<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Annie_Reich</id>
	<title>Annie Reich - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Annie_Reich"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Annie_Reich&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-05T20:29:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Annie_Reich&amp;diff=2456600&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Annie_Reich&amp;diff=2456600&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-20T21:48:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Staff of the Vienna Ambulatorium.JPG|mini|Annie Reich im Wiener Psychoanalytischen Ambulatorium 1922 (sitzend, 1. von rechts).&amp;lt;br&amp;gt;Foto: [[Ludwig Gutmann]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel Wilhelm Reich.jpg|mini|Gedenktafel für Annie und Wilhelm Reich in der Schlangenbader Straße 87 in Berlin, aus der Reihe &amp;#039;&amp;#039;[[Mit Freud in Berlin]]&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Annie Reich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch: Annie Reich-Rubinstein, geboren [[9. April]] [[1902]] in [[Wien]], [[Österreich-Ungarn]]; gestorben [[5. Januar]] [[1971]] in [[Pittsburgh]] [[Pennsylvania]]) war eine österreichisch-US-amerikanische [[Psychoanalytiker]]in.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Annie war die Tochter des wohlhabenden jüdischen Geschäftsmanns Alfred Pink,&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Pink emigrierte aus Österreich und starb ca. 1944 in den USA&amp;lt;/ref&amp;gt; ihre Mutter Theresa, geb. Singer, war ausgebildete Lehrerin und als [[Suffragetten|Suffragette]] aktiv. Annie Pink besuchte das Mädchenrealgymnasium in der [[Josefstadt (Wien)|Wiener Josefstadt]] und engagierte sich wie ihre Brüder&amp;lt;ref&amp;gt;Fritz Pink fiel im Ersten Weltkrieg, Ludwig Pink (* 1898)&amp;lt;!-- laut Eintrag auf https://recordsearch.naa.gov.au/SearchNRetrieve/Interface/ListingReports/ItemsListing.aspx --&amp;gt; emigrierte nach Australien&amp;lt;/ref&amp;gt; in der sozialistischen Wiener Jugendbewegung, wo sie [[Berta Bornstein]], [[Siegfried Bernfeld]] und [[Otto Fenichel]] kennenlernte. Sie studierte ab 1921 in Wien Medizin (Promotion 1926) und besuchte Veranstaltungen der [[Wiener Psychoanalytische Vereinigung|Wiener Psychoanalytischen Vereinigung]]. Eine bei [[Wilhelm Reich]] begonnene [[Psychoanalyse|Analyse]] wurde abgebrochen, weil beide 1922 die Ehe schlossen (aus der zwei Töchter hervorgingen, [[Eva Reich|Eva]] (1924–2008) und [[Lore Reich Rubin|Lore]] (1928–2024)). Ihre Analyse setzte sie zunächst bei [[Hermann Nunberg]] fort, später als [[Lehranalyse]] bei [[Anna Freud]] und [[Frances Deri]]. 1928 wurde sie ordentliches Mitglied der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1928 hatten [[Marie Pappenheim|Marie Frischauf]] und Wilhelm Reich in Wien die „Sozialistische Gesellschaft für [[Sexuelle Aufklärung|Sexualberatung]] und [[Sexualwissenschaft|Sexualforschung]]“ gegründet. Annie Reich übernahm neben [[Anny Angel-Katan|Anny Angel]], [[Edith Buxbaum]] und anderen die Leitung einer der sechs kostenlosen Sexualberatungsstellen für Arbeiter&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Fallend: &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Reich in Wien.&amp;#039;&amp;#039; Geyer-Edition, Wien/Salzburg 1988, S. 115–127&amp;lt;/ref&amp;gt;. Aus den dort gewonnenen Erfahrungen entstand gemeinsam mit Frischauf die Schrift &amp;#039;&amp;#039;Ist [[Schwangerschaftsabbruch|Abtreibung]] schädlich?