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	<title>Annie Besant - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Annie_Besant&amp;diff=175634&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie (Apostroph ≠  Accent aigu ≠ Prime)</title>
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		<updated>2026-04-28T07:14:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie (&lt;a href=&quot;/index.php/Apostroph&quot; title=&quot;Apostroph&quot;&gt;Apostroph&lt;/a&gt; ≠  &lt;a href=&quot;/index.php/Akut&quot; title=&quot;Akut&quot;&gt;Accent aigu&lt;/a&gt; ≠ &lt;a href=&quot;/index.php/Prime_(Typografie)&quot; title=&quot;Prime (Typografie)&quot;&gt;Prime&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Annie Besant.jpg|miniatur|Annie Besant (Bild von 1890)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Annie Besant Freemason.JPG|miniatur|Annie Besant im Ornat des 33° des schottischen Freimaurerordens „[[Le Droit Humain]]“.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Annie Besant&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [&amp;#039;besənt] (gebürtig &amp;#039;&amp;#039;Annie Wood&amp;#039;&amp;#039;; * [[1. Oktober]] [[1847]] in [[Clapham (London)|Clapham]], [[Surrey]]; † [[20. September]] [[1933]] in [[Adyar]], [[Chennai|Madras]], [[Britisch-Indien]], heute [[Chennai]], [[Tamil Nadu]], [[Indien]]) war eine [[Vereinigtes Königreich|britische]] [[Theosophie (Blavatsky)|Theosophin]], [[Frauenrechtlerin]], Autorin und Politikerin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Annie Wood kam am 1. Oktober 1847 im Londoner Stadtteil Clapham als einzige Tochter von William Persse Wood und dessen Ehefrau Emily Roche Morris († 1874) zur Welt. Ihr Vater war im Finanzwesen tätig, hatte aber zunächst Medizin studiert. Zu ihren Verwandten zählten Matthew Wood (1768–1843), [[Lord Mayor of London]], sowie [[William Wood, 1. Baron Hatherley|William Page Wood]], Lord Hatherley (1801–1881).&amp;lt;ref name=&amp;quot;OxfordDNB&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Anne Taylor |Titel=Besant [née Wood], Annie (1847–1933), theosophist and politician in India |Sammelwerk=[[Oxford Dictionary of National Biography]] |Datum=2004-09-23 |Online=https://www.oxforddnb.com/view/10.1093/ref:odnb/9780198614128.001.0001/odnb-9780198614128-e-30735 |Abruf=2025-05-30 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Annie Woods Vater starb, als sie fünf Jahre alt war. Die wohlhabende Kaufmannstochter Ellen Marryat nahm sie in ihren Haushalt auf und erzog sie [[Calvinismus|calvinistisch]]. Sie wandte sich jedoch früh der [[Katholische Theologie|katholischen Theologie]] zu und studierte die Schriften von [[Augustinus]] und [[Ignatius von Loyola]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;miers104&amp;quot;&amp;gt;[[Horst E. Miers]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon des Geheimwissens&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Esoterik.&amp;#039;&amp;#039; Band 12179). Original-Ausgabe; sowie 3., aktualisierte Auflage, beide Goldmann, München 1993, ISBN 3-442-12179-5, S. 104.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Alter von 19 Jahren lernte sie den [[Church of England|anglikanischen]] Geistlichen Frank Besant kennen, den Bruder des bekannten [[Sozialkritik|sozialkritischen]] Schriftstellers [[Walter Besant]]. Die beiden heirateten 1867 und hatten zwei Kinder, [[Arthur Digby Besant]] und [[Mabel Besant-Scott]]. Aufgrund erheblicher Glaubenszweifel nahm sie Kontakt zu [[Atheismus|atheistischen]] Kreisen auf und veröffentlichte mithilfe von Thomas Scott kirchenkritische Broschüren, was die Ehe in eine Krise stürzte. Eine Scheidung war nicht möglich, es wurde jedoch 1873 eine Trennungsvereinbarung getroffen, in der ihr das Sorgerecht für die Tochter Mabel übertragen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besant betätigte