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	<title>Anton de Kom - Versionsgeschichte</title>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Anton_de_Kom&amp;diff=310510&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mielas: generische Autorenangabe entfernt</title>
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		<updated>2025-07-06T16:06:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;generische Autorenangabe entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Anton de Kom (cropped).jpg|mini|300px|Anton de Kom (um 1930)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cornelis Gerard Anton de Kom&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. Februar]] [[1898]] in [[Paramaribo]], [[Suriname]]; † [[24. April]] [[1945]] im [[Stalag X B]] bei [[Sandbostel]]) war ein surinamischer [[Nationalismus|Nationalist]] und [[Niederländischer Widerstand 1940–1945|Widerstandskämpfer]] gegen die [[Deutsche Besatzung der Niederlande 1940-1945|deutsche Besetzung der Niederlande]] während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]]. Er gilt als „Gründungsvater“ des surinamischen Nationalismus und Pionier der [[Antikolonialismus|antikolonialen]] Geschichtsschreibung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Anton de Komstraat (Paramaribo) birthplace of Anton de Kom and monument (1985).jpg|mini|Elternhaus von Anton de Kom in Paramaribo]]&lt;br /&gt;
=== Jugend und Ausbildung ===&lt;br /&gt;
Anton de Kom war Afro-Surinamer und wurde in Paramaribo als Sohn des Bauern und Goldsuchers Adolf Damon de Kom und von Judith Jacoba Dulder geboren. Sein Vater wurde noch in der [[Sklaverei]] geboren; sie wurde am 1. Juli 1863 abgeschafft, als er knapp ein Jahr alt war. Die Familie stammt von der [[Plantage]] &amp;#039;&amp;#039;Molhoop&amp;#039;&amp;#039; am [[Cottica (Fluss)]], auf der zuletzt [[Zuckerrohr]] angepflanzt wurde. Seine Mutter war die Tochter von freigekauften Sklaven. Anton de Kom hatte fünf Geschwister. An die Sklavenvergangenheit der Familie erinnert der Nachname: &amp;#039;&amp;#039;Kom&amp;#039;&amp;#039; ist die Umkehrung von &amp;#039;&amp;#039;Mok&amp;#039;&amp;#039;, dem Namen des Sklavenhalters.&amp;lt;ref name=&amp;quot;social&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://socialhistory.org/bwsa/biografie/kom |titel=Kom, Cornelis Gerhard Anton de |werk=socialhistory.org |abruf=2020-08-21 |sprache=nl}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De Kom besuchte die Grundschule und danach die weiterführende Paulus-Schule. Er schloss den Besuch der Schule mit dem Diplom für [[Buchhaltung]] ab. Anschließend arbeitete er von 1916 bis 1920 als Büroangestellter bei den &amp;#039;&amp;#039;[[Balatabaum|Balata]] Compagnieën Suriname en Guyana&amp;#039;&amp;#039;. Bald begann er, sich für die Interessen der ungebildeten &amp;#039;&amp;#039;Balata-Bleeders&amp;#039;&amp;#039; ([[Milchsaft]]-Zapfer) zu engagieren, und er erhielt den Spitznamen &amp;#039;&amp;#039;Papa De Kom&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;social&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;knaw&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In den Niederlanden ===&lt;br /&gt;
[[Datei:DeKomBorsboom.jpg|mini|De Kom mit seiner Frau Petronella]]&lt;br /&gt;
