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	<title>Anschaffungswertprinzip - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T09:28:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Anschaffungswertprinzip&amp;diff=264546&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Tippfehler entfernt, ISBN-Format, Kleinkram</title>
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		<updated>2023-05-09T16:04:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;, ISBN-Format, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anschaffungswertprinzip&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist in der [[Betriebswirtschaftslehre]] und in der [[Rechnungslegung]] ein [[Grundsatz]], wonach ein [[Vermögensgegenstand]] bei seiner [[Anschaffung]] höchstens mit den [[Anschaffungskosten]] [[Bilanzierung|bilanziert]] werden darf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Das Anschaffungswertprinzip gehört zu den [[Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung|Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung]] und besagt, dass ein Vermögensgegenstand höchstens mit den um planmäßige [[Abschreibung]]en verminderten Anschaffungskosten in der [[Bilanz]] angesetzt werden darf, so dass ein über die Anschaffungskosten hinausgehender Wert ([[Wiederbeschaffungskosten]]) unberücksichtigt bleiben muss.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Lexikon_der_Rechnungslegung_und_Abschlu/waFsDwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Anschaffungswertprinzip+lexikon&amp;amp;pg=PA37&amp;amp;printsec=frontcover Günter Wöhe, Anschaffungswertprinzip, in: Wolfgang Lück (Hrsg.), Lexikon der Rechnungslegung und Abschlussprüfung, 1998, S. 37]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Nach {{§|255|hgb|juris}} Abs. 1 [[Handelsgesetzbuch|HGB]] gehören zu den Anschaffungskosten zwingend folgende Bestandteile:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Expert_Lexikon_Bilanzierung/z0Z8lR3LeZcC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=anschaffungskosten+lexikon&amp;amp;pg=PA87&amp;amp;printsec=frontcover Ernst Hache/Heinz Sander, &amp;#039;&amp;#039;Expert-Lexikon Bilanzierung&amp;#039;&amp;#039;, 1997, S. 87]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
    Anschaffungspreis&lt;br /&gt;
    - Anschaffungspreisminderungen (erhaltene [[Preisnachlass|Preisnachlässe]])&lt;br /&gt;
    + [[Anschaffungsnebenkosten]] (etwa [[Gebühr]]en)&lt;br /&gt;
    + nachträgliche Anschaffungskosten (etwa [[Montage (Produktion)|Montagekosten]] bei Inbetriebnahme)&lt;br /&gt;
    = [[Anschaffungskosten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anschaffungskosten bilden die absolute &amp;#039;&amp;#039;Wertobergrenze&amp;#039;&amp;#039; bei der Bilanzierung. Wertsteigerungen oder höhere Wiederbeschaffungskosten dürfen nicht berücksichtigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Österreich und Schweiz ==&lt;br /&gt;
In Österreich ist das Anschaffungswertprinzip in {{§|201|UGB|RIS-B|DokNr=NOR40167595}} [[Unternehmensgesetzbuch|UGB]], in der Schweiz in Art. {{Art.|960a|OR|ch}} [[Obligationenrecht (Schweiz)|Obligationenrecht]] vorgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== International ==&lt;br /&gt;
Beim internationalen [[Rechnungslegungsstandard]] [[International Financial Reporting Standards]] (IFRS/IAS) gelten die Anschaffungskosten ({{enS|historical cost}}) als grundlegende [[Wertkonvention]] für die [[Bewertung (Rechnungswesen)|Bewertung]] von Vermögensgegenständen ({{enS|assets}})&amp;lt;ref&amp;gt;„assets“ umfasst nach IFRS auch [[Bilanzierungshilfe]]n und [[Rechnungsabgrenzungsposten]]&amp;lt;/ref&amp;gt;, so dass auch hier das Anschaffungswertprinzip gilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang W Fischer, &amp;#039;&amp;#039;IAS-Abschlüsse von Einzelunternehmen&amp;#039;&amp;#039;, 2001, S. 74 f.; ISBN 978-3-482-53641-0&amp;lt;/ref&amp;gt; Insbesondere ist das Anschaffungswertprinzip auf  die Bewertung des [[Sachanlagevermögen]]s ({{enS|property, plant and equipment}}; IAS 16.30), [[Lagerbestand|Vorratsbewertung]] (IAS 2.9), Bewertung [[Immaterieller Vermögensgegenstand|immaterieller Vermögensgegenstände]] ({{enS|intangible assets}}; IAS 38.74), [[Forderung]]en und Ausleihungen ({{enS|loans and receivables}}; IAS 39.46a) und [[Verbindlichkeit]]en ({{enS|liablities}}; IAS 39.47) anzuwenden. Ein Wahlrecht besteht für Rendite-[[Liegenschaft]]en ({{enS|investment property}}; IAS 40.56) und für nicht-derivative [[Finanzinstrument]]e der [[Kategorie (IFRS)|Kategorie]] [[Held for Trading]] (IAS 39.46b).