sich fortan in religionskritischen Kreisen und unter Mitgliedern der englischen [[Arbeiterbewegung]]. Im folgenden Jahr lernte sie den [[Radikalismus|radikalen]] [[Freidenker]] und Journalisten [[Charles Bradlaugh]] kennen, wurde Mitglied der &amp;#039;&amp;#039;[[Secular Society]]&amp;#039;&amp;#039; und übernahm die Leitung der Wochenschrift &amp;#039;&amp;#039;[[National Reformer]]&amp;#039;&amp;#039; sowie verschiedener [[Politische Linke|linker]] Presseerzeugnisse. Von 1878 bis 1883 studierte sie Naturwissenschaften an der [[University of London]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=J. Michael McBride |url=https://webspace.yale.edu/chem125/125/history99/8Occult/OccultAtoms.html |titel=Serious Scientific Lessons from Direct Observation of Atoms through Clairvoyance |werk=yale.edu |datum=1999-12-06 |abruf=2025-05-29 |sprache=en |archiv-url=https://web.archive.org/web/20100724053801/https://webspace.yale.edu/chem125/125/history99/8Occult/OccultAtoms.html |archiv-datum=2010-07-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie war auch die erste Studentin an der Universität, die einen [[Bachelor of Science]] (in Biologie) erwarb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1870er- und 1880er-Jahren gehörte Annie Besant verschiedenen [[Debattierclub|Debattierklubs]] an, wie sie in dieser Zeit in London Mode waren, u.&amp;amp;nbsp;a. &amp;#039;&amp;#039;The Zetetical&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;The Dialectical Society&amp;#039;&amp;#039;. Sie galt als brillante Rednerin, womit sie auch Geld verdiente, und erwarb sich in [[Atheismus|atheistischen]] Intellektuellenzirkeln einen gewissen Ruf. Auf einer dieser Veranstaltungen lernte sie 1875 den angehenden Literaten [[George Bernard Shaw]] kennen. Besant förderte den noch mittellosen Schriftsteller, veröffentlichte seine Romane &amp;#039;&amp;#039;Die törichte Heirat&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Künstlerliebe&amp;#039;&amp;#039; in der von ihr gegründeten Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Our Corner&amp;#039;&amp;#039; und beschäftigte den Freund auch als [[Rezensent]]en für die Kunstecke dieses Journals. Beeinflusst von Shaw, wurde sie Mitglied der [[Fabianer]], wo sie ebenfalls bald zu den führenden Köpfen gehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Shaw schildert sie in seinen Tagebuchaufzeichnungen und Briefen als tatkräftige Frau „der raschen Entscheidungen“, aber auch als „vollkommen humorlos“ und „absolut ohne [[Sexappeal]]“. Ihre nicht immer spannungsfreien Beziehungen zu Männern nach ihrer glücklosen Ehe sollen ausnahmslos [[Platonische Liebe|platonisch]] gewesen sein. Mit Shaw wollte sie sogar eine eheähnliche Gemeinschaft führen und präsentierte ihm einen Punkt für Punkt ausgeklügelten Vertragsentwurf, in der das – ausdrücklich sexfreie – Zusammenleben minutiös geregelt werden sollte. Shaw, der als Lebemann galt und zu jener Zeit noch zu zwei weiteren Frauen Beziehungen unterhielt, lehnte jedoch ab und bezeichnete das Angebot später als „schlimmer als all jene Gelübde in allen Kirchen dieser Welt“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politisch arbeiteten sie zunächst weiter zusammen. Besant, die bei den Fabianern zu jenen Kräften gehörte, die den [[Anarchismus|anarchistischen]] und den [[Kollektivismus|kollektivistischen]] Flügel zu einem linken Block zusammenschweißen wollten, arrangierte im Dezember 1886 eine Gesamtkonferenz aller [[Sozialismus|sozialistischen]] Vereinigungen, auf der sich die [[Marxismus|Marxisten]] durchsetzten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 13. November 1887 waren Besant und Shaw an Protesten gegen Arbeitslosigkeit und die restriktive Irlandpolitik des [[Tories|konservativen]] Premierministers [[Robert Arthur Talbot Gascoyne-Cecil, 3. Marquess of Salisbury|Lord Salisbury]] beteiligt. Es kam zu Zusammenstößen mit Polizei und Militär, wobei 75 Personen verletzt und 400 Demonstranten verhaftet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folgezeit forcierte Besant ihre politische Tätigkeit und wurde in der [[Gewerkschaftsbewegung]] aktiv. 