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	<title>Anthony van Hoboken - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anthony van Hoboken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. März]] [[1887]] in [[Rotterdam]]; † [[1. November]] [[1983]] in [[Zürich]]) war ein [[Niederlande|niederländischer]] [[Musikwissenschaft]]ler und bedeutender Musiksammler. Seine herausragende Leistung ist die Erarbeitung des ersten umfassenden Verzeichnisses aller Kompositionen [[Joseph Haydn]]s, des &amp;#039;&amp;#039;[[Hoboken-Verzeichnis]]ses&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
[[Datei:Anthony van Hoboken (1887–1983) 1927 © Georg Fayer (1892–1950).jpg|mini|Aufnahme von [[Georg Fayer]] (1927)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
Anthony van Hoboken entstammte einer traditionsreichen, alteingesessenen und wohlhabenden Rotterdamer Kaufmanns-, Bankiers- und Reederfamilie. Sein ererbter Reichtum machte ihn zeitlebens finanziell unabhängig und ermöglichte ihm, ganz seinen Neigungen zu leben. Nach Abschluss der Schule studierte er von 1906 bis 1909 an der [[Technische Universität Delft|Technischen Hochschule in Delft]]. Sein eigentliches Interesse galt jedoch der Musik. Neben dem Ingenieurstudium erhielt er Unterricht in Klavierspiel und Komposition bei [[Anton B. H. Verhey]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 wechselte er an [[Dr. Hoch’s Konservatorium]] in [[Frankfurt am Main]], wo er Harmonielehre bei [[Bernhard Sekles]] und Komposition bei [[Iwan Knorr]] studierte. Ab 1917 lebte er in [[München]], wo er sich in der [[Neuhausen-Nymphenburg|Nymphenburger]] Walhallastraße 1 eine Villa erbauen ließ, die er 1919 bezog. Er bewegte sich in Kreisen der [[Schwabing]]er [[Bohème]], war mit [[Marietta di Monaco]] liiert&amp;lt;ref&amp;gt;[[Carl Zuckmayer]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Als wär’s ein Stück von mir]]. Horen der Freundschaft.&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer, Frankfurt 1971, S. 390.&amp;lt;/ref&amp;gt; und scharte Künstler wie die Maler [[Georg Schrimpf]], [[Heinrich Maria Davringhausen]], [[Rudolf Levy]] und den Schriftsteller [[Oskar Maria Graf]] um sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In München lernte er den Komponisten [[Otto Vrieslander]] kennen und begann, von diesem beraten, ab 1919 eine bedeutende Sammlung musikalischer Erst- und Frühdrucke und musiktheoretischer Literatur von Bach bis Brahms aufzubauen, basierend auf der Überzeugung, dass Interpretationsfragen nicht nur anhand der Manuskripte, sondern auch der Erstdrucke zu prüfen seien, nach welchen ein Musikstück zu seiner Zeit aufgeführt wurde. Van Hobokens Sammlung war schließlich mit etwa 8000 Titeln die weltweit größte Privatsammlung ihrer Art. Als Bibliothekar der Sammlung beschäftigte van Hoboken von 1926 bis 1935 [[Otto Erich Deutsch]], später Autor des [[Deutsch-Verzeichnis]]ses der Werke [[Franz Schubert]]s. Die Sammlung Hoboken wurde 1974 von der Republik Österreich für die Musiksammlung der [[Österreichische Nationalbibliothek|Österreichischen Nationalbibliothek]] angekauft&amp;lt;ref&amp;gt;Der im Jänner 1974 von der Stadt Wien geplante Ankauf wurde wohl wegen des Kaufpreises von [[Österreichischer Schilling|öS]] 46.769.400 (entspricht {{CURRENTYEAR}} etwa {{Inflation|AT|46.77|1974|r=1}} Millionen €) vom Gemeinderatsausschuß im Oktober abgelehnt; siehe: &amp;#039;&amp;#039;Gemeinderatsausschuß II (Finanzen und Wirtschaft) Sitzung vom 21. Oktober 1974.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Amtsblatt der Stadt Wien vom 14. November 1974.&amp;#039;&amp;#039; [https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/periodical/pageview/2103735?query=Hoboken S. 3.]&amp;lt;/ref&amp;gt; und 2016 von der österreichischen [[UNESCO]]-Kommission in die Liste des nationalen Dokumentenerbes &amp;#039;&amp;#039;Memory of Austria&amp;#039;&amp;#039; aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.onb.ac.at/ueber-uns/unesco-weltdokumentenerbe |titel=UNESCO Weltdokumentenerbe |titelerg=Memory of Austria |hrsg=Österreichische Nationalbibliothek, Musiksammlung |abruf=2021-01-28 |abruf-verborgen=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Einen Schwerpunkt der Sammlung bilden mit ca. 1000 Erst- und Frühausgaben die Werke Joseph Haydns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 7. Dezember 1922 heiratete van Hoboken die Schauspielerin [[Annemarie Seidel]], mit der er sich auf eine Weltreise begab. 