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	<title>Anticholinerg - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T15:52:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Anticholinerg&amp;diff=585010&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Tippfehler entfernt</title>
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		<updated>2025-04-04T20:14:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;anticholinerg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man in der [[Medizin]] (Neben-)Wirkungen, die sich aus der Hemmung des [[Neurotransmitter]]s [[Acetylcholin]] ergeben. Acetylcholin ist ein wichtiger Neurotransmitter, der sowohl an vielen zentralen Nervenkernen im Gehirn wie auch in Teilen des peripheren Nervensystems, zum Beispiel des [[Parasympathikus]], eine Rolle spielt.&amp;lt;ref&amp;gt;J. Klingelhöfer: &amp;#039;&amp;#039;Klinikleitfaden Neurologie.&amp;#039;&amp;#039; Urban &amp;amp; Fischer Verlag, 2009, ISBN 978-3-437-23142-1, S. 249, [https://books.google.de/books?id=6IUK4US_hwAC&amp;amp;pg=PA249&amp;amp;dq=anticholinerg&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=NLr_TcecHoPHtAapt5zxDQ&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result#v=onepage&amp;amp;q=anticholinerg&amp;amp;f=false (books.google.de)].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Etwas vereinfacht ist der Parasympathikus der Antagonist des [[Sympathikus]], welcher oft als Stresssystem bezeichnet wird. Beide gehören zum [[Vegetatives Nervensystem|vegetativen Nervensystem]]. Häufig versorgen beide Systeme dasselbe Organ und wirken dort entgegengesetzt, zum Beispiel steigert der Sympathikus die Herzfrequenz, und der Parasympathikus senkt sie. Praktisch alle inneren Organe sind sympathisch wie auch parasympathisch innerviert: [[Herz]], [[Bronchien]], [[Blutgefäße]], [[Darm]], [[Harnblase|Blase]], [[Schweißdrüse]]n, aber auch Teile der Sinnesorgane wie die [[Iris (Auge)|Iris]].&lt;br /&gt;
Stoffe oder Arzneimittel, die die Wirkung des Acetylcholins hemmen, also anticholinerg wirken, führen deshalb zu einem charakteristischen Symptomkomplex ([[anticholinerges Syndrom]]):&lt;br /&gt;
* Mundtrockenheit (gehemmte Speichelbildung)&lt;br /&gt;
* [[Mydriasis|Erweiterte Pupillen]] ([[Akkommodation (Auge)|Akkommodationsstörung]], [[Glaukom|Engwinkelglaukom]])&lt;br /&gt;
* [[Harnverhalt]]/Blasenlähmung&lt;br /&gt;
* [[Obstipation]]/Darmlähmung&lt;br /&gt;
* Trockene, rote und warme Haut (verminderte Schweißbildung)&lt;br /&gt;
* [[Tachykardie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich können auch zentralnervöse Effekte bestehen:&lt;br /&gt;
* Unruhe, Erregung&lt;br /&gt;
* [[Angst]]&lt;br /&gt;
* [[Halluzination]]en&lt;br /&gt;
* [[Krämpfe]]&lt;br /&gt;
* [[Atemdepression]]&lt;br /&gt;
* Bewusstseinsstörung bis zum [[Koma]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das klassische [[Anticholinergikum]] ist das aus der [[Schwarze Tollkirsche|Schwarzen Tollkirsche]] (&amp;#039;&amp;#039;Atropa belladonna&amp;#039;&amp;#039; L.) gewonnene [[Alkaloid]] [[Atropin]], dessen pupillenerweiternde Wirkung schon vor Jahrhunderten zu kosmetischen Zwecken genutzt wurde. Ähnliche Wirkstoffe finden sich im [[Stechapfel]] und im [[Bilsenkraut]]. Vergiftungen treten gelegentlich bei Kindern auf, die solche Pflanzen gegessen haben, aber auch bei Drogenexperimenten ([[Stechäpfel|Datura/Stechapfel]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Medikamente wirken anticholinerg, zum Teil erwünscht, zum Teil als Nebenwirkung. In der Notfallmedizin wird Atropin häufig bei Blutdruckabfall und [[Bradykardie]] eingesetzt. Andere Medikamente sollen bei [[Morbus Parkinson]] gezielt das Neurotransmittergleichgewicht wiederherstellen, indem sie zentrale cholinerge Synapsen hemmen. Bei [[Antidepressivum|Antidepressiva]], vor allem den klassischen [[Trizyklisches Antidepressivum|trizyklischen]], treten anticholinerge Effekte regelmäßig als Nebenwirkung auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Antidot]] können [[Cholinesterasehemmer]] eingesetzt werden. Cholinesterasen sind Enzyme, die im synaptischen Spalt Acetylcholin abbauen. Durch ihre Hemmung erhöht sich die lokale Konzentration von Acetylcholin, der anticholinerge Effekt wird gemindert. Ansonsten ist die Therapie beim ausgeprägten anticholinergen Syndrom symptomatisch: Kühlung, Abdunklung, Sauerstoff, eventuell Beatmung bei insuffizienter Atmung, [[Benzodiazepine]] bei Krämpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pharmakologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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