<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Anti-Defamation_League</id>
	<title>Anti-Defamation League - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Anti-Defamation_League"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Anti-Defamation_League&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-05T17:08:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Anti-Defamation_League&amp;diff=200098&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sargoth: Schützte „Anti-Defamation League“: wie zuvor ([Bearbeiten=Nur Administratoren] (bis 22. Februar 2026, 11:59 Uhr (UTC)) [Verschieben=Nur Administratoren] (bis 22. Februar 2026, 11:59 Uhr (UTC)))</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Anti-Defamation_League&amp;diff=200098&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-02-08T11:59:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Schützte „&lt;a href=&quot;/index.php/Anti-Defamation_League&quot; title=&quot;Anti-Defamation League&quot;&gt;Anti-Defamation League&lt;/a&gt;“: wie zuvor ([Bearbeiten=Nur Administratoren] (bis 22. Februar 2026, 11:59 Uhr (UTC)) [Verschieben=Nur Administratoren] (bis 22. Februar 2026, 11:59 Uhr (UTC)))&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:ADL logo (2018).svg|mini|Logo]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anti-Defamation League&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ADL&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Anti-Diffamierungs-Liga&amp;#039;&amp;#039;) ist eine amerikanische Organisation mit Sitz in [[New York City]], die gegen [[Diskriminierung]] und [[Diffamierung]] von [[Juden]] eintritt. Sie beschreibt sich als [[Menschenrechtsorganisation]], ist Mitglied des &amp;#039;&amp;#039;[[American Israel Public Affairs Committee]]&amp;#039;&amp;#039; (AIPAC) und wurde 1913 in Chicago von Mitgliedern der Organisation [[B’nai B’rith]] (hebräisch: „Söhne des Bundes“) gegründet. Haupttätigkeit der Organisation ist der Kampf gegen den [[Judenfeindlichkeit|Antisemitismus]]. Direktor der Organisation ist seit 2014 [[Jonathan Greenblatt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründung ==&lt;br /&gt;
Ausschlaggebend für die Gründung war ein Vorfall im Jahr 1913 im US-Bundesstaat [[Georgia]], bei dem der jüdische Fabrikdirektor [[Leo Frank (Manager)|Leo Frank]] gelyncht wurde, weil er Mary Phagan, ein 13 Jahre altes Mädchen, vergewaltigt und ermordet haben soll. Er wurde über 60 Jahre später posthum begnadigt, jedoch nur weil die Behörden ihm damals in der Haft keinen ausreichenden Schutz gewährleistet hatten, ohne auf die Schuldfrage einzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Neben dem Antisemitismus beansprucht die ADL, alle Formen von Vorurteilen, [[Bigotterie]] und [[Diskriminierung]] zu bekämpfen. „ADL erkennt, dass ihr anfänglich oberstes Ziel, Antisemitismus zu bekämpfen, nur erfolgreich sein kann, wenn sie sich für den Schutz aller Menschen einsetzt. Menschenrechte sind nicht teilbar.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== A World of Difference ==&lt;br /&gt;
Das ADL-Büro in Boston entwickelt 1985 aufgrund von ethnischen Spannungen das &amp;#039;&amp;#039;A World of Difference&amp;#039;&amp;#039;-Programm. Zentraler Ansatz ist die Zusammenarbeit des Bildungssystems mit Gemeindevertretern und den Medien. Aus diesem Prozess heraus wurde 1992 das &amp;#039;&amp;#039;A World of Difference Institute&amp;#039;&amp;#039; gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.ewdv-berlin.de/seiten/ewdv/gesch.html |text=Die Geschichte von „Eine Welt der Vielfalt Berlin e.&amp;amp;nbsp;V.“ |wayback=20070929081041}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.adl.org/who-we-are/our-organization/signature-programs/a-world-of-difference-institute |titel=A World of Difference® Institute |sprache=en |abruf=2022-04-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1993 wurde das &amp;#039;&amp;#039;A World of Difference&amp;#039;&amp;#039;-Programm in Bremen, Rostock und Hamburg eingeführt, mit dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Eine Welt der Vielfalt.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Europa-Büro in Wien ==&lt;br /&gt;
