-Regime seine Auslieferung forderte, nach [[Lettland]], von dort nach [[Litauen]] und schließlich nach [[Griechenland]]. Dort gründete er 1935 eine neue Firma, die [[AEKKEA-Raab|A.&amp;amp;nbsp;G. Flugzeugbau Raab (AEKKEA)]] in [[Athen]],&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[:en:AEKKEA-RAAB|AEKKEA-RAAB]]&amp;#039;&amp;#039; in der englischsprachigen Wikipedia&amp;lt;/ref&amp;gt; die außer Flugzeugen auch Feuerlöschgeräte, Motorrad-Beiwagen und andere technische Geräte herstellte. Im selben Jahr wurde er vom [[Negus]] [[Haile Selassie]] engagiert, um dessen Flotte von 20 Flugzeugen für den [[Abessinienkrieg|Italienisch-Äthiopischen Krieg]] instand zu setzen, doch bevor Raab in [[Abessinien]] eintraf, befand sich der Negus schon auf der Flucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1936 entwickelte die AEKKEA-Raab zwei neue Typen, die „[[Raab Tigerschwalbe II/IV|Tigerschwalbe 33]]“ und die „[[AEKKEA-Raab R29|AEKKEA-Raab&amp;amp;nbsp;R29]]“, zum Einsatz im [[Spanischer Bürgerkrieg|Spanischen Bürgerkrieg]] gegen die Streitkräfte von [[Francisco Franco|General Franco]]. Die Teile wurden in Athen hergestellt und nach Spanien verschifft, um dort in [[Sabadell]] montiert zu werden. Kurz vor der Fertigstellung wurden die Flugzeuge von sowjetischen „Beratern“ der [[Zweite Spanische Republik|Republik Spanien]] beschlagnahmt, Raab und seine Mitarbeiter misshandelt, inhaftiert und beschuldigt, Spione Hitler-Deutschlands zu sein. Über ein Jahr lang wurde er in verschiedenen Klöstern gefangen gehalten. Während eines Einsatzes zur Anlage von Schützengräben gelang ihm mit zwei Mitgefangenen die Flucht nach [[Frankreich]], um von dort nach Griechenland zurückzukehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1938 wurde Antonius Raab von Deutschland [[Ausbürgerung|ausgebürgert]]. Seine Familie und seine Firma in Athen wurden jedoch nach den Angaben in seinen Memoiren weiter verfolgt und bespitzelt. Seine in der griechischen Provinz untergebrachte Tochter Gisela geriet bei der Besetzung Griechenlands durch die Wehrmacht in die Gewalt der deutschen Behörden und wurde nach Deutschland gebracht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LitNagel401&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Besatzung Griechenlands im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurden Raab und seine Ehefrau erneut verhaftet, aber wieder freigelassen. Im April 1941 gelang ihnen die Ausreise per Schiff nach [[Ägypten]]. In [[Kairo]] begann Raab mit einer Produktion von Feuerlöschern und betätigte sich als Fluglehrer. Zudem verfasste er im Auftrag von [[Randolph Frederick Churchill|Randolph Churchill]] für britische Zeitungen in Ägypten gegen Hitler gerichtete Artikel und drehte einen Film, um die meist Hitler-freundlichen Ägypter für die [[Alliierte]]n zu gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 1941, als sich die Streitkräfte von Feldmarschall [[Erwin Rommel]] Kairo näherten, wurde Raab gemeinsam mit seiner Frau und mehreren hundert anderen Flüchtlingen von den Briten per Schiff nach [[Indien]] gebracht. Dort gründete er eine Fluggesellschaft, wurde jedoch, obwohl er als Deutscher ausgebürgert war, von dem dortigen britischen Sicherheitsdienst zunächst als [[Enemy Alien|feindlicher Ausländer]] interniert, dann jedoch zum technischen Berater bestimmt. Er gründete eine Handwerksschule sowie eine Segelflugwerkstätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach dem Zweiten Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
Nach der Unabhängigkeit Indiens 1947 gründete Antonius Raab mit der Unterstützung von [[Jawaharlal Nehru]] die erste indische Flugzeugfabrik. Auf Betreiben der weiterhin in Indien engagierten Briten musste er das Land jedoch verlassen und erhielt wie alle anderen ehemaligen „feindlichen Ausländer“ ein fünfjähriges Einreiseverbot. Ein Versuch des [[Maharaja]]s von [[Baroda (Staat)|Baroda]], Raab und seine Frau zu Bürgern seines Landes zu erklären, schlug fehl.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.indiankanoon.org/doc/1925769/ indiankanoon.org]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 1949 trafen die Raabs in [[Genua]] ein. In [[Turin]] gründete Antonius Raab den „Industrial &amp;amp; Technical Advisory Service“ für den Export italienischer Waren nach Indien und [[Pakistan]]. Seine Versuche, erneut einen deutschen Pass zu erhalten, stellte er ein, „denn es war mir klar, daß im [[Auswärtiges Amt|Auswärtigen Amt]] eine Art Drittes Reich in zweiter Auflage das Regiment übernommen hatte“.