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/IFRS_Lexikon/jm3pBQAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Anschaffungswertprinzip+ifrs&amp;amp;pg=PA9&amp;amp;printsec=frontcover Gerald Preißler/German Figlin, &amp;#039;&amp;#039;IFRS-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, 2009, S. 9]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Anschaffungskosten gelten die Standards [[IAS 2]].11 in Verbindung mit IAS 23, IAS 17.6 ff. und IAS 38.24.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerald Preißler/German Figlin, &amp;#039;&amp;#039;IFRS-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, 2009,  S. 8&amp;lt;/ref&amp;gt; Danach setzen sich die Anschaffungskosten wie folgt zusammen:&lt;br /&gt;
    Anschaffungspreis&lt;br /&gt;
    - Anschaffungspreisminderungen&lt;br /&gt;
    + Anschaffungsnebenkosten&lt;br /&gt;
    + nachträgliche Anschaffungskosten&lt;br /&gt;
    + [[Fremdkapitalkosten]] (bei {{enS|qualifying assets}})&lt;br /&gt;
    = Anschaffungskosten&lt;br /&gt;
Bei &amp;#039;&amp;#039;qualifizierten Vermögenswerten&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|qualifying assets}}) müssen anteilige Fremdkapitalkosten einbezogen werden (IAS 23.11). Hierbei handelt es sich um Vermögenswerte, deren Herstellung und Versetzung in einen verkaufsbereiten Zustand einen längeren Zeitraum von mehr als 12 Monaten benötigt (etwa [[Flugzeug]]e, [[Gebäude]], [[Schiff]]e, aber auch wegen der [[Reifung (Lebensmittel)|Reifezeit]] [[Käse]] oder [[Wein]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Gerald Preißler/German Figlin, &amp;#039;&amp;#039;IFRS-Lexikon,&amp;#039;&amp;#039; 2009, S. 117&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings wird dieser Grundsatz häufig durchbrochen. Da beispielsweise eine Neubewertung der Vermögensgegenstände zum [[Marktwert]] ({{enS|[[Fair Value]]}}) möglich ist, führen [[Zuschreibung (Rechnungswesen)|Zuschreibungen]] zur Verbesserung der [[Ertragslage]] eines Unternehmens, ohne dass diese höheren Werte realisiert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die – nicht mehr geltende – {{EU-Richtlinie|1978|660|titel=vom 25. Juli 1978 aufgrund von Art. 54 Abs. 3 Buchstabe g) des Vertrages über den Jahresabschluss von Gesellschaften bestimmter Rechtsformen}} sah nach Art. 33 vor, dass die in der IFRS-Rechnungslegung nach IAS 16.31 zulässige Aufwertung des Sachanlagevermögens ergebnisneutral in eine [[Neubewertungsrücklage]] zu passivieren war, die unter Durchbrechung des Anschaffungswertprinzips in [[Eigenkapital]] umgewandelt werden durfte. Während diese Regelungen in allen [[EU-Mitgliedstaaten]] in nationales Recht [[Transformationsgesetz|transformiert]] wurden, hat Deutschland auf ihre Berücksichtigung im [[Handelsrecht (Deutschland)|Handelsrecht]] verzichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=VAzKBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA232&amp;amp;lpg=PA232&amp;amp;dq=neubewertungsr%C3%BCcklage+1983&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=TrgUgt2NTM&amp;amp;sig=2v7yzT8zvFSoRW32vgfWItuDPs4&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwj9jpvSlrDJAhVFpnIKHSihBsAQ6AEINTAE#v=onepage&amp;amp;q=neubewertungsr%C3%BCcklage%20%20&amp;amp;f=false Elke Büsselmann, &amp;#039;&amp;#039;Bankenaufsicht und marktbezogenes Eigenkapital&amp;#039;&amp;#039;, 1993, S. 140]&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Richtlinie wurde durch die [[Richtlinie 2013/34/EU (Bilanz-Richtlinie)]]&amp;lt;ref&amp;gt;vom 26. Juni 2013, Abl. L 