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	<title>Anschauung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T02:38:28Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Anschauung&amp;diff=486199&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Poschi33: Grammatik. Besser Akkusativ statt Genitiv. &quot;brauche eine begriffliche&quot; statt &quot;...einer begrifflichen&quot;</title>
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		<updated>2026-01-10T22:25:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Grammatik. Besser Akkusativ statt Genitiv. &amp;quot;brauche eine begriffliche&amp;quot; statt &amp;quot;...einer begrifflichen&amp;quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anschauung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Erkenntnistheorie|erkenntnistheoretischer]] Begriff, der in seiner heutigen Verwendung meist auf [[Immanuel Kant]] bezogen ist. Mit ihm wird von Kant zunächst auf den sinnlich-[[Wahrnehmung|rezeptiven]] Anteil an der [[Erkenntnis]] Bezug genommen (KrV B&amp;amp;nbsp;33).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff wurde allerdings auch schon vor Kant in der [[Philosophie]] verwendet, etwa bei [[Notker III.|Notker]] ([[althochdeutsch|ahd.]] &amp;#039;&amp;#039;anascouunga&amp;#039;&amp;#039;) und [[Meister Eckhart]] ([[mittelhochdeutsch|mhd.]] &amp;#039;&amp;#039;anschauunge&amp;#039;&amp;#039;), bei denen der Begriff primär eine religiöse Bedeutung hatte. In der heutigen Erkenntnistheorie werden jedoch meist die verwandten Begriffe „[[Wahrnehmung]]“ und „[[Erfahrung]]“ verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kants in der &amp;#039;&amp;#039;[[Kritik der reinen Vernunft]]&amp;#039;&amp;#039; entwickelte Erkenntnistheorie unterscheidet in einem zweiten Schritt zwischen [[empirisch]]en Anschauungen, die uns durch [[Sinnesorgan]]e gegeben werden, und reinen Anschauungen, die [[a priori]] vor jeder Erfahrung gegeben sind. Die beiden von Kant angenommenen reinen Anschauungen sind [[Raum (Philosophie)|Raum]] und [[Philosophie der Zeit|Zeit]]. Er behauptet nicht, dass sie den [[Ding an sich|Dingen an sich]] anhaften, sondern lediglich dem [[Gemüt]]. Raum und Zeit nennt Kant auch die „reinen &amp;#039;&amp;#039;Formen&amp;#039;&amp;#039; der Anschauung“, [[Empfindung]] die &amp;#039;&amp;#039;Materie&amp;#039;&amp;#039; (KrV B&amp;amp;nbsp;59&amp;amp;nbsp;f.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Reine Anschauungen&amp;#039;&amp;#039; sind Vorstellungen, die zwar auf sinnliche Wahrnehmungen bezogen werden können, jedoch als solche frei sind von jeder sinnlichen Wahrnehmung, Empfindung oder Erfahrung. Eine Anschauung ist rein, „wenn der Vorstellung keine Empfindung beigemischt ist“ (KrV B&amp;amp;nbsp;74). Unter &amp;#039;&amp;#039;empirischer Anschauung&amp;#039;&amp;#039; versteht sich der sinnlich-rezeptive Anteil der Erkenntnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kant geht zudem davon aus, dass jede Erkenntnis auf das Zusammenspiel von Anschauungen und [[Begriff (Philosophie)|Begriffen]] angewiesen ist. „Das Mannigfaltige“, das in der Anschauung gegeben werde, brauche eine begriffliche Ordnung, um zu Erkenntnis führen zu können. Andererseits brauchten Begriffe Anschauungen, um nicht vollkommen leer zu sein. Begriffsverwendungen ohne Anschauungsmaterial führten zu den sinnlosen [[Spekulation (Philosophie)|Spekulationen]] der traditionellen [[Metaphysik]], die Kant in der [[transzendentale Dialektik|transzendentalen Dialektik]] widerlegen möchte. Dennoch ist nach Kant reine apriorische Erkenntnis im Wechselspiel von reinen Anschauungen und reinen Begriffen möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
{{Zitat &lt;br /&gt;
| Text=Gedanken ohne Inhalt sind leer, Anschauungen ohne Begriffe sind blind. &lt;br /&gt;
| Autor=[[Immanuel Kant]] &lt;br /&gt;
| Quelle=&amp;#039;&amp;#039;Kritik der reinen Vernunft.&amp;#039;&amp;#039; KrV [https://korpora.zim.uni-duisburg-essen.de/Kant/aa03/075.html B75], [https://korpora.zim.uni-duisburg-essen.de/Kant/aa04/048.html A48] }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat &lt;br /&gt;
| Text=Man beruft sich zu leicht auf innere Anschauung, wenn man keinen anderen Grund anzugeben vermag.&lt;br /&gt;
| Autor=[[Gottlob Frege]]  &lt;br /&gt;
| Quelle=&amp;#039;&amp;#039;Die Grundlagen der Arithmetik. Eine logisch mathematische Untersuchung über den Begriff der Zahl.&amp;#039;&amp;#039; Centenarausgabe. Meiner, Hamburg 1986, S.&amp;amp;nbsp;27.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Intuition]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://www.textlog.de/1396.html Eintrag im Wörterbuch der Philosophischen Begriffe von Rudolf Eisler] (1904)&lt;br /&gt;
* [https://www.textlog.de/31941.html Eintrag im Kant-Lexikon von Rudolf Eisler] (1930)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4002174-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erkenntnistheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kantianismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kritik der reinen Vernunft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Poschi33</name></author>
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