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	<title>Anteilskauf - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T11:20:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Anteilskauf&amp;diff=525393&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fruchtzwerg94: Änderungen von Besserwissa11 (Diskussion) auf die letzte Version von Reini76 zurückgesetzt</title>
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		<updated>2025-01-23T19:09:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/Besserwissa11&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/Besserwissa11&quot;&gt;Besserwissa11&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:Besserwissa11&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:Besserwissa11 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Reini76&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Reini76 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Reini76&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anteilskauf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|Share Deal}}) ist der Erwerb von [[Anteilschein|Anteilen]] an einem [[Unternehmen]], bei einem [[Unternehmenskauf]] oder einer [[Unternehmensübernahme]] in der Regel der [[Mehrheit]] der Anteile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Als Anteile kommen [[Aktie]]n (bei der [[Aktiengesellschaft (Deutschland)|AG]] und [[Kommanditgesellschaft auf Aktien|KGaA]]), [[Geschäftsanteil]]e bei der [[Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Deutschland)|GmbH]] ({{§|5|gmbhg|juris}} Abs. 2 [[Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung|GmbHG]]) und bei [[Genossenschaft]]en ({{§|7|geng|juris}} Abs. 1 [[Gesetz betreffend die Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften|GenG]]) oder [[Eigenkapital|Kapitalanteile]] bei [[Personengesellschaft]]en in Frage. Der Käufer dieser Anteile heißt auch &amp;#039;&amp;#039;Investor&amp;#039;&amp;#039;, der in der Regel versuchen wird, die Mehrheit (50 % und eine Stimme) am zu erwerbenden Unternehmen zu erhalten, um Kontrolle auszuüben. Das kann geschehen, indem ihm entweder die bisherigen [[Gesellschafter]] ihre Anteile ganz oder teilweise übertragen oder indem er versucht, bei [[Börsennotiertes Unternehmen|börsennotierten Unternehmen]] über die [[Börse]] oder ein [[Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz|öffentliches Angebot]] die Mehrheit zu erwerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsfragen ==&lt;br /&gt;
Der Anteilskauf stellt einen [[Kaufvertrag (Deutschland)#Unternehmenskauf|Rechtskauf]] gemäß {{§|453|bgb|juris}}&amp;amp;nbsp;Abs. 1 [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]] dar,&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Korch, &amp;#039;&amp;#039;Der Unternehmenskauf&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Juristische Schulung]], 2018, S. 521&amp;lt;/ref&amp;gt; wobei [[Aktie]]n, [[Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Deutschland)|GmbH]]-Anteile (Geschäftsanteile) sowie Gesellschaftsanteile an einer [[Personengesellschaft]] Kaufgegenstand sind. Hierdurch wird der Erwerber Anteilseigner und erhält die mit einer [[Kapitalbeteiligung|Beteiligung]] verbundenen Rechte und Pflichten. In der Regel werden detaillierte [[Vereinbarung]]en aufgrund einer [[Due-Diligence-Prüfung]] darüber getroffen, inwiefern Risiken (z. B. mögliche [[Steuer]]verbindlichkeiten, [[Prozess]]risiken oder [[Gewährleistung]]shaftungen) vom Investor oder Verkäufer zu tragen sind. [[Verkäufer]] bevorzugen oft einen &amp;#039;&amp;#039;Share Deal&amp;#039;&amp;#039; gegenüber einem &amp;#039;&amp;#039;Asset Deal&amp;#039;&amp;#039;, u.