&amp;#039;&amp;#039;, was im [[Doppelmoral|bigotten]] Bürgertum Empörung auslöste und polizeiliche [[Durchsuchung (Recht)|Durchsuchungen]] bei den Autorinnen nach sich zog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1930 ging Annie Reich mit Ehemann und Kindern nach Berlin, wo sie als ao. Mitglied in die [[Deutsche Psychoanalytische Gesellschaft|Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft]] aufgenommen wurde. Hier war sie in der Gruppe marxistischer Analytiker um Otto Fenichel politisch aktiv und auch kurzfristig inhaftiert. Sie gehörte später mit [[Edith Jacobson]] und [[Edit Gyömrői]] zu einer Gruppe von 8 bis 10 Psychoanalytikern, die zwischen 1934 und 1945 mit streng geheimen [[Rundschreiben|Rundbriefen]], die Fenichel redigierte und versandte, trotz exilbedingter Trennung miteinander in Kontakt blieben.&amp;lt;ref&amp;gt;Diese Rundbriefe blieben nach 1945 lange verschollen und nur als Teilsammlungen in privaten Nachlässen erhalten. Eine vollständige Ausgabe im Druck war erst 1998 möglich: Fenichel, Otto: &amp;#039;&amp;#039;119 Rundbriefe (1934-1945).&amp;#039;&amp;#039; Hg. v. Elke Mühlleitner und Johannes Reichmayr. 2 Bände, zus. 2137 S. und eine CD-ROM, Frankfurt/M. - Basel: Stroemfeld-Verlag 1998; vgl. dazu die [https://www.lsr-projekt.de/wrfenichel.html Info-Seite].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1933 trennten sich Annie Reich und Wilhelm Reich. Er emigrierte nach Kopenhagen, sie mit den beiden Töchtern nach [[Prag]]. Dort lernte sie in der psychoanalytischen Gruppe, die ab 1935 Otto Fenichel leitete, den ehemaligen hochrangigen Geheimagenten der [[Kommunistische Internationale|Komintern]], der auch Eingeweihten nur unter dem Namen „Genosse Thomas“ bekannt war,&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe: [[Markus Wehner]] / [[Alexander Jurjewitsch Watlin|Aleksandr Vatlin]]: &amp;#039;&amp;#039;„Genosse Thomas“ und die Geheimtätigkeit der Komintern in Deutschland 1919–1925.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Internationale wissenschaftliche Korrespondenz zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung|IWK]], 29. Jg., Heft 1, März 1993, S.&amp;amp;nbsp;1–19; auch in: Alexander Watlin: &amp;#039;&amp;#039;Die Komintern 1919–1929: historische Studien&amp;#039;&amp;#039;, Mainz: Decaton 1993. Neuauflage: Alexander Vatlin: &amp;#039;&amp;#039;Die Komintern. Gründung, Programmatik, Akteure.&amp;#039;&amp;#039; Berlin: Dietz 2009, S. 247–271&amp;lt;/ref&amp;gt; kennen. Mit ihm – der als [[Jakob Reich (Parteifunktionär)|Jakob Reich]] (1886–1955) in Lemberg geboren wurde, mehrere Pseudonyme benutzte und sich zuletzt Thomas Rubinstein nannte – und den Töchtern ging Annie Reich 1938 in die USA. Während der ehemalige „Genosse Thomas“, insbesondere nach [[Leo Trotzki|Trotzkis]] Ermordung 1940 durch Stalins Agenten, im Verborgenen lebte und an einer &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der russischen Revolution&amp;#039;&amp;#039; arbeitete, hatte Annie Reich in [[New York City]] eine analytische Praxis und eine Stelle am [[Mount Sinai Hospital (New York)|Mount Sinai Hospital]]. Von 1960 bis 1962 war sie Präsidentin des New York Psychoanalytic Institute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tochter [[Eva Reich]] wurde Ärztin, die Tochter [[Lore Reich Rubin]] wurde ebenfalls Psychoanalytikerin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* [https://archive.org/details/Reich_Annie_1932_Wenn_Dein_Kind &amp;#039;&amp;#039;Wenn dein Kind dich fragt... Gespräche, Beispiele und Ratschläge zur Sexualerziehung&amp;#039;&amp;#039;] (PDF), Leipzig/Berlin/Wien: [[Verlag für Sexualpolitik]] 1932&lt;br /&gt;