1920 reiste Anton de Kom in die [[Niederlande]]. Hier leistete er einen einjährigen freiwilligen Dienst beim Zweiten Husarenregiment in [[Den Haag]] ab, wo er der erste und einzige Schwarze war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;knaw&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://resources.huygens.knaw.nl/bwn1880-2000/lemmata/bwn3/bwn5/kom |titel=Kom, Cornelis Gerhard Anton de (1898–1945) |werk=resources.huygens.knaw.nl |abruf=2020-08-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein ehemaliger Kamerad erinnerte sich, dass er beliebt gewesen sei, sich jedoch schnell ereifert habe, wenn es um Suriname oder seine Hautfarbe ging. De Kom sei ein guter Sportler gewesen, habe sich immer perfekt gekleidet und Eindruck auf Frauen gemacht; im Nachtleben von Den Haag habe er sich als [[Stepptanz|Stepptänzer]] einen Namen gemacht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;knaw&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende seiner Dienstzeit blieb de Kom in Den Haag und nahm verschiedene Bürotätigkeiten an, unter anderem bei &amp;#039;&amp;#039;Reuser en Smulders&amp;#039;&amp;#039; in den Bereichen [[Kaffee]], [[Tee]] und [[Tabak]]. Dort lernte er die Niederländerin Petronella Catharina „Nel“ Borsboom kennen, die er am 6.&amp;amp;nbsp;Januar 1926 heiratete. Den Eheleuten wurden drei Söhne und eine Tochter geboren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;social&amp;quot; /&amp;gt; Im Februar 1927 nahm er an dem &amp;#039;&amp;#039;International Congress against Colonial Oppression and Imperialism&amp;#039;&amp;#039; in [[Brüssel]] teil.&amp;lt;ref name=&amp;quot;social&amp;quot; /&amp;gt; Dort wurde die &amp;#039;&amp;#039;[[Liga gegen Imperialismus|Liga gegen Imperialismus und Kolonialherrschaft]]&amp;#039;&amp;#039; gegründet, die unter der Ägide der kommunistischen Partei stand und deren Mitglied de Kom wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;knaw&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;mronline-192737&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=John Riddell |url=https://mronline.org/2018/07/20/the-league-against-imperialism-1927-37-an-early-attempt-at-global-anti-colonial-unity/ |titel=The League Against Imperialism (1927-37): An early attempt at global anti-colonial unity |werk=mronline.org |datum=2018-07-19 |abruf=2020-08-22 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im September 1927 wurde De Kom wegen „aufrührerischer kommunistischer Tätigkeiten“ zum ersten Mal verhaftet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;groene&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=rene-zwaap |url=https://www.groene.nl/artikel/een-surinaamse-messias |titel=Een surinaamse messias |werk=groene.nl |datum=1998-09-02 |abruf=2020-08-22 |sprache=nl}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er schrieb unter dem Pseudonym &amp;#039;&amp;#039;Adek&amp;#039;&amp;#039; Artikel für &amp;#039;&amp;#039;De Tribune&amp;#039;&amp;#039; und den &amp;#039;&amp;#039;De Communistische Gids&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;knaw&amp;quot; /&amp;gt; und war Mitglied in dem Autorenkollektiv &amp;#039;&amp;#039;Links Richten&amp;#039;&amp;#039;, das mit dem Kommunismus sympathisierte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;historie-135639&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Enne Koops |url=https://historiek.net/anton-de-kom-canon-biografie-boek/135639/ |titel=Anton de Kom - Surinaamse vrijheidsstrijder |werk=historiek.net |datum=2020-07-06 |abruf=2020-08-22 |sprache=nl}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1931 wurde er bei &amp;#039;&amp;#039;Reuser en Smulders&amp;#039;&amp;#039; entlassen, was auch auf seine zunehmenden politischen Aktivitäten zurückzuführen war, die immer engagierter und [[Radikalismus|radikaler]] wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückkehr nach Suriname ===&lt;br /&gt;