1888 war sie in den [[Streik der Streichholzarbeiterinnen]] (&amp;#039;&amp;#039;Matchgirls&amp;#039; Strike&amp;#039;&amp;#039;) involviert und prangerte in einem Zeitungsartikel mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;White Slavery in London&amp;#039;&amp;#039; (‚Weiße Sklaverei in London‘) [[Lohnwucher|Hungerlöhne]] und menschenunwürdige Arbeitsverhältnisse in der britischen [[Zündholz]]fabrik &amp;#039;&amp;#039;Bryant &amp;amp; May&amp;#039;&amp;#039; an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Annie Besant |url=https://www.mernick.org.uk/thhol/thelink.html |titel=White slavery in London |werk=mernick.org.uk |sprache=en |abruf=2023-04-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Kurz darauf wurde sie in die Londoner [[Schulbehörde]] gewählt, wo sie sich für [[Bildungsreform]]en einsetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Shaw hatte die streitbare Annie auch nach ihrem Abgang bei den Fabianern nicht vergessen: 1898 gestaltete er die Rolle der &amp;#039;&amp;#039;Raina Petkoff&amp;#039;&amp;#039; in seinem Theaterstück &amp;#039;&amp;#039;[[Helden]]&amp;#039;&amp;#039; nach ihrem Vorbild. Ganz ernst hatte er ihre politischen Aktivitäten allerdings nie genommen: „Wie alle großen Volksredner war sie die geborene Schauspielerin“, schrieb er 1947 aus Anlass ihres einhundertsten Geburtstags.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während ihrer aktiven Zeit in London war Besant auch als Buchautorin tätig gewesen: In &amp;#039;&amp;#039;The Laws of Population&amp;#039;&amp;#039; (1877) trat sie für [[Familienplanung|Geburtenkontrolle]] ein. 1887 schrieb sie gemeinsam mit [[Charles Bradlaugh]] das atheistische [[Pamphlet]] &amp;#039;&amp;#039;Why I Do Not Believe in God&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Theosophische Gesellschaft und das Wirken in Indien bis zum Tod ===&lt;br /&gt;
Am 21. Mai 1889 trat Besant in London der [[Theosophische Gesellschaft|Theosophischen Gesellschaft]] (TG) bei,&amp;lt;ref name=&amp;quot;miers104&amp;quot; /&amp;gt; nachdem sie das Werk von [[Helena Blavatsky]] kennengelernt und eine Rezension über deren &amp;#039;&amp;#039;[[Die Geheimlehre|Geheimlehre]]&amp;#039;&amp;#039; geschrieben hatte. Bald darauf wurde sie enge Mitarbeiterin von Blavatsky. In der Folgezeit übernahm sie die Herausgabe theosophischer Zeitschriften und erarbeitete sich eine gewisse Stellung innerhalb der theosophischen Bewegung. 1893 vertrat sie diese im [[Weltparlament der Religionen]] in Chicago.&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Vivekananda|Anagarika Dharmapala}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Olcott Besant Leadbeater.jpg|mini|Besant mit [[Henry Steel Olcott]] (links) und [[Charles Webster Leadbeater|Charles Leadbeater]] (rechts) in [[Adyar]], [[Madras]], Dezember 1905]]&lt;br /&gt;
Sie reiste zunächst in die [[USA]], dann 1893 nach [[Indien]], wo sie mehrere Jahre als erfolgreiche Rednerin durch das Land tourte. 1894/95 war sie maßgeblich am [[Judge Case]] beteiligt, der zur Spaltung der Theosophische Gesellschaft (TG) in die [[Theosophische Gesellschaft Adyar]] (Adyar-TG) einerseits und die [[Theosophische Gesellschaft in Amerika]] (TGinA) andererseits führte. Besant selbst folgte der Adyar-TG. 1898 gründete sie zusammen mit [[Bhagavan Das]] u.