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	<title>Antimaterie - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Antimaterie&amp;diff=16922&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Meerwind7: Umgestellt: Teilchenfallen und Transport zusammengefasst</title>
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		<updated>2026-04-01T11:30:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Umgestellt: Teilchenfallen und Transport zusammengefasst&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Antimaterie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist [[Materie (Physik)|Materie]], die aus [[Antiteilchen]] besteht. Anti-[[Atom]]e haben [[Atomhülle]]n aus [[Positron]]en (Antielektronen) und [[Atomkern]]e aus [[Antiproton]]en und [[Antineutron]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im weiteren Sinne bezeichnet man auch einzelne Antiteilchen als Antimaterie. Diese lassen sich experimentell erzeugen und kommen auch natürlich vor: Positronen entstehen beim radioaktiven [[Beta-Plus-Zerfall]] und bei Wechselwirkungen von [[Gammastrahlung]] mit Materie ([[Paarbildung (Physik)|Paarbildung]]). Zur Erzeugung von Antiprotonen und Antineutronen benötigt man energiereiche [[Teilchenbeschleuniger]]; sie entstehen auch durch [[kosmische Strahlung]] in der oberen Erdatmosphäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit aufwändigen Experimenten kann man einfachste Anti-Atome erzeugen, indem man Positronen und Antiprotonen fast vollständig abbremst und zusammenführt. Dabei entstehen [[Antiwasserstoff]]-Atome. Bei Experimenten mit den größten Teilchenbeschleunigern hat man auch leichte Anti-Atomkerne (Antideuterium, Antihelium-3 und &amp;amp;#x2011;4) nachgewiesen. Anti-Atome und Anti-Atomkerne kommen aber nicht natürlich vor. Es gibt Spekulationen, aber keinerlei Hinweise darauf, dass gewisse Bereiche im Universum aus Antimaterie bestehen könnten. Würde man schwerere Antiatomkerne in kosmischer Strahlung finden, wäre dies ein Hinweis auf [[Nukleosynthese]] in Sternen aus Antimaterie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ein Materieteilchen und sein Antiteilchen aufeinander treffen, können sie in einer [[Annihilation]]s-Reaktion „zerstrahlen“. Die in den Teilchen gemäß der [[Äquivalenz von Masse und Energie]] steckende Energie tritt dann in anderer Form wieder auf, als Gammastrahlung und/oder in Form anderer, leichterer Teilchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Theoretische Überlegungen ===&lt;br /&gt;
1898 verwendete der Physiker [[Arthur Schuster]] erstmals den Begriff Antimaterie in zwei Zuschriften an [[Nature]]. Er spekulierte über Sternensysteme aus Antimaterie, die von unserer Materie durch Beobachtung nicht unterscheidbar wären. Schon vorher hatten [[Karl Pearson]] 1892 und [[William Mitchinson Hicks]] in den 1880er Jahren von möglicher „negativer Materie“ gesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;S. Sahoo, R. K. Agrawalla, M. Goswami: {{Webarchiv |url=http://physics.unipune.ernet.in/~phyed/23.4/23.4%20_Sahoo.pdf |wayback=20070630043148 |text=&amp;#039;&amp;#039;Antimatter in the Universe.&amp;#039;&amp;#039;}} (PDF; 72&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Antiteilchen und Antiatome ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Antiteilchen}}&lt;br /&gt;