&amp;amp;nbsp;a. weil ein [[Veräußerungsgewinn]] aus einem &amp;#039;&amp;#039;Share Deal&amp;#039;&amp;#039; in vielen Jurisdiktionen steuerlich begünstigt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Anteilskauf wird der Investor nicht Eigentümer des [[Anlagevermögen|Anlage-]] und [[Umlaufvermögen]]s des Unternehmens und tritt auch nicht in dessen [[Verbindlichkeit]]en als [[Schuldner]] ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=eWbpBQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA1144&amp;amp;dq=Share+Deal+lexikon&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwit7bjizM3rAhXJsKQKHRdyCfEQuwUwAHoECAUQBg#v=onepage&amp;amp;q=Share%20Deal%20lexikon&amp;amp;f=false Siegfried G. Häberle, &amp;#039;&amp;#039;Das neue Lexikon der Betriebswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 69]&amp;lt;/ref&amp;gt; Er übernimmt lediglich die Rechtsstellung als [[Aktionär]] oder [[Gesellschafter]]. Ein bloßer Gesellschafterwechsel durch den &amp;#039;&amp;#039;Share Deal&amp;#039;&amp;#039; ist arbeitsrechtlich kein [[Betriebsübergang (Deutschland)|Betriebsübergang]], weil die Identität des [[Arbeitgeber]]s (nämlich der Gesellschaft, deren Anteile übertragen werden) sich nicht ändert.&amp;lt;ref&amp;gt;BAG, Urteil vom 23. März 2017, Az.: 8 AZR 543/15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Immobilienwesen ==&lt;br /&gt;
Ein Anteilskauf von Anteilen an einem Immobilienunternehmen (meist Kommanditgesellschaft) kann zu einer deutlich reduzierten [[Grunderwerbsteuer (Deutschland)|Grunderwerbsteuer]] führen. Wenn mindestens 90 % (bis 30. Juni 2021: 95 %) der Anteile an einer grundstückshaltenden [[Gesellschaft (Gesellschaftsrecht)|Gesellschaft]] innerhalb von zehn (bis 30. Juni 2021: fünf) Jahren auf neue Gesellschafter übergehen, liegt ein grunderwerbsteuerbarer Vorgang im Sinne von {{§|1|grestg_1983|juris}} Abs. 2a, 2b [[Grunderwerbsteuergesetz (Deutschland)|GrEStG]] vor. Ebenso löst die Vereinigung von mindestens 90 % der Anteile an einer grundstückshaltenden Gesellschaft in der Hand eines Erwerbers (auch mittelbar) nach § 1 Abs. 3 GrEStG die Grunderwerbsteuer aus. Dabei bestimmt sich die [[Bemessungsgrundlage (Steuerrecht)|Bemessungsgrundlage]] für die Grunderwerbsteuer nicht nach dem [[Marktwert (Immobilie)|Verkehrswert]] der Immobilien, sondern nach dem [[Grundbesitzwert]] bzw. [[Bedarfswert]], der gemäß §{{§|138|bewg|juris}} ff. [[Bewertungsgesetz|BewG]] für vermietete Immobilien nach einer bestimmten Formel berechnet wird. Werden weniger als 90 % übertragen, entsteht keine Grunderwerbsteuerpflicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Bundesfinanzhof]] hat sich im September 2014 mit der [[ertragsteuer]]lichen Qualifikation solch einer reduzierten Grunderwerbsteuer beschäftigt und sich dabei für den sofortigen Abzug der Grunderwerbsteuer als [[Betriebsausgabe]] ausgesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;BFH, Urteil vom 2. September 2014, Az.: IX R 50/13, BStBl. II 2015 S. 260 = {{Rspr|BFHE 247, 524}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Hierdurch würde ein [[Unternehmenskauf|Kauf eines Immobilienunternehmens]] mit sofortigem Erwerb von 100 % der Anteile gegenüber dem [[Asset Deal]] wirtschaftlich attraktiver.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob der Anteilskauf (&amp;#039;&amp;#039;Share Deal&amp;#039;&amp;#039;) einer Gesellschaft, deren Aktiva im Wesentlichen aus einer [[Immobilie]] bestehen, oder der &amp;#039;&amp;#039;Asset Deal&amp;#039;&amp;#039; (direkter Kauf derselben Immobilie) für einen Investor bei Immobilientransaktionen günstiger ist, hängt von der jeweiligen steuerlichen und unternehmerischen Ausgangslage ab. &amp;#039;&amp;#039;Share Deals&amp;#039;&amp;#039; sind in Städten mit hoher Grunderwerbsteuer, wie beispielsweise in Berlin oder Frankfurt mit aktuell 6 Prozent, attraktiver geworden. Dabei kaufen Investoren nicht das Grundstück einschließlich