Seit 1998 ist die Organisation in Europa mit einem Büro in Wien, das von der [[Ronald S. Lauder Foundation]] finanziert wird, vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Österreich ===&lt;br /&gt;
In Österreich wurde 2001 ein Vertrag zwischen der Organisation und dem [[Bundesministerium für Inneres]] unterzeichnet. Das Ziel dieser Kooperation war, Maßnahmen in der Fortbildung zu Gunsten einer vorurteilsfreien Haltung der österreichischen Sicherheitsexekutive zu setzen. 2004 wurde ein zweiter Vertrag unterzeichnet, der den bisherigen bis Ende 2006 verlängerte und die Kooperation ausgeweitet hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bmi.gv.at/cms/BMI_SIAK/5/4/2/start.aspx Die Kooperation der Anti-Defamation League, Austria mit dem österreichischen Bundesministerium für Inneres]&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 2008 bis 2017 bestand auch eine Zusammenarbeit mit dem [[Österreichischer Gedenkdienst|Österreichischen Gedenkdienst]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.auslandsdienst.at/dienststellen/#anti-defamation-league |titel=Dienststelle - Anti-Defamation League |werk=Österreichischer Auslandsdienst |hrsg=Verein Österreichischer Auslandsdienst |abruf=2020-06-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
Auch in Deutschland wollen das [[Bundesministerium des Innern|Bundesinnenministerium]] und die Organisation weiterhin „in fester Verbundenheit“ zusammenarbeiten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |date=2018-03 |url=http://www.bmi.bund.de/Internet/Content/Common/Anlagen/Broschueren/2007/Innenpolitik__4__2006__1__2007__EU__Spezial,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/Innenpolitik_4_2006_1_2007_EU_Spezial.pdf |text=Informationen des (deutschen) Bundesministeriums des Innern/Dezember 2006/Januar 2007, S. 14}} Zusammenarbeit mit der Anti-Defamation League&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 2008 ließ die Organisation verlauten, sie sehe in einem möglichen Allianz-Stadion in New York aufgrund der einstigen Verbindung des [[Allianz SE|Allianz-Konzerns]] zum Nationalsozialismus „eine Verunglimpfung der Erinnerung an die [[Holocaust]]-Opfer“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;welt-2438425&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Martin Dowideit |url=http://www.welt.de/welt_print/article2438425/Allianz-wird-in-USA-mit-Nazi-Vergangenheit-konfrontiert.html |titel=Allianz wird in USA mit Nazi-Vergangenheit konfrontiert |werk=[[Die Welt#Online-Ausgabe|welt.de]] |datum=2008-09-13 |abruf=2018-10-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Preisverleihungen ==&lt;br /&gt;
Die Liga vergibt mehrere Preise, vor allem an Politiker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Distinguished Statesman Award ===&lt;br /&gt;
