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	<title>Antoni Macierewicz - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Natsu Dragoneel: Änderung 265968362 von ~2026-21510-89 rückgängig gemacht; Die ZF begrümndete nicht die Änderrung, daher revert</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/265968362&quot; title=&quot;Spezial:Diff/265968362&quot;&gt;265968362&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-21510-89&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-21510-89&quot;&gt;~2026-21510-89&lt;/a&gt; rückgängig gemacht; Die ZF begrümndete nicht die Änderrung, daher revert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Antoni Macierewicz 2022.jpg|mini|hochkant|Antoni Macierewicz (2022)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Antoni Macierewicz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[3. August]] [[1948]] in [[Warschau]]) ist ein polnischer Politiker ([[Zjednoczenie Chrześcijańsko-Narodowe|ZChN]], [[Akcja Polska]], [[Ruch dla Rzeczypospolitej|RdR]], [[Ruch Odbudowy Polski|ROP]], [[Ruch Katolicko-Narodowy|RKN]], [[Liga Polskich Rodzin|LPR]], [[Ruch Patriotyczny|RP]], [[Prawo i Sprawiedliwość|PiS]]). Er war von 1991 bis 1992 [[Ministerium für Inneres und Verwaltung|Innenminister]] im [[Polnische Regierung#Regierung von Jan Olszewski|Kabinett Olszewski]] und zwischen 2015 und 2018 [[Verteidigungsministerium (Polen)|Verteidigungsminister]] in den Regierungen [[Kabinett Szydło|Szydło]] sowie [[Kabinett Morawiecki I|Morawiecki&amp;amp;nbsp;I]]. Zudem war er von 1991 bis 1993 und 1997 bis 2005 und ist erneut seit 2007 [[Sejm]]-Abgeordneter der I., III., IV., [[Liste der Sejmabgeordneten der VI. Wahlperiode (2007–2011)|VI.]], [[Liste der Sejmabgeordneten der VII. Wahlperiode (2011–2015)|VII.]], [[Liste der Sejmabgeordneten der VIII. Wahlperiode (2015–2019)|VIII.]], IX. und X. Wahlperiode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zählt zu den Führungsmitgliedern in der Partei PiS und gilt als Vertrauter des Vorsitzenden [[Jarosław Kaczyński]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Beruf ==&lt;br /&gt;
Macierewicz studierte an der [[Universität Warschau]] und beendete das Studium 1971 mit einem Magister in Geschichte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sejm.gov.pl/poslowie/posel6/220.htm Biogram] auf der Seite des Sejm, abgerufen am 7. Dezember 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine  Magisterarbeit trug den Titel „Hierarchia władzy a struktura własności ziemskiej w Tawantinsuyu w pierwszej połowie XVI w.“ (Machthierarchie und Grundeigentumsstruktur in [[Inkareich|Tawantinsuyu]] in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts). 1975/76 hielt er Vorlesungen zur Geschichte Lateinamerikas an der Universität Warschau. Er veröffentlichte auch in der Fachzeitschrift „Etnografia Polska“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;niezalezna&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://niezalezna.pl/81-sylwetka-antoniego-macierewicza | archive-is=20130504013226 | text=„SYLWETKA ANTONIEGO MACIEREWICZA“}} auf niezalezna.pl, abgerufen am 28. Dezember 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Herbst 1981 war er kurzzeitig Dozent an der [[Jagiellonen-Universität]] in Krakau. Er ist seit 2007 Kolumnist von [[Radio Maryja]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Volksrepublik ===&lt;br /&gt;
1968 bis 1989 gehörte er der demokratischen Opposition an. Im Februar 1968 beteiligte er sich an der Sammlung von Unterschriften gegen die Absetzung des Theaterstücks [[Totenfeier (Drama)|Dziady]] des Nationaldichters [[Adam Mickiewicz]] in der Inszenierung von [[Kazimierz Dejmek]] und auch anschließend an den [[März-Unruhen 1968 in Polen|Studentenprotesten]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;niezalezna&amp;quot; /&amp;gt; Der Historiker [[Andrzej Friszke]] behauptet in seinem 2010 erschienenen Buch „Anatomia buntu. Kuroń, Modzelewski i komandosi“, Macierewicz habe während der Vernehmungen im März 1968 andere Oppositionelle wie [[Wojciech Onyszkiewicz]] belastet. Im Anschluss wurde er bis August 1968 inhaftiert und anschließend vorübergehend von der Universität relegiert. Nach dem [[Aufstand vom Dezember 1970 in Polen]] organisierte er eine Blutspendeaktion für die verletzten Arbeiter. Er gilt als einer der Gründer des [[Komitee zur Verteidigung der Arbeiter|Komitees zur Verteidigung der Arbeiter]] (polnisch &amp;#039;&amp;#039;Komitet Obrony Robotników&amp;#039;&amp;#039;, abgekürzt KOR). Dort arbeitete er eng mit  [[Jacek Kuroń]] und [[Adam Michnik]] zusammen. Im Mai 1977 war er Mitorganisator einer Demonstration zum Andenken an den getöteten Studenten Stanisław Pyjas in Krakau. In der Folge wurde er verhaftet und bis Ende Juli inhaftiert. Von Ende 1977 bis 1990 war er Herausgeber der monatlich erscheinenden Untergrundzeitschrift Głos.