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	<title>Antiamerikanismus - Versionsgeschichte</title>
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		<title>imported&gt;Aka: Tippfehler entfernt, Links normiert</title>
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		<updated>2025-12-16T19:37:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;, Links normiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Anti usa demo brazil.jpg|mini|Antiamerikanische Demonstration in [[Brasilien]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Public opinion on the US.svg|mini|Öffentliche Meinung über die Vereinigten Staaten (2022):&lt;br /&gt;
{{Farblegende|#B2182B|&amp;lt; -40}}&lt;br /&gt;
{{Farblegende|#D6604D|-20 bis -5}}&lt;br /&gt;
{{Farblegende|#F4A582|-4 bis +4}}&lt;br /&gt;
{{Farblegende|#FDDBC7|+5 bis +20}}&lt;br /&gt;
{{Farblegende|#D1E5F0|+20 bis +34}}&lt;br /&gt;
{{Farblegende|#92C5DE|+35 bis +49}}&lt;br /&gt;
{{Farblegende|#4393C3|+50 bis +64}}&lt;br /&gt;
{{Farblegende|#2166AC|&amp;gt; +65}}]][[Datei:Bundesarchiv Bild 183-07670-0050, Berlin, Antiamerikanische Parole &amp;quot;Go home, Ami&amp;quot;.jpg|mini|Der Slogan [[Ami – go home!|&amp;#039;&amp;#039;Go home, Ami&amp;#039;&amp;#039;]] in [[Berlin]] (auf [[West-Berlin]]er Seite) an der [[Viermächte-Status#Berlin|Sektorengrenze]] [[Bernauer Straße]] ([[Forces Françaises à Berlin|französischer Sektor]])/Ecke [[Schwedter Straße]] (Ostsektor) im Jahr 1950]]&lt;br /&gt;
[[Datei:UK Anti Bush visit protest (retouched).jpg|mini|Demonstration gegen den US-Präsidenten [[George W. Bush]] in [[London]] im Jahr 2008]]&lt;br /&gt;
Mit &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Antiamerikanismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amerikafeindlichkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) wird eine „ablehnende Haltung gegenüber der Politik und Kultur der [[Vereinigte Staaten|USA]]“,&amp;lt;ref&amp;gt;Stichwort &amp;#039;&amp;#039;Antiamerikanismus&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Gerhard Wahrig]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Wörterbuch. Jubiläumsausgabe.&amp;#039;&amp;#039; Bertelsmann,  Gütersloh 1991, ISBN 3-570-03648-0.&amp;lt;/ref&amp;gt; eine „Anfeindung der Interessen der Vereinigten Staaten“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.oxforddictionaries.com/definition/english/anti-Americanism |text=Online-Ausgabe |wayback=20150617220650 |archiv-bot=2022-10-04 01:36:25 InternetArchiveBot }} des [[Oxford English Dictionary]], abgerufen am 13. Juni 2015. Im Original: „Hostility to the interests of the United States“.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder eine feindliche oder entgegengerichtete Gesinnung gegenüber „den Vereinigten Staaten von Amerika, ihrer Bevölkerung, ihren Prinzipien oder ihrer Politik“ bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://dictionary.reference.com/browse/anti-americanism Anti-Americanism] im &amp;#039;&amp;#039;Random House Unabridged Dictionary&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 16. Oktober 2007. Im Original: „opposed or hostile to the United States of America, its people, its principles, or its policies.“&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Duden]] definiert ihn als „ablehnende Haltung gegenüber Gesellschaftssystem, Politik und Lebensstil der USA“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.duden.de/rechtschreibung/Antiamerikanismus |titel=Antiamerikanismus ▶ Rechtschreibung, Bedeutung, Definition, Herkunft {{!}} Duden |sprache=de |abruf=2025-05-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht jede scharfe Kritik etwa an der US-Militär- und -Außenpolitik ist aber antiamerikanisch. Solange Kritiker die auch in der US-Verfassung niedergelegten Prinzipien von Demokratie und Menschenrechten teilen, kann nicht von Antiamerikanismus gesprochen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bpb.de/themen/rechtsextremismus/dossier-rechtsextremismus/500759/antiamerikanismus/ |titel=Antiamerikanismus |titelerg=Rechtsextremismus |werk=Glossar |hrsg=[[Bundeszentrale für politische Bildung]] |sprache=de |abruf=2023-12-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Vereinigten Staaten von Amerika konstituierten sich 1776 als neues politisches System in Abgrenzung zu den etablierten Systemen in Europa, woher die Begründer der neuen Nation stammten. In Europa löste das neue, an den Prinzipien der [[Aufklärung]] orientierte Staatsmodell bald sowohl Sympathie als auch Ablehnung aus – die als die ersten Ausdrücke von Philoamerikanismus ([[Liste griechischer Wortstämme in deutschen Fremdwörtern|Phil-]] = Freund, Freundschaft) und Antiamerikanismus gesehen werden. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nahm in Europa die Auseinandersetzung mit positiv oder negativ gewerteten Einflüssen der US-amerikanischen Wirtschafts-, Kultur- und Militärmacht zu, bevor sich die Debatte mit Beginn des [[Kalter Krieg|Kalten Kriegs]] stark politisierte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gienow&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jessica Gienow-Hecht |url=https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/31438/europaeischer-antiamerikanismus-im-20-jahrhundert/?p=all |titel=Europäischer Antiamerikanismus im 20. Jahrhundert&lt;br /&gt;