Die Organisation verleiht einen &amp;#039;&amp;#039;Distinguished Statesman Award&amp;#039;&amp;#039; für besondere Politikverdienste. Preisträger sind unter anderem [[Ariel Scharon]] (2002), [[Silvio Berlusconi]] (2003) und [[Aleksander Kwaśniewski]] (2005).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Preisverleihung an Berlusconi sorgte für Proteste, weil dieser kurz zuvor die [[Italienischer Faschismus|italienischen Faschisten]] unter [[Benito Mussolini|Mussolini]] verharmlost hatte. Der Vorsitzende der ADL, [[Abraham Foxman]], bezeichnete ihn trotzdem als „Freund“, wenn auch als „Freund mit Fehlern“ („flawed friend“). Foxman begründete die Entscheidung damit, dass die Haltung von Berlusconi gegenüber dem Staat Israel sowie seine Unterstützung für die USA im [[Irakkrieg|Krieg gegen den Irak]] und den [[Krieg gegen den Terror|Terrorismus]] wichtig sei und die Haltung von Berlusconi gegenüber der faschistischen Vergangenheit Italiens laut Foxman ein „Ausrutscher“ war.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.democraticunderground.com/discuss/duboard.php?az=view_all&amp;amp;address=124x14524 Berlusconi To Receive Award From Jewish Group].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Associated Press.&amp;#039;&amp;#039; 18. September 2003&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Joseph Award for Human Rights ===&lt;br /&gt;
Die ADL vergibt außerdem den &amp;#039;&amp;#039;Joseph Award for Human Rights&amp;#039;&amp;#039; an Staatsführer für ihren Einsatz für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte.&lt;br /&gt;
Preisträger waren unter anderen die israelische Ministerpräsidentin [[Golda Meir]], der jordanische König [[Hussein I. (Jordanien)|Hussein]], der israelische Ministerpräsident [[Menachem Begin]], der südafrikanische Präsident [[Frederik Willem de Klerk]], der US-Präsident [[George H. W. Bush]] (2002)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.adl.org/news/press-releases/adl-presents-german-chancellor-angela-merkel-with-joseph-prize-for-human-rights |titel=ADL Presents German Chancellor Angela Merkel with Joseph Prize for Human Rights |abruf=2019-07-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und die deutsche Bundeskanzlerin [[Angela Merkel]] (2014).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Paul Ehrlich-Günter K. Schwerin-Menschenrechtspreis ===&lt;br /&gt;
Die Liga vergab in unregelmäßiger Folge außerdem den &amp;#039;&amp;#039;[[Paul Ehrlich]]-Günther K. Schwerin-Menschenrechtspreis&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
Preisträger waren unter anderen Ex-Bundestagspräsidentin [[Rita Süssmuth]] (1999), Verteidigungsminister [[Rudolf Scharping]] (2000), MdB [[Gert Weisskirchen]] (2005), Ex-Innenminister [[Otto Schily]] (2006) und [[Matthias Küntzel]] (2011).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:AbrahamFoxmanJan2011.jpg|mini|hochkant|Abraham Foxman, ehemaliger Vorsitzender der Anti-Defamation League]]&lt;br /&gt;
Robert Friedman schrieb 1993, dass die ADL tatsächliche und vermeintliche [[Kommunismus|Kommunisten]], Anti-[[Apartheid]]-Aktivisten, die [[National Association for the Advancement of Colored People|NAACP]], die [[American Civil Liberties Union|ACLU]], [[Sandinismus|sandinistische]] Solidaritätsgruppen, [[Palästinenser|palästinensische]] und [[Araber|arabische]] Organisationen und Unterstützer der israelischen Gruppe [[Schalom Achschaw]] in den USA bespitzelt und die gewonnenen Daten u.&amp;amp;nbsp;a. an das [[südafrika]]nische Apartheid-Regime und den israelischen Geheimdienst weitergegeben habe.&amp;lt;ref&amp;gt;Robert I. Friedman: &amp;#039;&amp;#039;The Anti-Defamation League Is Spying On You.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Village Voice]].&amp;#039;&amp;#039; XXXVIII, 19, 11. Mai 1993&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zweiten Jahreshälfte 2007 kritisierten einige [[Juden in den Vereinigten Staaten]] die Haltung der ADL und ihres Vorsitzenden zum [[Völkermord an den Armeniern]]. Die ADL hatte sich gegen eine Resolution des US-Kongresses ausgesprochen, in der das historische Ereignis als Völkermord bezeichnet werden sollte. Einige jüdische Gemeinden in den USA beschlossen deswegen, ihre Verbindungen zur ADL aufzulösen.