1928 stellte [[Paul Dirac]] auf Grundlage der Arbeit von [[Wolfgang Pauli]] die [[Dirac-Gleichung]] auf,&amp;lt;ref&amp;gt;P. A. M. Dirac: &amp;#039;&amp;#039;The quantum theory of the electron.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Proceedings of the Royal Society.&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;117, 1928, S.&amp;amp;nbsp;610, Bd.&amp;amp;nbsp;118, S.&amp;amp;nbsp;351.&amp;lt;/ref&amp;gt; eine relativistische, also auf der [[Spezielle Relativitätstheorie|speziellen Relativitätstheorie]] beruhende [[Wellengleichung]] 1.&amp;amp;nbsp;Ordnung zur Beschreibung fundamentaler Teilchen mit Spin&amp;amp;nbsp;½. Auf der Grundlage dieser Gleichung sagte Dirac die Existenz von Antiteilchen voraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1932 wurde das Positron als erstes Antiteilchen von [[Carl David Anderson]] in der [[Kosmische Strahlung#Teilchenschauer|kosmischen Strahlung]] nachgewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Edward Robert Harrison: &amp;#039;&amp;#039;Cosmology: the science of the universe.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Cambridge University Press, 2000, ISBN 0-521-66148-X, S.&amp;amp;nbsp;266, 433. ({{Google Buch |BuchID=-8PJbcA2lLoC |Linktext=online}}, abgerufen am 30. September 2009)&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch [[Antimyon]]en werden von der kosmischen Strahlung erzeugt, wenn sie in die Erdatmosphäre eindringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Antiproton]] wurde 1955 bei Experimenten am [[Bevatron]]-Teilchenbeschleuniger nachgewiesen, und das [[Antineutron]] 1956.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Arbeitsgruppe unter [[Walter Oelert]] vom [[Forschungszentrum Jülich]] wies 1995 als erste am [[Low Energy Antiproton Ring]] (LEAR) des [[CERN]] einige [[Antiwasserstoff]]-Atome nach, also gebundene Systeme aus einem Antiproton und einem Positron.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ikpe1101.ikp.kfa-juelich.de/ps210/home_german.html Beschreibung des Experiments]&amp;lt;/ref&amp;gt; In den beiden folgenden Jahren wiederholten Forscher am [[Fermi National Accelerator Laboratory|Fermilab]] in den USA das Experiment.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bislang schwerste beobachtete Antimaterie-Atomkern ist der am [[Relativistic Heavy Ion Collider]] erzeugte Antihyperwasserstoff-4 (den Anti-[[Hyperkern]] &amp;lt;math&amp;gt;\overline{{}^4_\Lambda\mathrm{H}}&amp;lt;/math&amp;gt;),&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Welt der Physik |url=https://www.weltderphysik.de/gebiet/teilchen/nachrichten/2024/antihyperwasserstoff-4-rhic-rekord-schwerster-atomkern-aus-antimaterie/ |titel=Rekord für schwersten Atomkern aus Antimaterie |datum=2024-08-21 |sprache=de |abruf=2024-08-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; gefolgt vom ebenfalls dort im April 2011 erzeugten Anti-[[Helium|&amp;lt;sup&amp;gt;4&amp;lt;/sup&amp;gt;He]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Nina Weber |url=http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,758838,00.html |titel=Forscher erzeugen Rekord-Antimaterie |titelerg=Teilchenphysik-Durchbruch |werk=Spiegel Online |datum=2011-04-24 |abruf=2011-04-25 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;The STAR Collaboration. Observation of the antimatter helium-4 nucleus. Nature 473, 353–356 (2011). [[doi:10.1038/nature10079]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine rund fünfzigköpfige Gruppe um den Amerikaner [[Jeffrey Hangst]], Physikprofessor an der [[Universität Aarhus]] in Dänemark, hat 2023 im Rahmen der [[Antiproton Decelerator#ALPHA (AD-5)|Alpha-Kollaboration]] am [[CERN]] nachgewiesen, dass auch Antimaterie der Schwerkraft unterliegt, was zuvor empirisch offen war.