 |titelerg=Westliche Wertegemeinschaft? |werk=[[Aus Politik und Zeitgeschichte|APuZ]] |hrsg=[[Bundeszentrale für politische Bildung|BpB]] |datum=2008-01-18 |sprache=de |abruf=2023-12-28 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der &amp;#039;&amp;#039;Begriff&amp;#039;&amp;#039; des Antiamerikanismus ist erst nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] aufgekommen – in einer Untersuchung über den Antiamerikanismus in [[Frankreich]] wird das Jahr 1948 als erste dokumentierte Verwendung genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Roger, Phillipe. &amp;#039;&amp;#039;The American Enemy: The History of French Anti-Americanism,&amp;#039;&amp;#039; [http://www.press.uchicago.edu/Misc/Chicago/723682.html einführender Auszug (englisch)], University of Chicago Press, 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Gegenbegriff zum Antiamerikanismus wird uneinheitlich „Philoamerikanismus“,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gienow&amp;quot; /&amp;gt; „Proamerikanismus“&amp;lt;ref&amp;gt;Gesine Schwan: &amp;#039;&amp;#039;Antiamerikanismus und demokratisches Bewusstsein in der Bundesrepublik von 1945 bis heute.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Amerika und Deutschland: ambivalente Begegnungen.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben von Frank Kelleter und Wolfgang Knöbl, Wallstein Verlag, 2006, S. 73 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; und „Amerikanismus“&amp;lt;ref&amp;gt;Egbert Klautke: &amp;#039;&amp;#039;Unbegrenzte Möglichkeiten: „Amerikanisierung“ in Deutschland und Frankreich (1900–1933).&amp;#039;&amp;#039; Wiesbaden, Franz Steiner Verlag 2003, S. 269 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vertreter ==&lt;br /&gt;
Die als Antiamerikanismus bezeichnete Ablehnung der USA geschah und geschieht aus unterschiedlichen Anlässen und mit unterschiedlichen weltanschaulichen Hintergründen, weswegen nicht von einem einheitlichen antiamerikanischen [[Weltbild]] gesprochen werden kann, das von Gegnern der Vereinigten Staaten vertreten würde.&amp;lt;ref&amp;gt;Katzenstein, Peter; Keohane, Robert. [http://www.princeton.edu/~rkeohane/publications/AntiAmerInWPConclusion.pdf Conclusion: Anti-Americanisms and the Polyvalence of America] (PDF; 96&amp;amp;nbsp;kB), in: &amp;#039;&amp;#039;Anti-Americanisms in World Politics&amp;#039;&amp;#039;, Ithaca: Cornell University Press, 2006 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; Besonders ausgeprägte antiamerikanische Bezüge werden im 21. Jahrhundert als auffällige Gemeinsamkeit des rechten und des linken Randes des politischen Spektrums wahrgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.rbb-online.de/kontraste/ueber_den_tag_hinaus/extremisten/usa_selber_schuld.html USA selber schuld? Antiamerikanismus bei Links- und Rechtsextremen.]&amp;#039;&amp;#039; Beitrag im RBB-Politmagazin &amp;#039;&amp;#039;Kontraste&amp;#039;&amp;#039; vom 4. Oktober 2001, abgerufen am 10. Juni 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.economist.com/news/europe/21642211-anti-americanism-always-strong-german-left-growing-right-ami-go-home Germany and America: Ami Go Home.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Economist&amp;#039;&amp;#039; vom 7. Februar 2015, abgerufen am 10. Juni 2016 (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Schwennicke: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.cicero.de/weltbuehne/populismus-europa-das-griechische-virus/58825 Links und Rechts teilen das Feindbild.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Cicero&amp;#039;&amp;#039; vom 4. Februar 2015, abgerufen am 10. Juni 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben oppositionellen Gruppen haben in Geschichte und Gegenwart auch Regierungen antiamerikanische Positionen vertreten. Die Haltung [[Adolf Hitler]]s und der [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] gegenüber den USA war ambivalent: Einerseits betrachtete man die USA als schwaches und militärisch inkompetentes Land, da dieses von bestimmten „Rassen“ (vornehmlich der „jüdischen (Gegen-)Rasse“)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Stiftung Deutsches Historisches Museum |url=https://www.dhm.de/lemo/kapitel/ns-regime/ausgrenzung-und-verfolgung.html |titel=Gerade auf LeMO gesehen: LeMO Kapitel: NS-Regime |sprache=de |abruf=2023-12-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und dem allmächtigen Dollar dominiert werde. Andererseits interessierten sich die Nationalsozialisten für technologische Entwicklungen in den USA ebenso wie für Massenproduktion, Konsumgüter sowie Modernisierungs- und Rationalisierungsmaßnahmen in der amerikanischen Wirtschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Gienow-Hecht Jessica |url=http://www.bpb.de/apuz/31438/europaeischer-antiamerikanismus-im-20-jahrhundert |titel=Europäischer Antiamerikanismus im 20. Jahrhundert {{!