&amp;lt;ref&amp;gt;Neela Banerjee: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.nytimes.com/2007/10/19/us/19genocide.html Armenian Issue Presents a Dilemma for U.S. Jews].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[New York Times]].&amp;#039;&amp;#039; 19. Oktober 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Mai 2016 gab Jonathan Greenblatt, Direktor der ADL, jedoch an, dass die Organisation eine Anerkennung des Völkermords an den Armeniern durch die USA unterstützen werde. Die Ereignisse von 1915 bezeichnete Greenblatt „glasklar“ als Völkermord.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.timesofisrael.com/adl-to-recognize-massacre-of-armenians-as-genocide/ ADL to recognize massacre of Armenians as ‘genocide’]. [[The Times of Israel]], 16. Mai 2016. Abgerufen am 8. Juni 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
James Traub bezeichnete 2007 die Organisation in Bezug auf die Ausrichtung als Foxmans „Ein-Mann-[[Sanhedrin]], der Tadel oder Absolution erteilt“ und deren Weltbild immer stärker schwarzweiß („gut für die Juden“ und „schlecht für die Juden“) wurde, so dass die Organisation politisch nach rechts gerückt sei.&amp;lt;ref&amp;gt;James Traub: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.nytimes.com/2007/01/14/magazine/14foxman.t.html Does Abe Foxman Have an Anti-Anti-Semite Problem?]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[The New York Times]].&amp;#039;&amp;#039; 14. Januar 2007&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Norman Finkelstein]] schrieb der Organisation in seinen früheren Werken eine positive Rolle zu,&amp;lt;ref&amp;gt;Norman H. Finkelstein: &amp;#039;&amp;#039;Heeding the Call. Jewish Voices in America&amp;#039;s Civil Rights Struggle.&amp;#039;&amp;#039; Jewish Publication Society, Philadelphia PA 1997, {{falsche ISBN|0-8276-0590-9}}, passim; Norman H. Finkelstein: &amp;#039;&amp;#039;American Jewish History.&amp;#039;&amp;#039; Jewish Publication Society, Philadelphia PA 2007, ISBN 978-0-8276-0810-8, S. 111; Norman H. Finkelstein: &amp;#039;&amp;#039;Forged in Freedom. Shaping the Jewish-American Experience.&amp;#039;&amp;#039; Jewish Publication Society, Philadelphia PA 2002, ISBN 0-8276-0748-2, S. 70ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; doch in späteren Büchern warf er der ADL vor, sich an der [[Antikommunismus|antikommunistischen]] Hetze unter [[Joseph McCarthy|McCarthy]] beteiligt zu haben,&amp;lt;ref&amp;gt;Norman H. Finkelstein: &amp;#039;&amp;#039;The Holocaust Industry. Reflections on the Exploitation of Jewish Suffering.&amp;#039;&amp;#039; 2nd edition. Verso, London u. a. 2003, ISBN 1-85984-488-X, S. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; in den 1960er Jahren eine Verleumdungskampagne gegen [[Hannah Arendt]] und in den 1970er Jahren gegen [[Noam Chomsky]] geführt zu haben&amp;lt;ref&amp;gt;Norman H. Finkelstein: &amp;#039;&amp;#039;The Holocaust Industry. Reflections on the Exploitation of Jewish Suffering.&amp;#039;&amp;#039; 2nd edition. Verso, London u. a. 2003, ISBN 1-85984-488-X, S. 21.&amp;lt;/ref&amp;gt; und in erster Linie nicht Antisemitismus zu bekämpfen, sondern Israel gegen jegliche Kritik zu verteidigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Norman H. Finkelstein: &amp;#039;&amp;#039;The Holocaust Industry: Reflections on the Exploitation of Jewish Suffering.&amp;#039;&amp;#039; 2nd edition. Verso, London u. a. 2003, ISBN 1-85984-488-X, passim.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die US-amerikanischen Politologen [[John J. Mearsheimer]] und [[Stephen M. Walt]] warfen der Organisation vor, dass sie jede Kritik an der israelischen Regierung als antisemitisch verunglimpfe.