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	<title>Anton Gogeisl - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T19:42:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Anton_Gogeisl&amp;diff=393554&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fan-vom-Wiki: wohl Tippfehler: Selbst wenn es im Buch falsch stehen sollte, ist es so sinnhafter</title>
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		<updated>2025-10-24T11:42:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;wohl Tippfehler: Selbst wenn es im Buch falsch stehen sollte, ist es so sinnhafter&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:AusschWeningKircheStNikol.jpg|mini|Alt St. Nikolaus von Siegenburg – Taufkirche von Anton Gogeisl]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anton Gogeisl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{zh|v=鲍友管|t=鮑友管|p=Bào Yǒuguǎn}}; * [[30. Oktober]] [[1701]] in [[Siegenburg]], [[Kurfürstentum Bayern]]; † [[12. Oktober]] [[1771]] in [[Peking]]) war ein deutscher [[Jesuit]] und [[Missionar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und schulische Ausbildung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:FXaver1.jpg|mini|hl. [[Franz Xaver]] Vorbild aller Ostasien-Jesuiten-Missionare. Gefasstes Holzrelief von 1895 in der [[St. Nikolaus (Siegenburg)|Pfarrkirche St. Nikolaus in Siegenburg]]]]&lt;br /&gt;
Sein Vater Johann Wolfgang Gogeisl war Soldat und stand in Diensten des Kurfürsten [[Maximilian II. Emanuel (Bayern)|Max II. Emanuel von Bayern]]. 1698 im Dienstgrad eines [[Wachtmeister]]s, ab 1701 eines [[Leutnant]]s und ab 1703 als [[Hauptmann (Offizier)|Hauptmann]]. Die Vorfahren von Johann Wolfgang Gogeisl stammen aus dem Markt [[Neukirchen beim Heiligen Blut]] im heutigen [[Landkreis Cham]].&amp;lt;ref&amp;gt;gem. Expertise von Stefan Hackl, Forschergruppe: &amp;quot;Namen&amp;quot; an der Universität Regensburg vom 24. September 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während er noch im Markt Siegenburg stationiert war, wurde am 30. Oktober 1701 sein Sohn Anton geboren, dessen Taufname &amp;#039;&amp;#039;Wolfgangus Franciscus Antonius&amp;#039;&amp;#039; war. Seine Mutter hieß Apolonia. Die Taufe fand in der Filialkirche [[St. Nikolaus (Siegenburg)#Geschichte|St. Nikolaus]] zu [[Siegenburg]] statt. Das gesamte Gebiet des Marktes Siegenburg hatte kirchlich damals den Status eines [[Benefiziat|Benefiziums]] und war als Filiale bis 1869 der Pfarrei St. Ulrich von [[Niederumelsdorf]] zugehörig. Johann Wolfgang, der Vater, zwischenzeitlich zum Hauptmann befördert, geriet während des [[Spanischer Erbfolgekrieg|Spanischen Erbfolgekrieges]] im Jahr 1703 in habsburgische Gefangenschaft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Johann Ertlmeier |Titel=Ein Missionar, sein Quadrant und der Kaiser im Reich des Drachen |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage=1 |Verlag=Gogeisl-Verlag GbR |Ort=Siegenburg |Datum=2018-12-14 |ISBN=978-3-00-059962-0 |Seiten=17, 19, 20 - 22, siehe auch S.116-117, 150}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Begabungen von Anton Gogeisl sind dem örtlichen Seelsorger Andreas Stängl (1691–1710 ordiniert in Siegenburg) in der am Ort existierenden [[Lateinschule]] aufgefallen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Mit Hilfe eines ungenannt gebliebenen Mäzens&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; konnte er ab Anfang der zweiten Dekade des 18. Jahrhunderts das [[Wilhelminum]] in der [[Alte Akademie|Alten Akademie]], heute [[Wilhelmsgymnasium München]] besuchen.&amp;lt;ref&amp;gt;Max Leitschuh: &amp;#039;&amp;#039;Die Matrikeln der Oberklassen des Wilhelmsgymnasiums in München&amp;#039;&amp;#039;, 4 Bde., München 1970–1976; Bd. 2, S. 200.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er verließ es am 24. August 1719, noch nicht 18 Jahre alt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ordenseintritt, Studium und Priesterweihe ==&lt;br /&gt;