}} APuZ |abruf=2019-02-26 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1944 gab das Hauptamt der [[Schutzstaffel|SS]] ein Propagandabuch unter dem Titel „Amerikanismus eine Weltgefahr“ heraus, in dem Zerr- und Feindbilder der Vereinigten Staaten und ihrer Gründungsprinzipien, nämlich des [[Liberalismus]], propagiert wurden. An den Antisemitismus anknüpfend, sollen die Juden hinter dem Finanzkapitalismus der [[Wall Street]] stecken, der Europa ausplündern und kulturell ruinieren wolle.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Himmler: &amp;#039;&amp;#039;Amerikanismus eine Weltgefahr&amp;#039;&amp;#039;, SS-Hauptamt, 1944.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg prägte beispielsweise der iranische Revolutionsführer [[Ruhollah Chomeini]] ab 1979 die Bezeichnung „Großer Satan“ für die USA,&amp;lt;ref&amp;gt;Mangol Bayat-Philipp: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.bpb.de/apuz/28502/die-beziehungen-zwischen-den-usa-und-iran-seit-1953?p=all Die Beziehungen zwischen den USA und Iran seit 1953.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Aus Politik und Zeitgeschichte&amp;#039;&amp;#039; 9/2004, abgerufen am 11. Juni 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; gegen die er bei Massenveranstaltungen die Parole „Tod den USA“ skandieren ließ&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/middleeast/iran/10390938/Iran-attempts-to-silence-its-Death-to-America-chants.html Iran attempts to silence its &amp;#039;Death to America&amp;#039; chants.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Telegraph&amp;#039;&amp;#039; vom 19. Oktober 2013, abgerufen am 11. Juni 2015 (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; und deren Politik er bereits seit rund zwei Jahrzehnten für „alle Probleme aller muslimischer Völker verantwortlich“ gemacht hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Tilgner: &amp;#039;&amp;#039;Umbruch im Iran: Augenzeugenberichte. Analysen. Dokumente.&amp;#039;&amp;#039; Rowohlt, Reinbek 1983, S. 100&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der kubanische Revolutionsführer [[Fidel Castro]] begann dagegen erst mehrere Monate nach seiner Regierungsübernahme 1959, sich offen gegen die USA zu positionieren, Marktwirtschaft und parlamentarische Demokratie abzulehnen und sich im Kontext des Kalten Kriegs gleichzeitig dem ideologischen Gegenmodell des [[Marxismus-Leninismus]] [[Sowjetunion|sowjetischer]] Prägung hinzuwenden. Der Antagonismus zu den USA wurde über die folgenden Jahrzehnte zum zentralen Thema in Castros Politik und Rhetorik.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.handelsblatt.com/politik/international/fidel-castro-verliert-die-macht-die-letzte-zigarre/2687360-all.html Fidel Castro verliert die Macht: Die letzte Zigarre.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Handelsblatt&amp;#039;&amp;#039; vom 1. August 2006, abgerufen am 11. Juni 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch für den nordkoreanischen Staatschef [[Kim Il-sung]] und seine Nachfolger war und ist die Feindschaft zu den USA ein regelmäßig genutztes Identifikationsinstrument.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.spiegel.de/politik/ausland/nordkoreas-medien-hass-auf-usa-ist-erste-buergerpflicht-a-236364.html Nordkoreas Medien: Hass auf USA ist erste Bürgerpflicht.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Spiegel Online&amp;#039;&amp;#039; vom 16. Februar 2003, abgerufen am 11. Juni 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein regional verbreitetes, ja [[Erdoberfläche#Gliederung nach Hemisphären|hemisphärisches]] Phänomen ist der politische Antiamerikanismus in großen Teilen Lateinamerikas. Den politischen Antiamerikanismus definiert Hollander als „rejection of American foreign policy and a firm belief in the malignity of American influence and presence anywhere in the world“. Er werde begründet durch die Erfahrung der Fremdbestimmung der eigenen Wirtschaft und Politik durch die USA, wie sie unter anderem in zahlreichen Interventionen und der Unterstützung für lateinamerikanische Militärdiktaturen zum Ausdruck kam.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Hollander: &amp;#039;&amp;#039;Anti-Americanism. Critiques at Home and Abroad 1965–1990.&amp;#039;&amp;#039; Oxford University Press, 1992; Zitat S. 339.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Ländern des früheren [[Warschauer Pakt]]s überdauerten antiamerikanische Einstellungen, die auf kulturellem Konservativismus und regionalen Befindlichkeiten beruhten, den Systemwechsel von 1989/90.