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	<title>Antivenin - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T14:59:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Antivenin&amp;diff=123979&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo, form</title>
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		<updated>2025-07-31T11:57:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo, form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Snake Milking.jpg|mini|Entnahme von Schlangengift]]&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Antivenin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Antivenom&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein speziell für die Behandlung von Bissverletzungen durch [[Tiergift|giftige]] Tiere entwickeltes [[Immunserum]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Foster&amp;quot;&amp;gt;Steven Foster: &amp;#039;&amp;#039;A Field Guide to Venomous Animals and Poisonous Plants, North America, North of Mexico.&amp;#039;&amp;#039; Houghton Mifflin Harcourt, 1994, ISBN 978-0-395-93608-5, S.&amp;amp;nbsp;8.&amp;lt;/ref&amp;gt; Antivenine werden gegen Bisse, Stiche, oder bei Quallen auch Berührungen von [[Schlangen]], [[Skorpione]]n, [[Webspinnen|Spinnen]], [[Kegelschnecken]] und [[Würfelquallen]] eingesetzt. Einzelne Antivenine sind in der Regel immer nur bei Bissen durch eine [[Art (Biologie)|Art]] oder Angehörigen einer nahe verwandten Artengruppe anwendbar. Kommerziell erhältliche Produkte sind darum &amp;#039;&amp;#039;polyvalente&amp;#039;&amp;#039; Mischungen verschiedener Seren, z.&amp;amp;nbsp;B. das Schlangengift-Immunserum „Europa“ gemäß Europäischem [[Arzneibuch]] ([[Kreuzotter]], [[Bergottern|Bergotter]], [[Europäische Hornotter|Sandotter]], [[Aspisviper]], [[Levanteotter|Levante-Viper]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schlangen-Antivenine ==&lt;br /&gt;
Weltweit gibt es etwa 400 giftige Schlangenarten (von insgesamt gut 3.400&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.reptile-database.org/db-info/SpeciesStat.html Species Numbers.] reptile-database, Februar 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;), die fast alle in den [[Tropen]] und [[Subtropen]] heimisch sind. Weltweit schätzt man etwa 5,4 Mio. Schlangenbisse pro Jahr mit 81.000–138.000 Todesopfern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/snakebite-envenoming |titel=Snakebite envenoming |hrsg=[[Weltgesundheitsorganisation|WHO]] |datum=2019-04-08 |sprache=en |abruf=2021-01-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Mitteleuropa gibt es dagegen nur wenige giftige [[Vipern|Viperarten]] ([[Europäische Hornotter]], [[Kreuzotter]], [[Aspisviper]]), deren Bisse zudem nur selten lebensbedrohlich sind (ca. 2 % Letalität). Die wenigen in den letzten Jahren berichteten Todesfälle wurden durch tropische Giftschlangen in Privatbesitz verursacht (Stand 2010).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Schlangengift]]e sind Mischungen von zahlreichen [[Enzym]]en, die auf [[Nervenzelle]]n, [[Blutgefäß]]zellen und/oder [[Blutkörperchen]] giftig wirken. Als Antivenin verwendet man entsprechende [[Antikörper]]. Zur Herstellung setzt man Pferde oder Schafe den Toxinen aus; die daraufhin gebildeten Antikörper werden dann aus dem Blut der Tiere extrahiert und aufkonzentriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der hohen Kosten und begrenzten Lagerfähigkeit werden Antisera nur in zentralisierten Depots aufbewahrt, in [[Deutschland]] meist in den tropenmedizinischen Instituten der [[Universitätsklinik]]en. Sie dürfen nur vom Arzt unter stationären Bedingungen angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Debatte um Wirtschaftlichkeit ===&lt;br /&gt;
2016 stellte die Firma [[Sanofi Pasteur MSD]] die Produktion ihres hochwirksamen Kombinations-Antivenins &amp;#039;&amp;#039;Fav-Afrique&amp;#039;&amp;#039; zur Behandlung von Patienten nach Bissen der zehn wichtigsten Giftschlangen-Arten der Subsahara-Region ein. Zur Begründung hieß es, die afrikanischen Abnehmer kauften seit 2006 billigere Antivenine anderer Hersteller, etwa aus Indien, deshalb sei die Herstellung nicht mehr wirtschaftlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.sanofipasteur.com/en/Documents/PDF/Fav-Afrique%20statement_11May2016_EN.pdf |text=Sanofi Pasteur’s information on Fav-Afrique |wayback=20180113035554}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.deutschlandfunkkultur.de/afrika-ohne-antiserum-kein-gegengift-bei-schlangenbissen-100.html |autor=deutschlandfunkkultur.de |hrsg=Deutschlandfunk Kultur |titel=Afrika