&amp;lt;ref name=&amp;quot;niezalezna&amp;quot; /&amp;gt; Ab September 1980 leitete er das Sozialforschungszentrum der unabhängigen Gewerkschaft [[Solidarność]] und war Herausgeber der unabhängigen Tageszeitung „Wiadomości Dnia“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;niezalezna&amp;quot; /&amp;gt; Nach der Verhängung des [[Kriegsrecht in Polen 1981–1983|Kriegsrechts]] wurde er im Dezember 1981 interniert. Im November 1982 gelang ihm bei einem Zahnarztbesuch die Flucht aus der Internierung. Bis 1984 blieb er untergetaucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dritte Republik ===&lt;br /&gt;
Von 1989 bis 1992 gehörte er der Partei [[Zjednoczenie Chrześcijańsko-Narodowe]] (ZChN) an, für die er bei der [[Parlamentswahl in Polen 1991|ersten vollständig freien Parlamentswahl 1991]] auf der Liste der [[Wyborcza Akcja Katolicka]] in den [[Sejm]] einzog.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://monitorpolski.gov.pl/M1991041028801.pdf Ergebnis] in [[Monitor Polski]] 1991, Nr. 41, S. 427.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vom 23. Dezember 1991 bis zum 5. Juni 1992 war Macierewicz Innenminister in der Regierung von [[Jan Olszewski]]. Die Mehrheit im Sejm beauftragte Macierewicz im Mai 1992 per Beschluss (der später als verfassungswidrig eingestuft wurde), eine Liste mit den Namen von aktuell tätigen Abgeordneten und Politikern in hohen Staats- sowie Regierungsämtern, die während der [[Volksrepublik Polen]] Mitarbeiter der kommunistisch kontrollierten Geheimdienste [[Urząd Bezpieczeństwa|UB]] und [[Służba Bezpieczeństwa|SB]] gewesen waren, zusammenstellen zu lassen. Am 4. Juni 1992 übergab Macierewicz dem [[Ältestenrat]] des Sejms eine Liste angeblicher ehemaliger Mitarbeiter, von wo sie noch am selben Tag den Medien zugespielt wurde. Unter dem Decknamen „Bolek“ war auf ihr auch Staatspräsident [[Lech Wałęsa]] aufgeführt. Noch in derselben Nacht wurde mit deutlicher Mehrheit ein [[Misstrauensvotum]] gegen das Kabinett [[Jan Olszewski|Olszewski]] verabschiedet.&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhold Vetter: &amp;#039;&amp;#039;Polens eigensinniger Held. Wie Lech Wałęsa die Kommunisten überlistete.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2010, S. 354–355.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Macierewicz wurde daraufhin aus der ZChN ausgeschlossen und gründete mit [[Mariusz Marasek]] und [[Piotr Walerych]] die [[Akcja Polska]], deren parlamentarischen Gruppe er bis zum Ende der Wahlperiode leitete.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sejm.gov.pl/archiwum/kluby/kadencja1/pos_ap.htm „KOŁO POSELSKIE AKCJI POLSKIEJ“] auf www.sejm.com, abgerufen am 7. August 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der [[Parlamentswahl in Polen 1993|Parlamentswahl 1993]] kandidierte er für die [[Ruch dla Rzeczypospolitej]], der sich die Akcja Polska inzwischen angeschlossen hatte. Diese scheiterte jedoch mit 2,7 % der Stimmen an der neu eingeführten [[Sperrklausel]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://isap.sejm.gov.pl/isap.nsf/download.xsp/WMP19930500470/O/M19930470.pdf Ergebnis] in Monitor Polski 1993, Nr. 50, S. 611.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1995 trat er Jan Olszewskis [[Ruch Odbudowy Polski]] (ROP) bei und wurde 1996 deren stellvertretender Vorsitzender. Für die ROP wurde er [[Parlamentswahl in Polen 1997|1997]] erneut Sejmabgeordneter.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://isap.sejm.gov.pl/isap.nsf/download.xsp/WMP19970640620/O/M19970620.pdf Ergebnis] in Monitor Polski 1997, Nr. 64, S. 1248.