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	<title>Anton Walter Freud - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T04:43:37Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Anton_Walter_Freud&amp;diff=2338873&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Crazy1880: Vorlagen-fix (Parameterfehler (DOI))</title>
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		<updated>2023-11-20T19:08:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Vorlagen-fix (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Literatur/Parameterfehler&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Literatur/Parameterfehler (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Parameterfehler (DOI)&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anton &amp;#039;&amp;#039;Walter&amp;#039;&amp;#039; Sigmund Freud&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren [[3. April]] [[1921]] in [[Wien]]; gestorben [[8. Februar]] [[2004]] in [[Oxted]]) war ein österreichischer Agent des britischen Nachrichtendienstes [[Special Operations Executive|SOE]], der an der Aufspürung von NS-[[Kriegsverbrechen|Kriegsverbrechern]] beteiligt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft und frühe Jugend ===&lt;br /&gt;
Walter Freud war der Sohn des Rechtsanwalts [[Jean-Martin Freud]] und der Logopädin [[Esti Freud]]. Seine Schwester war [[Sophie Freud]]. Jean-Martin Freud war der älteste Sohn des Psychoanalytikers [[Sigmund Freud]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Besuch des Realgymnasiums in Wien wechselte Walter Freud an die Tagesschule eines Landeserziehungsheims.&amp;lt;ref&amp;gt;Eva Weisweiler: &amp;#039;&amp;#039;Die Freuds&amp;#039;&amp;#039;, 2006, S. 387&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit des Nationalsozialismus ===&lt;br /&gt;
Beim [[Anschluss Österreichs]] wurde er wie viele Wiener Juden gezwungen, vor Hitlers Einzug die Straße zu putzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Eva Weisweiler: &amp;#039;&amp;#039;Die Freuds&amp;#039;&amp;#039;, 2006, S. 387&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seine Mutter und seine Schwester flohen nach Paris, er mit dem Vater nach England. Dort schloss er seine Schullaufbahn ab und nahm ein Studium der Luftfahrttechnik auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge des [[Westfeldzug|Frankreichfeldzuges]] der [[Wehrmacht]] wurde Freud im Juni 1940 als „feindlicher Ausländer“ ([[Enemy Alien|enemy alien]]) ebenso wie sein Vater auf der [[Isle of Man]] interniert. Bald darauf wurde er mit 2000 weiteren Emigranten mit dem Truppentransporter &amp;#039;&amp;#039;[[Dunera]]&amp;#039;&amp;#039; nach [[Australien]] verbracht, wo er über [[Sydney]] ins Lager Hay (Outback) überstellt wurde. Im Oktober 1941 konnte er aufgrund der veränderten politischen Stimmungslage gegenüber Emigranten nach England zurückkehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort meldete Freud sich zum Dienst beim [[Royal Pioneer Corps|Pioneer Corps]]. Schließlich ließ sich er vom SOE werben, absolvierte dort eine intensive Ausbildung und wurde nach Süditalien verlegt. Dort musste er längere Zeit auf einen Einsatz warten, bis er mit fünf weiteren SOE-Agenten Ende April 1945 über der [[Obersteiermark]] mit dem Fallschirm absprang. Nach der Landung konnte er seine Kameraden nicht wieder finden und schlug sich nach [[Zeltweg]] durch, wo er den Kommandanten des örtlichen Flugplatzes zur Aufgabe aufforderte. Freud wurde in deutschen Gewahrsam genommen und auf dem Weg nach [[Waidhofen an der Ybbs]] Angehörigen der [[United States Army|US-Armee]] übergeben. Am 8. Mai 1945 traf er wieder in London ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 1945 kehrte er nach Deutschland zurück und gehörte dort dem in [[Bad Oeynhausen]] stationierten War Crimes Investigation Team (WCIT) No. 2 an, einer Einheit zur Aufklärung und Verfolgung von [[Kriegsverbrechen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Alyn Bessmann, Marc Buggeln: &amp;#039;&amp;#039;Befehlsgeber und Direkttäter vor dem Militärgericht. Die britische Strafverfolgung der Verbrechen im KZ Neuengamme und seinen Außenlagern&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Geschichtswissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Heft 6, 2005, S. 526.&amp;lt;/ref&amp;gt; Freud führte unter anderem die Ermittlungen gegen Angehörige der Firma [[Tesch &amp;amp; Stabenow]] (Testa), die [[Zyklon B]] an [[Konzentrationslager]] geliefert hatte. Neben [[Bruno Tesch (Chemiker)|Bruno Tesch]] verhörte er u.&amp;amp;nbsp;a. auch den ehemaligen [[KZ-Kommandant|Lagerkommandanten]] des [[KZ Auschwitz]] [[Rudolf Höss]]. Auch die Ermittlungen zum Kindermord am [[Bullenhuser Damm]] in Hamburg oblagen Freud.