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ulf von Rauchhaupt]], [https://www.faz.net/aktuell/wissen/physik-mehr/gravitation-antimaterie-faellt-nach-unten-wie-gewoehnliche-materie-19203190.html &amp;#039;&amp;#039;Gravitation: Auch Antimaterie fällt nach unten&amp;#039;&amp;#039;], faz.net vom 27. September 2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nature.com/articles/s41586-023-06527-1#Abs1 &amp;#039;&amp;#039;Observation of the effect of gravity on the motion of antimatter&amp;#039;&amp;#039;], Nature 621, 716–722 (2023) vom 27. September 2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einfangen und Transport von Antiteilchen ===&lt;br /&gt;
2010 wurden am CERN im Projekt [[ALPHA (CERN)|ALPHA]] 38&amp;amp;nbsp;Antiwasserstoff-Atome nachgewiesen, die für 172 Millisekunden in einer [[Magneto-optische Falle|magnetischen Falle]] eingefangen waren. Für eine spektroskopische Untersuchung werden jedoch deutlich größere Mengen benötigt.&amp;lt;ref&amp;gt;G. B. Andresen u.&amp;amp;nbsp;a.: [http://www.nature.com/nature/journal/vaop/ncurrent/full/nature09610.html &amp;#039;&amp;#039;Trapped antihydrogen.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Nature.&amp;#039;&amp;#039; 17. November 2010. [[doi:10.1038/nature09610]] (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heise.de/newsticker/meldung/Speicher-fuer-Antimaterie-1138658.html &amp;#039;&amp;#039;Speicher für Antimaterie.&amp;#039;&amp;#039;] bei: &amp;#039;&amp;#039;[[heise online]].&amp;#039;&amp;#039; vom 18.&amp;amp;nbsp;November 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am Nachfolgeexperiment ALPHA-2 gelang 2016 schließlich eine [[Laserspektroskopie|laserspektroskopische]] Untersuchung des 1s–2s-Übergangs. Wie vom [[CPT-Theorem]] vorhergesagt, stimmen die Spektrallinien von Wasserstoff und Antiwasserstoff mit einer relativen [[Genauigkeit]] von 2&amp;amp;#8239;·&amp;amp;#8239;10&amp;lt;sup&amp;gt;−10&amp;lt;/sup&amp;gt; überein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=M. Ahmadi, B. X. R. Alves, C. J. Baker, W. Bertsche, E. Butler, A. Capra, C. Carruth, C. L. Cesar, M. Charlton, S. Cohen, R. Collister, S. Eriksson, A. Evans, N. Evetts, J. Fajans, T. Friesen, M. C. Fujiwara, D. R. Gill, A. Gutierrez, J. S. Hangst, W. N. Hardy, M. E. Hayden, C. A. Isaac, A. Ishida, M. A. Johnson, S. A. Jones, S. Jonsell, L. Kurchaninov, N. Madsen, M. Mathers, D. Maxwell, J. T. K. McKenna, S. Menary, J. M. Michan, T. Momose, J. J. Munich, P. Nolan, K. Olchanski, A. Olin, P. Pusa, C. Ø. Rasmussen, F. Robicheaux, R. L. Sacramento, M. Sameed, E. Sarid, D. M. Silveira, S. Stracka, G. Stutter, C. So, T. D. Tharp, J. E. Thompson, R. I. Thompson, D. P. van der Werf, J. S. Wurtele |Titel=Observation of the 1S–2S transition in trapped antihydrogen |Sammelwerk=[[Nature]] |Band=Accelerated Article Preview Published |Datum=2016-12-19 |ISSN=1476-4687 |DOI=10.1038/nature21040 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 2011 gelang es am CERN, 309 Antiwasserstoffatome bei einer Temperatur von etwa einem [[Kelvin]] fast 17 Minuten lang einzufangen, also 5800-mal so lang wie im November 2010.&amp;lt;ref name=&amp;quot;arxivorg2011&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=CERN, Makoto C. Fujiwara u.