Am 14. September 1720 trat er in den Jesuitenorden ein. Das [[Noviziat]] der &amp;#039;&amp;#039;Oberdeutschen Provinz der&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Socitas Jesu&amp;#039;&amp;#039; war in [[Landsberg am Lech]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; In dieser Zeit absolvierte er seine [[Pilgerreise]]. Am Ende des Noviziates legte er seine ersten zeitlichen [[Gelübde]] ab. Schon 1722 studierte er in [[Ingolstadt]] am Kolleg der [[Universität Ingolstadt]] Mathematik und Philosophie.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den beiden Jahren 1723 und 1724 errang er den Ersten Preis im Fach Mathematik bei den in Ingolstadt abgehaltenen Gelehrten-Disputationen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=J. Gerstner |Titel=Geschichte der Stadt Ingolstadt |Hrsg=Georg Franz |Ort=München |Datum=1853 |Seiten=582}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Abschluss des sich anschließenden Theologiestudiums erhielt er im [[Dom zu Eichstätt]] am 8. März 1732 die [[Subdiakon]]-Weihe, am 29. März des gleichen Jahres die [[Diakon]]-Weihe und am 7. Juni 1732 die Priesterweihe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=R. Heinrich Hiss |Sammelwerk=Handschriftensammlung ARSI |Nummer=Germania Superior 50, 332v |Verlag=Archiv Generalkurie Jesuiten |Ort=Rom |Datum=1732 |Seiten=332}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Danach war er ordensintern bei einer der damals beliebten [[Volksmission]]en in [[Salzburg]] eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Catalogus Primus |Hrsg=Generalkurie Jesuiten |Sammelwerk=Handschriftensammlung ARSI |Nummer=G. Sup. 35,282v |Ort=Rom |Datum=1732}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
1736 erteilte ihm der [[Generalsuperior|Generalobere]] in Rom, [[Franz Retz]], den Aussendungsauftrag als Missionar nach [[Qing-Dynastie|China]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Ausgestattet für die Reise wurde er vom Provinzhaus in München. Mit ihm verließen spätestens am 16. September München: P. Andreas Strobl SJ, P. Aloysius Pellecius SJ, P. Carolus Gabelsberger SJ, P. Antonius Häckl SJ, P. Florianus Bahr SJ und weitere.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Siehe Archivalie BayHStA Jesuitica 579/9.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nur P. Florianus Bahr SJ ging mit ihm nach China, die anderen waren bestimmt für Südamerika, Indien und Japan.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reise in die Mission nach China ==&lt;br /&gt;
Die Reise für Anton Gogeisl SJ und alle für China bestimmten Missionare dauerte 999 Tage. Die zum Teil mehrere Wochen und Monate dauernden Zwischen-Aufenthalte waren bedingt durch Be- und Entladen der Schiffe, Wartezeiten wegen ausgebrochener Krankheiten, die ungünstigen Windsituationen und dergleichen mehr. Die Jesuiten-Missionare für Ostasien mussten immer mit portugiesischen Schiffen reisen, mit Ausgangshafen [[Lissabon]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Dies lag daran, dass Portugal (&amp;#039;&amp;#039;der portugiesische König&amp;#039;&amp;#039;) das [[Patronatrecht|Patronat]] innehatte und die [[Ostindien-Kompanie|Ostindien-Compagnie]] unterhielt. Die Taxen hierfür wechselten ständig, mussten immer wieder verhandelt werden und waren enorm hoch. Die weiter oben genannten Patres, die von München abgingen gehörten zur sog. 156. Aussendung in die Missionen nach den &amp;#039;&amp;#039;beiden&amp;#039;&amp;#039; [[Indien]], wie damals der Kontinent Amerika als auch Ostasien bezeichnet wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=J. Wicki S.J. |Titel=Liste der Jesuiten-Indienfahrer 1541-1758 |Hrsg=Hans Flasche |Verlag=Aschendorffsche Verlagsbuchhandlung |Ort=Münster |Datum=1967}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die gesamte Reise musste, soweit es ging, dazu genutzt werden, [[Chinesische