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	<title>Ante Ciliga - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-10-26T04:46:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ante Ciliga&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[20. Februar]] [[1898]] in [[Šegotići]], [[Istrien]], [[Österreich-Ungarn]]; † [[21. Oktober]] [[1992]] in [[Zagreb]]) war ein [[Kroatien|kroatischer]] [[Politiker]], [[Linkskommunismus|Linkskommunist]] und Opfer des [[Stalinismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Ciliga wurde bei [[Marčana]] als Kind kroatischer Bauern geboren. Sein Onkel, ein Veterinär, ermöglichte ihm bis 1914 den Schulbesuch in [[Mostar]]. Während der [[Balkankriege]] radikalisiert, demonstrierte er gegen die [[Habsburg]]er Monarchie, wurde nach dem [[Attentat von Sarajevo]] für alle  [[Bosnien|bosnischen]] Schulen gesperrt und kehrte nach Istrien zurück. Während des Krieges mit Italien auf der Halbinsel wurde er nach [[Mähren]] evakuiert und studierte in [[Brno]] auf [[Tschechische Sprache|Tschechisch]]. 1917 kämpfte er in der [[Österreich-Ungarns Armee im Ersten Weltkrieg|k.u.k.-Armee]] und begeisterte sich für die russische [[Oktoberrevolution]], war jedoch enttäuscht, dass [[Lenin]] im [[Friedensvertrag von Brest-Litowsk]] die österreichischen [[Slawen]] sich selbst überließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende Januar 1919 trat er auf der Zagreber Konferenz der &amp;#039;&amp;#039;Kroatischen Sozialistischen Partei&amp;#039;&amp;#039; als radikaler Sprecher für die [[Weltrevolution]] auf und formierte bald eine autonome Linksfraktion, die 1920 zur &amp;#039;&amp;#039;kroatischen Sektion&amp;#039;&amp;#039; in der [[Bund der Kommunisten Jugoslawiens|Kommunistischen Partei Jugoslawiens]]  des [[Königreich Jugoslawien|SHS-Staates]] wurde. Wegen polizeilicher Verfolgung ging er nach Frankreich, war aber im Frühjahr 1919 Teil einer jugoslawischen Freiwilligentruppe beim Sturz der ungarischen Regierung durch [[Béla Kun]]. Nach dem Zerfall Österreich-Ungarns nun italienischer Staatsbürger, [[Agitation|agitierte]] er in Italien für die „Massimalisti“, eine Splittergruppe der [[Partito Comunista Italiano|dortigen KP]]. Dafür verbrachte er die Zeit von Herbst 1919 bis zum Februar 1921 in Gefängnissen in [[Triest]] und [[Capodistria]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen des Niederbrennens der Gewerkschaftszentrale in [[Pula]] organisierte er eine bewaffnete Truppe von 30 Personen, die in einer Auseinandersetzung fünf [[Schwarzhemden]] verwundete und einen tötete („Revolte von Prostina“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1922 wurde er Parteisekretär der kroatischen KP und Leiter des Wochenmagazins &amp;#039;&amp;#039;[[Borba (Zeitung)|Borba]]&amp;#039;&amp;#039; (Der Kampf); ein Jahr später wurde er ins Zentralkomitee der  [[Bund der Kommunisten Jugoslawiens|KP Jugoslawiens]] aufgenommen. Als Mitglied des Politbüros (seit 1924) – nun auch promoviert in Philosophie und Geschichte an der [[Universität Zagreb]] – trat er im Folgejahr für eiserne Parteidisziplin ein und befürwortete das Zellensystem, welches politische Debatten verhinderte. Im April d.&amp;amp;nbsp;J. verhaftet und später ausgewiesen, emigrierte er nach Wien, wo er Artikel für die Linkspresse schrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sowjetunion ===&lt;br /&gt;
