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	<title>Anton Reinthaller - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Anton_Reinthaller&amp;diff=471077&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Kriegsende und politische Karriere in der Zweiten Republik */ Tippfehler entfernt</title>
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		<updated>2026-04-07T21:58:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Kriegsende und politische Karriere in der Zweiten Republik: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Anton Reinthaller.jpg|mini|Anton Reinthaller]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anton Reinthaller&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. April]] [[1895]] in [[Mettmach]], [[Oberösterreich]]; † [[6. März]] [[1958]] ebenda) war ein österreichischer [[SS-Brigadeführer]], Gutsbesitzer, ab 1938 Minister für Land- und Forstwirtschaft im [[Bundesregierung Seyß-Inquart|Anschlusskabinett Seyß-Inquart]], [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]]-[[Reichstag (Zeit des Nationalsozialismus)|Reichstagsabgeordneter]] und ab 1939 bis Kriegsende [[Staatssekretär|Unterstaatssekretär]] im [[Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft]] in [[Berlin]].&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Dornheim: [https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/_Ministerium/Geschichte/sachverstaendigenrat-zur-rolle-ns-zeit.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=3 &amp;#039;&amp;#039;Rasse, Raum und Autarkie. Sachverständigengutachten zur Rolle des Reichsministeriums für Ernährung und Landwirtschaft in der NS-Zeit&amp;#039;&amp;#039;.] (PDF) Erarbeitet für das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Bamberg 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war Gründungsmitglied und von 1956 bis zu seinem Tod der erste [[Parteivorsitzender|Bundesparteiobmann]] der [[Freiheitliche Partei Österreichs|FPÖ]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Anton Reinthaller war der Sohn eines Brauereibesitzers&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/oberoesterreich/mettmach/106%252F1895/?pg=9 |titel=Taufen – Duplikate 1895 – 106/1895 {{!}} Mettmach {{!}} Oberösterreich: Rk. Diözese Linz {{!}} Österreich {{!}} Matricula Online |abruf=2025-08-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und trug denselben Vornamen&amp;lt;ref name=&amp;quot;19220606TPT&amp;quot;&amp;gt;{{ANNO|tpt|06|06|1922|4|Diplomierter Ingenieur}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wie sein Vater. Er besuchte in seinem Heimatort die Volksschule und in [[Linz]] das Realgymnasium. Am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] nahm Reinthaller als Soldat der [[Österreich-Ungarns Heer im Ersten Weltkrieg|k.u.k. Armee]] teil und befand sich von Juni 1916 bis Juni 1918 in russischer Kriegsgefangenschaft. Er erreichte den Rang eines [[Oberleutnant]]s der Reserve.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Graf89&amp;quot;&amp;gt;Wolfgang Graf: &amp;#039;&amp;#039;Österreichische SS-Generäle. Himmlers verlässliche Vasallen.&amp;#039;&amp;#039; Hermagoras-Verlag, Klagenfurt/Ljubljana/Wien 2012, ISBN 978-3-7086-0578-4, S. 89.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zurückgekehrt nach Österreich, studierte er [[Landwirtschaft|Land-]] und [[Forstwirtschaft]] an der [[Universität für Bodenkultur Wien|Hochschule für Bodenkultur]] in Wien. Er wurde Mitglied der &amp;#039;&amp;#039;Akademischen [[Österreichischer Landsmannschafter- und Turnerschafter-Convent|Landsmannschaft]] der Salzburger&amp;#039;&amp;#039; zu Wien.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Weidinger: &amp;#039;&amp;#039;„Im nationalen Abwehrkampf der Grenzlanddeutschen“. Akademische Burschenschaften und Politik in Österreich nach 1945&amp;#039;&amp;#039;, Böhlau, Wien / Köln / Weimar, ISBN 978-3-205-79600-8, S. 458.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mitte 1922 schloss er das Studium mit dem [[Ingenieur#Österreich|Ingenieur]]-Diplom ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;19220606TPT&amp;quot; /&amp;gt; Nach dem Studium arbeitete er als [[Forstwirt]] in [[Lilienfeld]], [[Attersee am Attersee|Attersee]] und [[Haus (Steiermark)|Haus im Ennstal]]. Er war auch in der [[Wildbachverbauung]] sowie als Landwirt tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betätigungen in der Zeit des autoritären Ständestaates ==&lt;br /&gt;