1925 ließ er sich in [[Wien]]&amp;lt;ref&amp;gt;Die eheliche Wohnung befand sich in einem Seitentrakt des [[Palais Erzherzog Rainer]]; vgl. {{ANNO|nwj|22|01|1928|4|Gespräch mit Annemarie Seidel.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wiener Adreßbuch 1932 [[Adolph Lehmann|Lehmanns]] Wohnungsanzeiger&amp;#039;&amp;#039; [https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/periodical/pageview/2476705 I. Teil. Einwohner Wiens, S.&amp;amp;nbsp;601.]&amp;lt;br /&amp;gt;3. Spalte, oben: &amp;#039;&amp;#039;– Hoboken, Anton, Priv., IV. Wiedner Hauptstraße 63. T. U-40-3-19.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Ab 1934/35 wohnte er in [[Grinzing]]: &amp;#039;&amp;#039;Wiener Adreßbuch 1935 Lehmanns Wohnungsanzeiger&amp;#039;&amp;#039; [https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/periodical/pageview/2499772 I. Teil Namensverzeichnis S.&amp;amp;nbsp;475.] (1. Spalte, oben: &amp;#039;&amp;#039;– Hoboken, Anton, Priv., XIX. Ecke Grinzingersteig u. Schreiberweg.&amp;#039;&amp;#039;;); mit der später hinzugekommen genauen Anschrift [https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/periodical/pageview/2506861 Schreiberweg 47]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; nieder, wo er Schüler des Musiktheoretikers [[Heinrich Schenker]] wurde, den er auf Empfehlung Vrieslanders kennengelernt hatte. In Gesprächen mit Schenker erklärte van Hoboken sich bereit, eine Sammlung fotografischer Reproduktionen von Autographen großer Komponisten zu finanzieren. So kam es im Herbst 1927 zur Gründung des „Archivs für Photogramme musikalischer Meister-Handschriften“ (abgekürzt „Photogrammarchiv“ oder „Meisterarchiv“). Er verwirklichte damit einen Plan, den Schenker schon vor dem Ersten Weltkrieg verfolgt hatte: Das Archiv sollte als Grundlage für die musikwissenschaftliche Forschung dienen mit dem Ziel, die vielfach bearbeiteten Werkausgaben des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts durch originalgetreue Editionen auf der Basis der Handschriften zu ersetzen;&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|wrz|20|11|1927|9|Widmung für das Photogrammarchiv|NAME=[[Wiener Zeitung]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|nwj|17|11|1927|5|Das erste Photogrammarchiv musikalischer Meisterhandschriften. Großzügige Stiftung eines Holländers für die Musiksammlung der Wiener Nationalbibliothek|ALTSEITE=5–6|NAME=[[Neues Wiener Journal]]|AUTOR=R. Sm.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; zur Vervollständigung der Sammlung arbeitete man auch mit anderen Bibliotheken zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;Beispielsweise mit der [[Wienbibliothek im Rathaus|Wiener Stadtbibliothek]]; Karl Gladt: &amp;#039;&amp;#039;Die Wiener Stadtbibliothek 1925 bis 1938.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Amtblatt der Stadt Wien&amp;#039;&amp;#039;, 8. April 1953, [https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/periodical/pageview/1696666?query=Hoboken S.&amp;amp;nbsp;1–2.]&amp;lt;br /&amp;gt;Hoboken übergab der Musiksammlung dieser Bibliothek 1933 eine Sammlung mit 842 Werken Alt-Wiener Tanzmusik: &amp;#039;&amp;#039;Amtblatt der Stadt Wien&amp;#039;&amp;#039; vom 11. April 1953, [https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/periodical/pageview/1696678?query=Hoboken S.&amp;amp;nbsp;1–2.