Sprachen|chinesisch]] zu erlernen, bzw. zu vervollkommnen und sich auch die Gepflogenheiten und Sitten bei Hofe Schritt für Schritt anzueignen, aber auch Schiffspassagiere seelsorgerisch und medizinisch zu betreuen. Die Ankunft zusammen mit P. Florian Bahr S.J. und dem ab [[Goa]] neu hinzugekommenen P. Augustinus Hallerstein S.J., wird auf den 13. Juni 1739 datiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da dafür weitere 4 Belege anzuführen sind, ist der aus der Literatur bisher überlieferte Ankunftstag mit dem 1. März 1739 zu korrigieren. Wie nachzuweisen ist, hat die Reisegesellschaft um P. Antonius, ausgehend von [[Macau|Macao]] erst am 1. März mit der Ankunft in Canton chinesischen Boden betreten. Macao gehörte zu diesem Zeitpunkt nicht zum chinesischen [[Hoheitsgebiet]], vermutlich liegt ein Übersetzungsproblem&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sebes S.J. |Titel=Diccionario Historico de la Compania De Jesus |Hrsg=Institutum Historicum Sicietas Iesu |Sammelwerk= |Band=2 |Nummer= |Auflage= |Verlag= |Ort=Roma/Madrid |Datum=2001 |ISBN= |Seiten=Spalte 1767 re.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in einer Quelle vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=P. Augustinus Hallerstein S.J. |Titel=Brief Nr. 587 vom 4. November 1739 |Hrsg=R.P. Francisco Keller |Sammelwerk=Welt-Bott |Band=30 |Nummer= |Auflage= |Verlag=Joseph Stöcklein bei Leopold Johann Kaliwoda |Ort=Wien |Datum=1755 |ISBN= |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Missionar und Astronom in Kaiserdiensten ==&lt;br /&gt;
Bereits im Herbst 1739 erhielt Anton Gogeisl eine Anstellung als Amtsgehilfe von P. [[Ignaz Kögler]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt; Er beteiligte sich schon ab der Zeit auch als Koautor an dem großen astronomischen Werk &amp;#039;&amp;#039;Lixiang kaocheng&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.chinaknowledge.de/Literature/Science/lixiangkaocheng.html Lixiang kaocheng 曆象考成]&amp;lt;/ref&amp;gt; (35 Bände), nach Vollendung &amp;#039;&amp;#039;Yuzhi lixiang kaocheng houbian,&amp;#039;&amp;#039; was soviel bedeutet wie: Neue Ausgabe des Werkes &amp;#039;&amp;#039;Lixiang kaocheng&amp;#039;&amp;#039; mit kaiserlichem Vorwort. Eine Art astronomisches Lehrbuch der Vermessung Himmelskoordinaten, als auch für Anweisungen zur Benutzung von astronomischen Geräten dazu.&lt;br /&gt;
[[Datei:GogeislSignum1740.tif|mini|Unterschrift von Anton Gogeisl auf dem ersten Brief aus Peking 1740]]&lt;br /&gt;
Antonius Gogeisl stieg bereits ab 1743 in die Ebene des Präsidiums des Kalenderamtes auf, zuerst als sogenannter „rechter Beisitzer“, nachgerückt für P. Augustinus Hallerstein, der den &amp;#039;&amp;#039;linken Beisitzer&amp;#039;&amp;#039;-Posten von P. Andreas Pereyra einnahm nach dessen Tod im selben Jahr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Kaiser [[Qianlong]] erhob P. Antonius Gogeisl ab dem Jahr 1746 in den Rang eines [[Mandarin (Titel)|Mandarins]] und jetzt linken Beisitzer, da P. Augustinus auf die Präsidentenstelle vorrückte. Gogeisl war nun stellvertretender Vorsteher des Astronomischen Amtes (= Kalenderamt), einer Unterbehörde des &amp;#039;&amp;#039;Ministeriums der Riten&amp;#039;&amp;#039;. Von Amts wegen war er nun auch Chefastronom der „Kaiserlichen Sternwarte“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=P.L. van Hée |Titel=Les Jésuites Mandarins |Hrsg=Spes Éditions |Band=8 |Nummer=1 |Verlag=Les Amis des Missions |Ort=Paris |Datum=1931}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit die wichtigste Aufgabe des Kalenderamtes war, den Jahreskalender fehlerfrei zu halten, ihn stets zu synchronisieren mit den tatsächlichen Gegebenheiten am Tag- und Nachthimmel. Da [[Aussaat]] und [[Ernte]] die wichtigsten Eckdaten im [[Chinesischer Kalender|Chinesischen Kalender]] waren, durften hier keine Fehler vorkommen, da falsche Termine Missernten zur Folge haben konnten und das chinesische Volk hungern müsste. Der Vater des Kaisers Qianlong, Kaiser Chongzhen äußerte öffentlich: ...