Nachdem Anton de Kom von der Kolonialverwaltung die Zustimmung zur Rückkehr nach Suriname erhalten hatte, schiffte er sich am 20.&amp;amp;nbsp;Dezember 1932 mit seiner Familie nach Paramaribo ein, wo er am 4.&amp;amp;nbsp;Januar 1933 eintraf. Ein vermeintlicher Grund für die Reise nach Suriname war die schwere Erkrankung seiner Mutter, die allerdings vor seinem Eintreffen starb. Bei seiner Ankunft in Paramaribo warteten neben einer großen Menge von Surinamern Polizisten auf de Kom, um ihn im Auge zu behalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;knaw&amp;quot; /&amp;gt; Seine Frau und er selbst waren über die in Suriname herrschende große Armut entsetzt. Kurz darauf eröffnete er in seinem Elternhaus an der Pontewerfstraat in Paramaribo ein Beratungsbüro für hilfesuchende Arbeiterinnen und Arbeiter; mitunter kamen Hunderte an einem Tag. Sein politisches Ziel war ein breiter Konsens unter den [[Ethnie|ethnisch]] gespaltenen Surinamern aus [[Afro-Surinamer]]n, [[Hindustanen]], [[Indigene Völker Südamerikas|indigenen]] Surinamern und [[Javaner (Suriname)|Javanern]]. Das Büro wurde Anlaufpunkt für die antikoloniale Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1.&amp;amp;nbsp;Februar 1933 wurde Anton de Kom auf dem Weg zur Audienz bei Gouverneur [[Bram Rutgers]] verhaftet.&amp;lt;ref&amp;gt;Anton de Kom: &amp;#039;&amp;#039;Wir Sklaven von Suriname&amp;#039;&amp;#039;. Ring-Verlag, Zürich 1936, S. 205.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;knaw&amp;quot; /&amp;gt; Am 3. und 4. Februar versammelte sich eine große Menschenmenge, um die Freilassung de Koms zu fordern, und erneut am 7.&amp;amp;nbsp;Februar, da man glaubte, die Freilassung stünde kurz bevor. Da die Menschen der Aufforderung, sich zu zerstreuen, nicht nachkamen, gab die Polizei Schüsse auf sie ab; es gab zwei Tote und 22 Verwundete.&amp;lt;ref&amp;gt;Anton de Kom: &amp;#039;&amp;#039;Wir Sklaven von Suriname&amp;#039;&amp;#039;. Ring-Verlag, Zürich 1936, S. 208.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;knaw&amp;quot; /&amp;gt; Nach dreimonatiger Gefangenschaft wurde Anton de Kom  am 10.&amp;amp;nbsp;Mai 1933 aus [[Fort Zeelandia (Paramaribo)|Fort Zeelandia]] entlassen und mit seiner Familie per Schiff nach Amsterdam abgeschoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Anton de Kom: &amp;#039;&amp;#039;Wir Sklaven von Suriname&amp;#039;&amp;#039;. Ring-Verlag, Zürich 1936, S. 210.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;knaw&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De Kom stand in den Niederlanden unter ständiger Beobachtung durch die Polizei und den Geheimdienst &amp;#039;&amp;#039; Centrale Inlichtingendienst&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref name=&amp;quot;uva-Activist&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Home |url=https://www.antondekom.humanities.uva.nl/activist/ |titel=Activist – Anton de Kom |werk=antondekom.humanities.uva.nl |abruf=2020-08-23 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; weshalb er keine Arbeit fand. Daher schrieb er an seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Wij slaven van Suriname&amp;#039;&amp;#039; weiter. Für dieses Buch hatte er ab 1926 Material gesammelt; es war die erste Publikation, die die Geschichte der Sklaven aus der Sicht der versklavten Menschen darstellte; es gilt als „antikoloniales Standardwerk“. Das Buch erschien 1934 in den Niederlanden in einer zensierten Ausgabe. Die Behörden hatten vergebens versucht, das Erscheinen gänzlich zu verhindern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;knaw&amp;quot; /&amp;gt; So gruben etwa Polizisten den Garten der Familie um, da sie glaubten, das Manuskript sei dort vergraben. Um Anton de Kom vor Repressalien zu schützen, behauptete der Herausgeber des Buches, [[Jef Last]], &amp;#039;&amp;#039;er&amp;#039;&amp;#039; habe das Buch geschrieben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;groene&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch verkaufte sich gut – auch aufgrund der Behördenaktionen – und brachte ihn in Kontakt mit den damaligen Künstlerkreisen; so befreundete er sich mit dem Schauspieler [[Simon Carmiggelt]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;amster&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.amsterdam.nl/nieuws/achtergrond/anton-de-kom/ |titel=Anton de Kom: &amp;#039;Strijden ga ik!