&amp;amp;nbsp;a. das [[Central Hindu College]] (CHC) in [[Varanasi|Benares]], dem sie sich in den nächsten Jahren hauptsächlich widmete. Für das CHC entwarf sie 1901 den fortlaufenden Text einer Einführung in den [[Hinduismus]], die reformhinduistische und theosophische Züge trägt und 1903 veröffentlicht wurde. Das Central Hindu College wurde 1916 Teil der [[Banaras Hindu University]], die sich damals in ihrer Gründungsphase befand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besant hörte 1902 durch [[Francesca Arundale]] in London von der [[Freimaurerei|freimaurerischen]] [[Großloge]] &amp;#039;&amp;#039;[[Le Droit Humain]]&amp;#039;&amp;#039;, die 1893 von [[Georges Martin (Freimaurer)|Georges Martin]] und [[Maria Deraismes]] gegründet worden war und auch Frauen als Mitglieder akzeptierte. In Paris wurde Besant in die ersten drei [[Grad (Freimaurerei)|Grade]] aufgenommen und war hauptverantwortlich für die in London begründete erste englische Freimaurerloge des &amp;#039;&amp;#039;Droit Humain&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
[[Datei:Saal im Münchener Kongress (1907).jpg|mini|Besant, 2. v.l., neben [[Marie Steiner|Marie]] und Rudolf Steiner, 3. und 4. v.l., auf dem Münchner Kongress 1907]]&lt;br /&gt;
1907 wurde Besant nach dem Tod von [[Henry Steel Olcott]] Präsidentin der Adyar-TG. 1909 glaubte ihr Mitarbeiter [[Charles W. Leadbeater]] in [[Jiddu Krishnamurti]] eine theosophisch-hinduistische Art von „[[Messianismus|Messias]]“ zu erkennen. Vor allem mit Personal und Studenten des CHC in Benares wurde 1911 zuerst der &amp;#039;&amp;#039;Order of the Rising Sun&amp;#039;&amp;#039; und dann der &amp;#039;&amp;#039;[[Order of the Star in the East]]&amp;#039;&amp;#039; gegründet. Der einsetzende Krishnamurti-Kult brachte ihr zunehmend Kritik ein und führte zu Konflikten innerhalb der Adyar-TG und des CHC. 1912/13 spaltete sich der größte Teil der [[Deutsche Sektion der Theosophischen Gesellschaft|deutschen Theosophen]] unter [[Rudolf Steiner]] nach jahrelanger Vorbereitung von der von ihr geführten Theosophischen Gesellschaft Adyar ab, um ausschließlich Steiner und seinen Lehren zu folgen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Annie-Besant-J-Krishnamurti-Ernest-Wood.jpg|mini|300px|alt=Photograph of Krishnamurti with his brother Nitya, Annie Besant, and others in London 1911|Besant im Jahre 1911 in [[England]] gemeinsam mit [[Jiddu Krishnamurti]], dessen Bruder Nitya und [[George Arundale]]]]&lt;br /&gt;
Leadbeater und Besant berichteten in ihren angeblich [[Spiritismus|hellseherisch]] angestellten Untersuchungen über vergangene Leben von Mitgliedern der Adyar-TG, so auch vom Werdegang Besants zum Menschen: In ihrem vorangegangenen Leben war Besant ein [[Affen|Affe]]. Als Äffin habe sie unter Lebensgefahr den [[Buddha]] gerettet, als dessen Familie von [[Barbar|Wilden]] attackiert wurde. Diese Tat habe zu kosmischen Reaktionen geführt, die den [[Evolutionssprung]] der Besant-Äffin zum &amp;#039;&amp;#039;[[Mensch|Homo sapiens]]&amp;#039;&amp;#039; in der nächsten „[[Inkarnation|Fleischwerdung]]“ bewirkten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[James Webb (Historiker)|James Webb]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Flucht vor der Vernunft. Politik, Kultur und Okkultismus im 19. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Marix Verlag, Wiesbaden 2009, S. 162 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem hielt sie sich für eine [[Reinkarnation]] des Renaissance-Philosophen [[Giordano Bruno]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ansgar Martins: &amp;#039;&amp;#039;Apokalyptik, Sozialreform und Ich-Philosophie. Über einige Entwicklungen und Neuansätze in der deutschsprachigen Anthroposophie nach dem Tod Rudolf Steiners 1925&amp;#039;&amp;#039;. In: Victoria Vitanova-Kerber, [[Helmut Zander]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Anthroposophieforschung: Forschungsstand - Perspektiven - Leerstellen.&amp;#039;&amp;#039; Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2023, ISBN 978-3-11-077114-5, S. 43–78, hier S. 53, Anm. 32.