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[#LitRaab|Raab fliegt]]&amp;#039;&amp;#039;, S. 160&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Ausbürgerung war seinerzeit von [[Hans Globke]] unterschrieben worden, der nun unter [[Konrad Adenauer]] Staatssekretär war. Er verklagte die Bundesrepublik Deutschland auf [[Deutsche Wiedergutmachungspolitik|Wiedergutmachung]], da u.&amp;amp;nbsp;a. im April 1933 ein Mordversuch auf ihn ausgeführt worden sei, indem man sein Flugzeug sabotierte, das NS-Regime ihn mit Auslieferungsverfahren von Land zu Land verfolgt und es mehrfache Entführungs- sowie weitere Mordversuche im Ausland gegeben habe. Er machte zudem die Beschlagnahme seiner Berliner Firma, seines Privateigentums sowie von Bauplänen seiner Flugzeuge geltend. Seine Klagen blieben weitgehend ohne Erfolg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sein letztes Luftfahrtunternehmen gründete Antonius Raab in Köln im Jahr 1958 die [[Raab Flugzeugbau|Raab Flugzeugbau GmbH]], das 1959 in Karlsruhe mit dem Lizenzbau italienischer Sportflugzeuge begann, aber noch im gleichen Jahr Insolvenz anmelden musste&amp;lt;ref name=&amp;quot;:12&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Paul Zöller |Titel=Dietrich-, Raab-Katzenstein- und Gerner-Flugzeuge |Verlag=BoD-Verlag |Ort=Norderstedt |Datum=April 2024 |ISBN=978-3-7597-0437-5 |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zu seinem Tode lebte Raab in Italien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Die Stadt Kassel benannte im Industriegebiet auf dem Gelände des ehemaligen [[Flugplatz Kassel-Waldau|Flugplatzes Kassel-Waldau]] eine Straße nach ihm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Anker|LitKNN1927-04-20}}{{Literatur |Autor= |Titel=Der Ostermontag auf dem Kasseler Flugplatz |Sammelwerk=Kasseler Neueste Nachrichten |Datum=1927-04-20 |Seiten=2. Beilage}}&lt;br /&gt;
* {{Anker|LitRaab}}{{Literatur |Autor=Antonius Raab |Titel=Raab fliegt – Erinnerungen eines Flugpioniers |Verlag=Konkret Literatur Verlag |Ort=Hamburg |Datum=1984 |ISBN=3-922144-32-2 |Kommentar=Autobiografie}}&lt;br /&gt;
* {{Anker|LitNagel}}{{Literatur |Autor=Rolf Nagel, Thorsten Bauer |Titel=Kassel und die Luftfahrtindustrie seit 1923. Geschichte(n), Menschen, Technik |Verlag=A. Bernecker Verlag |Ort=Melsungen |Datum=2015 |ISBN=978-3-87064-147-4}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Paul Zöller |Titel=Dietrich-, Raab-Katzenstein- und Gerner-Flugzeuge |Verlag=[[Books on Demand]] |Ort=Norderstedt |Datum=2024 |ISBN=978-3-7597-0437-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;LitKNN1927-04-20&amp;quot;&amp;gt;[[#LitKNN1927-04-20|Kasseler Neueste Nachrichten]], 20. April 1927, 2. Beilage&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;LitNagel39&amp;quot;&amp;gt;[[#LitNagel|Kassel und die Luftfahrtindustrie seit 1923]], Seite 39 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;LitNagel389&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[#LitNagel|Kassel und die Luftfahrtindustrie seit 1923]], S. 389&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
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[[#LitNagel|Kassel und die Luftfahrtindustrie seit 1923]], S. 394 ff.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
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[[#LitNagel|Kassel und die Luftfahrtindustrie seit 1923]], S. 401&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118743295|LCCN=n/84/237166|VIAF=39971371}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Raab, Antonius}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Luftfahrt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Luftfahrtpionier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pilot (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Spanischen Bürgerkrieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wehrschafter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Flugzeugbau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1897]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1985]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dietrich-Gobiet Flugzeugbau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Raab, Antonius&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Luftfahrtpionier und Unternehmer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=30. April 1897&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Neuss]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. März 1985&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Genua]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mhandschug</name></author>
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