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Zerfall der ROP gründete Macierewicz die [[Ruch Katolicko-Narodowy]]. Bei den [[Parlamentswahlen in Polen 2001]] erlangte er als Listenkandidat der [[Liga Polskich Rodzin]] (LPR) erneut ein Mandat,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wybory2001.pkw.gov.pl/140000/SSSS19/sjg2_k9o.html Ergebnis] auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 28. Dezember 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; schied aber aus der Fraktion wegen eines Konflikts mit [[Roman Giertych]] aus. Bei den [[Selbstverwaltungswahlen in Polen 2002|Selbstverwaltungswahlen 2002]] kandidierte er als Kandidat des Wahlbündnisses Razem Polsce als [[Stadtpräsident]] von [[Warschau]], erreichte aber nur gut ein Prozent der Wählerstimmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wybory2002.pkw.gov.pl/wojt/t1/gw1/w14/m1465.html Ergebnis] auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 28. Dezember 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem EU-Beitritt Polens zum 1. Mai 2004 vertrat er sein Land bis zum Zusammentritt des neuen Parlaments im Juli des Jahres im [[Europäisches Parlament|Europaparlament]]. Vor der [[Parlamentswahl in Polen 2005|Parlamentswahl 2005]] gründete er gemeinsam mit Jan Olszewski die [[Ruch Patriotyczny]], die bei den Wahlen lediglich 1,05 Prozent der Stimmen erhielt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wybory2005.pkw.gov.pl/SJM/PL/WYN/W85/index.htm Ergebnis] auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 28. Dezember 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Juli 2006 wurde er von Premierminister [[Jarosław Kaczyński]] zum stellvertretenden Verteidigungsminister berufen. In seinem Amt war er für die Auflösung des Anfang der 1990er Jahre geschaffenen polnischen Militärgeheimdienstes [[Wojskowe Służby Informacyjne|WSI]] zuständig. Der WSI hatte nach seiner Auffassung zu viele Offiziere übernommen, die noch zu Zeiten des [[Warschauer Pakt]]es ihren Dienst angetreten hatten und teilweise in Moskau ausgebildet worden waren. Der Auflösung des WSI stand Verteidigungsminister [[Radosław Sikorski]] skeptisch gegenüber, wie er später bekannte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://tvn24.pl/polska/sprawa-tomasz-l-zatrzymanego-za-szpiegostwo-na-rzecz-rosji-radoslaw-sikorski-komentuje-6508658 &amp;#039;&amp;#039;Sikorski o komisji likwidacyjnej WSI: nie byłem autorem propozycji kadrowych. Tomasz L.? &amp;quot;Nie znam gościa kompletnie&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;] &amp;#039;&amp;#039;tvn24.pl&amp;#039;&amp;#039;, 15. Dezember 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Konflikt mit Macierewicz reichte er seinen Rücktritt ein. Diesem unterstand von Oktober 2006 bis November 2007 der neu geschaffene „Dienst für militärische Gegenspionage“ (&amp;#039;&amp;#039;[[Służba Kontrwywiadu Wojskowego]]&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wiadomosci.wp.pl/kat,1342,title,Macierewicz-wiceministrem-obrony-narodowej,wid,8405579,wiadomosc.html?ticaid=11695f Macierewicz wiceministrem obrony narodowej] wp.pl, 22. Juli 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Parlamentswahl [[Parlamentswahl in Polen 2007|2007]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wybory2007.pkw.gov.pl/SJM/PL/WYN/M/10.htm Ergebnis] auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 28. Dezember 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Parlamentswahl in Polen 2011|2011]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wybory2011.pkw.gov.pl/cpr/sjm-10/pl/a3f6f6b7-831a-440a-92cc-f2dea6d29280.html Ergebnis] auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 28. Dezember 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; erlangte er über die Liste der [[Prawo i Sprawiedliwość]] (PiS) erneut einen Parlamentssitz. Macierewicz trat im Februar 2012 der PiS bei.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://niezalezna.pl/polska/23568-antoni-macierewicz-wstapil-do-pis/23568 „Antoni Macierewicz oficjalnie jest już członkiem Prawa i Sprawiedliwości“] auf niezalezna.pl, abgerufen am 28. Dezember 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Juli 2010 trat er an die Spitze des von der PiS durchgesetzten und besetzten Parlamentsausschusses, der sich mit der Untersuchung des [[Flugunfall von Smolensk 2010|Flugunfalls von Smolensk]] beschäftigte. Macierewicz äußerte wiederholt die Überzeugung, dass der Unfall auf ein Attentat zurückzuführen sei und die Wahrheit in der Öffentlichkeit unterdrückt werde.