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politisch engagierte sich Besant in der [[Indische Geschichte|indischen Unabhängigkeitsbewegung]]. 1913 unternahm sie eine Rundreise durch Indien unter dem selbst gewählten Motto &amp;#039;&amp;#039;Wake up India&amp;#039;&amp;#039;, 1914 trat sie dem [[Indischer Nationalkongress|Indischen Nationalkongress]] (INC) bei. Dort schlug sie 1915 die Gründung von &amp;#039;&amp;#039;Home Rule Leagues&amp;#039;&amp;#039; vor und propagierte die indische [[Selbstverwaltung]] bei [[Loyalität]] gegenüber dem [[Britisches Empire|britischen Empire]]. Nachdem der INC diesen Vorschlag nicht annehmen wollte, initiierte sie diese Bewegung auf eigene Faust (etwa zeitgleich mit einer ähnlichen Initiative [[Bal Gangadhar Tilak|Tilaks]]); 1917 wurde sie deswegen [[Internierung|interniert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihrer Freilassung noch im selben Jahr wurde sie zur Präsidentin des Jahreskongresses des INC gewählt. In der Folgezeit agitierte sie gegen die Nichtkooperationsbewegung [[Mahatma Gandhi|Gandhis]] und verlor an politischer Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Herausstellung der [[Arier]] in der indischen Nationalbewegung und der Erneuerung des Hinduismus spielte Besant eine besondere Rolle. Ihre Interpretation der theosophischen [[Wurzelrasse]]nlehre ging konform mit den [[Rassentheorie]]n von [[Ernest Renan]] und [[Matthew Arnold]]. Sie vertrat die These, wonach das hinduistische Indien durch die [[Kolonie|koloniale]] Erfahrung an seine goldene „arische“ Vergangenheit anknüpfen könne, um eine Erneuerung von hinduistischer [[Spiritualität]] und Kultur auf höherer Ebene zu ermöglichen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Peter van der Veer]]: &amp;#039;&amp;#039;Imperial Encounters. Religion and Modernity in India and Britain.&amp;#039;&amp;#039; Princeton University Press, 2001, S. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Auflösung des &amp;#039;&amp;#039;Order of the Star in the East&amp;#039;&amp;#039; 1929 durch Jiddu Krishnamurti verlor die Adyar-TG in Indien deutlich an Boden. Besant blieb deren Präsidentin bis zu ihrem Tod am 20. September 1933.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Political Status of Women. A Lecture Delivered in the Co-operative Hall, Castle Street.&amp;#039;&amp;#039; Trübner &amp;amp; Co., London [1874] ({{Google Buch |BuchID=WBg_9KODoAgC |Seite=1 |Linktext=Scan}}).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;On The Nature And The Existence Of God.&amp;#039;&amp;#039; 1875.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Marriage, As It Was, As It Is, And As It Should Be: A Plea For Reform.&amp;#039;&amp;#039; 1878.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Law Of Population.&amp;#039;&amp;#039; 1877.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Autobiographical Sketches.&amp;#039;&amp;#039; 1885.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Why I became a Theosophist.&amp;#039;&amp;#039; 1889.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;An Autobiography.&amp;#039;&amp;#039; 1893.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Mensch und seine Körper.&amp;#039;&amp;#039; 1896.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Ancient Wisdom.&amp;#039;&amp;#039; 1898.&lt;br /&gt;
* (mit Bhagavan Das:) &amp;#039;&amp;#039;Sanatana Dharma. Advanced Textbook, Elementary Textbook, Catechism.&amp;#039;&amp;#039; 1903.&lt;br /&gt;
* (mit [[Charles W. Leadbeater]]:) &amp;#039;&amp;#039;Thought-Forms.&amp;#039;&amp;#039; The Theosophical Publishing Society, London und Benares 1905, [[doi:10.11588/diglit.1173]] bei Heidelberger historische Bestände – digital.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bhagavad Gita (Translation).&amp;#039;&amp;#039; 1905.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Einführung in den Yoga. Vier Vorträge, in Benares 1907 gehalten.&amp;#039;&amp;#039; 1907.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;India: A Nation.&amp;#039;&amp;#039; 1917.&lt;br /&gt;
