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	<title>Antal Festetics - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-03-14T09:35:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Antal Festetics&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (eigentlich: &amp;#039;&amp;#039;Antal-Erwin Festetics&amp;#039;&amp;#039;; * [[12. Juni]] [[1937]] in [[Budapest]]) ist ein [[österreich]]ischer [[Zoologie|Zoologe]], [[Ethologie|Verhaltensforscher]], [[Wildbiologie|Wildbiologe]] und [[Naturschutz|Naturschützer]] aus der Familie [[Festetics|Festetics de Tolna]]. Einer breiteren Öffentlichkeit ist er als langjähriger [[Moderator]] der [[Österreichischer Rundfunk|ORF]]-Naturfilmreihe &amp;#039;&amp;#039;Wildtiere und Wir&amp;#039;&amp;#039; bekannt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Als österreichischer Staatsbürger am 12.&amp;amp;nbsp;Juni 1937 in Budapest geboren, ging Antal Festetics dort zur Schule. Nach eigenem Bekunden wollte er bereits als Dreijähriger [[Ornithologie|Vogelforscher]] werden und stromerte als Schüler häufig auf Vogelbeobachtung durch den [[Auwald]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Viecher2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die [[Kommunismus|Kommunisten]] die Macht übernahmen, erklärten sie seine Familie wegen ihres Grafen-Titels zu „[[Klassenfeind]]en“, enteigneten und deportierten sie 1951 in ein [[Arbeitslager]] und verurteilten sie zur Zwangsarbeit in der nunmehr sozialistischen Landwirtschaft. Bei seinen Versuchen, dennoch in den Westen zu gelangen, ist Antal Festetics als Jugendlicher wegen „versuchter Republikflucht“ drei Mal inhaftiert worden. Beim Ausbruch des [[Ungarischer Volksaufstand|Volksaufstandes 1956]] schloss er sich den Freiheitskämpfern an und erhielt den Befehl, die [[Államvédelmi Hatóság|ÁVO-Geheimpolizisten]] festzunehmen, die sich nach Österreich absetzen wollten. Bei einer nächtlichen Aktion lernte er durch Zufall auch den US-Senator [[Claiborne Pell]] kennen. Dieser bat Festetics darum, in einem Gespräch mit dem soeben aus dem Gefängnis befreiten [[József Mindszenty|József Kardinal Mindszenty]] als Dolmetscher zu fungieren. Für Festetics eine große Freude, denn der Kardinal hatte ihn 1948 höchstpersönlich [[Firmung|gefirmt]], bevor er kurz darauf zusammen mit Festetics’ Onkel, [[Paul V. Fürst Esterházy|Fürst Paul Esterházy]], vom kommunistischen Volksgerichtshof in einem Schauprozess zur lebenslangen Haft verurteilt worden war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Presse-2006&amp;quot;&amp;gt;Antal Festetics: [http://www.diepresse.com/Artikel.aspx?channel=p&amp;amp;ressort=n&amp;amp;id=593930 &amp;#039;&amp;#039;Danke, Österreich!&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Presse]],&amp;#039;&amp;#039; 21.&amp;amp;nbsp;Oktober 2006. Abgerufen am 2.&amp;amp;nbsp;Juli 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach diesem Zusammentreffen gelang Festetics schließlich als Flüchtling 1956 der Neubeginn in [[Wien]], wo er an der [[Universität Wien|dortigen Universität]] [[Zoologie]] studierte. Zu seinen Lehrern gehörten [[Wilhelm Marinelli]] und vor allem [[Konrad Lorenz]], der ihn tief prägte und mit dem ihn eine enge Freundschaft verband. Ab 1980 war Festetics Präsident der Konrad-Lorenz-Gesellschaft für Umwelt- und Verhaltenskunde und legte 1983 auch eine [[Biographie]] des bedeutenden Verhaltensforschers und Nobelpreisträgers vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Studienabschluss war Festetics ab 1963 Lehrbeauftragter für die Ökologie der Tiere am Internationalen Zoologischen Institut der Wiener Universität, an der er 1965 mit einer Arbeit über die [[Westblindmaus]], &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Ethologie, Ökologie