&amp;amp;nbsp;a. |Titel=Cornell University Library: Confinement of antihydrogen for 1000 seconds |Sprache=en |arXiv=1104.4982}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;SPON2011&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Markus Becker |url=http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,760355,00.html |titel=Physik-Rekord – Forscher fangen Antimaterie minutenlang ein |abruf=2011-05-04 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies wurde von den Forschern des CERN und Kommentatoren allgemein als bedeutender Durchbruch beurteilt, der neue Möglichkeiten eröffnet, die Eigenschaften von Antimaterie zu erforschen. Dabei geht es zum Beispiel um mögliche Verletzungen von Symmetrien in der [[Teilchenphysik]]. Dies betrifft die Frage, warum nach dem Urknall mehr Materie als Antimaterie entstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24. März 2026 gelang unter der Leitung des Physikers Stefan Ulmer auf dem Gelände des CERN der erste Transport von Antimaterie mit einem LKW. 92 Antiprotonen wurden in einem etwa 850&amp;amp;nbsp;kg schweren Container, einer so genannten [[Penning-Falle]], transportiert. Es ist beabsichtigt, auf diese Weise Antiprotonen in ein Labor für Präzisionsmessungen der Universität Düsseldorf zu transportieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Kathrin Hondl |url=https://www.tagesschau.de/ausland/antimaterie-transport-lkw-100.html |titel=Weltpremiere am CERN - Erfolgreicher Antimaterie-Transport per Lkw |sprache=de |abruf=2026-03-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort können Untersuchungen ohne störende Magnetfelder des CERN durchgeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Energiefreisetzung bei Reaktionen ==&lt;br /&gt;
Die Vernichtung (Annihilation) setzt die bei der Paarbildung als Masse gespeicherte [[Energie]] wieder frei. Bei der Elektron-Positron-Annihilation tritt diese als [[Elektromagnetische Welle|elektromagnetische Strahlung]] auf, im Fall schwerer Teilchen (Proton-Antiproton) teilweise auch in Form anderer Teilchen mit hoher Bewegungsenergie. Dabei wird die gesamte [[Masse (Physik)|Masse]] des Teilchen-Antiteilchen-Paares umgesetzt und nicht nur, wie bei [[Kernspaltung]] und [[Kernfusion]], ein kleiner Bruchteil (siehe [[Massendefekt]]). Die Annihilation einer gegebenen Masse bestehend je zur Hälfte aus Materie und aus Antimaterie würde reichlich hundert Mal mehr Energie freisetzen als die Reaktion einer gleich großen Masse von Fusionsreaktor-Brennstoff. Beispielsweise würde die Annihilation eines Wasserstoffatoms mit einem Anti-Wasserstoffatom die Energie 1,88 [[Elektronenvolt|GeV]] liefern; die Fusion eines [[Deuterium]]kerns mit einem [[Tritium]]kern liefert dagegen nur 17,6 MeV, also etwa ein Hundertstel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen dieser hohen Energiedichte ist über Nutzungen von Antimaterie (in Form von Positronen) für Waffenzwecke nachgedacht worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Keay Davidson: {{Webarchiv |url=http://www.sfgate.com/cgi-bin/article.cgi?file=%2Fc%2Fa%2F2004%2F10%2F04%2FMNGM393GPK1.DTL |wayback=20120609101650 |text=&amp;#039;&amp;#039;Air Force pursuing antimatter weapons / Program was touted publicly, then came official gag order.&amp;#039;&amp;#039;}} In: &amp;#039;&amp;#039;San Francisco Chronicle.