* (mit Charles W. Leadbeater:) &amp;#039;&amp;#039;[[Okkulte Chemie]].&amp;#039;&amp;#039; 1908.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Doctrine of the Heart.&amp;#039;&amp;#039; 1920.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Esoteric Christianity.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gedankenkraft.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;H. P. Blavatsky und die Meister der Weisheit.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1924.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Autobiographisches Fragment 1875–91:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.theosophical.ca/AFragment.htm |text=Annie Besant: &amp;#039;&amp;#039;1875–1891. A Fragment of Autobiography&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20080804160028}}. Theosophical Publishing House, Adyar 1891.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Biographien:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* John Algeo: &amp;#039;&amp;#039;The power of thought, a twenty-first century adaptation of Annie Besant’s classic work.&amp;#039;&amp;#039; Quest Books, Wheaton 2001, ISBN 0-8356-0797-6.&lt;br /&gt;
* Shiri Ram Bakshi (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Annie Besant, Struggle for Independence.&amp;#039;&amp;#039; Anmol, New Delhi 1997, ISBN 81-7041-142-4.&lt;br /&gt;
* Olivia Bennett: &amp;#039;&amp;#039;Annie Besant.&amp;#039;&amp;#039; Hamilton, London 1988, ISBN 0-241-12224-4.&lt;br /&gt;
* [[Theodore Besterman]]: &amp;#039;&amp;#039;Mrs. Annie Besant. A modern prophet.&amp;#039;&amp;#039; Kegan Paul &amp;amp; Co., London 1934.&lt;br /&gt;
* Jyoti Chandra: &amp;#039;&amp;#039;Annie Besant, from theosophy to nationalism.&amp;#039;&amp;#039; K.K. Publications, Delhi 2001.&lt;br /&gt;
* Rosemary Dinnage: &amp;#039;&amp;#039;Annie Besant.&amp;#039;&amp;#039; Penguin, Harmondsworth 1986, ISBN 0-14-008663-3.&lt;br /&gt;
* [[Curuppumullage Jinarajadasa]]: &amp;#039;&amp;#039;Biography of Dr. Annie Besant.&amp;#039;&amp;#039; Theosophical Publishing House, Adyar 1981.&lt;br /&gt;
* Iychettira Madappa Muthanna: &amp;#039;&amp;#039;Mother Besant and Mahatma Gandhi.&amp;#039;&amp;#039; Thenpulam Publishers, Vellore 1986.&lt;br /&gt;
* Arthur Hobart Nethercot: &amp;#039;&amp;#039;The First Five Lives of Annie Besant.&amp;#039;&amp;#039; Rupert Hart-Davis, London 1961.&lt;br /&gt;
* Ders.: &amp;#039;&amp;#039;The Last Four Lives of Annie Besant.&amp;#039;&amp;#039; Rupert Hart-Davis, London 1963.&lt;br /&gt;
* Sri Prakasa: &amp;#039;&amp;#039;Annie Besant.&amp;#039;&amp;#039; Bharatiya Vidya Bhavan, Bombay 1954.&lt;br /&gt;
* Chetpat Pattabhirama Ramaswami Aiyar: &amp;#039;&amp;#039;Annie Besant.&amp;#039;&amp;#039; [[Ministry of Information and Broadcasting]], Delhi 1963.&lt;br /&gt;
* Anne Taylor: &amp;#039;&amp;#039;Annie Besant, a biography.&amp;#039;&amp;#039; Oxford University Press, Oxford 1992, ISBN 0-19-211796-3.&lt;br /&gt;
* Catherine Wessinger: &amp;#039;&amp;#039;Annie Besant and progressive Messianism (1847–1933).&amp;#039;&amp;#039; E. Mellen Press, Lewiston 1988, ISBN 0-88946-523-1.&lt;br /&gt;
* Geoffrey West: &amp;#039;&amp;#039;The Life of Annie Besant.&amp;#039;&amp;#039; Howe, London 1929.&lt;br /&gt;
* Gertrude Marvin Williams: &amp;#039;&amp;#039;The Passionate Pilgrim, A life of Annie Besant.&amp;#039;&amp;#039; John Hamilton, London 1932.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Werke mit biographischen Notizen und anderen Verweisen auf Annie Besant:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Michael Holroyd]]: &amp;#039;&amp;#039;Bernard&amp;lt;!--(sic!)--&amp;gt; Shaw. Magier der Vernunft, Eine Biographie.&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp, Frankfurt am Main 1995, ISBN 3-518-40722-8 (einbändige Bearbeitung der dreibändigen englischen Originalausgabe, London 1988–1991, in Teil III Ausführliches zu Besant).&lt;br /&gt;