und geographischen Verbreitung der Spalax leucodon &amp;lt;Nordmann 1840&amp;gt;,&amp;#039;&amp;#039; mit Auszeichnung zum [[Doktor|Dr. phil.]] [[Promotion (Doktor)|promoviert]] wurde und anschließend als wissenschaftlicher Assistent tätig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1972 folgte er dem Ruf der [[Georg-August-Universität Göttingen]], als ordentlicher Professor an deren [[Forstwissenschaft]]lichen Fakultät die Nachfolge [[Fritz Nüßlein]]s als Vertreter des Faches [[Jagd]]kunde und Direktor des Instituts für Jagdkunde – dem einzigen seiner Art in Deutschland – anzutreten. Festetics fügte als neuen Schwerpunkt die [[Wildbiologie]] hinzu. In der Folge beschäftigte sich die nun Institut für Wildbiologie und Jagdkunde genannte Forschungsstätte besonders mit einer möglichen Wiederansiedlung des [[Eurasischer Luchs|Luchses]], zunächst in Österreich. Festetics initiierte 1978 in [[Murau]] in der [[Steiermark]] das erste Internationale Luchs-Kolloquium, erkor die Raubkatze auch zum „Wappentier“ seines Institutes und ersann mit seinen Mitarbeitern auch eine regelrechte Kampagne für deren Wiederansiedelung. Dazu ließ er gelb-leuchtende [[Aufkleber]] mit der Aufschrift „Ich bin für den Luchs in unseren Wäldern!“ drucken, die nicht nur im Umfeld der Forstlichen Fakultät bald rasche Verbreitung fanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere wissenschaftliche Arbeitsschwerpunkte des Wildbiologie-Instituts bildeten die Erprobung der [[Radiotelemetrie]] zur Überwachung von [[Wild]] und dessen Wanderungen über [[Satellit (Raumfahrt)|Satellit]], die Entwicklung von Wildausstiegen am [[Mittellandkanal]] sowie die Gestaltung von [[Wildbrücke]]n über Autobahnen und anderen viel befahrenen Straßen. Daneben bekämpfte Festetics auch die Verwendung von [[Abzugeisen]] und gilt als scharfer Kritiker des [[Springreiten]]s und des [[Stierkampf]]es.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://derstandard.at/1835089/Rotes-Tuch-und-Totschlaegerargumente Beitrag von Festetics mit Kritik am Stierkampf] in [[derStandard.at]], 25.&amp;amp;nbsp;Oktober 2004. Abgerufen am 11.&amp;amp;nbsp;Oktober 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weit über das wissenschaftliche Leben in Göttingen hinaus bekannt geworden sind zudem die von Festetics 1972 begonnenen wildbiologischen Seminare, die meist im Hörsaal des [[Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie|Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie]] in Göttingen-[[Nikolausberg]] abgehalten wurden. Der Bogen dieser auch als Göttinger „Festetics-Seminar“ bekannten interdisziplinären und frei zugänglichen Vortrags- und Diskussionsreihe spannte sich von der [[Verhaltensforschung]] und [[Ökologie]] über [[Vogelschutz]] und [[Umweltpolitik]] bis zur [[Wildtierkunde]] und [[Soziologie]] des Menschen. Im Jahr 2005 gab es die 300. Ausgabe des wildbiologischen Seminars,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.universitaetgoettingen.de/en/3240.html?cid=1830 Informationen zum 300. Wildbiologischen Seminar 2005.] Website der Universität Göttingen. Abgerufen am 4. September 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt; später wurde die Veranstaltungsreihe eingestellt. Zu den zahlreichen namhaften Referenten, die Festetics’ Einladung nach Göttingen bislang gefolgt sind, gehören unter anderem [[Ernst Albrecht]], [[Irenäus Eibl-Eibesfeldt]], [[Heinz Ellenberg]], [[Manfred Eigen]], [[Bernhard Hassenstein]], [[Dietrich von Holst]]  (* 1937), [[Konrad Lorenz]], [[Erwin Neher]], [[Josef Reichholf]], [[Heinz Sielmann]], [[Georg Sperber (Förster)|Georg Sperber]], [[Rita Süssmuth]], [[Michael Succow]] und [[Wolfgang Wickler]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1981 