* mit Marie Frischauf: &amp;#039;&amp;#039;Ist Abtreibung schädlich?&amp;#039;&amp;#039;, Münster-Verlag, Wien 1930 [https://d-nb.info/579888118 DNB]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Kreidedreieck&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1932.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Psychoanalytic Contributions&amp;#039;&amp;#039;, International Universities Press, New York 1973&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Elke Mühlleitner: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon der Psychoanalyse. Die Mitglieder der Psychologischen Mittwoch-Gesellschaft und der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung 1902–1938&amp;#039;&amp;#039;. Tübingen : Edition Diskord, 1992, ISBN 3-89295-557-3&lt;br /&gt;
* [[Élisabeth Roudinesco]], Michel Plon: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der Psychoanalyse: Namen, Länder, Werke, Begriffe&amp;#039;&amp;#039;, Wien [u.&amp;amp;nbsp;a.]: Springer, 2004, S. 853 ISBN 3-211-83748-5&lt;br /&gt;
* [[Uwe Henrik Peters]]: &amp;#039;&amp;#039;Psychiatrie im Exil: die Emigration der dynamischen Psychiatrie aus Deutschland 1933–1939&amp;#039;&amp;#039;, Kupka, Düsseldorf 1992, ISBN 3-926567-04-X.&lt;br /&gt;
* Otto Fenichel: &amp;#039;&amp;#039;119 Rundbriefe (1934–1945)&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt/M.: Stroemfeld 1998, ISBN 3-87877-567-9.&lt;br /&gt;
* Susanne Blumesberger, Michael Doppelhofer, Gabriele Mauthe: &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch österreichischer Autorinnen und Autoren jüdischer Herkunft 18. bis 20. Jahrhundert]].&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;J–R.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von der Österreichischen Nationalbibliothek. Saur, München 2002, ISBN 3-598-11545-8.&lt;br /&gt;
* [[Werner Röder]]; [[Herbert A. Strauss]]: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933 / International Biographical Dictionary of Central European Emigrés 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;, Vol II, 2 München : Saur 1983, ISBN 3-598-10089-2, S. 949&lt;br /&gt;
* Myron Sharaf: &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Reich – Der heilige Zorn des Lebendigen. Die Biographie&amp;#039;&amp;#039;, Berlin: Simon und Leutner 1994 (engl. Orig. 1983)&lt;br /&gt;
* [[Karl Fallend]]: &amp;#039;&amp;#039;Reich, Annie.&amp;#039;&amp;#039; In: Brigitta Keintzel, [[Ilse Korotin]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wissenschafterinnen in und aus Österreich. Leben – Werk – Wirken.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Wien/Köln/Weimar 2002, ISBN 3-205-99467-1, S. 608f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|139894306}}&lt;br /&gt;
* [https://www.univie.ac.at/biografiA/daten/text/bio/Reich_Annie.htm Reich Annie] bei univie&lt;br /&gt;
* [https://www.psychoanalytikerinnen.de/oesterreich_biografien.html#Reich Annie Reich] bei psychoanalytikerinnen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=139894306|LCCN=no2002056977|VIAF=102728699}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Reich, Annie}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psychoanalytiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:US-Amerikaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1902]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1971]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Reich, Annie&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Reich-Rubinstein, Annie&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichisch-US-amerikanische Psychoanalytikerin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. April 1902&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. Januar 1971&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Pittsburgh]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
	</entry>
</feed>