* George Bernard Shaw: &amp;#039;&amp;#039;Annie Besant’s Passage through Fabian Socialism.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Dr. Annie Besant, Fifty Years in Public Work.&amp;#039;&amp;#039; London 1924 (unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Mrs. Besant as a Fabian Socialist&amp;#039;&amp;#039;) zuerst erschienen in: &amp;#039;&amp;#039;[[The Theosophist]]&amp;#039;&amp;#039;, Adyar Oktober 1917.&lt;br /&gt;
* Ders.: &amp;#039;&amp;#039;The Diaries.&amp;#039;&amp;#039; Band 1 (1885–1897). Hrsg. von Stanley Weintraub, The Pennsylvania State University Press, University Park 1986, ISBN 0-271-00410-X.&lt;br /&gt;
* [[Gauri Viswanathan]]: &amp;#039;&amp;#039;Outside the fold. conversion, modernity and belief.&amp;#039;&amp;#039; Princeton University Press, Princeton 1998, ISBN 0-691-05899-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Annie Besant}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118877453}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/001635}}&lt;br /&gt;
* {{PGIA|1425}}&lt;br /&gt;
* [http://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/annie-besant Biografie, Literatur &amp;amp; Quellen zu Annie Besant] FemBio des Instituts für Frauen-Biographieforschung&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.theosophical.ca/OnLineDocs.htm |text=Theosophical.ca On-Line Documents |wayback=20080808034048}} Einige Bücher Annie Besants&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.parascience.org/hinducol.htm |text=The Central Hindu College and Mrs. Besant |wayback=20071010020301}} – Bhagavan Das über Annie Besant und den beginnenden Krishnamurtikult, Juli 1913.&lt;br /&gt;
* [http://www.unionhistory.info/matchworkers/matchworkers.php &amp;#039;&amp;#039;The Match Workers Strike.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;unionhistory.info&amp;#039;&amp;#039; (englisch)&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.austheos.org.au/clibrary/bindex-1.html |text=Links zu Werken von Annie Besant |wayback=20081225142329}}&lt;br /&gt;
* [https://www.liveindia.com/freedomfighters/18.html Indische Biographie von Annie Besant.] In: &amp;#039;&amp;#039;liveindia.com&amp;#039;&amp;#039; (englisch)&lt;br /&gt;
* [https://www.anandgholap.net/ Bücher von Annie Besant.] In: &amp;#039;&amp;#039;AnandGholap.net.&amp;#039;&amp;#039; Online Library of Resources &amp;amp; Books on Theosophy (englisch)&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.global.org/kw/Theosophy/ |text=Bücher von Annie Besant. |wayback=20120103060502}} In: &amp;#039;&amp;#039;global.org&amp;#039;&amp;#039; (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Präsidenten der Theosophischen Gesellschaft Adyar}}&lt;br /&gt;
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{{Normdaten|TYP=p|GND=118877453|LCCN=n50011124|NDL=00433181|VIAF=68925562}}&lt;br /&gt;
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{{SORTIERUNG:Besant, Annie}}&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Gestorben 1933]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Besant, Annie&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Besant, Annie Wood; Wood, Annie&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=britische Frauenrechtlerin, Theosophin und Autorin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. Oktober 1847&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Clapham (London)|Clapham]], [[Surrey]], England&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. September 1933&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Madras]], Britisch-Indien&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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