war Festetics auch [[Honorarprofessor]] an der Universität Wien. Im Jahr 2005 wurde er [[Emeritierung|emeritiert]], nimmt aber weiterhin Lehrveranstaltungen an der Universität Göttingen wahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antal Festetics setzt sich vom wissenschaftlichen Standpunkt aus für die Lösung ökologischer Fragen sowie für den [[Artenschutz|Arten-]] und den [[Naturschutz]] ein. Bereits in den 1950er Jahren betätigte er sich während der Sommerferien als amtlicher Naturschutzwart in [[Seewinkel]], war 1963 Mitbegründer des [[WWF Österreich]] und an der Errichtung von [[Naturschutzgebiet (Österreich)|Naturschutzgebieten]] und [[Nationalpark]]s in Österreich, Deutschland und Ungarn maßgeblich beteiligt. 1968 initiierte er den [[Hortobágyi Nemzeti Park|Nationalpark Hortobágy]], legte 1971 den Grundstein für den Zweistaaten-[[Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel]] und war [[1984]] einer der führenden Kämpfer [[Besetzung der Hainburger Au|gegen das Kraftwerk in der Hainburger Au]]. Im Jahr 1996 wurde an Stelle des geplanten Kraftwerks dort der [[Nationalpark Donau-Auen]] gegründet. Festetics gehört seit 1997 dem wissenschaftlichen Beirat der Nationalpark Donau-Auen GmbH an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.donauauen.at/dateien/5032_Leistungsbericht_2007-2011.pdf#page=35 |text=Leistungsbericht der &amp;#039;&amp;#039;Nationalpark Donau-Auen GmbH,&amp;#039;&amp;#039; 2007–2011. |wayback=20160304092933}} (PDF, S.&amp;amp;nbsp;68.)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Festetics verfügt über rhetorisches Talent, mit dem er nicht nur die Studenten im Hörsaal fesselt, sondern das er auch als langjähriger Moderator der [[ORF]]-Naturfilmreihe &amp;#039;&amp;#039;Wildtiere und Wir&amp;#039;&amp;#039; mit großem Erfolg einsetzte. Dazu kamen in diesen Dokumentationen ungewöhnliche und humorvolle Einstellungen, etwa wenn Festetics in einem Beitrag über [[Ratten]] moderierend aus der Kanalisation oder bei der [[Waschbär]]-Beobachtung aus einem Müllcontainer auftauchte. Solche Szenen trugen viel zu Festetics Beliebtheit bei. Vor allem in Österreich, wo er gemäß seiner Devise „Der Mensch ist das spannendste Vieh“ auch gerne mit seinen Orden behangen und mit Fernglas ausgerüstet beim [[Wiener Opernball]] auftritt, genießt er eine hohe Popularität. Im Herbst 1999 war er nicht zuletzt deshalb  kurzzeitig als möglicher neuer österreichischer Wissenschaftsminister im Gespräch.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_19990922_OTS0184 &amp;#039;&amp;#039;Prof. Antal Festetics: Als Wissenschaftsminister im Gespräch&amp;#039;&amp;#039;] ots-Presseaussendung vom 22. September 1999; abgerufen am 29. November 2009&amp;lt;/ref&amp;gt; Insgesamt drehte Festetics 35 Fernsehdokumentationen, verfasste rund 100&amp;amp;nbsp;Fachveröffentlichungen sowie Gastartikel in Tageszeitungen, wie zum Beispiel in der österreichischen &amp;#039;&amp;#039;[[Die Presse|Presse]].&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für sein breites, weit über den eigentlichen Fachbereich hinausgehendes Engagement erhielt Festetics zahlreiche Auszeichnungen in Österreich und darüber hinaus. Antal Festetics wohnt in [[Adelebsen]] und Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1962 – [[Theodor-Körner-Preis]] für Wissenschaft und Kunst&lt;br /&gt;
* 1964 – [[Theodor-Körner-Preis]] für Wissenschaft und Kunst&lt;br /&gt;
* 1971 – Förderpreis der Stadt Wien&lt;br /&gt;
* 1982 – Internationaler Naturschutzpreis des WWF&lt;br /&gt;
* 1982 – [[Ehrenzeichen des Landes Burgenland|Großes Ehrenzeichen des Burgenlandes]]&lt;br /&gt;
* 1987 – Weltnaturschutz-[[Orden der Goldenen Arche]]&lt;br /&gt;