ohne Antiserum - Kein Gegengift bei Schlangenbissen |werk=deutschlandfunkkultur.de |sprache=de |archiv-url= |archiv-datum= |offline= |abruf=2024-04-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Weltgesundheitsorganisation verwies jedoch darauf, dass keineswegs alle Konkurrenzprodukte dieselbe Wirksamkeit hätten wie &amp;#039;&amp;#039;Fav-Afrique&amp;#039;&amp;#039;. Ursache dafür sind regional unterschiedliche Ernährungsgewohnheiten von Schlangen, so dass selbst das Gift einer einzigen Art unterschiedlich zusammengesetzt sein kann und der Forschungsaufwand zur Herstellung von hocheffektiven Antiveninen dementsprechend hoch ist. Sanofi Pasteur MSD bot daraufhin seine Technologie angeblich anderen Firmen zur Übernahme an. Inzwischen bieten vor allem lateinamerikanische Pharma-Hersteller, darunter eine Firma aus Costa Rica, Kombi-Antivenine zum Selbstkostenpreis an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Clara Hellner |Titel=Schlangenbisse: Die Schlange war’s |Sammelwerk=[[Die Zeit]] |Nummer=2 |Datum=2018 |Online=https://www.zeit.de/2018/02/schlangenbisse-vergiftung-tote-antivenom-medikamente}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Zusammenhang mit dem Produktionsstopp von &amp;#039;&amp;#039;Fav-Afrique&amp;#039;&amp;#039; sprachen Kritiker von einem &amp;quot;Teufelskreis&amp;quot;: Viele ärmere Patienten könnten sich die teuren Präparate nicht leisten, die Nachfrage bleibe somit gering und die Pharmaindustrie nehme die Seren wegen ausbleibender Gewinne vom Markt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Empfehlungen zum Einsatz ===&lt;br /&gt;
Man kann davon ausgehen, dass nur bei 50 % der Giftschlangenbisse auch wirklich Gift in die Wunde gelangt, da die Schlangen auch sogenannte „Verteidigungsbisse“ oder „[[Trockener Biss|trockene Bisse]]“ ohne Giftinjektion ausführen. Durch die WHO wird der Einsatz von Antivenin bei Schlangenbissen nur dann empfohlen, wenn sich eindeutige Vergiftungssymptome am gesamten Körper oder schwere Komplikationen an der Bisswunde zeigen.&amp;lt;ref&amp;gt;David A. Warrell (Hrsg.): {{Webarchiv |url=http://apps.searo.who.int/PDS_DOCS/B4508.pdf |text=&amp;#039;&amp;#039;Guidelines for the management of snake-bites.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20140209033057}} (PDF) Regional Office for South-East Asia, 2010, ISBN 978-92-9022-377-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nebenwirkungen ===&lt;br /&gt;
Da das so produzierte [[Antiserum]] aus tierischem Eiweiß besteht, entwickeln die meisten Patienten eine [[Serumkrankheit]] (Immunreaktion mit Fieber, Gelenkschmerzen und Hautausschlag). Es drohen außerdem schwere [[Allergie|allergische]] Nebenwirkungen bis hin zum Kreislaufschock; daher werden Antiseren nur in begründeten Fällen und nachgewiesenen schweren Vergiftungen durch möglichst spezialisierte Krankenhäuser eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Tiergift]]&lt;br /&gt;
* [[Giftschlange]]n&lt;br /&gt;
* [[Giftspinnen]]&lt;br /&gt;
* [[Giftfisch]]e&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Tiergift}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Bjoern M von Reumont u. a. |Titel=Modern venomics—Current insights, novel methods, and future perspectives in biological and applied animal venom research |Sammelwerk=GigaScience |Band=11 |Datum=2022-05-18 |Sprache=en |DOI=10.1093/gigascience/giac048 |Seiten=giac048}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=R. David G. Theakston, Damon C. Smith |Titel=Antivenoms: A Review of Current Status and Future Developments |Sammelwerk=BioDrugs |Band=7 |Nummer=5 |Datum=1997-05 |Sprache=en |DOI=10.2165/00063030-199707050-00004 |Seiten=366–375}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=WHO |Titel=Progress in the characterization of venoms and standardization of antivenoms |Verlag=World Health Organization |Ort=Geneva |Datum=1981 |Sprache=en |Reihe=WHO Offset Publication |BandReihe=58 |ISBN=978-92-4-170058-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.antivenoms.toxinfo.med.tum.de/ |titel=Munich AntiVenom INdex (MAVIN) |datum=2016 |sprache=en |abruf=2025-07-31}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.toxinfo.ch |titel=Tox Info Suisse |abruf=2025-07-31}} (siehe dort für Informationen, Antidot oder Antivenin-Listen etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arzneistoff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antidot]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heterogenes Proteinpräparat]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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