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gienow&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Russland]] ist laut [[Manfred Quiring]] der Antiamerikanismus seit langem allgegenwärtig und fast schon eine Staatsideologie: Er diene als Adresse der äußeren Bedrohung, aber auch als Begründung für eigene Fehlschläge.&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Quiring: Putins russische Welt: Wie der Kreml Europa spaltet, Seiten 223, Ch.Links Verlag 2017, ISBN 978-3-86153-941-4&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Antiamerikanismus, aber auch die negative Sicht der EU erreichten dank der russischen Propaganda bis Anfang des Jahres 2015 in der russischen Bevölkerung Höchstwerte von 82 beziehungsweise 70 Prozent.&amp;lt;ref&amp;gt;Birgit Schwarz, Christian Lininger, Peter Fritz: &amp;#039;&amp;#039;Aus dem Gleichgewicht: Droht ein neuer Kalter Krieg?&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Styriabooks, 2015, ISBN 978-3-99040-382-2, Abschnitt &amp;quot;Moskau - Der Traum von imperialer Größe&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch im Westen erscheint [[Wladimir Wladimirowitsch Putin|Wladimir Putin]] Menschen mit einer antiamerikanischen Haltung als der „große Rächer, der es den Amerikanern zeigt“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl Schlögel]]: [http://diepresse.com/home/ausland/aussenpolitik/4702288/Wladimir-Putin-ist-fuer-viele-der-grosse-Raecher „Wladimir Putin ist für viele der große Rächer“], Die Presse, 6. April 2015, diese Aussage ist zitiert in &amp;#039;&amp;#039;Die Russland-Kontroverse: Eine Analyse des ideologischen Konflikts zwischen Russland-Verstehern und Russland-Kritikern&amp;#039;&amp;#039; von Klaus Von Beyme&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im deutschen [[Rechtsextremismus]] der Gegenwart ist Antiamerikanismus häufig verknüpft mit [[Antisemitismus]]. Diese Verbindung wird artikuliert in Code-Wörtern wie &amp;#039;&amp;#039;[[USrael]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Zionist Occupied Government]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Ostküste der Vereinigten Staaten#„Ostküsten-Establishment“ sowie antisemitisches Codewort|Ostküste]]&amp;#039;&amp;#039;. Hierbei handelt es sich um eine von Rechtsextremen eindeutig verstandene Aktualisierung der Chimäre einer [[Weltjudentum|jüdischen Weltverschwörung]], wie sie etwa in den &amp;#039;&amp;#039;[[Protokolle der Weisen von Zion|Protokollen der Weisen von Zion]]&amp;#039;&amp;#039; nahegelegt wird, mit aktuell verstärkt antiamerikanischer Stoßrichtung.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Samuel Salzborn]]: &amp;#039;&amp;#039;Globaler Antisemitismus. Eine Spurensuche in den Abgründen der Moderne.&amp;#039;&amp;#039; Beltz Juventa, Weinheim, Basel 2018, S. 67.&amp;lt;/ref&amp;gt; Weiterhin bezieht sich der deutsche Rechtsextremismus auf bereits vorhandene Klischees über die USA, die seit dem Zeitalter der Romantik unter den Konservativen kursieren.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Internetquelle |autor=Sven Deppisch |url=https://www.gsi.uni-muenchen.de/forschung/forsch_zentr/voegelin/publikationen/studierendensymposium/deppisch-angriff-auf-westen.pdf |titel=Angriff auf den „Westen“ |titelerg=Antiamerikanismus und Antiwestlertum in Deutschland |werk=ausgearbeitete Fassung des Vortrags im Symposium&lt;br /&gt;
Die Normativität des „Westens“ |hrsg=Voegelin Zentrum für Politik, Religion und Kultur des Geschwister-Scholl-Instituts für Politikwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München |datum=2011-07-16 |seiten=23 |format=pdf |sprache=de |abruf=2023-12-30 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Vor dem Ersten Weltkrieg äußerten sich konservative Eliten gegen die Moderne und deren Versinnbildlichung in amerikanischen Publikationen, Ideen und Kulturprodukten. In der Zwischenkriegszeit  blieb kultureller Antiamerikanismus ein Merkmal faschistischer und konservativer Kreise, die in den USA eine Bedrohung europäischer Traditionen, nationaler und regionaler Identitäten sowie Europas innerer Erneuerung in den 1930er Jahren sahen. Auch nach 1945 blieb der Antiamerikanismus in seiner Essenz wertkonservativ und politisch konservativ. Sowohl linke als auch rechte Kritik kamen aus dem gleichen Milieu: Sie ergaben sich aus einer elitären und kritischen Haltung gegenüber der modernen Massengesellschaft, der Moderne, der neuen Weltmacht, einer Befürwortung abendländischer Ideologie und der Idee einer eurozentristischen kulturellen und politischen Überlegenheit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gienow&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bewertungen ==&lt;br /&gt;