* 1987 – [[Ehrenzeichen des Landes Steiermark|Großes Goldenes Ehrenzeichen des Landes Steiermark]]&lt;br /&gt;
* 1988 – [[Österreichischer Staatspreis]] für Umweltschutz („[[Konrad-Lorenz-Preis]]“)&lt;br /&gt;
* 1989 – [[Ehrendoktor]] der Agrarwissenschaftlichen Fakultät Keszthely ([[Georgikon]]) der [[Pannonische Universität|Pannonischen Universität]] [[Veszprém]] („Dr.&amp;amp;nbsp;agr. h.c.“)&lt;br /&gt;
* 1990 – [[Paracelsusring (Villach)|Paracelsusring der Stadt Villach]]&lt;br /&gt;
* 1992 – [[Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien|Großes Goldenes Ehrenzeichen der Stadt Wien]]&lt;br /&gt;
* 1994 – Goldener Löwe&lt;br /&gt;
* 1997 – [[Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien]] in Gold&lt;br /&gt;
* 1997 – [[Romy (Fernsehpreis)|Platin Romy]] für das Lebenswerk&lt;br /&gt;
* 1998 – Naturschutzpreis „Pro Natura“ der Republik Ungarn&lt;br /&gt;
* 1998 – [[Bundesverdienstkreuz]] 1. Klasse&lt;br /&gt;
* 2007 – [[Ehrenzeichen des Landes Burgenland|Komturkreuz des Landes Burgenland]]&lt;br /&gt;
* 2009 – [[Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst]] I. Klasse&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20090526_OTS0121 &amp;#039;&amp;#039;Prof. Antal Festetics erhält das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse.&amp;#039;&amp;#039;] [[Austria Presse Agentur|APA/OTS]]-Presseaussendung, 26.&amp;amp;nbsp;Mai 2009. Abgerufen am 26.&amp;amp;nbsp;Mai 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daneben wurde Antal Festetics auch in die [[Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste]] berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die österreichische Tageszeitung [[Kurier (Tageszeitung)|Kurier]] im August 2004 ihre Leser nach den „50 wichtigsten Österreichern der letzten 50 Jahre“ fragte, gehörte auch Festetics dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwandtschaften ==&lt;br /&gt;
* Sein Vorfahr [[György Festetics (Landwirt)|György Festetics]] gründete die Agrarwissenschaftliche Fakultät Keszthely ([[Georgikon]]) der Pannonischen Universität [[Veszprém]].&lt;br /&gt;
* Seine Großtante [[Marie Festetics]] war Hofdame bei [[Elisabeth von Österreich-Ungarn|Kaiserin Elisabeth]].&lt;br /&gt;
* Sein Onkel Fürst [[Paul V. Esterházy de Galantha|Paul Esterházy]] wurde 1948 – gemeinsam mit Kardinal [[József Mindszenty#Schauprozess, Haft und Asyl|Mindszenty]] – vom kommunistischen &amp;#039;&amp;#039;Volksgerichtshof&amp;#039;&amp;#039; in einem Schauprozess zu lebenslanger Haft verurteilt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Presse-2006&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
* „Ich bin [[Altösterreicher]] und [[Gregor von Rezzori|Maghrebinier]]. In [[Ungarn]], [[Böhmen]] und Österreich aufgewachsen, an der Wiener Uni habe ich studiert. Jetzt bin ich deutscher Beamter.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bakos&amp;quot;&amp;gt;Antal Festetics in einem Interview mit [[Eva Bakos]]. In: &amp;#039;&amp;#039;essen &amp;amp; trinken,&amp;#039;&amp;#039; 2/1992, S.&amp;amp;nbsp;58 u.&amp;amp;nbsp;63.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* „Unser oft gestörtes Verhältnis zu Tieren äußert sich in zwei extremen Positionen. Zum einen vermenschlichen und zum andern verteufeln wir häufig unsere Mitgeschöpfe. Beide Standpunkte zeugen von mangelndem biologischen Wissen. Tiere sind weder kriminell, wenn sie andere fressen, noch edelmütig, wenn sie füreinander sorgen. Besonders im sexuellen Bereich werden häufig unzulässige Mensch-Tier-Vergleiche angestellt. Die biologischen Wurzeln unseres Verhaltens sind unverkennbar. Aber die Natur ist für uns kein moralisches Vorbild.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Viecher2&amp;quot;&amp;gt;Antal Festetics in: &amp;#039;&amp;#039;Viecher sind auch nur Menschen. Das Beste von Antal Festetics aus 25 Jahren ‚Wildtiere und Wir’.