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	<title>Anton Rintelen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Anton_Rintelen&amp;diff=287321&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 4. Juli 2025 um 18:47 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Anton Rintelen (1-E-904).jpg|mini|Anton Rintelen (circa 1929)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anton Rintelen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[15. November]] [[1876]] in [[Graz]] als &amp;#039;&amp;#039;Antonius Ludwig Carl Florentius Paul Rintelen&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/graz-seckau/graz-hl-blut/495/?pg=352 Matricula Online – Graz-Hl. Blut, Taufbuch XXXIII, 1872–1878, Seite 350, Eintrag Nr. 315, 4. Zeile.]&amp;lt;/ref&amp;gt;; † [[28. Januar|28. Jänner]] [[1946]] ebenda) war ein [[österreich]]ischer [[Jurist]] und [[Politiker]] der [[Christlichsoziale Partei (Österreich)|Christlichsozialen Partei]]. Als [[Landeshauptmann]] der [[Steiermark]] spielte er eine oft dubiose und bis heute schwer zu beurteilende Rolle in der Politik der [[Erste Republik (Österreich)|Ersten Republik]]. Er unterhielt Kontakte zur [[Heimwehr]]bewegung und konspirierte mit den [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]], die ihn im Zuge des [[Juliputsch]]es zum [[Bundeskanzler (Österreich)|Bundeskanzler]] erklärten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Rintelen wurde in der Grazer [[Sackstraße (Graz)|Sackstraße]] geboren. Die aus [[Westfalen]] stammenden Eltern waren der Anwalt Dr. Anton Rintelen (* 1. April 1842 in [[Münster]]; † 23. März 1905 in Graz)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/graz-seckau/graz-hl-blut/334/?pg=137 |titel=Sterbebuch XXIV 1899-1915 - 334 {{!}} Graz-Hl. Blut {{!}} Steiermark: Rk. Diözese Graz-Seckau {{!}} Österreich {{!}} Matricula Online |werk=Matricula Online |hrsg=ICARUS |sprache=de |abruf=2024-08-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und seine Frau Pauline geb. Gützloe (* 16. Jänner 1846 in [[Wesel|Wesel am Unterrhein]]; † 25. Mai 1917 in Graz)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/graz-seckau/graz-hl-blut/337/?pg=38 |titel=Sterbebuch XXV 1916-1933 - 337 {{!}} Graz-Hl. Blut {{!}} Steiermark: Rk. Diözese Graz-Seckau {{!}} Österreich {{!}} Matricula Online |werk=Matricula Online |hrsg=ICARUS |sprache=de |abruf=2024-08-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Sein Bruder [[Max Rintelen]] wurde später ebenfalls Jurist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem [[Rechtswissenschaft|Jusstudium]] in Graz und Wien ([[Promotion (Doktor)|Promotion]] 1898) war Rintelen als Wissenschaftler an verschiedenen Universitäten tätig. Im Jahre 1902 [[Habilitation|habilitierte]] er sich für zivilgerichtliche Verfahren. Zwischen 1903 und 1911 war er als [[Professor]] an der [[Karl-Ferdinands-Universität|Deutschen Universität Prag]] tätig, an der er in die „[[Wahrmund-Affäre]]“, eine Auseinandersetzung zwischen den [[Römisch-katholische Kirche|katholisch]]-[[Klerus|klerikalen]] und den [[Nationalliberalismus|national-liberalen]] weltanschaulichen Ausrichtungen an den Universitäten, verwickelt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1911 war er Professor für zivilgerichtliches Verfahren an der [[Universität Graz]]. Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] leistete er freiwillig beim [[Militärgericht]] Dienst. 1918 wurde er zum Landeshauptmann-Stellvertreter der Steiermark bestellt, von 1920 bis 1923 war er auch Mitglied des [[Bundesrat (Österreich)|Bundesrats]]. Von 1919 bis 1926 und von 1928 bis 1933 war er steirischer [[Landeshauptmann]]. Unterbrechungen seiner Amtszeit als Landeshauptmann ergaben sich, weil er 1926 und 1932/1933 auch das Amt des [[Bundesminister für Unterricht, Kunst und Kultur|Bundesministers für Unterricht]] bekleidete. Daneben war er von 1927 bis 1930 und von 1931 bis 1934 Abgeordneter zum [[Nationalrat (Österreich)|Nationalrat]]. Rintelen war Mitglied der katholischen Studentenverbindungen [[KÖStV Traungau Graz]], [[KÖStV Babenberg Graz]] und KÖStV Glückauf Leoben im [[Österreichischer Cartellverband|Österreichischen Cartellverband]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;ÖCV-Biolex&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Gerhard Hartmann (Theologe)|Gerhard Hartmann]] |url=https://oecv.at/Biolex/Detail/13901133 |titel=Anton Rintelen - ÖCV Biolex |werk= |hrsg=[[Österreichischer Cartellverband]] |datum= |abruf=2024-02-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; der größtenteils den [[Ständestaat]] ([[Austrofaschismus]]) unterstützte.