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	<title>Antemurale Christianitatis - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Antemurale_Christianitatis&amp;diff=524068&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Feelhip: Überflüssigen Buchstaben entfernt.</title>
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		<updated>2024-08-28T21:16:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Überflüssigen Buchstaben entfernt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Antemurale Christianitatis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS}} für [[Wehrmauer|Vormauer]] der Christenheit; meist übersetzt mit [[Festung|Bollwerk]] der Christenheit; {{hrS|Predziđe kršćanstva}}) ist ein [[Rhetorik|rhetorisches]] [[Topos (Geisteswissenschaft)|Topos]] bzw. eine [[Metapher]], derer sich seit dem späten [[Mittelalter]] und im 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert verschiedene Akteure vor allem in [[Ostmitteleuropa|Ostmittel-]] und [[Südosteuropa]] bedienten. Diese legitimierten ihre Macht und begründeten politische, militärische und finanzielle Forderungen durch die Zuschreibung der besonderen Aufgabe, als Bollwerk das [[Westliches Christentum|westliche Christentum]] gegen alle tatsächlichen und angenommenen Gefahren von außen zu verteidigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesem Begriff wurden Abwehrsituationen umschrieben, so zum Beispiel der Kampf der [[Russen|russischen]] Christen gegen den [[Mongolensturm]] oder der [[Polen|polnischen]] Katholiken gegen die [[Russisch-Orthodoxe Kirche|russische Orthodoxie]] und den [[Islam]] und insbesondere die [[Osmanisches Reich|Osmanen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Falle der [[Kroaten]] und der [[Polen]] wurde die Vorstellung „Bollwerk der Christenheit“ zu sein, zum Bestandteil des [[Nationale Identität|nationalen Selbstverständnisses]] und meint dies nicht nur im religiösen Sinn, sondern umfasst auch die Vorstellung der Verteidigung der kulturellen, politischen und ethischen Werte des westlichen Europas vor dem Osten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ivo Žanić |Hrsg=Dunja Melčić |Titel=Nationale Symbole zwischen Mythos und Propaganda |Sammelwerk=Der Jugoslawien-Krieg: Handbuch zu Vorgeschichte, Verlauf und Konsequenzen |Auflage=2. aktualisierte und erweiterte |Verlag=VS Verlag für Sozialwissenschaften |Datum=2007-08 |ISBN=978-3-531-33219-2 |Kapitel=18.1. Das politische Imaginarium der kroatischen Nationalgeschichte |Seiten=287 |Zitat=Der vorherrschende kroatische politische Mythos sieht die Kroaten und Kroatien als „Schutzwall“ oder „Bollwerk des Christentums“.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Erstmals gebrauchte [[Bernhard von Clairvaux]] (1090–1153) den Begriff antemurale christianitatis im Jahr 1143 im Zusammenhang mit fränkischen Kriegern, die [[Şanlıurfa|Edessa (heute Şanlıurfa/Türkei)]] vor muslimischen [[Seldschuken]] verteidigten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Žanić 2007&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ivo Žanić |Hrsg=Dunja Melčić |Titel=Nationale Symbole zwischen Mythos und Propaganda |Sammelwerk=Der Jugoslawien-Krieg : Handbuch zu Vorgeschichte, Verlauf und Konsequenzen |Auflage=2. aktualisierte und erweiterte |Verlag=VS Verlag für Sozialwissenschaften |Datum=2007-08 |ISBN=978-3-531-33219-2 |Kapitel=18.1. Das politische Imaginarium der kroatischen Nationalgeschichte |Seiten=287}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ferdo Quiqerez,Predziđe kršćanstva.jpg|mini|[[Allegorie|Allegorische]] Darstellung [[Kroatien]]s als &amp;#039;&amp;#039;Antemurale Christianitatis&amp;#039;&amp;#039;: Mutter Kroatien verteidigt mit Schwert und [[Wappen Kroatiens#Habsburgerreich|kroatischem Schild]] die westliche Kultur und den Glauben gegen die angreifenden [[Osmanisches Reich|Osmanen]] ([[Ferdinand von Quiquerez-Beaujeu]], 1892)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die [[Osmanisches Reich|Osmanen]] im Jahr 1453 [[Konstantinopel]] eroberten, rief Papst [[Calixt III. (Papst)|Kalixt III.]] die Christenheit zum [[Kreuzzug]] auf. Im christlichen Heer, das im Jahr 1456 das Osmanische Heer in der [[Belagerung von Belgrad (1456)|Schlacht bei Belgrad]] besiegte, soll sich auch eine große Zahl an [[Kroaten]] befunden haben, die der später [[heilig]]gesprochene [[Franziskanische Orden|Franziskaner]] [[Johannes Capistranus|Johannes von Kapistran]] (1386–1456) anführte&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Stefan Schreiner |Titel=Das „christliche Europa“ – eine Fiktion |Sammelwerk=Vom christlichen Abendland zum abrahamischen Europa |Hrsg=Jürgen Micksch |Datum=2008 |ISBN=9783874765619 |Seiten=126–144, hier S. 134}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Zu jener Zeit kamen sehr viele Kroaten im Abwehrkämpfen um. Insbesondere im Jahr 1493, als in der [[Schlacht auf dem Krbavsko Polje]] etwa 10.000 Kroaten und ein Großteil der damaligen [[Aristokratie]] umkam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Papst [[Leo X.]] bezeichnete die Kroaten im Jahr 1519 als „scutum solidissimum et antemurale christianitatis“ (festen Schild und Vormauer der Christenheit), weil sie gegen die Ausbreitung des Osmanischen Reiches nach [[Europa]] Widerstand leisteten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Online=http://www.newadvent.org/cathen/04510a.htm |Autor=Martin Davorin Krmpotic |Titel=Croatia |Sammelwerk=The Catholic Encyclopedia |Datum=1908 |Band=4 |Ort=New York |Verlag=Robert Appleton Company}}&amp;lt;/ref&amp;gt; So bezeichnete auch [[Ferdinand I. (HRR)|Ferdinand von Habsburg]] (1503–1564) auf dem [[Reichstag zu Nürnberg (1522)|Reichstag zu Nürnberg im Jahr 1522]], die Kroaten als Vormauer der christlichen Welt vor dem osmanischen Ansturm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Žanić 2007&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Epoche dieser heftigsten Abwehrkämpfe gegen die vorrückenden Osmanen im 16. und 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert, wurde nach einem 1703 erschienenen Gedicht [[Paul Ritter-Vitezović]]s als „Plorantis Croatiae saecula duo“ (die zwei Jahrhunderte des trauernden Kroatiens) bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Idee der Antemurale Christianitatis übertrug sich nach der [[Schlacht am Kahlenberg]] im Jahr 1683 unter [[Jan Sobieski]], mit der die Zurückdrängung der Osmanen vom Balkan begann, in das Gedächtnis der katholischen Polen und damit schließlich auf Polen.&amp;lt;ref&amp;gt;Diverse Quellen zitiert in {{Literatur |Autor=Stefan Schreiner |Titel=Das „christliche Europa“ – eine Fiktion |Sammelwerk=Vom christlichen Abendland zum abrahamischen Europa |Hrsg=Jürgen Micksch |Datum=2008 |ISBN=9783874765619 |Seiten=126–144, hier S. 134}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Paul Srodecki |Titel=Antemurale Christianitatis. Zur Genese der Bollwerksrhetorik im östlichen Mitteleuropa an der Schwelle vom Mittelalter zur Frühen Neuzeit |BandReihe=508 |Reihe=Historische Studien |Verlag=Matthiesen Verlag |Ort=Husum |Datum=2015 |ISBN=9783786815082 |Kommentar=zugl. [[Dissertation]], 2013}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Anne Cornelia Kenneweg |Titel=Antemurale Christianitatis |Hrsg=Pim den Boer, [[Heinz Duchhardt]], Georg Kreis, [[Wolfgang Schmale]] |Sammelwerk=Europäische Erinnerungsorte |Band=2: Das Haus Europa |Ort=München |Datum=2012 |Seiten=73–81 |Online=https://www.degruyter.com/document/doi/10.1524/9783486704211-008/pdf}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Anne Cornelia Kenneweg |Titel=Modi der Verwendung des antemurale christianitatis-Topos in Kroatien seit 1990 |Sammelwerk=Zeitschrift für Ostmitteleuropa-Forschung |Nummer=57 |Datum=2008 |Seiten=346–361 |Online=https://www.zfo-online.de/portal/index.php/zfo/article/download/8836/8835}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Ivo Žanić |Hrsg=Dunja Melčić |Titel=Nationale Symbole zwischen Mythos und Propaganda |Sammelwerk=Der Jugoslawien-Krieg : Handbuch zu Vorgeschichte, Verlauf und Konsequenzen |Auflage=2. aktualisierte und erweiterte |Verlag=VS Verlag für Sozialwissenschaften |Datum=2007-08 |ISBN=978-3-531-33219-2 |Kapitel=18.1. Das politische Imaginarium der kroatischen Nationalgeschichte |Seiten=286–292}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Małgorzata Morawiec |Titel=Antemurale christianitatis. Polen als Vormauer des christlichen Europa |Sammelwerk=Jahrbuch für Europäische Geschichte |Band=2 |Datum=2001 |Seiten=249–260}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://wwwg.uni-klu.ac.at/eeo/Serapion_Mongolensturm Serapion Mongolensturm: Antemurale Christianitatis – Im Kampf gegen die Andersgläubigen] (PDF)&lt;br /&gt;
* [http://www.ji-magazine.lviv.ua/seminary/2003/sem25-03-ger.htm Antemurale christianitatis – Grenzsituation als Selbstverständnis] (Polen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rhetorischer Begriff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationales Symbol (Kroatien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationales Symbol (Polen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kroatien im Mittelalter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte Kroatiens in der Frühen Neuzeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polnische Geschichte (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte Polens in der Frühen Neuzeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte des Papsttums]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kreuzzüge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Choronym]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentumsgeschichte (Kroatien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentumsgeschichte (Polen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lateinische Phrase]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Feelhip</name></author>
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