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	<title>Anton-Syndrom - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T12:21:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Anton-Syndrom&amp;diff=833388&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;A1000: +link</title>
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		<updated>2023-05-26T15:25:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anton-Syndrom&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein seltenes [[Neurologie|neurologisches]] [[Syndrom]]. Es beschreibt die visuelle [[Anosognosie]] (fehlende Krankheitseinsicht) der eigenen ([[Großhirnrinde|kortikalen]]) [[Blindheit]] nach Schädigung der [[Sehbahn]] beider [[Gehirn]]hälften. Das Anton-Syndrom geht zurück auf den [[Österreich|österreichischen]] [[Neurologie|Neurologen]] [[Gabriel Anton]] (1858–1933).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Anton 1898&amp;quot;&amp;gt;Gabriel Anton (1898): &amp;#039;&amp;#039;Über die Selbstwahrnehmung der Herderkrankungen des Gehirns durch den Kranken bei Rindenblindheit und Rindentaubheit&amp;#039;&amp;#039;, Arch Psychiat Nervenkr &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;32&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: S. 86–127&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Anton-Syndrom ist nicht mit dem [[Anton-Babinski-Syndrom]] zu verwechseln, das eine [[Unilateralität|unilaterale]] [[Asomatognosie]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptomatik ==&lt;br /&gt;
Die Betroffenen bemerken ihre Blindheit nicht und verhalten sich so, als wäre nichts geschehen. Die Nachfrage, ob das Sehen schlechter geworden sei, verneinen sie oft vehement. Hält man ihnen Dinge vor, so beschreiben sie diese vermeintlich erkannten Gegenstände so lebhaft wie falsch ([[Konfabulation]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Verhaltensneurologie Schnider&amp;quot;&amp;gt;A. Schnider (1997): &amp;#039;&amp;#039;Verhaltensneurologie&amp;#039;&amp;#039;, Georg Thieme Verlag, ISBN 3-13-109782-5&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anatomisches ==&lt;br /&gt;
Die für das Anton-Syndrom typische Hirnschädigung ist ein [[Primär ischämischer Hirninfarkt|Hirninfarkt]] der Sehrinde beider Gehirnhälften.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Anton 1898&amp;quot; /&amp;gt; Mit Blut versorgt wird der [[Visueller Cortex|visuelle Kortex]] über die [[Arteria basilaris|Hirnstamm-Arterie]], aus der die beiden [[Arteria cerebri posterior|hinteren Gehirn-Arterien]] entspringen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Trepel&amp;quot;&amp;gt;M. Trepel (1995): &amp;#039;&amp;#039;Neuroanatomie&amp;#039;&amp;#039;, Urban &amp;amp; Schwarzenberg, ISBN 3-541-13431-3&amp;lt;/ref&amp;gt; Selten kann ein Anton-Syndrom jedoch auch nach Schädigung der vorderen [[Sehbahn]] entstehen, etwa der Augen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[Anosognosie]] kann auch für ausgefallene Teile des [[Gesichtsfeld (Wahrnehmung)|Gesichtsfeldes]] eintreten, wobei die Betroffenen den Ausfall nicht bemerken. Es ist nicht ungewöhnlich, dass beispielsweise eine Blindheit in der gesamten linken Gesichtsfeldhälfte erst dann auffällt, wenn der Betroffene gehäuft gegen den linken Türrahmen läuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historisches ==&lt;br /&gt;
Der erste von Gabriel Anton beschriebene Fall ist der einer Frau Ursula M., die ihre komplette kortikale Blindheit nicht erkannte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Anton 1896&amp;quot;&amp;gt;Gabriel Anton (1896): &amp;#039;&amp;#039;Blindheit nach beidseitiger Gehirnerkrankung mit Verlust der Orientierung im Raume&amp;#039;&amp;#039;, Mittheilungen des Vereines der Ärzte in der Steiermark &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;33&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;:S. 41–46&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine diskrete [[Aphasie|Wortfindungsstörung]] hingegen störte sie sehr, weshalb sie sich sehr darüber beklagte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurde bereits 1885 ein Fall durch [[Constantin von Monakow]] bekannt, der eine kortikale Blindheit erlitten hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Monakow 1885&amp;quot;&amp;gt;A. von Monakow (1885): &amp;#039;&amp;#039;Experimentelle und pathologisch-anatomische Untersuchungen über die Beziehungen der sog. Sehsphäre zu den infracortikalen Opticuscentren und zum N. opticus&amp;#039;&amp;#039;, Arch Psychiatr &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;16&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;:S. 151–199&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser hatte seinen kompletten Sehverlust nicht erkannt und verhielt sich so, als ob er sehen könne. Seine allgemeine [[Gebrechlichkeit]] jedoch erkannte er und machte auch Anspielungen darauf. Die Untersuchung seines [[Gehirn]]es nach seinem Tode zeigte, dass er Schädigungen seiner Sehrinden beider Hemisphären erlitten hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Neuropsychologie Karnath&amp;quot;&amp;gt;[[Hans-Otto Karnath]] und P. Thier (2003): &amp;#039;&amp;#039;Neuropsychologie&amp;#039;&amp;#039;, Springer, ISBN 3-540-67359-8&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Anosognosie]]&lt;br /&gt;
* [[Anton-Babinski-Syndrom]]&lt;br /&gt;
* [[Kortikale Blindheit]]&lt;br /&gt;
* [[Charles-Bonnet-Syndrom]]&lt;br /&gt;
* [[Prosopagnosie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neuropsychologisches Syndrom]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sehen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;A1000</name></author>
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