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem im November 1927 veröffentlichten „Aufruf“ zur Gründung des Archivs heißt es:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.schenkerdocumentsonline.org/documents/other/OJ-9-10_2.html Vollständiger Text des Aufrufs.] Schenker Documents Online&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Die Werke der Meister der Tonkunst sind uns heute in der Hauptsache nur bekannt nach den Ausgaben, die von ihnen im Umlauf sind. Diese Ausgaben sind aber meistens von anderen bearbeitet und entsprechen in mehrfacher Hinsicht nicht mehr getreu dem Original. […] Da aber die Handschrift für das richtige Studium der Meisterwerke die beste, ja die einzige Quelle darstellt, ist es notwendig, mittels photographischer Wiedergabe des Originals die möglichst weite Verbreitung desselben zu fördern! […] Zu diesem Zwecke habe ich mich entschlossen, ein Archiv anzulegen, in welchem die photographischen Aufnahmen der wichtigsten Handschriften unserer musikalischen Großmeister aufbewahrt werden sollen, wo sie besichtigt werden können und wo auf Wunsch Abzüge derselben angefertigt werden, um sie Interessenten zur Verfügung zu stellen. […] Es geht hier um nichts weniger als um die Erhaltung unserer Tonkunst, da nur die Kenntnis der Handschrift die Fehler zu berichtigen vermag, die sich in die Ausgaben eingeschlichen haben.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Van Hoboken finanzierte das Archiv ausschließlich aus eigenen Mitteln.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|raw|30|01|1928|51|Das Archiv für Photogramme musikalischer Meisterhandschriften (Widmung A. van Hoboken)|AUTOR=[[Robert Haas (Musikwissenschaftler)|Robert Haas]]|ALTSEITE=659}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|nwg|6|08|1930|2|Feuilleton. Das Photogrammarchiv der Wiener Nationalbibliothek|AUTOR=E. R. F.|NAME=Neues Wiener Tagblatt. Demokratisches Organ|ALTSEITE=2–3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf rastlosen Reisen durch ganz Europa suchte er Musikhandschriften ausfindig zu machen und von den Besitzern die Erlaubnis zur Reproduktion zu erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Ausgewählte Beispiele von {{ANNO|raw|30|01|1928|42|Das Photogrammarchiv musikalischer Meisterhandschriften in der Musiksammlung der Wiener Nationalbibliothek|AUTOR=[[Otto Erich Deutsch]]|ALTSEITE=18/VIII}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 1931 umfasste das Archiv über 30.000 Seiten&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|jbl|21|00|1931|496|Fußnote 4|NAME=Juristische Blätter |ZUSATZ=vom 14. November|ALTSEITE=472|anno-plus=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, Anfang 1936 hatte sich die Zahl auf über 40.000 erhöht&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|sch|11|02|1936|8|Theater, Kunst, Kultur. Erweiterung des Archivs für Photogramme musikalischer Meisterhandschriften|NAME= Salzburger Chronik mit der illustrierten Beilage „Österreichische Woche“}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|tag|11|02|1936|6|Erweiterung des Archivs für Photogramme musikalischer Meisterhandschriften|NAME=Der Wiener Tag}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|tag|15|02|1936|5|Das neue Musikarchiv der Albertina|NAME=Der Wiener Tag}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Mitte 1936 waren es schon 48.000.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|obc|13|06|1936|4|Neuerscheinungen|NAME=Anzeiger für den Buch-, Kunst- und Musikalienhandel. 77. Jg., Nr. 14|ALTSEITE=76}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Qualität der „von seinem eigenen Atelier besorgten Photostataufnahmen“&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|nfp|14|07|1930|3|Feuilleton. Zehn Jahre Nationalbibliothek|AUTOR=Wilhelm Weckbecker|NAME=Neue Freie Presse. Abendblatt|ALTSEITE=1–3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (Fotokopien) war für die damaligen Verhältnisse hervorragend.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|zmw|02|01|1932|91|Fußnote 1|NAME=Zeitschrift für Musikwissenschaft. Herausgegeben von der Deutschen Musikgesellschaft |ZUSATZ=15. Jg.