Der britische Publizist [[Christopher Hitchens]] bezeichnete Folgendes als eine „lockere Arbeitsdefinition“ des Antiamerikanismus:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Jemand ist anti-amerikanisch, wenn er oder sie andauernd Verachtung für die amerikanische Kultur zeigt und darüber hinaus jeden Gegner der US-Politik unterstützt, wer immer es auch sein mag.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;‚My own working definition of it, admittedly a slack one also, is that a person is anti-American if he or she is consistently contemptuous of American culture and furthermore supports any opponent of U.S. policy, whoever this may be.‘ [http://www.theatlantic.com/magazine/archive/2005/03/ill-be-damned/303741/ &amp;#039;&amp;#039;Christopher Hitchens: I&amp;#039;ll be damned&amp;#039;&amp;#039;] The Atlantic Magazine, März 2005&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verschiedene Stimmen vertreten die Ansicht, der Antiamerikanismus müsse als Auswuchs des Neids gegenüber der Rolle der Vereinigten Staaten als vorherrschende Weltmacht gesehen werden: [[Timothy Garton Ash]] beschreibt das Leitmotiv des Antiamerikanismus als „mit Neid durchsetzter Groll“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/2003/06/Anti-Europa?page=1 Die Zeit, 06/2003]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Historiker [[Dan Diner]] spricht vom „projektiven Vorwurf an die USA, für alle Übel der Welt ursächlich zu sein“, und einer „Überdosis an jener im Antiamerikanismus sich verschränkenden und nur schwer zu goutierenden Mischung von Neid und Angst“. Auch in Ländern mit ausgeprägtem Antiamerikanismus bestehe große Nachfrage nach Einwanderungsvisa für die Vereinigten Staaten; eine gegengesetzte Strömung der [[Emigration]] aus den Vereinigten Staaten sei jedoch nicht erkennbar.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.focus.de/kultur/medien/kultur-ueberdosis-an-neid-und-angst_aid_190758.html |wayback=20120118190523 |text=Focus Nr. 43, 10/2001 |archiv-bot=2024-07-10 05:47:57 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Journalist und Kommunikationswissenschaftler [[Tobias Jaecker]] sieht im Antiamerikanismus ein „ideologisches Welterklärungsmuster“,&amp;lt;ref&amp;gt;Interview mit Tobias Jaecker: [http://www.cicero.de/weltbuehne/usa-bashing-die-amerikaner-sind-gefaehrlich-eigennuetzig-und-profitgierig/57118 „Amerikaner sind gefährlich und profitgierig“], in: Cicero, 27. Februar 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; das er folgendermaßen definiert:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Die narrative Form des antiamerikanischen Welterklärungsmusters wird durch vier grundlegende Strukturprinzipien bestimmt – Dualismus, Projektion, Selbstaufwertung und Verschwörungsdenken. Erst innerhalb dieser spezifischen Struktur erhalten die einzelnen Stereotype einen antiamerikanischen ›Sinn‹. Dabei korrespondiert die projektive Zuschreibung negativer politischer, wirtschaftlicher und kultureller Vorgänge zu Amerika mit einer kollektiven moralischen Selbstaufwertung, so dass ein dualistisches Bild entsteht: ›Amerika‹ gegen ›uns‹. Im Extremfall kann sich dies zur Verschwörungstheorie ausweiten – in einer derartigen wahnhaften Vorstellung regiert Amerika dann die ganze Welt. &lt;br /&gt;
|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Tobias Jaecker: &amp;#039;&amp;#039;Hass, Neid, Wahn. Antiamerikanismus in den deutschen Medien&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt/M. 2014, S. 372.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur „grundsätzlichen und notwendigen“ Unterscheidung von Amerikakritik von Antiamerikanismus schrieb der Politikwissenschaftler [[Claus Leggewie]] 2004 unter Verweis auf den Kontext der verstärkt „[[Neokonservatismus|neokonservativen]] und restaurativen“ Orientierung des Auftretens der Vereinigten Staaten unter Präsident George W. Bush seit dem 11.&amp;amp;nbsp;September 2001:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Die spürbar wachsende Distanz der politischen Öffentlichkeit Westeuropas, genau wie der arabischen Welt, ist nicht per se Ausdruck eines kulturellen Antiamerikanismus, sondern Resultat einer politischen Amerikakritik. Doch in Reaktion auf den imperialen, religiös fundierten [[Amerikanischer Exzeptionalismus|&amp;#039;&amp;#039;American exceptionalism&amp;#039;&amp;#039;]] konnte auch ein solches kulturelles Ressentiment wieder Platz greifen. (…) Die konkrete Auseinandersetzung mit bestimmten Repräsentanten und Führungspersonen der Vereinigten Staaten und dem, was sie im einzelnen &amp;#039;&amp;#039;tun&amp;#039;&amp;#039;, ist etwas anderes als die diffuse, pauschale Ablehnung „der“ Amerikaner, wie sie angeblich &amp;#039;&amp;#039;sind&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Claus Leggewie: &amp;#039;&amp;#039;Renaissance des Antiamerikanismus? Zur Unterscheidung von Amerikakritik von Antiamerikanismus am Beginn des 21. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Amerika und Europa, Mars und Venus? Das Bild Amerikas in Europa.