&amp;#039;&amp;#039;Wenn es kein Getreide gäbe, könnten die Menschen in unserem Land nicht leben und die Gesellschaft Chinas würde nicht mehr existieren&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Xi Sun |Titel=Bedeutung und Rolle des Jesuitenmissionars Ignaz Kögler in China |Hrsg=Universität Mainz |Verlag=Peter Lang |Ort=Frankfurt am Main |Datum=2007 |ISBN=978-3-631-55837-9 |Seiten=368}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Gogeisls missionarische Aktivitäten konnten nur des Nachts erfolgen und hier nur in sogenannten Häusern der damals schon existierenden &amp;#039;&amp;#039;Untergrundkirche&amp;#039;&amp;#039;. Nachdem Papst [[Benedikt XIV. (Papst)|Benedikt XIV.]] 1742/44 den [[Ritenstreit]] durch das Verbot der [[Akkommodation (Religion)|Akkommodation]] beendet hatte, wuchs der Druck des Kaiserhauses auf die Missionare, stark beeinflusst durch [[Buddhistisches Mönchtum|buddhistische Mönche]] und hohe [[Konfuzius|konfuzianische]] Würdenträger. Anders als der bereits 1746 verschiedene Kögler, bekam Gogeisl die Auswirkungen in vollem Umfang mit&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;. In seinen beiden sehr langen Briefen zum einen an den Generaloberen in Rom und zum anderen an P. Heinrich Hiss nach Ingolstadt, berichtete er seitenweise von Morden an Missionaren im Landesinneren, Nachstellungen, Bespitzelungen, Vergewaltigungen und zum Sterben vor den Stadttoren abgelegte Kinder, die von ihren Eltern nicht ernährt werden konnten. Persönlich blieb er unbehelligt, weil er als hoher ministerialer Beamter unter dem persönlichen Schutz von Kaiser [[Qianlong]] stand, also [[Diplomatenstatus|Diplomaten ähnlichen Status]] besaß. Trotzdem versuchten chinesischen Astronomen, ihre Fehlberechnungen stets den europäischen Präsidiumsmitgliedern zuzuschieben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:7&amp;quot; /&amp;gt; Die berühmte Orbansammlung in Ingolstadt&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;Siehe dazu Bayer. Hauptstaatsarchiv Signatur &amp;quot;GL Fasz. 1489 Nr. 1&amp;quot; S. 4 Posten 44.&amp;lt;/ref&amp;gt; besaß ursprünglich „...&amp;#039;&amp;#039;sinisische Schreibfedern, wie sie samt der Dinte P. Goggeisl herausgeschickt&amp;#039;&amp;#039;...“, d. h. mit heimreisenden portugiesischen Hochsee-Handelsschiffen nach Ingolstadt gesandt hat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Neben ihrer täglichen Arbeit auf der Sternwarte und im Kalenderamt hatten Antonius Gogeisl und Augustinus Hallerstein im kaiserlichen Auftrag auch die Pflicht, ausländische [[Delegation (Abordnung)|Delegationen]] während deren Aufenthaltszeit in [[Peking]] zu betreuen. So auch die Portugiesische Gesandtschaft vom 30. April 1753 bis zum 9. Juni 1753&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;. Mehrfach fanden auch Treffen mit koreanischen Tributdelegationen statt. Dazu berichtet ein an der Delegation beteiligter koreanischer Gelehrter namens Hong Dae-Yong (12. Mai 1731 – 17. November 1783) in Form eines niedergeschriebenen Tagebuches vom 2. November 1765 – 8. April 1766.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hong Dae-Yong ({{lang|ko|홍대용}}) |Titel=Ŭlbyŏng yŏnhaengnok ({{lang|ko|을병연행록}}) |Hrsg= |Sammelwerk= |Band=1 und 2 |Nummer= |Auflage=1 |Verlag=Kwangmyŏng : Kyŏngjin Munhwasa |Ort=Seoul |Datum=2012 |Sprache=ko |ISBN=978-89-5996-144-3 |Seiten=Bd. 1: 558, Bd. 2: 488}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Original desselben liegt im Archiv der [[Universität Soongsil|Katholischen Universität Soongsil]] in [[Seoul]]. Die wichtigsten Treffen mit den Jesuiten-Missionaren fanden im Januar (7. Januar, 9. Januar, 13. Januar, 19. Januar, 24. Januar) und Februar (2. Februar) des Jahres 1766 statt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt; Da beide Patres den Diplomatenstatus