|ALTSEITE=75|anno-plus=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hobokens Berufung auf die „Erhaltung unserer Tonkunst“ fand während des Zweiten Weltkriegs ungeahnte Bestätigung, da zahlreiche Manuskripte, deren Originale im Krieg untergingen, nur durch die Kopie im Archiv erhalten geblieben sind. Organisatorisch war das Archiv der Musiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek angegliedert, der van Hoboken es 1957 schenkte. Der heutige Bestand liegt bei ca. 60.000 Seiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon 1927 plante van Hoboken, ein chronologisches Verzeichnis der Werke Joseph Haydns zu erstellen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.schenkerdocumentsonline.org/documents/correspondence/OJ-11-54_14.html Brief van Hobokens an Schenker vom 7. August 1927] bei Schenker Documents Online&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach jahrzehntelanger Forschungsarbeit und mit der ab 1948 von Willy Strecker, dem Leiter des [[Schott Music|Schott-Verlags]], zugesicherten technischen Unterstützung durch den Verlag erschien 1957 bei Schott in Mainz der erste von drei Bänden seines &amp;#039;&amp;#039;Thematisch-bibliographischen Werkverzeichnisses&amp;#039;&amp;#039; der Werke Joseph Haydns, das seinen dauernden Ruhm begründete. Dieses &amp;#039;&amp;#039;[[Hoboken-Verzeichnis]]&amp;#039;&amp;#039; stellte die größtenteils höchst unübersichtliche und unsichere Überlieferung und Zuschreibung der Werke Haydns erstmals auf eine gesicherte musikwissenschaftliche Grundlage. Ähnlich wie mit dem &amp;#039;&amp;#039;[[Köchelverzeichnis]]&amp;#039;&amp;#039; für [[Wolfgang Amadeus Mozart|Mozart]] und dem &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsch-Verzeichnis]]&amp;#039;&amp;#039; für [[Franz Schubert|Schubert]] war damit ein maßgebliches Werkverzeichnis geschaffen, nach dem bis heute die Werke Haydns zitiert werden. Da eine genaue zeitliche Zuordnung der Werke in vielen Fällen nicht möglich war,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Anthony van Hoboken |Titel=Vorwort |Sammelwerk=Joseph Haydn. Thematisch-bibliographisches Werkverzeichnis |Band=1 |Verlag=Schott’s Söhne |Ort=Mainz |Datum=1957 |Seiten=XI-XII |Online={{archive.org |JosephHaydnThematisch-bibliographischesWerkverzeichnis/Hoboken1-3 |Blatt=}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ist das Verzeichnis, anders als ursprünglich geplant, nicht chronologisch, sondern nach Gattungen geordnet. Eine Hoboken-Nummer besteht daher aus einer römischen Zahl für die Werkgruppe (I-XXXII, z.&amp;amp;nbsp;B. I für die Symphonien, III für die Streichquartette, XXII für die Messen), gefolgt von einer arabischen Werknummer. Band&amp;amp;nbsp;2 des Verzeichnisses erschien 1971, der abschließende dritte Band 1978.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Van Hobokens Ehe mit Annemarie Seidel wurde 1932 kinderlos geschieden. In zweiter Ehe war er seit dem 30. März 1933 mit [[Eva van Hoboken|Eva Hommel]] (Künstlername: Eva Boy) verheiratet. Ihr Sohn Anthony jr. kam 1937 zur Welt. Nach dem „[[Anschluss Österreichs]]“ an das [[NS-Staat|nationalsozialistische Deutschland]] übersiedelte van Hoboken 1938 in die Schweiz, wo die Familie erst im Hause des Dirigenten [[Wilhelm Furtwängler]] in [[St. Moritz]] wohnte, dann von 1940 bis 1950 in [[Lausanne]] und von 1951 an in [[Ascona]]. 1977 übersiedelte er nach Zürich, wo er bis zu seinem Tod wohnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Van Hoboken ruht in einem Ehrengrab der Stadt Zürich auf dem [[Friedhof Witikon]] (Zürich).&lt;br /&gt;
[[Datei:Anthony van Hoboken (1887–1983) .jpg|mini|Grab von Eva und Anthony van Hoboken auf dem [[Friedhof Witikon]], Zürich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen und Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1923: Ehrenmitglied des Münchner Bachvereins.&lt;br /&gt;
* 1932: Verleihung des [[Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich (1922)|Großen Silbernen Ehrenzeichens der Republik Österreich]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|nwj|14|04|1932|10|Tagesneuigkeiten}}&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Auszeichnung: Der Bundespräsident hat Herrn Anthony van Hoboken als Begründer des Meisterarchivs an der Musiksammlung der Nationalbibliothek das große silberne Ehrenzeichen verliehen.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1935: Wahl zum Direktionsmitglied der [[Gesellschaft der Musikfreunde in Wien]] bei deren Jahresversammlung am 19. Dezember.