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	<title>Anta - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;JEW am 23. Juli 2024 um 09:07 Uhr</title>
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		<updated>2024-07-23T09:07:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anta&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die [[Portugal|portugiesische]] Bezeichnung für etwa 5000 [[Megalith]]anlagen, die während des [[Neolithikum]]s im Westen der [[Iberische Halbinsel|Iberischen Halbinsel]] von den Nachfolgern der [[Cardial- oder Impressokultur]] errichtet wurden. Auch andere volkstümliche Begriffe wie Arcas, Orcas oder Lapas ersetzen in Portugal in der Regel den Begriff [[Dolmen]]. Völlig gleichartige Anlagen werden in Spanien in der Regel als Dolmen bezeichnet (in [[Galicien]] mitunter auch als Anta). Neolithische [[Denkmal|Monumente]] sind Ausdruck der Kultur und Ideologie neolithischer Gesellschaften. Ihre Entstehung und Funktion gelten als Kennzeichen der sozialen Entwicklung.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johannes Müller (Prähistoriker)|Johannes Müller]]: &amp;#039;&amp;#039;Neolithische Monumente und neolithische Gesellschaften.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Hans-Jürgen Beier]], [[Erich Claßen]], Thomas Doppler, Britta Ramminger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Neolithische Monumente und neolithische Gesellschaften. Beiträge der Sitzung der Arbeitsgemeinschaft Neolithikum während der Jahrestagung des Nordwestdeutschen Verbandes für Altertumsforschung e.&amp;amp;nbsp;V. in Schleswig, 9.–10. Oktober 2007&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Varia neolithica.&amp;#039;&amp;#039; 6 = &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Ur- und Frühgeschichte Mitteleuropas.&amp;#039;&amp;#039; 56). Beier &amp;amp; Beran, Langenweissbach 2009, ISBN 978-3-941171-28-2, S. 7–16, hier S. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Doppeltes Bild|rechts|One example of our astronomical heritage (iau1006a).jpg|210|Anta do Carrascal (Agualva) 7.jpg|275|{{center|1=Typische Anta}}|{{center|1=Plan der Anta do Carrascal mit außermittigem Gang}}}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau ==&lt;br /&gt;
Antas sind oval-[[polygonal]]e [[Dolmen]], deren Tragsteine leicht nach innen geneigt sind, während die oft einzige Deckenplatte zumeist leicht nach vorne geneigt ist und von dem meist besonders breiten „Stirnstein“ (gegenüber dem Gang; am Ende der Kammer) und den beiden Steinen am Zugang getragen wird. Sie waren einst von heute zumeist abgetragenen Erdhügeln bedeckt, durch die ein niedriger, gedeckter mitunter gegliederter Gang zur Kammer führte. Die Gänge sind kaum mehr oder nur noch bruchstückhaft vorhanden. Vor dem äußeren Ende des Ganges findet sich mitunter noch der runde plattierte Vorplatz, der hier [[Atrium (Architektur)|Atrium]] genannt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gliederung ===&lt;br /&gt;
Die Kammer der meisten Antas hat ihre größte Ausdehnung in Verlängerung des Ganges so genannter „Langkammern“, einige sind dagegen „Breitkammern“. Deren längste Seite liegt quer zum Gang. Bei einigen Antas waren keine Gänge nachzuweisen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery caption=&amp;quot;Antas&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Dolmen d Arrayolos.png|Arrayolos&lt;br /&gt;
 Megalwal91.png|Grundriss einer „langkammerigen“ Anta&lt;br /&gt;
 Planta dolmen aboboreira.jpg|Grundriss „breitkammerige“ Anta&lt;br /&gt;
 Planta-AntaArca-1898.jpg|Grundriss „breitkammerige“ Anta – Sirnstein rechts&lt;br /&gt;
 PSM V31 D052 Anta of paredes near evora.jpg|Anta von Paredes&lt;br /&gt;
 WalAnta1.jpg|Anta da Igreja, im Vordergrund der Zugang&lt;br /&gt;
 Dólmen da Barrosa.JPG|Anta Dólmen da Barrosa&lt;br /&gt;
 Anta Grande do Zambujeiro I.jpg|Anta Grande do Zambujeiro&lt;br /&gt;
 Logotipo Anta Vilarinho PT.png|Schema halbierte Anta&lt;br /&gt;
 Anta São Geraldo.jpg|Anta São Geraldo&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baumaterial ==&lt;br /&gt;
Bei der Entnahme von Rohlingen für Deck- und Tragsteine wurde eine fachmännische Auswahl getroffen die eine Bearbeitung weitgehend erübrigte. Dies lassen die Formen der von [[Plutonit]]en (vor allem Tonalite, Granodiorite und Granite) entnommenen Steine erkennen. So zeigen Deckplatten kleinerer bis mittlerer Größe sehr häufig eine mehr oder weniger ebene, als Kluftfläche kennbare Unterseite und eine konvexe Oberseite, die aufgrund ihrer Anwitterung deutlich als ehemalige Felsoberfläche erkennbar ist. Eine solche auf einer Kuppe liegende Platte wurde also parallel zur Felsoberfläche an der natürlichen Kluft gelöst. Planparallele Decksteine können oberflächenparallel entnommen worden sein. Bei entsprechender Ausbildung der Schmalseiten – zu einem großen Teil in die gleiche Richtung abgeschrägt – wird dies deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bei Tragsteinen sind aufgrund ihrer Form, z.&amp;amp;#8239;B. plankonvex oder planparallel mit rechtwinkeliger oder schräger Schmalseite, die gleichen Aussagen zur Entnahmepraxis möglich. Sichere Hinweise auf Bearbeitung wurden selten beobachtet. Die Tragsteine von Fonte da Malga und einzelne Blöcke der Monumente von Cota und Barro zeigen allerdings Bearbeitungsspuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Antas liegen an Bächen auf weiten Hochflächen oder auf kleinen Anhöhen.&lt;br /&gt;