&amp;#039;&amp;#039; (ORF, 1997)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* „Wir sind Biologen aus Neigung und Naturschützer aus Not. Wir sind Biologen, weil uns die evolutive Vielfalt von Gestalten und Verhaltensweisen begeistert. Und wir müssen notgedrungen Naturschutz betreiben, weil eben diese Vielfalt weltweit aufs Ärgste bedroht ist.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Viecher2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* „Nun wird oft gefragt: ‚Haben Tiere eine Seele?’ – Ja, ganz gewiss! Aber haben auch alle Menschen eine? Wenn ich an Stierkampf oder Schlageisen denke, möchte ich daran zweifeln.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Viecher2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* „Konrad Lorenz hat in der Biologie dieses Jahrhunderts die tiefsten Spuren hinterlassen. Ich hatte das unverschämte Glück, zu seinen Schülern zählen zu dürfen. Lorenz lehrte uns nicht nur, tierisches Verhalten zu deuten, sondern er öffnete uns auch die Augen für die Harmonie, das Schöne in der Natur. Ich hätte ein Stein sein müssen, um von seiner Begeisterung nicht angesteckt zu werden.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Viecher2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* „Wir brauchen weder [[Biber]] noch [[Wolfgang Amadeus Mozart|Mozart]]. Aber ich möchte nicht in so einer Welt leben! Naturschönheit und kulturelle Eindrücke befriedigen unsere emotionellen Bedürfnisse. Sie sind genauso wichtig wie Essen und Trinken.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bakos&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Ethologie, Ökologie und geographischen Verbreitung der Spalax leucodon &amp;lt;Nordmann 1840&amp;gt;.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände, Wien 1963 (als Dissertationsschrift Wien 1965).&lt;br /&gt;
* mit [[Otto Guglia]]: &amp;#039;&amp;#039;Pflanzen und Tiere des [[Burgenland]]es. 80 bemerkenswerte oder gefährdete Arten in Wort und Bild.&amp;#039;&amp;#039; Österreichischer Bundesverlag für Unterricht, Wissenschaft und Kunst, Wien 1969.&lt;br /&gt;
* mit Bernd Leisler: &amp;#039;&amp;#039;Ökologie der Schwimmvögel der Donau, besonders in Niederösterreich.&amp;#039;&amp;#039; Arch. hydrobiol. (Suppl. 4, S.&amp;amp;nbsp;307–351), Stuttgart 1971.&lt;br /&gt;
* et al. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der [[Eurasischer Luchs|Luchs]] in Europa.&amp;#039;&amp;#039; Beiträge des I.&amp;amp;nbsp;Internationalen Luchs-Kolloquiums in Murau/Steiermark, 7.&amp;amp;nbsp;–&amp;amp;nbsp;9. Mai 1978 (Themen der Zeit, Heft&amp;amp;nbsp;3). Kilda, Greven 1980, ISBN 3-921427-43-6.&lt;br /&gt;
* mit Claus Reuther et al. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der [[Fischotter]] in Europa.&amp;#039;&amp;#039; Ergebnisse des I.&amp;amp;nbsp;Internationalen Fischotter-Kolloquiums vom 28.&amp;amp;nbsp;bis 31.&amp;amp;nbsp;Oktober 1979 in Göttingen. Selbstverlag, Oderhaus/Göttingen 1980.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Konrad Lorenz. Aus der Welt des großen Naturforschers.&amp;#039;&amp;#039; Piper, München/Zürich 1983, ISBN 3-492-02855-1.&lt;br /&gt;