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|svb|21|12|1935|6|Theater, Kunst und Musik|ALTSEITE=6–7}}&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien hielt am Donnerstag ihre Jahresversammlung ab. In derselben wurde der österreichische Gesandte in London [[Georg Albert von und zu Franckenstein|Georg Franckenstein]] zum Ehrenmitglied der Gesellschaft ernannt. Der neugewählte Ausschuß hat folgende Zusammensetzung: Präsident: Alexander [[Thurn und Taxis|Thurn-Taxis]]; Vizepräsidenten: Dr. Ernst Kraus und Doktor Eugen Beck-Managetta. Direktionsmitglieder: Generalintendant a. D. [[Franz Schneiderhan]], Anthony van Hoboken, [[Otto Mayr (Rechtsanwalt)|Dr. Otto Mayr]] und Dr. Emanuel Proskovec.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihr gehörte er ab 1954 als Ehrenmitglied und ab 1973 als Senatsmitglied an.&lt;br /&gt;
* 1950 bis 1954: Mitglied des &amp;#039;&amp;#039;Advisory Council of the Department of Music at [[Princeton University]]&amp;#039;&amp;#039;, Princeton NJ, USA.&lt;br /&gt;
* 1954: Ehrenmitglied der Gesellschaft für Musikforschung&lt;br /&gt;
* 1957: Ehrenmitglied der Internationalen Musikgesellschaft&lt;br /&gt;
* 1957: Ehrenmitglied der Gesellschaft der Freunde der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien.&lt;br /&gt;
* 1957: Ehrendoktorat der Universität [[Christian-Albrechts-Universität zu Kiel|Kiel]]&lt;br /&gt;
* 1958: Ehrendoktorat der Universität [[Universität Utrecht|Utrecht]]&lt;br /&gt;
* 1959: Ernennung zum Offizier des [[Orden von Oranien-Nassau|Ordens von Oranien-Nassau]]&lt;br /&gt;
* 1960: Verleihung des &amp;#039;&amp;#039;Penning van de Maze Studium et Cura&amp;#039;&amp;#039; durch seine Geburtsstadt Rotterdam&lt;br /&gt;
* 1962: Verleihung des [[Österreichisches Ehrenzeichen und Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst|Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst I. Klasse]]&amp;lt;ref&amp;gt;Anfragebeantwortung einer schriftlichen parlamentarische Anfrage betreffend Orden und Ehrenzeichen vom 23. April 2012, S.&amp;amp;nbsp;132; [https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/AB/AB_10542/imfname_251156.pdf parlament.gv.at] (PDF; 6,8 MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1962: Ehrenmitglied des [[Beethoven-Haus|Vereins Beethoven-Haus]] in Bonn&lt;br /&gt;
* 1962: Ehrenmitglied der [[International Musicological Society|Internationalen Gesellschaft für Musikwissenschaft]] in [[Basel]].&lt;br /&gt;
* 1967: Verleihung der [[Josef Bick|Dr.-Josef-Bick-Ehrenmedaille]] der [[Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare|Vereinigung Österreichischer Bibliothekare]]&lt;br /&gt;
* 1979: Ehrendoktorat der Universität [[Johannes Gutenberg-Universität Mainz|Mainz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem war Anthony van Hoboken Mitglied der [[Internationale Vereinigung der Musikbibliotheken, Musikarchive und Musikdokumentationszentren|Internationalen Vereinigung der Musikbibliotheken]] (IVMB), der Koninklijke Vereniging voor Nederlandse Muziekgeschiedenis (KVNM), der Internationalen Bach-Gesellschaft und des Joseph Haydn-Instituts, Köln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Komponist [[Felix-Eberhard von Cube]] widmete Anthony van Hoboken sein &amp;#039;&amp;#039;Praeludium con Fuga in B♭ op.21/1&amp;#039;&amp;#039; (1952).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.tobias-broeker.de/rare-manuscripts/a-f/cube-felix-eberhard-von/ |wayback=20191007034058 |text=tobias-broeker.de }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literarische Rezeption ==&lt;br /&gt;
* In [[Oskar Maria Graf]]s autobiographischem Roman &amp;#039;&amp;#039;Wir sind Gefangene&amp;#039;&amp;#039; tritt van Hoboken als „der Holländer“ auf.&lt;br /&gt;
* In [[Volker Weidermann]]s 2017 erschienenem Buch &amp;#039;&amp;#039;Träume. Als die Dichter die Macht übernahmen&amp;#039;&amp;#039; über die Revolution in Bayern 1918 und die Münchner Räterepublik wird van Hoboken auf S. 21–23 erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* [https://ia600509.us.archive.org/6/items/JosephHaydnThematisch-bibliographischesWerkverzeichnis/Hoboken1-3.pdf &amp;#039;&amp;#039;Joseph Haydn: Thematisch-Bibliographisches Werkverzeichnis, zusammengestellt von Anthony van Hoboken&amp;#039;&amp;#039;] (PDF, 83,3 MB).&lt;br /&gt;