&amp;lt;ref&amp;gt;John J. Mearsheimer &amp;amp; Stephen M. Walt: &amp;#039;&amp;#039;The Israel Lobby and U.S. Foreign Policy.&amp;#039;&amp;#039; Farrar, Straus and Giroux, New York 2007, ISBN 978-0-374-17772-0, S. 232.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die ADL ihren Einfluss geltend machte und ein Vortrag des britischen Historikers [[Tony Judt]] in New York kurzfristig abgesagt wurde, unterzeichneten mehr als einhundert Personen einen offenen Brief im &amp;#039;&amp;#039;[[New York Review of Books]]&amp;#039;&amp;#039;, in dem sie der ADL vorwerfen, „ein Klima der Einschüchterung“ zu verbreiten, das „nicht vereinbar mit den Grundprinzipien von Diskussionen in einer Demokratie“ sei.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Mark Lilla]] &amp;amp; Richard Sennett: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.nybooks.com/articles/19550 The Case of Tony Judt: An Open Letter to the ADL].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[New York Review of Books]].&amp;#039;&amp;#039; 53, 18, 16. November 2006&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 2013 veröffentlichte die ADL eine Liste der „zehn antisemitischsten Organisationen der USA“. Auf dieser Liste war auch die Organisation [[Jewish Voice for Peace]]. Daraufhin gab es von verschiedenen Seiten Proteste; die Liste wurde aber nicht verändert.&amp;lt;ref&amp;gt;Telepolis: [https://www.heise.de/tp/news/Juedische-Friedensgruppe-im-Visier-der-Israel-Lobby-in-den-USA-2048968.html Jüdische Friedensgruppe im Visier der Israel-Lobby in den USA], abgerufen am 18. Dezember 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ADL war früher kritisch gegenüber [[Donald Trump]] gewesen, doch in den letzten Jahren und insbesondere seit dem Anschlag der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 hat die ADL behauptet, dass antisemitische Aktivitäten vor allem von der politischen Linken ausgehen; und als die Trump-Regierung im März 2025 der [[Columbia University]] Fördermittel und Aufträge in Höhe von 400 Millionen Dollar entzog, twitterte ADL-Chef Greenblatt: »Wir bei der ADL schätzen die Bemühungen der Trump-Regierung, dem Antisemitismus an den Universitäten entgegenzuwirken.« Als die Einwanderungsbehörde ICE begann, pro-palästinensische Aktivisten (darunter [[Mahmoud Khalil]]) zu verhaften, lobte die ADL die Regierung für ihre „umfassenden, mutigen Bemühungen“. 2017 hatte sich die ADL noch gegen Trumps berüchtigtes »Moslem-Verbot« (Einreiseverbot für Menschen aus muslimischen Ländern) gewandt; als Trump 2025 ähnliche Pläne ankündigte, schwieg die ADL dazu und lobte Trump weiterhin für seinen »Kampf gegen den Antisemitismus«. Die Entscheidung der ADL, andere Minderheitengruppen nicht mehr zu unterstützen, war bewusst und eindeutig; entsprechende Programme wurden eingestellt. Einige Mitarbeiter und Unterstützer der ADL betrachten diesen Schwenk als Verrat an den Grundwerten der Organisation.&amp;lt;ref&amp;gt;Noah Shachtman: Inside the Crisis at the Anti-Defamation League. In: [[New York (Zeitschrift)|New York]], 1. August 2025; Lulu Garcia-Navarro: The Head of the A.D.L. on Antisemitism, Anti-Zionism and Free Speech. In: [[The New York Times]], 9. August 2025; After Scathing Exposé, ADL CEO Talks Antisemitism and anti-Zionism With the New York Times. In: [[Haaretz]], 11. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die englischsprachige Wikipedia stufte die ADL 2024, wie weithin in der Presse berichtet wurde, als eine &amp;quot;allgemein unzuverlässige&amp;quot; (generally unreliable) Quelle in Bezug auf den Nahostkonflikt ein, weil diese Propaganda Vorschub leiste und die Trennlinien zwischen Antizionismus und Antisemitismus in unzulässiger Weise verwische (&amp;#039;&amp;#039;blurring the lines&amp;#039;&amp;#039;) und Informationen sinnentstellt wiedergebe (misrepresenting information).