Gebäude, sondern die Anteilsmehrheit eines Unternehmens, die kleiner als 90 % (bis 30. Juni 2021: 95 %) sein muss. Dieses Unternehmen wird oft erst eigens für den Besitz einer solchen Immobilie als [[Zweckgesellschaft]] gegründet. Kritiker sprechen deshalb von einem [[Steuerschlupfloch]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=David Böcking/Nicolai Kwasniewski/Philipp Seibt |Titel=Megadeals mit Immobilien: Bürger zahlt, Investor strahlt |Sammelwerk=Spiegel Online |Datum=2019-02-14 |Online=https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/immobilien-investoren-sparen-mit-share-deals-steuern-und-hintergehen-kommunen-a-1253048.html |Abruf=2019-02-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, das es möglichst schnell zu schließen gelte. Hinzu kommt die Problematik der Transparenz, weil nur die grundbesitzende Gesellschaft im [[Grundbuch]] verzeichnet ist, während sich die dahinter stehenden unmittelbaren und mittelbaren Gesellschafter sich ggf. aus dem deutschen oder ausländischen Handelsregister ergeben. Bei Gesellschaftern mit Sitz im Ausland, z.&amp;amp;nbsp;B. in [[Steuerparadies]]en wie [[Luxemburg]], [[Liechtenstein]] oder [[Zypern]], sowie verschachtelten Beteiligungsstrukturen kann dies schwierig nachzuvollziehen sein. Allerdings sind nach den Vorschriften des Geldwäschegesetzes mittlerweile die meisten Gesellschaften (auch ausländische Gesellschaften mit Grundbesitz in Deutschland) verpflichtet, ihre wirtschaftlich Berechtigten im [[Transparenzregister]] eintragen zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung ==&lt;br /&gt;
Mit dem Begriff &amp;#039;&amp;#039;Share Deal&amp;#039;&amp;#039; kann auch die teilweise Übernahme von Anteilen an einer Gesellschaft bezeichnet werden. Dabei wird der Begriff jedoch in der Regel für den Erwerb der Mehrheit der Anteile in Abgrenzung zum &amp;#039;&amp;#039;[[Asset Deal]]&amp;#039;&amp;#039; verwendet. Mit &amp;#039;&amp;#039;Asset Deal&amp;#039;&amp;#039; ist die Einzelübertragung ausgewählter oder aller [[Aktiva]] und [[Passiva]] eines Unternehmens gemeint. Weil sich bei einem Asset Deal der rechtliche Inhaber des übertragenen Vermögens (und nicht nur die hinter diesem stehenden Gesellschafter) ändert, kann es bei einer Unternehmensübertragung per Asset Deal arbeitsrechtlich zu einem Betriebsübergang im Sinne von § 613a BGB (mit der Folge des Übergangs bestehender Arbeitsverhältnisse kraft Gesetzes) kommen. Beim Anteilskauf ändert sich dagegen der Betriebsinhaber nicht, so dass bestehende Arbeitsverhältnisse ohnehin unverändert weiterbestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
{{DNB-Portal|Anteilskauf|TYP=Literatur über}}&lt;br /&gt;
* Beisel, Wilhelm/Klumpp, Hans-Hermann &amp;#039;&amp;#039;Der Unternehmenskauf – Gesamtdarstellung der zivil- und Steuerrechtlichen Vorgänge einschließlich gesellschafts-, arbeits- und kartellrechtlicher Fragen bei der Übertragung eines Unternehmens&amp;#039;&amp;#039;. 5. Auflage. Beck Verlag, München 2006, ISBN 3-406-53707-3.&lt;br /&gt;
* Ralf Ek/Philipp von Hoyenberg: &amp;#039;&amp;#039;Unternehmenskauf und -verkauf&amp;#039;&amp;#039;, Beck-Rechtsberater im dtv, 1. Auflage 2006, ISBN 3-406-54707-9 (C.H. Beck)&lt;br /&gt;
* Rödder, Thomas/Hötzel, Oliver/Mueller-Thuns, Thomas &amp;#039;&amp;#039;Unternehmenskauf, Unternehmensverkauf – Zivilrechtliche und steuerrechtliche Gestaltungspraxis&amp;#039;&amp;#039;. 1. Auflage. Verlag C.H.Beck, München 2003, ISBN 3-406-42632-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Finanzmarkt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensübernahme]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schuldrecht (Deutschland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fruchtzwerg94</name></author>
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