* Band 1: &amp;#039;&amp;#039;I. Abteilung: Instrumentalwerke.&amp;#039;&amp;#039; Schott, Mainz 1957.&lt;br /&gt;
* Band 2: &amp;#039;&amp;#039;II. Abteilung: Vokalwerke, III. Abteilung: Die schottischen Lieder, Sammelwerke und als Sammlungen erschienene Ausgaben von Haydn-Werken.&amp;#039;&amp;#039; Schott, Mainz 1971.&lt;br /&gt;
* Band 3: &amp;#039;&amp;#039;Tabellen und Register, Addenda und Corrigenda.&amp;#039;&amp;#039; Schott, Mainz 1978, ISBN 3-7957-0003-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Joseph Schmidt-Görg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Anthony van Hoboken. Festschrift zum 75. Geburtstag&amp;#039;&amp;#039;. Schott, Mainz 1962.&lt;br /&gt;
* Rosemary Hilmar: &amp;#039;&amp;#039;Das Hoboken-Archiv der Musiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek. Eine Ausstellung zum 90. Geburtstag von Anthony van Hoboken, 23. März – 14. Mai 1977, Wien.&amp;#039;&amp;#039; Österreichische Nationalbibliothek, Wien 1977 (Ausstellungskatalog).&lt;br /&gt;
* Nortrud Gomringer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lion Feuchtwanger, Briefe an Eva van Hoboken.&amp;#039;&amp;#039; Ed. Splitter, Wien 1996, ISBN 3-901190-26-0.&lt;br /&gt;
* Katalog der Sammlung Anthony van Hoboken in der Musiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek – Musikalische Erst- und Frühdrucke. Hans Schneider, Tutzing. 17 Bände 1982–2000 ([https://www.ioem.net/dokumentation-sammlungen/sammlung-hoboken Inhaltsübersicht]).&lt;br /&gt;
; Lexikaeinträge&lt;br /&gt;
* {{OeML|Hoboken_Anthony|Hoboken, Anthony van|UH}}&lt;br /&gt;
* {{Wien Geschichte Wiki|Anthony_van_Hoboken|}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11877459X}}&lt;br /&gt;
* [https://www.klassika.info/Komponisten/Haydn/wv_wvz1.html Haydn: Werkverzeichnis nach Hoboken-Nummerierung]&lt;br /&gt;
* [http://home01.wxs.nl/~cmr/haydn/catalog/hobguide.htm Hoboken-Nummerierung, mit Konkordanz zur Landon-Nummerierung]&lt;br /&gt;
* [http://mt.ccnmtl.columbia.edu/cgi-bin/mt-search.cgi?IncludeBlogs=28&amp;amp;Template=schenker&amp;amp;ResultDisplay=ascend&amp;amp;search=Hoboken Briefe Hobokens im Nachlass Heinrich Schenkers]&lt;br /&gt;
* [https://www.unesco.at/kommunikation/dokumentenerbe/memory-of-austria/verzeichnis/detail/article/erst-und-fruehdrucksammlung-anthony-van-hoboken Erst- und Frühdrucksammlung Anthony van Hobokens] auf unesco.at&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11877459X|LCCN=n82077181|VIAF=73941190}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hoboken, Anthony van}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musikwissenschaftler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Haydn-Forscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunstsammler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunstmäzen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens von Oranien-Nassau (Offizier)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst I. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen silbernen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich (1922)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Utrecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Johannes Gutenberg-Universität Mainz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Niederländer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1887]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1983]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hoboken, Anthony van&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=niederländischer Musikwissenschaftler und Musiksammler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. März 1887&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Rotterdam]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. November 1983&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Zürich]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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