Während der [[Erste Republik (Österreich)|Ersten Republik]] war er zuerst Mitglied des [[Landbund (Österreich)|Landbundes]], danach trat zum 23. April 1928 der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei Österreichs – Hitlerbewegung|NSDAP]] bei ([[Liste von NSDAP-Parteimitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 83.421).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/34320861&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Clemens Jöbstl |Titel=Kontinuitäten und Brüche im Dritten Lager vom Kriegsende bis zur Gründung der FPÖ |Ort=Graz |Datum=2014 |Seiten=113 |Online=https://resolver.obvsg.at/urn:nbn:at:at-ubg:1-68964}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Schon 1928 wurde er agrarpolitischer Sachberater der Landes-Parteileitung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dornheim274&amp;quot;&amp;gt;Andreas Dornheim: &amp;#039;&amp;#039;Beamte, Adjutanten, Funktionäre. Personenlexikon zum Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft und Reichsnährstand.&amp;#039;&amp;#039; W. Kohlhammer, Stuttgart 2021, ISBN 978-3-17-040086-3, S. 274.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ebenfalls bereits 1928 wurde er von der NSDAP als Kandidat für den Landtag (Wahlkreis Linz) aufgestellt; zu diesem Zeitpunkt war er [[Beamter (Österreich)|Staatsbeamter]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|tpt|18|10|1930|11|Die nationalsozialistischen Wahlkandidaten für den Wahlkreis Linz}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Partei wurde er Ortsgruppenleiter in Attersee, NSDAP-Gauleiter in Oberösterreich und gehörte der Landesleitung Österreich an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Peter Schwarz |url=https://hdgoe.at/Reinthaller |titel=Anton Reinthaller (1895–1958) |hrsg=Haus der Geschichte Österreich |sprache=de |abruf=2026-04-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Reinthaller vertrat in der NSDAP eine nicht betont gewalttätige Linie und kam deswegen in Konflikt mit [[Theodor Habicht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1933 wurde die NSDAP in Österreich von der [[Bundesregierung Dollfuß I]] für illegal erklärt. Reinthaller hatte nun eine zentrale Rolle im &amp;#039;&amp;#039;Flüchtlingswerk&amp;#039;&amp;#039; für illegale Nationalsozialisten inne. Im April 1934 wurde er im [[Anhaltelager Kaisersteinbruch]] interniert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Dort freundete er sich mit [[Ernst Kaltenbrunner]] an und versuchte danach, die NSDAP in Österreich wieder neu aufzubauen (Gründung des Komitees der „Nationalen Aktion“); sie sollte 1934 unter dem Namen „Nationalsozialistischer Volksbund Österreichs“ zusammengefasst werden und dann der [[Vaterländische Front|Vaterländischen Front]] beitreten. Bekannt wurde diese „Aktion Reinthaller“ als Versuch einer Befriedung zwischen der österreichischen NSDAP und dem [[Ständestaat (Österreich)|Ständestaat]]. In erster Linie verfolgte sie aber das Ziel der Legalisierung der österreichischen NSDAP. Dieser Versuch wurde vom Sicherheitsdirektor von Salzburg und [[Ernst Rüdiger Starhemberg (Politiker)|Ernst Rüdiger Starhemberg]] zu Fall gebracht, unter anderem weil die NSDAP weiterhin umstürzlerische Flugzettel verteilte. Auch sonst fanden diese Bestrebungen von Seiten der Politik und der Sicherheitsbehörden keinerlei Zustimmung; mit Schreiben vom 10. Oktober 1934 wurde Reinthaller von der Bundespolizeidirektion Wien unter Strafandrohung aufgefordert, diese Bestrebungen sofort einzustellen.