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Neuhäuser (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wir werden ganze Arbeit leisten.&amp;#039;&amp;#039; S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1935 wurde er von sämtlichen Verbindungen ausgeschlossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ÖCV-Biolex&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rintelen, der als äußerst ehrgeiziger und skrupelloser Machtpolitiker galt, setzte alles daran, seine Machtstellung auszubauen und Bundeskanzler zu werden. Seine Versuche, dieses Ziel mit Hilfe der Heimwehr zu erreichen, waren jedoch spätestens 1931 mit dem [[Pfrimer-Putsch]] gescheitert. 1933 wurde er schließlich von Bundeskanzler [[Engelbert Dollfuß]] aus dem Kabinett eliminiert und auf den Posten eines [[Gesandter|Gesandten]] in [[Rom]] abgeschoben. Von dort aus konspirierte er mit den Nationalsozialisten, die im Zuge ihres Putschversuches am 25. Juli 1934 durch eine erzwungene Rundfunkdurchsage verkünden ließen, dass er nach dem Rücktritt der Regierung Dollfuß die Amtsgeschäfte übernommen habe. Diese Radiodurchsage war gleichzeitig als Signal für eine Erhebung von [[Sturmabteilung|SA]] und [[Schutzstaffel|SS]] in den Bundesländern gedacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als das Misslingen des Putsches offensichtlich wurde, begann Rintelen sich vorsichtig von den Putschisten zu distanzieren. Im Zusammenhang mit der Radiodurchsage vom Rücktritt der Regierung spielte er den Überraschten und verlangte von der [[Radio-Verkehrs-AG]] eine Richtigstellung der – wie er es ausdrückte – „Mystifikation“ seiner Ernennung zum Bundeskanzler. Obwohl er auch in einer Aussprache mit Regierungsmitgliedern, darunter [[Kurt Schuschnigg]], leugnete, Kenntnis vom Putsch gehabt zu haben, wurde er dennoch in Gewahrsam genommen. Als ihn in der Nacht vom 25. auf den 26. Juli zwei Kriminalbeamte zu einer Vernehmung abholen wollten, unternahm er einen Selbstmordversuch durch einen Schuss in den Herzbereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 2. März 1935 begann der Prozess gegen Rintelen. Dabei wurden erstmals auch seine Verbindungen zu [[Rudolf Weydenhammer]], einem der führenden Planer des Juliputsches, aufgedeckt. Rintelen drohte aus diesem Grund die Todesstrafe. Justizminister [[Egon Berger-Waldenegg]], der auch Landesführer der [[Steirischer Heimatschutz|steirischen Heimwehr]] war, wies den Staatsanwalt jedoch an, den Prozess so zu führen, dass Rintelen nur lebenslangen Kerker zu erwarten hätte – dieses Urteil wurde dann auch am 14. März verkündet. Durch die nach dem [[Berchtesgadener Abkommen]] vom 12. Februar 1938 verkündete [[Generalamnestie]] wurde Rintelen zwar wieder aus der Haft entlassen, konnte politisch aber nicht mehr Fuß fassen. Zum 1. Mai 1938 trat er der [[NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 6.351.504).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bundesarchiv (Deutschland)|Bundesarchiv]] R 9361-IX KARTEI/35041025&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Robert Kriechbaumer]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Dunkelheit des politischen Horizonts. Salzburg 1933 bis 1938 in den Berichten der Sicherheitsdirektion.&amp;#039;&amp;#039; Wien 2019, S. 133&amp;lt;/ref&amp;gt; 1941 erschienen seine [[Memoiren]] mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen an Österreichs Weg&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[Langmann-Stausee]] befindet sich nach wie vor ein Denkmal für ihn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Lorenzer Fenstersturz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|21|641|642|Rintelen, Anton der Jüngere|[[Dieter A. Binder]]|11655116X}}&lt;br /&gt;
* {{ÖBL|9|171|172|Rintelen Anton d. J.|Dieter A. Binder}}&lt;br /&gt;
* Andreas Fraydenegg-Monzello: &amp;#039;&amp;#039;Landesfürst und Hochverräter. Anton Rintelen. Eine österreichische Karriere.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe des Forschungsinstituts für politisch-historische Studien der Dr. Wilfried-Haslauer-Bibliothek.&amp;#039;&amp;#039; Band 086). Böhlau, Wien/Köln 2023, ISBN 978-3-205-21940-8.&lt;br /&gt;