&amp;#039; |werk=amsterdam.nl |datum=1975-11-25 |abruf=2020-08-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht in die Niederlande im Mai 1940 wurde das Buch umgehend verboten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;knaw&amp;quot; /&amp;gt; Eine Übersetzung ins Deutsche von Augusta de Wit unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Wir Sklaven von Suriname&amp;#039;&amp;#039; wurde 1935 in [[Moskau]] und 1936 in [[Zürich]] veröffentlicht. Erst 1971 erschien eine unzensierte niederländische Ausgabe von &amp;#039;&amp;#039;Wij slaven van Suriname&amp;#039;&amp;#039;, die 2020 in 17. Auflage herausgegeben wurde. 1981 erschien eine spanische Ausgabe in [[Havanna]] und 1987 eine englische in [[London]]. Eine französische Übersetzung kam auf Vermittlung von Jef Last, der mit [[André Gide]] befreundet war, zustande.&amp;lt;ref name=&amp;quot;groene&amp;quot; /&amp;gt; De Kom schrieb auch Romane, Gedichte, Erzählungen, Drehbücher und weitere politische Schriften, die meist nicht publiziert wurden. 2008 wurden bereits verloren geglaubte literarische Manuskripte wiedergefunden, die sich heute im [[Literatuurmuseum|Nederlands Letterkundig Museum]] in [[Den Haag]] befinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Widerstand und Tod ===&lt;br /&gt;
Wegen seiner Arbeitslosigkeit lebte Anton de Kom mit seiner Familie, die unverhohlenem [[Rassismus]] ausgesetzt war,&amp;lt;ref name=&amp;quot;ad-166&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Stuart Kensenhuis |url=https://www.ad.nl/den-haag/anton-de-kom-surinaamse-volksheld-in-de-laatste-getuigen~acb166bc/ |titel=Anton de Kom: Surinaamse volksheld in De Laatste Getuigen |werk=ad.nl |abruf=2020-08-22 |sprache=nl}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in ärmlichen Verhältnissen und litt zunehmend an [[Depression]]en und [[Paranoia]]. 1939 musste er drei Monate in einer Klinik verbringen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;amster&amp;quot; /&amp;gt; Nach der deutschen [[Die Niederlande unter deutscher Besatzung (1940–1945)|Besatzung der Niederlande]] im Mai 1940 entschloss sich de Kom, aktiv am Widerstand teilzunehmen, obwohl er der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] wegen seiner Hautfarbe und seines politischen Engagements bekannt war. Er wurde Mitarbeiter der Untergrundzeitung &amp;#039;&amp;#039;De Vonk&amp;#039;&amp;#039;. Am 7. August 1944 wurde Anton de Kom auf der Straße von der Gestapo verhaftet. Zunächst wurde er im [[Oranjehotel]] in [[Scheveningen]] gefangen gehalten und anschließend ins niederländische [[KZ Herzogenbusch|KZ Vught]] deportiert. Von dort brachte man ihn am 6. September nach [[Oranienburg]] und später in das sogenannte KZ-Auffanglager für das [[KZ Neuengamme]] in [[Sandbostel]] in der Nähe von [[Bremervörde]] (zwischen [[Bremen]] und [[Hamburg]]). Offiziell starb Anton de Kom am 24.