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	<title>Anton Perschl - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Anton_Perschl&amp;diff=1570422&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Prozess */ Leerzeichen vor bzw. nach Anführungszeichen entfernt</title>
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		<updated>2025-01-14T18:33:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Prozess: &lt;/span&gt; Leerzeichen vor bzw. nach Anführungszeichen entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anton Perschl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[18. Januar]] [[1908]] in [[Streifing (Gemeinde Kreuzstetten)|Streifing]], [[Niederösterreich]]; † [[10. Juni]] [[1978]] in [[Nonnenhorn]]) war [[Schutzhaftlager#Rapportführer|Rapportführer]] im [[KZ-Nebenlager St. Aegyd am Neuwalde|KZ-Außenlager St. Aegyd am Neuwalde]]. Hinter [[Willi Auerswald]] war er der ranghöchste vor dem [[Volksgericht (Österreich)|Volksgericht]] Wien wegen im Lager verübter Verbrechen Angeklagte. Perschl wurde zu sieben Monaten Haft verurteilt. Das Urteil wurde in einem späteren Verfahren revidiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lagersituation ==&lt;br /&gt;
Perschl beantragte am 3. Juni 1938 die Aufnahme in die [[NSDAP]] und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 6.151.296).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-VIII KARTEI/15191542&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war Berufskraftfahrer und nahm in den ersten Kriegsjahren des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] am [[Westfeldzug|deutschen Angriff im Westen]] teil. Für seinen Einsatz beim [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|deutschen Angriff auf die Sowjetunion]] erhielt er die [[Ostmedaille]]. Er war zu dieser Zeit [[SS-Sturmmann]], später wurde er [[SS-Rottenführer]]. Im September 1944 kam Perschl zur Wachmannschaft des KZ-Außenlagers Aegyd in Niederösterreich. Nach vier Wochen stieg er zum Rapportführer auf. In den Weihnachtstagen des Jahres 1944 starb auf ungeklärte Weise der deutsche [[Kapo (KZ)|Kapo]] Vinzenz Cellbrodt. Perschl wurde von den Häftlingen des Lagers beschuldigt, für dessen Tod aber auch für andere Morde verantwortlich zu sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle5&amp;quot;&amp;gt;Das KZ-Außenlager ST. Aegyd am Neuwalde; von Christian Rabl; Veröffentlicht von BoD – Books on Demand, 2008; ISBN 3-9502183-9-4, ISBN 978-3-9502183-9-8; 164 Seiten; S. 101 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Rapportführer galt als brutal gegenüber Gefangenen. Er soll speziell ausländische Häftlinge mit bloßer Hand oder Stöcken geschlagen haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Prozess ==&lt;br /&gt;
Perschl wurde 1952 vor dem Volksgericht Wien des Mordes an Kapo Vinzenz C. und der Brutalität gegenüber Gefangenen angeklagt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang Benz]], [[Barbara Distel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Der Ort des Terrors]]. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager.&amp;#039;&amp;#039; Band 4: &amp;#039;&amp;#039;Flossenbürg, Mauthausen, Ravensbrück.&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck, München 2006, ISBN 3-406-52964-X, S. 428.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.nachkriegsjustiz.at/service/archiv/Rb12.pdf Justiz und Erinnerung] (PDF; 712&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Er sagte im Laufe des Verfahrens aus, dass er durch sein in den Augen der Mithäftlinge brutales Verhalten dem Betroffenen den drohenden Rücktransport in das Stammlager [[KZ Mauthausen|Mauthausen]] habe ersparen wollen. Nach Perschls Aussage habe es sich lediglich um harmlose Züchtigungen gehandelt. Eine Überprüfung ergab, dass Perschls Verhalten die Verlagerung lediglich verzögerte. Die Häftlinge wurden von ihm oft so schwer verletzt, dass sie nach der Einlieferung ins Lazarett als arbeitsunfähig Mauthausen überstellt wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle1&amp;quot; /&amp;gt; Im Prozessverlauf ergab sich eine Auffälligkeit. Die Zeugen waren bereits vor Verhandlungsbeginn von der Polizei vernommen worden und hatten ihre Aussagen zu Protokoll gegeben. Im Verlauf der Hauptversammlung relativierten sie oder änderten sie diese wesentlich ab. So sagte der frühere Lagerschreiber Alois Kubicek &amp;#039;&amp;#039;vor&amp;#039;&amp;#039; der Verhandlung aus, dass Perschl „grob und brutal“ war. Sein Verhalten sei so gewesen, wie es sich „von einem biederen SS-Mann gehörte.“ Im Hauptprozess änderte er seine Aussage in „Wenn man so lange im KZ Mauthausen und [[KZ Dachau|Dachau]] war wie ich, dann weiß man, dass der Angeklagte gegenüber von Anderen noch ein Engel war“ ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle3&amp;quot;&amp;gt;Das KZ-Außenlager ST. Aegyd am Neuwalde; von Christian Rabl; Veröffentlicht von BoD – Books on Demand, 2008; ISBN 3-9502183-9-4, 9783950218398; 164 Seiten; S. 99.&amp;lt;/ref&amp;gt; Noch deutlicher fiel die Änderung bei der Aussage von Ludwig Kosczwara aus. Aus „Den polnischen Häftlingen insbesondere, wie auch den ausländischen Internierten gegenüber verhielt Perschl sich brutal. Er schlug sie wegen Geringfügigkeiten mit Ochsenziemer oder was ihm sonst gerade in die Hände kam“ wurde „Wenn sich jemand schlecht benommen hat, so war dies der Lagerführer. Dieser wollte mich einmal auch in den elektrisch geladenen Umzäunungsdraht jagen und der Angeklagte hat mich davor gewarnt“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1952 verurteilte ihn das Gericht zu einer siebenmonatigen schweren Kerkerhaft. Die verhängte Haftstrafe war bereits mit der Untersuchungshaft abgegolten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Prozess bezüglich der Ermordung des Kapos endete mit einem Freispruch, da die Leiche von Vinzenz C. nicht gefunden werden konnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle1&amp;quot; /&amp;gt; Die Haftstrafe von sieben Monaten resultierte aus der Misshandlung von Gefangenen, die ihm nachgewiesen werden konnte. Außerdem hatte er sich weder als [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]]-, noch als [[Schutzstaffel|SS]]-Mitglied registriert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle1&amp;quot; /&amp;gt; Die geringe Haftzeit begründete das Gericht damit, dass im KZ-Außenlager St. Aegyd zum überwiegenden Teil Gewohnheitsverbrecher inhaftiert waren und Perschl zu dieser großen Brutalität gezwungen worden sei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. Oktober 1957 stimmte das Gericht einem Antrag auf Tilgung des Verfahrens sowie auf dem Nachlass der Kosten des Strafverfahrens zu. In der Urteilsbegründung wurde dem Volksgericht grobe Fehleinschätzung, teilweise bewusste Fehlinterpretation vorgeworfen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=137487592|VIAF=81671843}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Perschl, Anton}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personal im KZ Mauthausen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angehöriger der Waffen-SS]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1908]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1978]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Perschl, Anton&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Rapportführer im KZ-Nebenlager St. Aegyd&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. Januar 1908&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Streifing (Gemeinde Kreuzstetten)|Streifing]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. Juni 1978&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Nonnenhorn]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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