* Peter Gorke: &amp;#039;&amp;#039;Anton Rintelen (1876–1946). Eine polarisierende steirische Persönlichkeit. Versuch einer politischen Biographie.&amp;#039;&amp;#039; Phil. Diss., Univ. Graz 2002.&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Jagschitz]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Putsch. Die Nationalsozialisten 1934 in Österreich.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Styria, Graz/Wien/Köln 1976, ISBN 3-222-10884-6 (bietet detaillierte Informationen zu Rintelens Kontakten zu den Nationalsozialisten und seinem Verhalten während des Juliputsches).&lt;br /&gt;
* [[Hans Schafranek]]: &amp;#039;&amp;#039;Sommerfest mit Preisschießen. Die unbekannte Geschichte des NS-Putsches im Juli 1934.&amp;#039;&amp;#039; Czernin Verlag, Wien 2006, ISBN 3-7076-0081-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{parlament-at|1689}}&lt;br /&gt;
* {{Austriaforum|AEIOU/Rintelen,_Anton}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11655116X}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.graz.at/cms/beitrag/10096237/1869835/ |text=&amp;#039;&amp;#039;Anton Rintelen, Landeshauptmann&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20160304094100}}&lt;br /&gt;
* [https://www.biographien.ac.at/oebl/oebl_R/Rintelen_Anton_1876_1946.xml Rintelen, Anton d. J. (1876-1946), Jurist und Politiker] im [[Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950|Österreichischen Biographischen Lexikon]]&lt;br /&gt;
* [https://www.hlk.steiermark.at/cms/beitrag/11830707/97168262/ Literatur über Anton Rintelen (Auswahl)] bei der Historischen Kommission für Steiermark&lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/person/gnd/11655116X Anton Rintelen] in der [[Deutsche Digitale Bibliothek|Deutschen Digitalen Bibliothek]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Landeshauptleute Steiermark&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Kabinett Ramek II&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Kabinett Dollfuß I&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Österreichische Unterrichts-, Wissenschafts- und Bildungsminister}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11655116X|VIAF=47516274}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rintelen, Anton}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landeshauptmann (Steiermark)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landeshauptmann-Stellvertreter (Steiermark)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unterrichtsminister (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundesratspräsident (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgeordneter zum Nationalrat (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des österreichischen Bundesrates aus der Steiermark]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichischer Botschafter in Italien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Botschafter (Republik Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist im auswärtigen Dienst (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zivilprozessrechtler (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Karl-Ferdinands-Universität Prag)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Graz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teilnehmer am Juliputsch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (NS-Täter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im CV]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Universität Graz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1876]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1946]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Rintelen, Anton&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Jurist und Politiker (CSP), Abgeordneter zum Nationalrat, Mitglied des Bundesrates&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. November 1876&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Graz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. Januar 1946&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Graz]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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