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Fehr (2014): [https://books.google.de/books?id=ZNM7BAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA334 &amp;#039;&amp;#039;Eliten und zivile Gesellschaft: Legitimitätskonflikte in Ostmitteleuropa&amp;#039;&amp;#039;], S. 334.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Parlamentswahl in Polen 2015|2015]] gewann die PiS die Parlamentswahlen in Polen und Macierewicz, der erneut in den Sejm gewählt worden war,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://parlament2015.pkw.gov.pl/349_Wyniki_Sejm/0/0/10.html Ergebnis] auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 28. Dezember 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde polnischer Verteidigungsminister. In seiner Amtszeit traten nach seinen Angaben neun von zehn höheren Generalstabsoffizieren sowie 80 Prozent des Heereskommandos von ihren Posten zurück oder wurden entlassen. Auch der Oberbefehlshaber des Polnischen Heeres [[Miroslaw Rozanski]] trat aus Protest zurück. Die Opposition kritisierte, durch die Entlassungen würden wertvolle Erfahrungen aus Afghanistan und dem Irak vernichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | autor=Paul Flückiger, Warschau | url=https://www.nzz.ch/international/radikaler-umbau-von-polens-armee-die-grosse-saeuberungswelle-ld.154977 | titel=Die grosse Säuberungswelle | werk=[[nzz.ch]] | datum=2017-04-03 |abruf=2024-01-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Macierewicz’ Amtszeit fiel das zerrüttete Verhältnis mit der [[Europäische Union|Europäischen Union]]. Auch überwarf er sich gegen Ende seiner Amtszeit mit Präsident [[Andrzej Duda]]. Im Januar 2018 wurde er vom neuen Ministerpräsidenten [[Mateusz Morawiecki]] entlassen und durch den vorherigen Innenminister [[Mariusz Błaszczak]] ersetzt. Er galt außer bei den PiS-Stammwählern als überaus unbeliebt. Die Personaländerungen wurden als Signal Polens gewertet, einen eher mäßigenden Kurs gegenüber der EU einzuschlagen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|autor=Meret Baumann|url=https://www.nzz.ch/international/polens-neuer-regierungschef-entlaesst-umstrittene-minister-ld.1345704 |titel= Polens neuer Regierungschef entlässt umstrittene Minister |werk= [[Neue Zürcher Zeitung|nzz.de]] |datum=2018-01-09 |sprache=de |abruf=2018-01-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 11. Januar 2018 übernahm er von Kazimierz Nowaczyk die Leitung der [[Flugunfall von Smolensk 2010|Smolensk-Kommission]]. Auf diesem Posten versuchte er nach Berichten polnischer Medien, die Version durchzusetzen, dass der Tod des Staatspräsidenten [[Lech Kaczyński]] und der anderen Personen an Bord auf einen Bombenanschlag der russischen Geheimdienste zurückging. Die Fernsehsender &amp;#039;&amp;#039;[[TVN (Polen)|TVN]]&amp;#039;&amp;#039; und das Internetportal &amp;#039;&amp;#039;[[Onet.pl|Onet]]&amp;#039;&amp;#039; veröffentlichten im September 2022 Berichte, nach denen Macierewicz Beweismaterial, das nicht im Einklang mit dieser Version stand, bewusst unterschlagen hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.onet.pl/informacje/onetwiadomosci/macierewicz-trafiony-smolenskiem-awantura-po-najnowszych-doniesieniach/njn86yj,79cfc278 &amp;#039;&amp;#039;Macierewicz trafiony Smoleńskiem. Awantura po najnowszych doniesieniach &amp;#039;&amp;#039;] &amp;#039;&amp;#039;onet.pl&amp;#039;&amp;#039;, 23. September 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Wahlen [[Parlamentswahl in Polen 2019|2019]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://sejmsenat2019.pkw.gov.pl/sejmsenat2019/pl/wyniki/sejm/okr/10 Ergebnis] auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 28. Dezember 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Parlamentswahl in Polen 2023|2023]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://sejmsenat2023.pkw.gov.pl/sejmsenat2023/pl/sejm/okreg/10 Ergebnis] auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 28. Dezember 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; errang er jeweils erneut ein Mandat im Sejm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verteidigungsminister [[Władysław Kosiniak-Kamysz]] der seit Dezember 2023 amtierenden [[Kabinett Tusk III|Regierung unter Donald Tusk]] warf unter Berufung auf eine von ihm berufene Expertengruppe im Oktober 2024 Macierewicz vor, dass dessen Bericht Untersuchungsergebnisse verzerrt und manipulativ dargestellt