&amp;lt;ref&amp;gt;Der Text des von Reinthaller ausgearbeiteten „Etappenplans“ findet sich in L. Reichhold: &amp;#039;&amp;#039;Kampf um Österreich. Die Vaterländische Front und ihr Widerstand gegen den Anschluss 1933–1938.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben vom DÖW. Österreichischer Bundesverlag, Wien 1984, S. 153 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ludwig Jedlicka]], [[Rudolf Neck]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Von Justizpalast zum Heldenplatz. Studien und Dokumentationen 1927 bis 1938.&amp;#039;&amp;#039; Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1975, S. 479.&amp;lt;/ref&amp;gt; Reinthaller wurde vom Posten des Vorsitzes in der NSDAP im Dezember 1934 von [[Hermann Neubacher]] abgelöst&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Müller: &amp;#039;&amp;#039;Ein „Rechtskatholik“ zwischen Kreuz und Hakenkreuz: Franz von Papen als Sonderbevollmächtigter Hitlers in Wien 1934–1938.&amp;#039;&amp;#039; Peter Lang Verlag, Frankfurt/Main 1990, S. 192f.&amp;lt;/ref&amp;gt; und verlor 1937 seine Positionen in der Partei. Gestützt wurde er weiterhin von [[Rudolf Heß]] und [[Walther Darré]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere in der Zeit des Nationalsozialismus ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Government of Seyss-Inquart.jpg|mini|Reinthaller (4 v.r.) bei der Vereidigung der Bundesregierung Seyß-Inquart]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Anton Reinthaller, SS-Brigadeführer und Unterstaatssekretär.jpg|mini|Anton Reinthaller in Dienstuniform als Landesjägermeister im Donauland]]&lt;br /&gt;
Während des „[[Anschluss Österreichs|Anschlusses]]“ Österreichs wurde er am 11. März 1938 Minister für Land- und Forstwirtschaft im [[Bundesregierung Seyß-Inquart|Anschlusskabinett]] [[Arthur Seyß-Inquart]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|krz|12|03|1938|1|Das Ministerium Seyß-Inquart}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im März 1938 ernannte ihn [[Walther Darré]] zum Mitglied des [[Deutscher Reichsbauernrat|Reichsbauernrats]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|btb|17|03|1938|2|Das Gelöbnis der österreichischen Bauernschaft}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren wurde er im April 1938 [[Reichstag (Zeit des Nationalsozialismus)|Reichstagsabgeordneter]];&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|sch|15|04|1938|9|Österreichische Mitglieder des Reichstages}}&amp;lt;/ref&amp;gt; sein Mandat behielt er bis zum Kriegsende im Mai 1945. Ab Mai 1938 bekleidete er das Amt des &amp;#039;&amp;#039;Landesjägermeisters für Österreich&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|ibn|13|05|1938|5|Einführung des Reichsjagdgesetzes in Tirol}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 23. Mai 1938 setzte ihn Walther Darré zu seinem &amp;#039;&amp;#039;Beauftragten für den Aufbau des [[Reichsnährstand]]es in Österreich&amp;#039;&amp;#039; ein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|abs|25|05|1938|3|Reinthaller Beauftragter Darrés in Oesterreich}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 29. Dezember 1939 wurde Anton Reinthaller von [[Adolf Hitler]] aus seinem Amt als Minister für Landwirtschaft des Landes Österreich verabschiedet und nach [[Berlin]] zum [[Staatssekretär|Unterstaatssekretär]] im [[Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft]] berufen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|nwg|30|12|1939|4|Reinthaller nach Berlin berufen}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In dieser Position übernahm er die Leitung der Abteilung VII, zu deren Zuständigkeit die „Reichsverwaltung für die Staatsgüter“ sowie „Angelegenheiten des Bergbauerntums“ gehörten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|nwg|06|02|1940|10|Landesbauernführer Ingenieur Reinthaller Abteilungsleiter des Reichsernährungsministeriums}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In seiner Antrittsrede erklärte er: „Der nationale Gedanke bedeutet in seinem Wesen nichts anders als das Bekenntnis der Zugehörigkeit zum deutschen Volk.