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben von Rudolf von Thadden und Alexandre Escudier, Wallstein Verlag, 2004, S. 105–115, hier S. 107&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Soziologen [[Andrei S. Markovits]] zufolge besteht eine enge Verbindung zwischen europäischem Anti&amp;#039;&amp;#039;amerikan&amp;#039;&amp;#039;ismus und dem [[Geschichte des Antisemitismus seit 1945|Anti&amp;#039;&amp;#039;semit&amp;#039;&amp;#039;ismus]]: Beide verhielten sich, bildlich gesprochen, zueinander wie „Zwillingsbrüder“,&amp;lt;ref&amp;gt;Andrei S. Markovits: &amp;#039;&amp;#039;Amerika, dich haßt sich&amp;#039;s besser&amp;#039;&amp;#039;, Hamburg 2004, S. 173.&amp;lt;/ref&amp;gt; denn „Amerika und die Juden waren der europäischen [[Politische Rechte (Politik)|Rechten]] und den [[Konservatismus|Konservativen]] immer als Repräsentanten einer unaufhaltsamen [[Moderne]] suspekt und verhasst.“&amp;lt;ref&amp;gt;Andrei S. Markovits: &amp;#039;&amp;#039;Amerika, dich haßt sich&amp;#039;s besser&amp;#039;&amp;#039;, Hamburg 2004, S. 188.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aber auch bei weiten Teilen der [[Politische Linke|politischen Linken]] gehe der „neue, auf [[Antizionismus|Israelfeindschaft]] gründende Antisemitismus Hand in Hand mit ihrem Antiamerikanismus“.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrei S. Markovits: &amp;#039;&amp;#039;Amerika, dich haßt sich&amp;#039;s besser&amp;#039;&amp;#039;, Hamburg 2004, S. 189.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Politologe Fabian Fischer definiert Antiamerikanismus konstruktivistisch und aus antiextremistischer Perspektive. Er unterscheidet zwischen einer strukturellen und inhaltlichen Perspektive:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Fabian Fischer |Titel=Die konstruierte Gefahr. Feindbilder im politischen Extremismus |Verlag=Nomos |Ort=Baden-Baden |Datum= |Seiten=133}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Perspektive&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Analyseebene&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Konstitution des Feindbildes&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Strukturell&lt;br /&gt;
| Im Sinne der&amp;lt;br /&amp;gt;„definitio ex positivo“&lt;br /&gt;
| Einseitigkeit der Deutung „Amerikas“ bzw. des „Amerikanischen“ in Gestalt einer drastischen Negativkonstruktion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Inhaltlich&lt;br /&gt;
| Im Sinne der&amp;lt;br /&amp;gt;„definitio ex negativo“&lt;br /&gt;
| Kritik an den USA, die sich direkt oder indirekt gegen die Minimalbedingungen des demokratischen Verfassungsstaates und seiner Werte richtet&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Historikerin Jessica Gienow-Hecht bezeichnet den europäischen Antiamerikanismus als kulturelles Phänomen, das von linken und rechten Parteien für die Mobilisierung von Wählern manipuliert wurde, die tatsächliche Regierungspolitik habe aber nur wenig zu seinem Ursprung und Diskurs beigetragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gienow&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik an der Begriffsverwendung ==&lt;br /&gt;
Manche Wissenschaftler kritisieren eine unscharfe Definition und mehrdeutige Verwendung des Begriffs „Antiamerikanismus“, wodurch ihnen zufolge gerechtfertigte Kritik nicht immer eindeutig von systematischen Ressentiments gegenüber US-Amerikanern unterschieden werde.&amp;lt;ref&amp;gt;Pierre Guerlain: &amp;#039;&amp;#039;[http://ejas.revues.org/1523 A Tale of Two Anti-Americanisms.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;European Journal of American Studies&amp;#039;&amp;#039; 2/2007 vom Herbst 2007, abgerufen am 12. Juni 2015 (englisch); Marie-France Toinet: &amp;#039;&amp;#039;Does Anti-Americanism Exist?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Rise and Fall of Anti-Americanism: A Century of French Perception.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben von Denis Lacorne u.&amp;amp;nbsp;a., London I990, S. 221–222 (englisch); Philipp Gassert: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.sehepunkte.de/2012/10/19784.html Rezension von: West Germans Against The West.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Sehepunkte&amp;#039;&amp;#039; Ausgabe 12 (2012), abgerufen am 12. Juni 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff werde dabei auch als Instrument eingesetzt, um Debatten zu ersticken.