habe. Er teilte mit, dass sich die Staatsanwaltschaft mit den Fälschungen Macierewiczs befassen werde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wiadomosci.onet.pl/kraj/nazwiska-czolowych-politykow-pis-wkrotce-zajmie-sie-nimi-zespol-prokuratorow-relacja/8r825p2?srcc=undefined &amp;#039;&amp;#039;Nazwiska czołowych polityków PiS. &amp;quot;Wkrótce zajmie się nimi zespół prokuratorów&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;] auf onet.pl, abgerufen am 24. Oktober 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im September 2025 erhob die Staatsanwaltschaft gegen ihn Anklage wegen der Weitergabe geheimer Informationen aus dem Untersuchungsausschuss zum Flugunfall von Smolensk.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wydarzenia.interia.pl/kraj/news-antoni-macierewicz-uslyszal-zarzut-w-tle-podkomisja-smolensk,nId,22301823 „Antoni Macierewicz usłyszał zarzut. W tle podkomisja smoleńska“] auf wydarzenia.interia.pl, abgerufen am 28. Dezember 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Positionen ==&lt;br /&gt;
Macierewicz gilt als anti-liberal, wiederholt äußerte er sich kritisch zur Mitgliedschaft Polens in der EU. Er war Gründungsherausgeber der als „radikal [[Antikommunismus|anti-kommunistisch]] und [[Antisemitismus|antisemitisch]]“ beziehungsweise rechtsextrem bezeichneten Zeitschrift [[Głos]].&amp;lt;ref&amp;gt;Rafał Pankowski: &amp;#039;&amp;#039;The populist radical right in Poland.&amp;#039;&amp;#039; S. 121, 157.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Radiointerview mit [[Radio Maryja]] soll Macierewicz im Jahre 2002 erklärt haben, dass er das [[Geschichte des Antisemitismus bis 1945|antisemitische]] [[Pamphlet]] &amp;#039;&amp;#039;[[Protokolle der Weisen von Zion]]&amp;#039;&amp;#039;, deren Authentizität seiner Ansicht nach unterschiedlich bewertet werde, für „sehr interessant“ halte und die hierin vertretenen Thesen mit seinen Erfahrungen übereinstimmten.&amp;lt;ref&amp;gt;Rafał Pankowski: &amp;#039;&amp;#039;[https://books.google.de/books?id=lKSLAgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA211&amp;amp;dq=rafa%C5%82+pankowski&amp;amp;hl=en&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Macierewicz&amp;amp;f=false The populist radical right in Poland].&amp;#039;&amp;#039; S. 121, 122&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Rajeev Syal: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.theguardian.com/world/2015/nov/10/polish-defence-minister-condemned-over-jewish-conspiracy-theory Polish defence minister condemned over Jewish conspiracy theory].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[The Guardian]].&amp;#039;&amp;#039; 10. November 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anlässlich seiner Ernennung zum Verteidigungsminister protestierte die [[Anti-Defamation League]] bei der polnischen Regierung und forderte Macierewicz auf, sich von seinen damaligen Äußerungen zu distanzieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Flückiger: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.tagesspiegel.de/politik/polen-der-neue-verteidigungsminister-und-die-juedische-weltverschwoerung/12580866.html Polen: Der neue Verteidigungsminister und die jüdische Weltverschwörung].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Tagesspiegel]].&amp;#039;&amp;#039; 13. November 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Sprecher des amtierenden Ministers bezeichnete diese Anschuldigungen als eine Lüge und forderte daraufhin Entschuldigungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://wiadomosci.wp.pl/kat,1329,title,Antoni-Macierewicz-na-celowniku-izraelskich-mediow-Za-Protokoly-Medrcow-Syjonu,wid,17969378,wiadomosc.html |titel=Antoni Macierewicz na celowniku izraelskich mediów. Za Protokoły Mędrców Syjonu |werk=wp.pl |datum=2015-11-12 |sprache=pl |abruf=2015-11-17 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20151115014003/http://wiadomosci.wp.pl/kat,1329,title,Antoni-Macierewicz-na-celowniku-izraelskich-mediow-Za-Protokoly-Medrcow-Syjonu,wid,17969378,wiadomosc.html |abruf-verborgen=1 |archiv-datum=2015-11-15 |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Macierewicz galt in seiner aktiven Zeit  nach Kaczyński als der zweitwichtigste Ideologe der Rechten und als sehr angesehen in den klerikal-nationalistischen Kreisen der PiS.