&amp;amp;nbsp;April 1945 im [[Stammlager X B|Stammlager Stalag X-B]] an [[Tuberkulose]]. Er wurde 47 Jahre alt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;knaw&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst 1960 erfuhr seine Familie, wo Anton de Kom ums Leben gekommen war, als seine Leiche in einem Massengrab bei Sandbostel entdeckt wurde. Sie wurde in die Niederlande gebracht und auf dem &amp;#039;&amp;#039;Erebegraafplaats&amp;#039;&amp;#039; von [[Loenen aan de Vecht|Loenen]] beigesetzt. Seine Frau Nel starb 1983 im Alter von 85 Jahren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;amster&amp;quot; /&amp;gt; Sie liegt wiederum in Suriname begraben, wo sie während eines Besuchs bei ihrem dort lebenden Sohn Cees gestorben war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;parbode-Laatste&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://parbode.com/laatste-rustplaats-van-weduwe-anton-de-kom/ |titel=Laatste rustplaats van weduwe Anton de Kom |werk=parbode.com |datum=2016-01-08 |abruf=2020-08-22 |sprache=nl}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Familie ===&lt;br /&gt;
Anton de Koms Tochter Judith ist in den Niederlanden bekannt, weil sie Vorträge über Kolonialismus hält.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ncpn-201808&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ncpn.nl/manifest/2018/08/antonwik.htm |titel=Anton de Kom, een korte inleiding |werk=ncpn.nl |datum=1945-04-24 |abruf=2020-08-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Enkel von Anton de Kom ist der niederländische [[Psychiatrie|Psychiater]] und [[Autor]] [[Antoine de Kom]]. Dieser ist mit der surinamisch-niederländischen Juristin und Menschenrechtlerin [[Lilian Gonçalves-Ho Kang You]] verheiratet, deren erster Mann [[Kenneth Gonçalves]] 1982 gemeinsam mit 14 anderen Oppositionellen in Suriname ermordet wurde ([[Dezembermorde]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;groene-Bruine_t&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Piet Gerbrandy |url=https://www.groene.nl/artikel/bruine-tantes |titel=Bruine tantes |werk=groene.nl |datum=2013-10-16 |abruf=2020-08-21 |sprache=nl}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen und Erinnerungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Beeld voor Anton de Kom(plein) Amsterdam Zuidoost11.jpg|mini|Standbild von Anton de Kom in Amsterdam (2017)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Paramaribo - Straatnaambord Anton de Komstraat.jpg|mini|Die &amp;#039;&amp;#039;Anton de Komstraat&amp;#039;&amp;#039; in Paramaribo]]&lt;br /&gt;
1982 wurde Anton de Kom posthum mit dem [[Verzetsherdenkingskruis]] geehrt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;groene&amp;quot; /&amp;gt; 1983 wurde die Universität von Paramaribo nach Anton de Kom benannt (Kurzbezeichnung: Adek). Auf dem [[Amsterdam]]er &amp;#039;&amp;#039;Anton de Komplein&amp;#039;&amp;#039; in Amsterdam-Südost wurde am 24. November 1990 eine von [[Guillaume Lo A Njoe]] entworfene Plakette zu Ehren von Anton de Kom enthüllt. Am 24. April 2006 wurde am selben Platz eine Statue von Anton de Kom enthüllt. Das Standbild der Künstlerin [[Jikke van Loon]] stellt einen halbnackten Mann dar. Eine solche Art der Darstellung wird vor allem von vielen Niederländern afro-surinamischer Abstammung als diskriminierend empfunden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;publicar-Anton_de&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://publicart.amsterdam/projecten/anton-de-kom/ |titel=Anton de Kom |werk=publicart.amsterdam |datum=2018-06-13 |abruf=2020-08-22 |sprache=nl}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ehemalige Pontewerfstraat in Paramaribo wurde nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit vielen Jahren gibt es Pläne, das Elternhaus von Anton de Kom in Paramaribo zu renovieren und es als Museum zu eröffnen. Das Haus befindet sich im Besitz einer Stiftung, der von de Koms Enkel Jules vorsteht. So plante die Gemeinde Amsterdam schon 