&amp;lt;ref&amp;gt;Brendan O’Connor: &amp;#039;&amp;#039;A Brief History of Anti-Americanism from Cultural Criticism to Terrorism&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Australasian Journal of American Studies&amp;#039;&amp;#039; vom Juli 2004, S. 77f. ({{Webarchiv |url=http://blogs.arts.auckland.ac.nz/anzasa/files/2015/01/OConnor.pdf |text=PDF |wayback=20150616035152}})&amp;lt;/ref&amp;gt; Da Antiamerikanismus allein negativ definiert und weder mit einer organisierten Bewegung noch einer alternativen Vision verbunden sei, sei der Begriff nicht hilfreich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gienow&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Historiker Darius Harwardt eignet sich der Begriff zwar zur Darstellung wissenschaftlicher Ergebnisse, nicht jedoch als analytische Kategorie, da er die Perspektive bereits durch die Vorauswahl einenge. So werde eine Analyse von Antiamerikanismus weder in komparativer Hinsicht weitere ablehnende Haltungen berücksichtigen, noch die Befunde mit positiven Stereotypen gegenüber den USA gewichten, um zu einer differenzierten Aussage zu gelangen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Darius Harwardt |Titel=Verehrter Feind. Amerikabilder deutscher Rechtsintellektueller in der Bundesrepublik |Verlag=campus |Ort=Frankfurt am Main/New York |Datum=2019 |ISBN=978-3-593-51111-5 |Seiten=57-67}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In den USA und spätestens ab den 1980er Jahren auch in der Bundesrepublik sei der Begriff von [[neokonservativ]]en Publizisten instrumentalisiert worden, um Kritik an ihren politischen Ideen zu diskreditieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Darius Harwardt |Titel=Verehrter Feind. Amerikabilder deutscher Rechtsintellektueller in der Bundesrepublik |Verlag=campus |Ort=Frankfurt am Main/New York |Datum=2019 |ISBN=978-3-593-51111-5 |Seiten=241 ff.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch der US-amerikanische Historiker [[Max Paul Friedman]] sieht das Wort „Antiamerikanismus“ als „Kampfbegriff zur Abwehr von Kritik“. Antiamerikanismus als Konzept diene dem Zweck, Kritik aus dem Ausland wegzudenken oder mundtot zu machen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Max Paul Friedman |url=http://www.deutschlandradiokultur.de/antiamerikanismus-ein-kampfbegriff-zur-abwehr-von-kritik.1005.de.html?dram:article_id=369352 |titel=Antiamerikanismus: Ein Kampfbegriff zur Abwehr von Kritik |werk=Deutschlandfunk Kultur |datum=2016-10-24 |abruf=2019-11-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Jan C. Behrends]], [[Árpád von Klimó]], Patrice G. Poutrus: &amp;#039;&amp;#039;Antiamerikanismus im 20. Jahrhundert. Studien zu Ost- und Westeuropa&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Studien zur Politik- und Gesellschaftsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Band 68). Verlag J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2005, ISBN 978-3-8012-4154-4.&lt;br /&gt;
* Heiko Beyer, Ulf Liebe: &amp;#039;&amp;#039;Antiamerikanismus und Antisemitismus. Zum Verhältnis zweier Ressentiments.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für Soziologie]],&amp;#039;&amp;#039; Jg. 39, Heft 3, Lucius &amp;amp; Lucius, Stuttgart 2010, S.&amp;amp;nbsp;215–232, {{DOI|10.1515/zfsoz-2010-0304}}.&lt;br /&gt;
* [[Dan Diner]]: &amp;#039;&amp;#039;Feindbild Amerika. Über die Beständigkeit eines Ressentiments.&amp;#039;&amp;#039; Propyläen, München 2002, ISBN 3-549-07174-4&lt;br /&gt;
* Jonas Gempp: &amp;#039;&amp;#039;Europäische Identität durch Antiamerikanismus. Projekt Europa – Feindbild Amerika.&amp;#039;&amp;#039; Verlag [[OmniScriptum Publishing Group|Dr. Müller VDM]], Saarbrücken 2008, ISBN 978-3-639-05261-9&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://d-nb.info/1002814146/04 |wayback=20141215032451 |text=Inhaltsverzeichnis zu &amp;#039;&amp;#039;Europäische Identität durch Antiamerikanismus. Projekt Europa – Feindbild Amerika.&amp;#039;&amp;#039; }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Max Paul Friedman]]: &amp;#039;&amp;#039;Rethinking anti-Americanism. The history of an exceptional concept in American foreign relations&amp;#039;&amp;#039;, Cambridge u.&amp;amp;nbsp;a. (Cambridge University Press) 2012, ISBN 978-0-521-68342-5. ISBN 978-0-521-86491-6&lt;br /&gt;
* Darius Harwardt: &amp;#039;&amp;#039;Verehrter Feind. Amerikabilder deutscher Rechtsintellektueller in der Bundesrepublik&amp;#039;&amp;#039;. Campus, Frankfurt am Main/New York 2019, ISBN 978-3-593-51111-5&lt;br /&gt;
* Paul Hollander (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Understanding Anti-Americanism. Its Orgins and Impact at Home and Abroad.&amp;#039;&amp;#039; Ivan R. Dee, Chicago IL 2004, ISBN 1-56663-564-0&lt;br /&gt;
* [[Max Horkheimer]]: &amp;#039;&amp;#039;Zum gegenwärtigen Antiamerikanismus&amp;#039;&amp;#039; (1967), in: Ders.: &amp;#039;&amp;#039;Gesammelte Schriften&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 13: Nachgelassene Schriften 1949–1972, Frankfurt am Main 1989, S.&amp;amp;nbsp;81–83,&lt;br /&gt;
* [[Tobias Jaecker]]: &amp;#039;&amp;#039;Hass, Neid, Wahn. Antiamerikanismus in den deutschen Medien.&amp;#039;&amp;#039; Campus, Frankfurt am Main 2014, ISBN 978-3-593-50066-9 (Dissertation FU Berlin 2013)&lt;br /&gt;