&amp;#039;&amp;#039; 4. Oktober 2004. (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Raumfahrt wurde mehrfach über den möglichen Nutzen für [[Antriebsmethoden für die Raumfahrt#Antimaterieantrieb|Antriebssysteme]] diskutiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://science.nasa.gov/science-news/science-at-nasa/1999/prop12apr99_1/ Reaching for the Stars]; [http://science.nasa.gov/science-news/science-at-nasa/prop06apr99_1a/ Far Out Space Propulsion Conference Blasts Off] science.nasa.gov, abgerufen am 25. Mai 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.daviddarling.info/encyclopedia/A/antimatterprop.html antimatter propulsion] daviddarling.info&amp;lt;/ref&amp;gt; Wissenschaftler an der [[Pennsylvania State University]] untersuchten in den Projekten &amp;#039;&amp;#039;AIMStar&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;ICAN-II&amp;#039;&amp;#039; in den 1990er Jahren theoretische Konzepte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.engr.psu.edu/antimatter/introduction2.html |text=Antimatter propulsion at Penn State University |archive-is=20120728202108}}; [[:en:AIMStar|AIMStar]], [[:en:ICAN-II|ICAN-II]], en.wp&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;K. F. Long: &amp;#039;&amp;#039;Deep Space Propulsion: A Roadmap to Interstellar Flight.&amp;#039;&amp;#039; Springer, 2011, S.&amp;amp;nbsp;229&amp;amp;nbsp;ff. ({{Google Buch |BuchID=EAD2-GrarkEC |Seite=229 |Hervorhebung=deep space propulsion Long a roadmap Aimstar |Linktext=online}}, abgerufen am 25. Mai 2012)&amp;lt;/ref&amp;gt; Bislang gibt es jedoch kein realistisches Konzept, wie für solche technischen Zwecke genügende Mengen von Antimaterie hergestellt, gelagert und transportiert werden könnten. Eine Energie-&amp;#039;&amp;#039;Ressource&amp;#039;&amp;#039; kann Antimaterie niemals sein, denn in nutzbarer Form kommt sie im Universum nicht vor, und ihre künstliche Herstellung erfordert mindestens die Energie, die aus ihr wieder gewonnen werden könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Antimaterie im Universum ==&lt;br /&gt;
Die bisherigen Experimente und Theorien ergeben weitgehend identisches Verhalten von Materie und Antimaterie (siehe [[CP-Verletzung]]). Demnach sind nach dem heißen und dichten Anfangszustand des [[Universum]]s, dem [[Urknall]], Materie und Antimaterie in näherungsweise gleichen Mengen entstanden und kurz darauf wieder durch gegenseitige Vernichtung „zerstrahlt“ worden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Kellenbauer |Titel=Antimaterie im Labor |Verlag=Physik Journal |Seiten=27 |Online=[https://www.pro-physik.de/restricted-files/89541 Online] |Sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andererseits zeigen aber alle bisherigen Beobachtungen im Kosmos nur die „normale“ Materie.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |first=L. |last=Canetti |title=Matter and Antimatter in the Universe |journal=New J. Phys. |volume=14 |issue=9 |pages=095012 |bibcode=2012NJPh...14i5012C |doi=10.1088/1367-2630/14/9/095012 |arxiv=1204.4186 |date=2012 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie muss das Überbleibsel eines geringen Ungleichgewichts zu Beginn des Universums sein. Frühere Vermutungen, dass das Universum in einigen Bereichen mit Materie, in anderen mit Antimaterie gefüllt sei, gelten heute als unwahrscheinlich. Es wurde bislang keine Annihilationsstrahlung, die an den Grenzgebieten entstehen sollte, nachgewiesen. Die direkte Suche nach Anti-Helium-Atomkernen in der [[Kosmische Strahlung|kosmischen Strahlung]], die 1998 mit einem [[Alpha-Magnet-Spektrometer]] an Bord eines [[Space Shuttle]] erfolgte, blieb ergebnislos: es wurden etwa