2002 dafür ein Budget ein, ab 2007 setzte sich die Stiftung &amp;#039;&amp;#039;Mooi Suriname&amp;#039;&amp;#039; dafür ein. Das Vorhaben wurde jedoch bis 2020 nicht umgesetzt, in der Hauptsache, weil der Staat Suriname nicht bereit sei, dafür Gelder der einstigen Kolonialmacht Niederlande anzunehmen. Ein weiteres Problem für die Umsetzung der Pläne ist die Tatsache, dass Anton de Kom von dem Militärdiktator [[Desi Bouterse]] als Galionsfigur vereinnahmt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;parool-123222&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Patrick Meershoek |url=https://www.parool.nl/nieuws/het-huis-van-verzetsheld-anton-de-kom-valt-bijna-om~b52d71e2/ |titel=Het huis van verzetsheld Anton de Kom valt bijna om |werk=parool.nl |abruf=2020-08-22 |sprache=nl}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Regime ließ das Porträt von Anton de Kom auf Banknoten abbilden, im Hauptquartier von Bouterses Partei [[Nationale Democratische Partij]] hängt ein großes Porträtgemälde von de Kom.&amp;lt;ref name=&amp;quot;groene&amp;quot; /&amp;gt; 2012 forderte Bouterse, die sterblichen Überreste von de Kom nach Suriname zu überführen, was auch dem Wunsch der Familie entsprach.&amp;lt;ref name=&amp;quot;parool-0556&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Patrick Meershoek |url=https://www.parool.nl/nieuws/desi-bouterse-wil-resten-anton-de-kom-naar-suriname-halen~bd05c5b6/ |titel=Desi Bouterse wil resten Anton de Kom naar Suriname halen |werk=parool.nl |datum=2012-02-28 |abruf=2020-08-22 |sprache=nl}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2012 veröffentlichte die Filmemacherin [[Ida Does]] den Dokumentarfilm &amp;#039;&amp;#039;Peace. Memories of Anton de Kom&amp;#039;&amp;#039; über das Leben von Anton de Kom.&amp;lt;ref name=&amp;quot;idadoes-Peace._M&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.idadoes.nl/portfolio/peace-memories-of-anton-de-kom/ |titel=Peace. Memories of Anton de Kom |werk=idadoes.nl |abruf=2020-08-22 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der überarbeiteten und am 22. Juni 2020 der Öffentlichkeit vorgestellten Bildungsrichtlinie für das Fach niederländische Geschichte im Schulunterricht, [[Canon van Nederland]] wurde Anton de Kom als eines von insgesamt 50 Themensträngen aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.canonvannederland.nl/nl/antondekom Anton de Kom in Canon van Nederland] niederländisch, abgerufen am 23. Juni 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* [https://www.dbnl.org/tekst/kom_001wijs01_01/ &amp;#039;&amp;#039;Wij slaven van Suriname&amp;#039;&amp;#039;], Amsterdam 1934 (2. Auflage 1971; 10. Auflage 2003).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wir Sklaven von Surinam&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzung Augusta de Wit. [[Verlag für fremdsprachige Literatur (Moskau)|Verlagsgenossenschaft ausländischer Arbeiter in der UdSSR]], Moskau-Leningrad 1935 und Ring-Verlag, Zürich 1936.&lt;br /&gt;
* [https://www.dbnl.org/tekst/kom_001stri01_01/ &amp;#039;&amp;#039;Strijden ga ik&amp;#039;&amp;#039;]/Paramaribo 1969.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nosotros esclavos de Surinam&amp;#039;&amp;#039;. Casa de las Américas, Ciudad de La Habana, Kuba 1981. &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;We Slaves of Surinam&amp;#039;&amp;#039;. [[Palgrave Macmillan]], London 1987.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wir Sklaven von Suriname&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzung [[Birgit Erdmann]], mit Beiträgen von Tessa Leuwsha, Mitchell Esajas und Duco van Oostrum. [[Transit Buchverlag]], Berlin 2021, ISBN 978-3-88747-383-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Rudolf van Lier: &amp;#039;&amp;#039;Samenleving in een grensgebied. Een sociaal-historische studie van Suriname&amp;#039;&amp;#039;, Van Loghum Slaterus, Deventer 1971, ISBN 90-6001-154-6, S. 278–282.&lt;br /&gt;