* [[Peter Katzenstein|Peter J. Katzenstein]], [[Robert O. Keohane]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Anti-Americanisms in World Politics.&amp;#039;&amp;#039; [[Cornell University]] Press, Ithaca NY u.&amp;amp;nbsp;a. 2006, ISBN 0-8014-4517-5 (&amp;#039;&amp;#039;Cornell Studies in Political Economy&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* Felix Knappertsbusch: &amp;#039;&amp;#039;Antiamerikanismus in Deutschland. Über die Funktion von Amerikabildern in nationalistischer und ethnozentrischer Rhetorik&amp;#039;&amp;#039;. transcript Verlag, Bielefeld 2016, ISBN 978-3-8376-3388-7.&lt;br /&gt;
* Denis Lacorne, [[Tony Judt]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;With Us or Against Us. Studies in Global Anti-Americanism.&amp;#039;&amp;#039; Palgrave Macmillan, NY 2005, ISBN 1-4039-6951-5 (&amp;#039;&amp;#039;CERI Series in International Relations and Political Economy&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [[Andrei S. Markovits]]: &amp;#039;&amp;#039;Amerika, dich haßt sich&amp;#039;s besser. Antiamerikanismus und Antisemitismus in Europa.&amp;#039;&amp;#039; Konkret Literatur, Hamburg 2004, ISBN 978-3-930786-45-9.&lt;br /&gt;
** ders.: &amp;#039;&amp;#039;Antiamerikanismus und Antisemitismus,&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;[[Gewerkschaftliche Monatshefte]]&amp;#039;&amp;#039;, H. 11, 2001. S.&amp;amp;nbsp;625–631 [http://library.fes.de/gmh/main/pdf-files/gmh/2001/2001-11-a-625.pdf Online] (PDF; 0,1&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* Brendon O’Connor: &amp;#039;&amp;#039;Anti-Americanism. History, Causes, Themes.&amp;#039;&amp;#039; 4 Bände. Greenwood, Oxford 2007, ISBN 978-1-84645-004-4&lt;br /&gt;
* [[Walter Reese-Schäfer]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Paradigma der Amerikanisierung und die [[politische Kultur]] der Bundesrepublik,&amp;#039;&amp;#039; in Ulrich Willems, &amp;#039;&amp;#039;Demokratie und Politik in der Bundesrepublik 1949–1999.&amp;#039;&amp;#039; [[Springer VS|Leske + Budrich]], Opladen 2001, ISBN 3-8100-3120-8, S.&amp;amp;nbsp;63–83&lt;br /&gt;
** wieder in: &amp;#039;&amp;#039;Donnerstagshefte. Über Politik, Kultur, Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; H. 4, [[Alte Synagoge (Essen)]] 2001, ISBN 978-3-924384-35-7, S.&amp;amp;nbsp;7–32&lt;br /&gt;
* [[Joachim Scholtyseck]]: &amp;#039;&amp;#039;Antiamerikanismus in der deutschen Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Sabine Sielke]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der 11. September 2001. Fragen, Folgen, Hintergründe.&amp;#039;&amp;#039; Peter Lang, Frankfurt 2002, ISBN 3-631-39727-5, S.&amp;amp;nbsp;147–157&lt;br /&gt;
* Christian Schwaabe: &amp;#039;&amp;#039;[http://digi20.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb00041705_00001.html Antiamerikanismus: Wandlungen eines Feindbildes]&amp;#039;&amp;#039;. Fink, München 2003.&lt;br /&gt;
* [[Gesine Schwan]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Antikommunismus und Antiamerikanismus in Deutschland. Kontinuität und Wandel nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; Nomos, Baden-Baden 1999, ISBN 3-7890-6020-8;&amp;lt;ref&amp;gt;Zur ideengeschichtlichen Herleitung und theoretischen Bestimmung beider Auffassungen. Ihre Typologie vor einem demokratietheoretischen Hintergrund; die Gründe für soziale Gruppen als Träger von Antikommunismus und Antiamerikanismus. Darstellung des politischen Bewusstseins nach 1945. Empirische Erhebungen&amp;lt;/ref&amp;gt; darin: Peter Krause, &amp;#039;&amp;#039;Amerikakritik und Antiamerikanismus in der deutschen Presse.&amp;#039;&amp;#039; (=Teil E); Johannes Heesch, &amp;#039;&amp;#039;Pro-Amerikanismus und Amerikakritik im Denken von [[Helmut Schmidt]]&amp;#039;&amp;#039; (=Teil D)&lt;br /&gt;
* [[Thomas Uwer]], [[Thomas von der Osten-Sacken]], Andrea Woeldike (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Amerika. Der “War on Terror” und der Aufstand der Alten Welt.&amp;#039;&amp;#039; [[ça ira Verlag]], Freiburg 2003, ISBN 3-924627-81-9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Anti-Americanism|Antiamerikanismus}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [[Klaus Schwabe (Historiker)|Klaus Schwabe]]: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1560/schwabe.html Archäologie des Anti-Amerikanismus.]&amp;#039;&amp;#039; Vortrag vom Juni 2003 an der Universität Erfurt&lt;br /&gt;
* [[Jessica Gienow-Hecht]]: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.bpb.de/publikationen/U6UN8K,0,Europ%E4ischer_Antiamerikanismus_im_20_Jahrhundert.html Europäischer Antiamerikanismus im 20. Jahrhundert.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Aus Politik und Zeitgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039; 5–6, 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4122802-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Vereinigte Staaten)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialpsychologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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