182/19&amp;lt;/ref&amp;gt; im Juni 2013 aufgehoben. Auch diese neue Richtlinie ermöglicht nach Art. 7 Abs. 1 den EU-Mitgliedstaaten den Erlass von nationalen Vorschriften, allen Unternehmen die Bewertung des Anlagevermögens zu Neubewertungsbeträgen zu gestatten, wobei der Unterschiedsbetrag zwischen der Bewertung zu den Anschaffungs- oder den Herstellungskosten und der Bewertung auf Neubewertungsbasis der Neubewertungsrücklage in der Bilanz unter „Eigenkapital“ zuzuführen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da es im HGB weiterhin an diesen Regelungen zur Neubewertung fehlt, kommt die Nutzung der Neubewertungsrücklagen nur für Unternehmen in Frage, die als [[Emittent (Finanzmarkt)|Wertpapieremittenten]] an einem organisierten [[Kapitalmarkt]] auftreten wie etwa [[kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft]]en. Diese sind nach der IAS-Verordnung vom Juli 2002&amp;lt;ref&amp;gt;{{EU-Verordnung|2002|1606|titel=vom 19. Juli 2002 betreffend internationale Rechnungslegungsstandards}}&amp;lt;/ref&amp;gt; verpflichtet, seit 2005 in ihren [[Konzernabschluss|Konzernabschlüssen]] zwingend die IFRS anzuwenden. Hierzu regelt {{§|315a|hgb|juris}} HGB, welche HGB-Bestimmungen für diese Unternehmen entsprechend anzuwenden sind. Nach der IAS-Verordnung ist das Anschaffungskostenmodell oder das Neubewertungsmodell zu wählen. Wird das Neubewertungsmodell gewählt, ist die Wertsteigerung aus der Erhöhung des [[Buchwert]]es direkt in das Eigenkapital unter der Position „Neubewertungsrücklage“ erfolgsneutral einzustellen (IAS 16.39 für [[Sachanlage]]n, IAS 38.85 für immaterielle Vermögenswerte). Dadurch wird ein Teil der [[stille Reserve|stillen Reserven]] zwar sichtbar gemacht, aber nicht ausgeschüttet, denn es gilt weiterhin eine [[Ausschüttungssperre]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
Das Anschaffungswertprinzip wird nach {{§|253|hgb|juris}} HGB durch das [[Niederstwertprinzip]] bei Vermögenswerten und durch das Höchstwertprinzip bei Verbindlichkeiten modifiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Lexikon_des_Rechnungswesens/tY5dDwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Anschaffungswertprinzip+lexikon&amp;amp;pg=PA128&amp;amp;printsec=frontcover Bernhard Pellens/Walther Busse von Colbe, &amp;#039;&amp;#039;Lexikon des Rechnungswesens&amp;#039;&amp;#039;, 1998, S. 53 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus dem [[Realisationsprinzip]] folgt, dass bis zum [[Zeitpunkt]] der Realisierung das Anschaffungswertprinzip gilt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Kongruenzprinzip_und_Rechnungslegung_von/XA8uf27KYwMC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Anschaffungswertprinzip+ifrs&amp;amp;pg=PA75&amp;amp;printsec=frontcover Michael Hüning, &amp;#039;&amp;#039;Kongruenzprinzip und Rechnungslegung von Sachanlagen nach IFRS&amp;#039;&amp;#039;, 2007, S. 75]&amp;lt;/ref&amp;gt;  Es greift nicht, wenn [[Ausgabe (Rechnungswesen)|Ausgaben]] nicht zu einem Vermögensgegenstand führen, sie sind dann als [[Aufwand]] zu behandeln.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Hüning, &amp;#039;&amp;#039;Kongruenzprinzip und Rechnungslegung von Sachanlagen nach IFRS&amp;#039;&amp;#039;, 2007 S. 75&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der vielen [[Bewertungswahlrecht]]e haben IFRS-Anwender bei vielen [[Bilanzposition]]en ein Wahlrecht zur [[Bilanzierung]] im Einklang mit dem Anschaffungswertprinzip oder unter Durchbrechung desselben. Eine zwingende Durchbrechung des Anschaffungswertprinzips sehen nur relativ wenige Einzelvorschriften vor (IAS 11; IAS 41; teilweise IFRS 9). Die [[US-GAAP]] ähneln insofern den IFRS.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|Anschaffungswertprinzip|TYP=Literatur über}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bilanzrecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buchführung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechnungswesen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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