* C.F.A. Bruijning und J. Voorhoeve (Hauptredaktion): &amp;#039;&amp;#039;Encyclopedie van Suriname.&amp;#039;&amp;#039; [[Elsevier]], Amsterdam und Brussel 1977, ISBN 90-10-01842-3, S. 351–354.&lt;br /&gt;
* Sandew Hira: &amp;#039;&amp;#039;Van Priary tot en met De Kom. De geschiedenis van het verzet in Suriname 1630–1940&amp;#039;&amp;#039;, Rotterdam 1984, ISBN 90-6323-040-0, S. 273–321 (Blok &amp;amp; Flohr).&lt;br /&gt;
* Anton de Kom-Abraham Behr Instituut (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Anton de Kom, zijn strijd en ideeën&amp;#039;&amp;#039;, Amsterdam 1989 (Sranan Buku), ISBN 90-72955-01-3.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Von den Deutschen im KZ ermordet. Das Schicksal des Anton de Korn&amp;#039;&amp;#039;. In: Birgit Morgenrath, Karl Rössel (Red.): &amp;#039;&amp;#039;„Unsere Opfer zählen nicht.“ Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben vom Rheinischen Journalistinnenbüro. Assoziation A, Berlin und Hamburg 2005, ISBN 3-935936-26-5, S. 175–177.&lt;br /&gt;
* Alice Boots, Rob Woortman: &amp;#039;&amp;#039;Anton de Kom. Biografie&amp;#039;&amp;#039;, Amsterdam en Antwerpen 2009 (Uitgeverij Contact), ISBN 978-90-254-3248-5.&lt;br /&gt;
* Karin Amatmoekrim: &amp;#039;&amp;#039;De man van veel&amp;#039;&amp;#039;. Prometheus, Amsterdam 2013, ISBN 978-90-446-2126-6 (Roman).&lt;br /&gt;
* Judith de Kom und Ida Does: &amp;#039;&amp;#039;Ik omhels je onafgebroken. Brieven aan haar vader Anton de Kom en andere dierbaren opgetekend door Ida Does&amp;#039;&amp;#039;, Alfabet Uitgevers, Amsterdam 2024, ISBN 978-90-213-4271-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118930974}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.antondekom.humanities.uva.nl/ |titel=Anton de Kom |werk=antondekom.humanities.uva.nl |abruf=2020-08-23 |sprache=nl}}&lt;br /&gt;
* {{YouTube|id=GZnCEl_keCg|title=Documentaire &amp;#039;Children of Surinam&amp;#039; (1988, MTV) over Anton de Kom en onthulling monument 1990}}&lt;br /&gt;
* {{YouTube|id=o0alL_KBp0k|title=Ida Does: &amp;#039;&amp;#039;Peace, Memories of Anton de Kom&amp;#039;&amp;#039;}} (2012)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118930974|LCCN=n83000725|VIAF=91057}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kom, Anton de}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Niederländisch)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Person (niederländischer Widerstand 1940–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Herzogenbusch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Paramaribo)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Surinamer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Niederländer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1898]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kom, Anton de&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Kom, Cornelis Gerard Anton de (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=surinamischer Nationalist, Widerstandskämpfer und antikolonialer Autor&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. Februar 1898&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Paramaribo]], [[Suriname]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. April 1945&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Sandbostel]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mielas</name></author>
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