&amp;lt;ref name=&amp;quot;faz1&amp;quot;&amp;gt;[[Konrad Schuller]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/polens-regierung-pflegt-enge-kontakte-zu-russland-15100209.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2 Polen und Russland: Die Moskau-Reise des Herrn Kownacki].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung]].&amp;#039;&amp;#039; 11. Juli 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut [[Tomasz Piątek]] und anderen polnischen Journalisten war Macierewicz jahrelang von einem Netz prorussischer Aktivisten umgeben. Dies wird als umso ungewöhnlicher beurteilt, weil Macierewicz zugleich wie andere Regierungsmitglieder durch öffentliche Agitation gegen die Regierung [[Wladimir Wladimirowitsch Putin|Wladimir Putins]] aufgefallen war und die russische Regierung für den [[Flugunfall von Smolensk 2010]] verantwortlich macht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;faz1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Davies: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.theguardian.com/world/2017/jul/12/polish-minister-accused-of-having-links-with-pro-kremlin-far-right-groups Polish minister accused of having links with pro-Kremlin far-right groups].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[The Guardian]].&amp;#039;&amp;#039; 12. Juli 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1990 Ritterorden des [[Orden Polonia Restituta|Ordens Polonia Restituta]] (durch den Präsidenten der Exilregierung)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://eprints.hist.pl/401/1/1990-12-20_nr4.pdf | wayback=20140106174246 | text=Verleihnachricht}} in [[Dziennik Ustaw]] 1990, Nr. 4, S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2017 Krzyż Wolności i Solidarności&amp;lt;ref&amp;gt;[https://isap.sejm.gov.pl/isap.nsf/download.xsp/WMP20180000087/O/M20180087.pdf Verleihnachricht] in Monitor Polski 2018, S. 87.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2022 [[Orden des Weißen Adlers (Polen)|Orden des Weißen Adlers]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://isap.sejm.gov.pl/isap.nsf/download.xsp/WMP20220001149/O/M20221149.pdf Verleihnachricht] in Monitor Polski 2022, S. 1149.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Tomasz Piątek: &amp;#039;&amp;#039;Macierewicz i jego tajemnice&amp;#039;&amp;#039; (Macierewicz und seine Geheimnisse): Arbitror Verlag, Warschau 2017, ISBN 978-83-948331-0-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Antoni Macierewicz}}&lt;br /&gt;
* {{MdEP|23885}}&lt;br /&gt;
* zeit.de vom 29. Dezember 2016: [https://www.zeit.de/2016/52/polen-rechtspopulismus-regierung-krieg-vorbereitung/komplettansicht Frau Szulecka übt den Krieg]&lt;br /&gt;
* faz.net vom 11. Juli 2017: [https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/polens-regierung-pflegt-enge-kontakte-zu-russland-15100209.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0 Die Moskau-Reise des Herrn Kownacki]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1118537491|LCCN=no/2012/97378|VIAF=201273331}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Macierewicz, Antoni}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Innenminister (Polen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verteidigungsminister (Polen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sejm-Abgeordneter (Dritte Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Europäischen Parlaments für Polen]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:ZChN-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:LPR-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:PiS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens Polonia Restituta (Ritter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Weißen Adlerordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dissident (Volksrepublik Polen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pole]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1948]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Macierewicz, Antoni&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=polnischer Politiker, Mitglied des Sejm, MdEP&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. August 1948&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Warschau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Natsu Dragoneel</name></author>
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