besaßen, war es möglich, christliches Gedankengut außer Landes, somit auch in das [[Joseon-Dynastie|Königreich Korea]] zu bringen. Glücklicherweise waren noch im 18. Jahrhundert die altchinesischen und altkoreanischen Schriftzeichen dieselben. Christliches Gedankengut lag bereits in chinesischen Übersetzungen vor. Der erste getaufte Koreaner ist laut koreanischer [[Römisch-katholische Kirche in Korea|Kirchengeschichte]] mit dem Jahr 1784 belegt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Charles Dallet |Titel=HISTOIRE DE LÉGLISE DE CORÉE |Hrsg=Victor Palmé |Band=1 |Verlag= |Ort=Paris |Datum=1874 |Seiten=387}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, also schon 13 Jahre nach dem Tod von Antonius Gogeisl. Somit hatten beide einen nicht unerheblichen Einfluss auf die [[Christianisierung]] Koreas.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; P. Antonius konnte bis zu seinem Tod 1771 ungestört weiterarbeiten. Er wurde auf dem Pekinger Jesuitenfriedhof mit einem Staatsbegräbnis beigesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.armeemuseum.de/de/ausstellungen/sonderausstellungen/62-ausstellungen/sonderausstellungen/beschreibung-sonderausstellung/1025-2016-sonderausstellung-jesuiten.html |titel=Ausstellung 2016 im Armeemuseum in Ingolstadt über den Pekinger Jesuitenfriedhof |werk= |hrsg=[[Bayerisches Armeemuseum]] |datum=2016 |zugriff=2019-01-26 |sprache= |archiv-url=https://web.archive.org/web/20190126220851/http://www.armeemuseum.de/de/ausstellungen/sonderausstellungen/62-ausstellungen/sonderausstellungen/beschreibung-sonderausstellung/1025-2016-sonderausstellung-jesuiten.html |archiv-datum=2019-01-26 |offline= }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anton Gogeisls Geburtsstadt Siegenburg widmete Anton Gogeisl zu Ehren am 14. Dezember 1972 die „Gogeislstraße“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Johann Ertlmeier |Titel=&amp;#039;&amp;#039;Ein Missionar, sein Quadrant und der Kaiser im Reich des Drachen Anton Gogeisl Jesuit aus Siegenburg (1701 − 1771)&amp;#039;&amp;#039; |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage=1 |Verlag=Gogeisl-Verlag GbR |Ort=Siegenburg |Datum=2018-12-14 |ISBN=978-3-00-059962-0 |Seiten=13 - 14, 53}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Siegfried Hofmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Jesuiten in Ingolstadt&amp;#039;&amp;#039;, 1991, bearbeitet von Kurt Scheuerer, 2004.&lt;br /&gt;
* A. Huonder: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Jesuitenmissionäre des 17. und 18. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, Freiburg 1899.&lt;br /&gt;
* Johann Ertlmeier: &amp;#039;&amp;#039;Ein Missionar, sein Quadrant und der Kaiser im Reich des Drachen&amp;#039;&amp;#039;, Siegenburg 2018.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1183024258|VIAF=5031155566486713380001}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gogeisl, Anton}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Missionar (China)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jesuit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astronom (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Ingolstadt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1701]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1771]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gogeisl, Anton&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=鲍友管 (chinesisch)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jesuit und Missionar&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=30. Oktober 1701&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Siegenburg]], [[Kurfürstentum Bayern]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=12. Oktober 1771&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Peking]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fan-vom-Wiki</name></author>
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