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Galina Hristeva, Roland Kaufhold |Titel=»Ich bin sicher, Großvater hätte das gebilligt« |Sammelwerk=Psychoanalyse im Widerspruch |Band=Nr. 69 |Nummer=1/2023 |Auflage=1. |Verlag=Psychosozial Verlag |Ort=Gießen |Datum=2023 |ISSN=0941-5378 |Seiten=75–93 |DOI=10.30820/0941-5378-2023-1-75}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Freud konnte den ehemaligen SS-Standortarzt [[Alfred Trzebinski]] des [[KZ Neuengamme]] am 1. Februar 1946 aufspüren und zum Kindermord befragen. Freud führte auch mit weiteren am Kindermord Beteiligten wie [[Johann Frahm]] Verhöre durch und so konnte dieses Verbrechen im [[Neuengamme-Hauptprozess]] und Nebenprozessen als Tatgegenstand einfließen und geahndet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sch warberg78ff&amp;quot;&amp;gt;Günther Schwarberg: &amp;#039;&amp;#039;Der SS-Arzt und die Kinder vom Bullenhuser Damm.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 1988, S. 78ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Freud schied 1947 im Rang eines Majors aus dem Dienst aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
1946 heiratete er Vibeke Annette Krarup.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ndr.de/geschichte/koepfe/Wer-war-Anton-Walter-Freud,freud102.html |titel=Anton Walter Freud: Vom Flüchtling zum Nazi-Jäger |werk=ndr.de |datum=2022-01-14 |abruf=2022-01-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://gedcom.slaegt.dk/?fil=1&amp;amp;person=25939 |titel=Vibeke Annette Krarup |werk=Gedcom |abruf=2022-04-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Paar bekam drei Kinder, darunter [[David Freud, Baron Freud]]. Freud absolvierte ein Chemiestudium und war danach bis zu seinem Ruhestand 1977 bei mehreren britischen Firmen tätig. Im Ruhestand betrieb er [[Genealogie]] und verfasste Schriften zu seinen Erlebnissen während und nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter Freud starb krankheitsbedingt im Februar 2004. Seine Asche befindet sich im [[Golders Green Crematorium]] in London.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Adi Wimmer, ed.: &amp;#039;&amp;#039;Die Heimat wurde ihnen fremd, die Fremde nicht zur Heimat. Erinnerungen österreichischer Juden aus dem Exil&amp;#039;&amp;#039;. Verlag für Gesellschaftskritik, Wien 1993, ISBN 978-3-85115-173-2&lt;br /&gt;
* Elisabeth Lebensaft – Christoph Mentschl: &amp;#039;&amp;#039;„Are you prepared to do a dangerous job?“ Auf den Spuren österreichischer und deutscher Exilanten im Dienst der SOE&amp;#039;&amp;#039;, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2010.&lt;br /&gt;
* [[Eva Weissweiler]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Freuds&amp;#039;&amp;#039;. Kiepenheuer &amp;amp; Witsch, Köln 2006&lt;br /&gt;
* Galina Hristeva &amp;amp; [[Roland Kaufhold]]: &amp;#039;&amp;#039;„Ich bin sicher, Großvater hätte das gebilligt.“ Freuds Enkel Anton Walter (3.4.1921- 8.2.2004) als „Nazijäger“,&amp;#039;&amp;#039; Zeitschrift Psychoanalyse im Widerspruch Nr. 69, Heft 1/2023, S. 75–93&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Elisabeth Lebensaft – Christoph Mentschl: &amp;#039;&amp;#039;Flüchtling und Widerstandskämpfer: Anton Walter Freud&amp;#039;&amp;#039;.  [http://www.oeaw.ac.at/fileadmin/Institute/INZ/Bio_Archiv/bio_2011_04.htm/ Biographie des Monats auf der Homepage des Österreichischen Biographischen Lexikons (April 2011)].&lt;br /&gt;
* [http://www.timesonline.co.uk/tol/comment/obituaries/article1028861.ece &amp;#039;&amp;#039;Anton Freud. Chemist and grandson of Sigmund, who once singlehandedly captured a German airbase&amp;#039;&amp;#039;]. In: [[The Times]] vom 25. Februar 2004.&lt;br /&gt;
* [http://www.telegraph.co.uk/news/obituaries/1453935/Walter-Freud.html &amp;#039;&amp;#039;Walter Freud&amp;#039;&amp;#039;]. In: [[The Daily Telegraph|The Telegraph]] vom 11. Februar 2004.&lt;br /&gt;
* Galina Hristeva &amp;amp; [[Roland Kaufhold]]: „Ich bin sicher, Großvater hätte das gebilligt“. Sigmund Freuds Enkel Anton als „Nazijäger“, haGalil, 28. Juni 2023 https://www.hagalil.com/2023/06/anton-freud/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=137931247|VIAF=86095736}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Freud, Anton Walter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Special Operations Executive)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fallschirmagent (Zweiter Weltkrieg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichischer Emigrant zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichischer Emigrant im Vereinigten Königreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Verfolgung von NS-Straftaten)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied (Sigmund Freud)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1921]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2004]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Freud, Anton Walter&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Freud, Anton Walter Sigmund (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer SOE-Agent&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. April 1921&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. Februar 2004&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Oxted]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Crazy1880</name></author>
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