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch für sein familiäres Umfeld war, dass die Ehefrau Theresia Reinthaller zusammen mit [[Margarete Pausinger|Margarethe von Pausinger]] (Zitat aus dem Protokoll der Gendarmerie: &amp;#039;&amp;#039;zwei streng nationalsozialistisch eingestellte Frauen&amp;#039;&amp;#039;) am 30. Dezember 1939 den Berliner Maler [[Fritz Wingen]], der in Lambach auf Besuch war, bei der Gendarmerie denunzierte, da er gesagt haben soll, &amp;#039;&amp;#039;Deutschland mit der heutigen Regierung (werde) noch ganz auf den Hund kommen&amp;#039;&amp;#039;. Diese Denunziation hatte zur Folge, dass Wingen vom Sondergericht Linz nach dem „[[Heimtückegesetz]]“ als „[[Volksschädling]]“ zu zehn Monaten Gefängnis verurteilt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://ns-ooe.contextxxi.at/item14.html |text=Der Konflikt um die Ehrenbürgerschaft der NS-Denunziantin Margarethe Pausinger |wayback=20110823111830}} &amp;#039;&amp;#039;Der Konflikt um die Ehrenbürgerschaft der NS-Denunziantin Margarethe Pausinger.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 12. März 1938 trat er der [[Schutzstaffel|SS]] bei (SS-Nummer 292.775) und wurde am 30. Jänner 1941 [[SS-Brigadeführer]].&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-III/549835&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2007, S. 475.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[SS-Oberabschnitt]] Donau war er Inspekteur des SS-Reiterwesens. Er war Landesbauernführer und Landesjägermeister im Donauland.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Graf89&amp;quot; /&amp;gt; Als Landesbauernführer von Niederdonau war er für den Einsatz von Zwangsarbeitern verantwortlich und inspizierte 1942 das KZ Mauthausen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.derstandard.at/story/3000000315372/70-jahre-fpoe-erster-parteichef-wurde-nach-1945-steckbrieflich-gesucht |titel=70 Jahre FPÖ: Erster Parteichef wurde nach 1945 steckbrieflich gesucht |sprache=de-AT |abruf=2026-04-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war zudem Träger des [[Ehrenwinkel der Alten Kämpfer|Ehrenwinkels der SS]] und des [[Goldenes Parteiabzeichen der NSDAP|Goldenen Parteiabzeichens der NSDAP]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriegsende und politische Karriere in der Zweiten Republik ==&lt;br /&gt;
Ende 1945 setzte die österreichische &amp;#039;&amp;#039;Kommission zur Vorbereitung der Kriegsverbrecher-Prozesse&amp;#039;&amp;#039; Anton Reinthaller auf eine Liste mit Personen, die für „300 besonders schwere Kriegsverbrecherfälle“ verantwortlich gemacht wurden. Er befand sich als ehemaliger Minister des Kabinetts Seyß-Inquart auf der ersten dieser medial verbreiteten [[Kriegsverbrecherlisten]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|lvb|04|12|1945|3|Die Kriegsverbrecher Österreichs}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die österreichischen Behörden leiteten im Juli 1947 eine steckbriefliche Suche nach Reinthaller ein – unwissend, dass er bereits am 28. August 1945 von der US-Armee festgenommen und interniert worden war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=dwp&amp;amp;datum=19470707&amp;amp;query=%22reinthaller%22&amp;amp;ref=anno-search&amp;amp;seite=5 |titel=Steckbrief gegen Reinthaller |titelerg=(online bei ANNO) |werk=Die Weltpresse |datum=1947-07-07 |seiten=5 |abruf=2026-04-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Am 5. Juli 1947 wurde er im [[Wilhelmstraßen-Prozess]] im Rahmen der [[Nürnberger Prozesse]] verhört.