* et al. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zum Sehen geboren. Das Jahrhundertwerk des Konrad Lorenz.&amp;#039;&amp;#039; Orac, Wien/München/Zürich 2000, ISBN 3-7015-0432-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Antal Graf Festetics von Tolna.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender 2003.&amp;#039;&amp;#039; 19.&amp;amp;nbsp;Ausgabe. Band I: &amp;#039;&amp;#039;A–J&amp;#039;&amp;#039;. Bio-bibliographisches Verzeichnis deutschsprachiger Wissenschaftler der Gegenwart. K.&amp;amp;nbsp;G. Saur, München 2003, ISBN 3-598-23607-7, S.&amp;amp;nbsp;759.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Konrad-Lorenz-Gesellschaft (Hrsg.):&amp;#039;&amp;#039; Antal-Festetics-Festschrift: Was ist Leben? Entstehung, Erforschung, Erhaltung. Verlag J. Neumann-Neudamm, Melsungen, 240 Seiten, Hardcover, über 350 farb. Abb. &amp;amp; Grafiken, Format: 22,6 × 31 cm, ISBN 978-3-7888-1355-0, € 49,90&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmdokumentation ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Viecher sind auch nur Menschen. Das Beste von Antal Festetics aus 25 Jahren ‚Wildtiere und Wir’,&amp;#039;&amp;#039; Dokumentation von [[Franz Leopold Schmelzer]], Goess-Film für den [[Österreichischer Rundfunk|ORF]], Österreich 1997, 90 Minuten – Sendungs-Collage mit Interviews anlässlich des 60.&amp;amp;nbsp;Geburtstags von Festetics.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikiquote|Antal Festetics}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|130148121}}&lt;br /&gt;
* {{Austriaforum|AEIOU/Festetics,_Antal|Festetics, Antal}}&lt;br /&gt;
* Antal Festetics: [http://diepresse.com/home/diverse/archiv/60697/index.do &amp;#039;&amp;#039;Danke, Österreich!&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Presse]],&amp;#039;&amp;#039; 21. Oktober 2006.&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.burgenland.at/aktuell/623 |text=&amp;#039;&amp;#039;Komturkreuz an Prof. Dr. Dr. hc. Antal Festetics.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20071030215759}} Pressemitteilung des burgenländischen &amp;#039;&amp;#039;Landesmedienservice&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=130148121|LCCN=n83223303|VIAF=57711257}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Festetics, Antal}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verhaltensforscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturschützer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forstwissenschaftler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Jagd)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Georg-August-Universität Göttingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fernsehmoderator (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst I. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um das Land Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Goldenen Ehrenzeichens des Landes Steiermark]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Komturkreuzes des Landes Burgenland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien in Gold]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theodor-Körner-Preisträger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konrad-Lorenz-Preisträger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romy-Preisträger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der Diktatur der Volksrepublik Ungarn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Pannonischen Universität Veszprém]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Adelsgeschlechts Festetics|Antal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schüler von Konrad Lorenz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1937]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Festetics, Antal&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Festetics, Antal-Erwin (wirklicher Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Zoologe, Ethnologe, Naturschützer und Forstwissenschaftler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. Juni 1937&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Budapest]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bartleby08</name></author>
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