Weitestgehend erhalten sind:&lt;br /&gt;
* [[Anta da Arquinha da Moura]] ([[Viseu (Portugal)|Viseu]])&lt;br /&gt;
* [[Anta de Pendilhe]] (Viseu)&lt;br /&gt;
* [[Anta Grande do Zambujeiro]] ([[Évora]])&lt;br /&gt;
* [[Anta pintada de Antelas]] (Viseu)&lt;br /&gt;
* [[Fiães da Telha]] (Viseu)&lt;br /&gt;
* [[Comenda da Igreja]] (Évora)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die größten Antas sind die zu National-Denkmälern erklärten Anta Grande do Zambujeiro südwestlich von Évora und „Carapito I“ oder „Casa da Moura“ (Haus der Maurin) nordwestlich von Guarda in der Beira Interior Norte. Die dichtesten Verbreitungen vorzeitlicher Monumente finden sich in Portugal in folgenden Gebieten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* bei [[Alcalar]]&lt;br /&gt;
* bei [[Braga]]&lt;br /&gt;
* um [[Évora]]&lt;br /&gt;
* um [[Viseu (Portugal)|Viseu]]&lt;br /&gt;
* westlich von [[Lissabon]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Anlagen in Portugal ===&lt;br /&gt;
Außer den Dolmen gibt es in Portugal auch Felskuppel- und Kuppelgräber, [[Mamoa]]s (im Norden), [[Passage tomb|Ganggräber]] wie [[Chã da Parada]] sowie ganglose polygonale ([[Cabeço da Arruda]]) oder rechteckige Anlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Christianisierte Megalithmonumente ===&lt;br /&gt;
* [[Anta von Pavia]]&lt;br /&gt;
* [[Santa Maria Madalena (Alcobertas)]]&lt;br /&gt;
* [[São Brissos (Kapelle)|São Brissos]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutung ==&lt;br /&gt;
Antas wurden im Altertum als Altäre angesehen, die Skelettfunde wurden als Menschenopfer gedeutet. Einige größere Antas, wie [[São Brissos (Kapelle)|São Brissos]] bei Escoural und [[Anta von Pavia|São Dionisio]] mitten in Pavia (Portugal) im [[Alentejo]] wurden zu [[Christianisiertes Megalithmonument|christlichen]] Kapellen oder [[Einsiedelei|Eremitagen]] umgebaut. In Kirchen integriert wurden Alcobertas in die „Igreja Matriz“ bei [[Santarém (Portugal)|Santarém]] und Nossa Senhora do Monte bei Penedono ([[Viseu (Portugal)|Viseu]]). Auch die unmittelbare Nachbarschaft von Anta (oder [[Menhir]]) und Kirche ist gegeben, etwa in [[Menhir von São Bartolomeu do Mar|São Bartolomeu do Mar]], [[Antas dos Saragonheiros|Anta 1 von Saragonheiros]], São Gens I und São Fausto.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Deutsches Archäologisches Institut – Abteilung Madrid: &amp;#039;&amp;#039;Probleme der Megalithgräberforschung. Vorträge zum 100. Geburtstag von Vera Leisner&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Madrider Forschungen.&amp;#039;&amp;#039; 16). de Gruyter, Berlin u. a. 1990, ISBN 3-11-011966-8.&lt;br /&gt;
* [[Thomas G. Schattner]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Archäologischer Wegweiser durch Portugal&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kulturgeschichte der Antiken Welt]].&amp;#039;&amp;#039; 74). von Zabern, Mainz 1998, ISBN 3-8053-2313-1.&lt;br /&gt;
* Walter Vortisch: &amp;#039;&amp;#039;Geologisch-petrographische Untersuchungen an megalithischen Monumenten – Beispiele aus Portugal&amp;#039;&amp;#039;. In: Karl W. Beinhauer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Studien zur Megalithik. Forschungsstand und ethnoarchäologische Perspektiven.&amp;#039;&amp;#039; = &amp;#039;&amp;#039;The megalithic phenomenon. Recent research and ethnoarchaeological approaches&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Ur- und Frühgeschichte Mitteleuropas.&amp;#039;&amp;#039; 21). Beier &amp;amp; Beran, Mannheim u. a. 1999, ISBN 3-930036-36-3, S. 275–288.&lt;br /&gt;
* Jürgen E. Walkowitz: &amp;#039;&amp;#039;Das Megalithsyndrom. Europäische Kultplätze der Steinzeit&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Ur- und Frühgeschichte Mitteleuropas.&amp;#039;&amp;#039; 36). Beier &amp;amp; Beran, Langenweißbach 2003, ISBN 3-930036-70-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.ur-bild.de/NewFiles/galerie/evora/evora.html Fotos – Dolmen, Menhire und Steinkreise in Portugal] (zuletzt abgerufen am 14. Dezember 2012)&lt;br /&gt;
* [http://www.celtiberia.net/verimg.asp?id=3180 Foto der Kapellen-Ante São Dionisio in Pavia] (zuletzt abgerufen am 14. Dezember 2012)&lt;br /&gt;
* [http://dspace.uevora.pt/rdpc/bitstream/10174/2237/10/CAP%C3%8DTULO%209.pdf Megalitismo funerário: origens do fenómeno (port.)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anta| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lokale Bauform]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fachbegriff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologie (Portugal)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Megalithanlage in Portugal| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grabform (Ur- und Frühgeschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultbau (Ur- und Frühgeschichte)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;JEW</name></author>
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