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dornheim274&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1949 wurde er von der amerikanischen Militärregierung von Deutschland nach Österreich ausgeliefert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|awi|05|07|1949|2|Reinthaller wird ausgeliefert}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Danach befand er sich in Untersuchungshaft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|san|19|10|1950|2|Verhandlung gegen Ingenieur Reinthaller}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 23. Oktober 1950 begann vor dem Wiener [[Volksgericht (Österreich)|Volksgerichtssenat]] ein Prozess, in dem er des „[[Hochverrat]]es am österreichischen Volk und der Illegalität“ beschuldigt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|dwp|23|10|1950|9|Drei Anwälte im Hochverratsprozess Reinthaller}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 27. Oktober wurde er vom Vorwurf des Hochverrats freigesprochen und nur wegen des Verbrechens der Illegalität zu drei Jahren schwerem Kerker verurteilt. Da diese Strafe bereits durch die Untersuchungshaft verbüßt war, wurde er auf freien Fuß gesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|dwp|27|10|1950|8|Reinthaller enthaftet}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1952 wurde er vom Volksgericht wegen seiner Verstrickung während des nationalsozialistischen Regimes zu 2½ Jahren Kerker und Vermögensverlust verurteilt. 1953 wurde Reinthaller, trotz seiner weiterhin bestehenden nationalsozialistischen Gesinnung und seiner Bilderbuchkarriere im nationalsozialistischen Regime – dessen Ende er als „Zusammenbruch in höchster seelischer Erschütterung“ erlebte – von Bundespräsident [[Theodor Körner (Bundespräsident)|Theodor Körner]] begnadigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Reiter, Margit |Titel=Die Ehemaligen. Der Nationalsozialismus und die Anfänge der FPÖ |Auflage=3 |Verlag=Wallstein |Ort=Göttingen |Datum=2019 |ISBN=978-3-8353-3515-8 |Seiten=180, 188ff.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1955 gründete Anton Reinthaller zusammen mit [[Friedrich Peter (Politiker)|Friedrich Peter]] und [[Emil van Tongel]] die [[Deutschnationalismus|deutschnational]] gesinnte &amp;#039;&amp;#039;Freiheitspartei&amp;#039;&amp;#039;, deren Ziel es war, dem [[Verband der Unabhängigen]] (VdU) eine prononciert deutschnationale Ausrichtung zu geben. Beim Zusammenschluss des VdU mit der Freiheitspartei zur [[Freiheitliche Partei Österreichs|FPÖ]] am 17. Oktober 1955 wurde er deren stellvertretender Vorsitzender. Auf dem konstituierenden Parteitag der FPÖ im Hotel &amp;#039;&amp;#039;Weißer Hahn&amp;#039;&amp;#039; in Wien am 7. April 1956 wurde Reinthaller zum ersten [[Parteivorsitzender|Bundesparteiobmann]] der FPÖ gewählt; diese Funktion nahm er bis zu seinem Tode 1958 ein. Danach folgte ihm am 3. ordentlichen Bundesparteitag der FPÖ, der vom 12. bis 14. September 1958 in Salzburg tagte, Friedrich Peter, den mit Anton Reinthaller ein politisches Vater-Sohn-Verhältnis verband.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Postmortem ==&lt;br /&gt;
Noch 2016 widmete die [[oberösterreich]]ische FPÖ Reinthaller einen Festakt in [[Mettmach]]. Das Heimatbuch des Ortes würdigt ihn als „großen Sohn Mettmachs“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Josef Ertl |url=https://kurier.at/chronik/oberoesterreich/fuehrende-nazis-im-dritten-reich/228.912.906 |titel=&amp;quot;Führende Nazis im Dritten Reich&amp;quot; |werk=kurier.at |datum=2016-11-06 |sprache=de |abruf=2021-11-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Christa Zoechling |url=https://www.profil.at/oesterreich/fpoe-tagebuecher-gruendungsvater-anton-reinthaller-10349166 |titel=FPÖ: Die Tagebücher des Gründungsvaters Anton Reinthaller |werk=Profil |datum=2018-09-18 |sprache=de |abruf=2021-11-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Andreas Dornheim]]: &amp;#039;&amp;#039;Beamte, Adjutanten, Funktionäre. Personenlexikon zum Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft und Reichsnährstand.&amp;#039;&amp;#039; W. Kohlhammer, Stuttgart 2021, ISBN 978-3-17-040086-3, S. 273–274.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Graf: &amp;#039;&amp;#039;Österreichische SS-Generäle. Himmlers verlässliche Vasallen.&amp;#039;&amp;#039; Hermagoras-Verlag, Klagenfurt/Ljubljana/Wien 2012, ISBN 978-3-7086-0578-4.&lt;br /&gt;