drei Millionen Heliumkerne nachgewiesen, darunter befand sich aber kein einziger Antikern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=J. Alcaraz, D. Alvisi, B. Alpat, G. Ambrosi, H. Anderhub |Titel=Search for antihelium in cosmic rays |Sammelwerk=Physics Letters B |Band=461 |Nummer=4 |Datum=1999-09 |Seiten=387–396 |DOI=10.1016/S0370-2693(99)00874-6 |Online=[https://linkinghub.elsevier.com/retrieve/pii/S0370269399008746 Online] |Abruf=2020-05-11 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vergleich von Modellrechnungen im Rahmen der Urknalltheorie und astronomischen Messdaten ([[primordiale Nukleosynthese]], [[Wilkinson Microwave Anisotropy Probe|WMAP]]) spricht dafür, dass das Verhältnis von Materie und Antimaterie anfangs fast 1 zu 1 war. Ein winziges Ungleichgewicht – etwa 1 Teilchen Überschuss auf 1 Milliarde Teilchen-Antiteilchen-Paare – bewirkte, dass ein Rest an Materie übrig blieb, der in unserem heutigen Universum feststellbar ist. Dieses Ungleichgewicht von Materie und Antimaterie ist eine der Voraussetzungen für die Stabilität des Universums und somit auch für das Leben auf der Erde. Bei genauem Gleichgewicht wären Materie und Antimaterie im Verlauf der Abkühlung des Universums vollständig in Strahlung umgewandelt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Grund für dieses Ungleichgewicht ist eines der großen Rätsel der [[Elementarteilchenphysik]] und [[Kosmologie]]; es wird vermutet, dass erst vereinheitlichende Theorien (beispielsweise [[Stringtheorie]], [[M-Theorie]], [[Supersymmetrie]]) diese ungleiche Verteilung zufriedenstellend erklären werden. Eine der Voraussetzungen für ein Übergewicht von Materie ist die [[CP-Verletzung]] (siehe [[Baryogenese]]). Diese wurde zuerst bei [[Kaon]]en in den 1960er Jahren entdeckt. In den 1990er Jahren wurden am [[Stanford Linear Accelerator Center|SLAC]] in den USA 200 Millionen [[B-Meson]]-Anti-B-Meson-Paare erzeugt und untersucht, wie diese wieder zerfallen. Bei der Auswertung wurde festgestellt, dass die B-Mesonen etwa zweimal seltener in ein [[Pion]] und ein Kaon zerfallen als ihre Antiteilchen. Beim vorher untersuchten Kaonensystem lag der Unterschied bei vier zu einer Million.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Antimaterie in der Science-Fiction ==&lt;br /&gt;
Antimaterie kommt in vielen Romanen und Filmen vor, wo ihre physikalischen Eigenschaften von den wirklichen abweichen können. In der Welt von &amp;#039;&amp;#039;[[Star Trek]]&amp;#039;&amp;#039; dient eine Materie-Antimaterie-Reaktion als Energiequelle für den fiktiven [[Warp-Antrieb]] zur Erzeugung einer Warpblase und auch als Waffe. In der [[Heftroman]]serie &amp;#039;&amp;#039;[[Perry Rhodan]]&amp;#039;&amp;#039; wird Antimaterie vielfältig benutzt, etwa um [[Gravitationswelle|Gravitations]]-[[Stoßwelle|Schockwellen]] abzustrahlen und so eine Nachricht zu übermitteln, vor allem aber als Basis für fortgeschrittene Waffensysteme und zur Energieerzeugung. Im Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Illuminati (Roman)|Illuminati]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Dan Brown]] haben fiktive Wissenschaftler des CERN sichtbare Mengen der Substanz hergestellt und längerfristig in einer Magnetfalle gelagert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Alban Kellerbauer: &amp;#039;&amp;#039;Antimaterie im Labor.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Physik Journal.&amp;#039;&amp;#039; 13 (Juli 2014) 27, [https://www.pro-physik.de/restricted-files/89541 Physik Journal – Antimaterie im Labor – pro-physik.de]&amp;lt;br /&amp;gt;Direkter Download vom Autor: [http://www.mpi-hd.mpg.de/kellerbauer/en/articles/2014/Kellerbauer_PhysikJournal_13-7_(2014)_27 Artikel (PDF; 1,2&amp;amp;nbsp;MB)].&lt;br /&gt;