Im Oktober 1926 wurde Ciliga nach Moskau entsandt, um an der Jugoslawischen Sektion der [[Kommunistische Universität der nationalen Minderheiten des Westens|Kommunistischen Universität der nationalen Minderheiten des Westens]] zu lehren und für die jugoslawische Sektion der [[Kommunistische Internationale|Komintern]] zu arbeiten. Mit der Ablösung [[Grigori Jewsejewitsch Sinowjew|Sinowjews]] durch [[Nikolai Iwanowitsch Bucharin|Bucharin]] waren hier eben die  ersten [[Trotzkismus|Trotzkisten]] entmachtet worden, wodurch auch die jugoslawische Parteispitze wechselte; u.&amp;amp;nbsp;a. wurde [[Josip Broz Tito|Tito]] als Mann Bucharins nach Zagreb geschickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verfolgung von [[Anarchosyndikalismus|Anarchosyndikalisten]] wegen illegaler Publikationen enttäuschten ihn und er gründete eine trotzkistische Gruppe mit Stanko Dragic, Mustafa Dedic, Titos Frau Pelagia Denisowa-Belusowa u.&amp;amp;nbsp;a., die den [[Staatskapitalismus]] und die Bürokratie unter [[Josef Stalin|Stalin]] ablehnten. Konsequenterweise wurde er am 21. Mai 1930 in [[Sankt Petersburg|Leningrad]] von der [[Gossudarstwennoje polititscheskoje uprawlenije|GPU]] verhaftet und für drei Jahre in [[Werchneuralsk]] inhaftiert. Hier wandte er sich vom Trotzkismus und zuletzt von Lenin ab und rechnete sich fortan zur [[Arbeiteropposition]], so dass er nach Haftverbüßung mit Billigung der jugoslawischen KP für drei Jahre nach Sibirien ([[Irkutsk]], [[Jenisseisk]], [[Krasnojarsk]])  verbannt wurde. Durch hartnäckige Reklamierung seiner italienischen Staatsbürgerschaft gelang es ihm am 3. Dezember 1935 über Polen nach Paris auszureisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Westeuropa ===&lt;br /&gt;
In Frankreich schrieb Ciliga 1936 eine Autobiografie über seine Zeit in Russland&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Im Land der großen Lüge&amp;#039;&amp;#039;. Französisch. Editions Gallimard.1938&amp;lt;/ref&amp;gt;, die er 1941 um einen zweiten Teil über seine sibirische Verbannung ergänzte&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Sibiria.Land of Exile and Industrialisation&amp;#039;&amp;#039;. Editions des Iles d’Or. Paris.1950&amp;lt;/ref&amp;gt;. Als politischer Journalist schrieb er für trotzkistische und [[Menschewiki|menschewistische]] Blätter und wurde von der [[Organizzazione di Vigilanza e Repressione dell’Antifascismo|OVRA]] überwacht, die ihn bei einer Reise nach Istrien im Sommer 1937 infolge  stalinistischer Denunziation für drei Monate inhaftierte. Als Linkskommunist verkehrte er mit [[Arkadi Maslow]] und [[Ruth Fischer]] und focht eine Kampagne gegen Trotzki, der seine  Rolle im [[Kronstädter Matrosenaufstand]] 1938 gerechtfertigt hatte&amp;lt;ref&amp;gt;in &amp;#039;&amp;#039;[[Vierte Internationale]]&amp;#039;&amp;#039;. August 1938&amp;lt;/ref&amp;gt;. Trotzki bezeichnete ihn daraufhin als „komplett demoralisiertes Element“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unabhängiger Staat Kroatien ===&lt;br /&gt;
Nach Ende des deutschen [[Balkanfeldzug (1941)| Balkanfeldzuges]] reiste Ciliga im Herbst 1941 als Nationalist in die [[Unabhängiger Staat Kroatien|NDH]]. Am 19. Juni 1942 wurde er in [[Sisak]] als „italienischer Spion“ von [[Ante Pavelić|Pavelić]]-Leuten verhaftet und ins [[KZ Jasenovac]] verbracht, aus dem er durch Intervention von Erzbischof [[Alojzije Stepinac]] im Januar 1943 freikam. Als Journalist wurde er nun Sektionsleiter des Außenministeriums im [[Ustascha]]-Staat. Er schrieb eine Vielzahl Artikel, meist mit Bezug zur Sowjetunion, im katholischen &amp;#039;&amp;#039;Spremnost&amp;#039;&amp;#039; und im Ustascha-Blatt [[Hrvatski Narod]]; 1944 auch über das KZ Jasenovac. Darin behauptete er, dass Juden dort privilegierte Stellungen gehabt, Selektionen der Ustascha überwacht sowie an Exekutionen und Quälereien teilgenommen zu haben, bevor sie selbst von Zigeunern eliminiert wurden&amp;lt;ref&amp;gt;Ciliga: ‚’Storice iz prostine’’. Matica Hrvatska. Zagreb. 1944; zitiert in [[Franjo Tuđman]]: &amp;#039;&amp;#039;Irrwege der Geschichtswirklichkeit. Eine Abhandlung über die Geschichte und die Philosophie des Gewaltübels&amp;#039;&amp;#039;. 