* Franz Müller: &amp;#039;&amp;#039;Ein „Rechtskatholik“ zwischen Kreuz und Hakenkreuz: Franz von Papen als Sonderbevollmächtigter Hitlers in Wien 1934–1938.&amp;#039;&amp;#039; Peter Lang Verlag, Frankfurt/Main 1990.&lt;br /&gt;
* Heinz-Dietmar Schimanko: &amp;#039;&amp;#039;Der Fall Reinthaller. Das Strafverfahren gegen Anton Reinthaller vor dem Volksgericht.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Wien u.&amp;amp;nbsp;a. 2019, ISBN 978-3-205-23186-8.&lt;br /&gt;
* Erich Stockhorst: &amp;#039;&amp;#039;[[Fünftausend Köpfe. Wer war was im Dritten Reich]].&amp;#039;&amp;#039; Arndt, Kiel 2000, ISBN 3-88741-116-1 (unveränderter Nachdruck der ersten Auflage von 1967).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|102343713}}&lt;br /&gt;
* [https://www.mediathek.at/atom/132D86A3-0F2-001ED-00000478-132D043B/ Stimmaufnahme von Anton Reinthaller] im Onlinearchiv der [[Österreichische Mediathek|Österreichischen Mediathek]] (Propagandarede aus 1938)&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/014394}}&lt;br /&gt;
* [https://e-gov.ooe.gv.at/bgdfiles/p1189/Reinthaller_Anton.pdf Anton Reinthaller (1895–1958)], PDF, E-Government des Landes [[Oberösterreich]]&lt;br /&gt;
* Heinz-Dietmar Schimanko: [https://www.vandenhoeck-ruprecht-verlage.com/downloads/productPreviewFiles/LP_978-3-205-23186-8.pdf &amp;#039;&amp;#039;Der Fall Reinthaller. Das Strafverfahren gegen Anton Reinthaller vor dem Volksgericht.&amp;#039;&amp;#039;] Böhlau, Wien u. a. 2019, ISBN 978-3-205-23186-8.&lt;br /&gt;
* Markus Sulzbacher: [https://www.derstandard.de/story/2000096984927/immer-rechts-auch-in-der-nsdap-die-gruendervaeter-der-fpoe „Immer rechts, auch in der NSDAP“: Die Gründerväter der FPÖ – WKR Ball], [[Der Standard]], 25. Januar 2019.&lt;br /&gt;
* Markus Sulzbacher: [https://www.derstandard.at/story/2000134078100/ März 1938: Die Rolle des ersten FPÖ-Chefs beim »Anschluss« Österreichs] [[Der Standard]], 19.&amp;amp;nbsp;März 2022.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=102343713|VIAF=12692588}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Reinthaller, Anton}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im Anhaltelager Kaisersteinbruch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftsminister (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:FPÖ-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Deutsches Reich, 1933–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Brigadeführer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Goldenen Parteiabzeichens der NSDAP]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Deutschen Klubs (Verein)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Allgemeine Forstwirtschaft)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landesbauernführer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landsmannschafter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberleutnant (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Universität für Bodenkultur Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Mettmach)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (NS-Täter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1895]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1958]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Reinthaller, Anton&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Gutsbesitzer und Politiker (NSDAP, FPÖ), MdR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. April 1895&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Mettmach]], Oberösterreich&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=6. März 1958&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Mettmach]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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