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://edition.cnn.com/2024/06/19/media/wikipedia-adl &amp;quot;Wikipedia now labels the top Jewish civil rights group as an unreliable source &amp;quot; bei: CNN vom 20. April 2024]; [https://edition.cnn.com/2024/06/19/media/wikipedia-adl &amp;quot;The ADL says Wikipedia contains antisemitic bias, amid dispute over how the Israel-Hamas conflict is represented on the site&amp;quot; bei CNN vom 20. März 2025].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls 2024 berichtete der Guardian, dass eine Reihe von Mitarbeitern der ADL wie auch ihres Beirates (advisory board) die Führung der Organisation durch Greenblatt als &amp;quot;unehrlich&amp;quot; und als ungebührliches &amp;quot;anwaltschaftliches Eintreten zugunsten von Israel&amp;quot; (pro-Israel advocacy) ablehnen würden, das mit den Gründungsideen der Organisation nichts mehr gemein habe.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.theguardian.com/news/2024/jan/05/adl-pro-israel-advocacy-zionism-antisemitism &amp;quot;Anti-Defamation League staff decry ‘dishonest’ campaign against Israel critics&amp;quot;, in: Guardian vom 9. Januar 2024]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Januar 2025 zeigte der Milliardär [[Elon Musk]] während [[Donald Trump|Trumps]] zweiter Amtseinführung eine Geste (rechte Hand auf die Brust und dann den rechten Arm mit flacher Hand ausgestreckt), die teils als [[Hitlergruß]] interpretiert wurde. Die ADL nahm Musk in Schutz, Musks Geste sei kein Hitlergruß, sondern eine „unbeholfene Geste in einem enthusiastischen Moment“ gewesen. Die demokratische Abgeordnete des Repräsentantenhauses [[Alexandria Ocasio-Cortez]] entgegnete, dass „die Leute [...] aufhören können, sich an Sie als glaubwürdige Informationsquelle zu wenden“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Eric Voigt, Konstantin Zimmermann, AFP |Titel=USA: Elon Musk weist Kritik an Hitlergruß-ähnlicher Geste zurück |Sammelwerk=Die Zeit |Ort=Hamburg |Datum=2025-01-21 |ISSN=0044-2070 |Online=https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-01/elon-musk-kritik-hitlergruss-geste |Abruf=2025-01-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die [[Hungersnot]] in Gaza im August 2025 zunehmend international anerkannt wurde und nach Angaben von Hilfsorganisationen mehr als eine halbe Million Menschen vom Hungertod bedroht waren, schrieb die ADL: »Die internationale Gemeinschaft darf nicht auf die Propaganda der Hamas hereinfallen [...] Es gibt keine Hungersnot und keinen Hunger.«&amp;lt;ref&amp;gt;Noah Shachtman: Inside the Crisis at the Anti-Defamation League. In: [[New York (Zeitschrift)|New York]], 1. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.adl.org/ Website der ADL]&lt;br /&gt;
* [http://www.aipac.org/ Website der AIPAC]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=38.904011 |EW=-77.040586 |type=landmark |region=US-DC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=1233048171|LCCN=no2008080186|VIAF=262745393}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:AntiDefamation League}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antisemitismusforschung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verbandsgründung 1913]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Chicago)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lobbyorganisation (Vereinigte Staaten)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jüdische Organisation (New York City)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Holocaustgedenken]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sargoth</name></author>
	</entry>
</feed>