1. Aufl., Zagreb, Skolska knjiga, 1993&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ciliga wurde zum Professor für Geschichte und Soziologie der [[Universität Zagreb]] ernannt. Dank des lokalen [[Geheime Staatspolizei|Gestapoleiters]] Konrad Klaser (Deckname von [[Kurt Koppel]]) erhielt er ein Visum für Wien und Berlin und reiste von Juli 1944 bis Februar 1945 damit. Das Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] erlebte er in der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach 1945 ===&lt;br /&gt;
Ciliga lebte nach dem Krieg in Paris und Rom als Artikel- und Buchautor, Herausgeber eines Bulletins und  Gegner Titos. Seine Beiträge wurden im [[Kalter Krieg|Kalten Krieg]] eingesetzt&amp;lt;ref&amp;gt;Uwe Stolzmann: &amp;#039;&amp;#039;Land der Lüge. Ante Ciligas frühe Entlarvung Stalins&amp;#039;&amp;#039;, in: NZZ, 13. August 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;. Er unterstützte den [[Kroatischer Frühling|Kroatischen Frühling]] und verstand sich als Demokrat. Er war Mitglied des Balkan-Komitees von [[Vladko Maček]]. Beim [[Jugoslawienkriege|Zerfall Jugoslawiens]] warnte er vor [[Großserbien]] und begrüßte den [[Kroatienkrieg |Unabhängigkeitskrieg Kroatiens]]&amp;lt;ref&amp;gt; https://www.left-dis.nl/uk/cileng.htm&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Im Land der verwirrenden Lüge: 10 Jahre hinter dem Eisernen Vorhang&amp;#039;&amp;#039;. Deutsch von Hansjürgen Wille u. Barbara Klau. [[Rote Weissbücher]]. Köln : Verl. f. Politik u. Wirtschaft (Kiepenheuer &amp;amp; Witsch), 1953. Neuauflage: Berlin: Die Buchmacherei, 2010&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;State Crisis in Tito’s Yugoslavia&amp;#039;&amp;#039;. Denoel. Paris. 1974&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Russian Enigma&amp;#039;&amp;#039;. London. Ink Links. 1979&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Les fous de Paris&amp;#039;&amp;#039;. Actes Sud. 1989&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119408481}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Branimir Donat |Titel=CILIGA, Ante |Sammelwerk=Tko je tko u NDH : Hrvatska 1941.–1945 [Wer ist wer im NDH : Kroatien 1941–1945] |Hrsg=Darko Stuparić |Verlag=Minerva |Ort=Zagreb |Jahr=1997 |Seiten=70 f. |Sprache=hr}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119408481|LCCN=n/85/260155|VIAF=107590207}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ciliga, Ante}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Publizist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herausgeber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Revolutionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Jugoslawien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Staatsgewalt (Unabhängiger Staat Kroatien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Jasenovac]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Zagreb)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:BdKJ-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1898]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1992]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME= Ciliga, Ante&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Cegala, Antonetich&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=jugoslawischer Politiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=20. Februar 1898&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Šegotići]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. Oktober 1992&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Zagreb]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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