* Alban Kellerbauer: &amp;#039;&amp;#039;Das Antimaterie-Rätsel.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Physik in Unserer Zeit.&amp;#039;&amp;#039; 43 (Juli 2012) 174. [[doi:10.1002/piuz.201201305]]&amp;lt;br /&amp;gt;Direkter Download vom Autor: [http://www.mpi-hd.mpg.de/kellerbauer/en/articles/2012/Kellerbauer_PhysUnsererZeit_43_(2012)_174.pdf Artikel (PDF; 803&amp;amp;nbsp;kB)].&lt;br /&gt;
* Helen R. Quinn, Yossi Nir: &amp;#039;&amp;#039;The mystery of the missing antimatter.&amp;#039;&amp;#039; Princeton Univ. Press, Princeton 2008, ISBN 978-0-691-13309-6.&lt;br /&gt;
* Alban Kellerbauer: &amp;#039;&amp;#039;Antimaterie – Spiegelbild oder Zerrbild.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Physik in Unserer Zeit.&amp;#039;&amp;#039; 38 (Juli 2007) 168, [[doi:10.1002/piuz.200601134]]&amp;lt;br /&amp;gt;Direkter Download vom Autor: [http://www.mpi-hd.mpg.de/kellerbauer/en/articles/2007/Kellerbauer_PhysUnsererZeit_38_(2007)_168.pdf Artikel] (PDF; 536&amp;amp;nbsp;kB), [http://www.mpi-hd.mpg.de/kellerbauer/en/articles/2007/Kellerbauer_PhysUnsererZeit_38_(2007)_168_Webtext.pdf zus. Kapitel] (PDF; 45&amp;amp;nbsp;kB).&lt;br /&gt;
* Dieter Grzonka, [[Walter Oelert]], Jochen Walz: &amp;#039;&amp;#039;Experimente mit der „Antiwelt“.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Physik Journal.&amp;#039;&amp;#039; 5 Nr.&amp;amp;nbsp;3 (März 2006) 37, [http://www.pro-physik.de/details/articlePdf/1106075/issue.html (PDF; 0,9&amp;amp;nbsp;MB)]&lt;br /&gt;
* [[Dieter B. Herrmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Antimaterie. Auf der Suche nach der Gegenwelt.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-44504-0.&lt;br /&gt;
* Gordon Fraser: &amp;#039;&amp;#039;Antimatter – the ultimate mirror.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge Univ. Press, Cambridge 2002, ISBN 0-521-89309-7.&lt;br /&gt;
* [[Hannes Alfvén]]: &amp;#039;&amp;#039;Kosmologie und Antimaterie.&amp;#039;&amp;#039; Umschau-Verlag, Frankfurt am Main 1969&lt;br /&gt;
* [[Frank Close]]: &amp;#039;&amp;#039;Antimaterie.&amp;#039;&amp;#039; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2010, ISBN 978-3-8274-2531-7.&lt;br /&gt;
* Kapitel: &amp;#039;&amp;#039;Materie/Antimaterie-Antrieb.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Eugen Reichl]]: &amp;#039;&amp;#039;Typenkompass: Zukunftsprojekte der Raumfahrt&amp;#039;&amp;#039;, Motorbuch Verlag, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-613-03462-4, S. 37–41&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Antimatter|Antimaterie}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.drillingsraum.de/room-antimaterie/antimaterie.html Was ist Antimaterie? Populäre Erklärung mit Bildern]&lt;br /&gt;
* [https://sciencev1.orf.at/science/news/54687 Informationsangebot des ORF]&lt;br /&gt;
* [http://www.mpe.mpg.de/18261/News_20110110 Satellit entdeckt Antimaterie über Gewitterwolken] (Pressemitteilung des [[Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik|Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teilchenphysik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Meerwind7</name></author>
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