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	<title>Anna Stainer-Knittel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T19:13:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Anna_Stainer-Knittel&amp;diff=1432307&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;EruditusTyrolensis: Wikilinks</title>
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		<updated>2026-04-11T23:06:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikilinks&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Anna knittel.jpg|mini|220px|Selbstporträt, 1857]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anna Stainer-Knittel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[28. Juli]] [[1841]] in [[Elbigenalp]] im [[Lechtal]] ([[Tirol]]); † [[28. Februar]] [[1915]] in [[Wattens]], Tirol) war eine [[Porträtmalerei|Porträt-]] und Blumenmalerin. Eine Episode aus ihrem Leben diente als Grundlage für den Heimatroman &amp;#039;&amp;#039;[[Die Geier-Wally (Roman)|Die Geier-Wally]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Wilhelmine von Hillern]] und kann als frühes Beispiel weiblicher [[Emanzipation]] gelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Anna Stainer-Knittel - Selbstbildnis in Lechtaler Tracht.jpg|mini|220px|Selbstporträt in Lechtaler Tracht, 1869]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Anna Stainer-Knittel Malschule Anzeige.jpg|mini|220px|Anzeige für Anna Stainer-Knittels „Zeichen- und Mal-Schule für Damen“ im Innsbrucker Tagblatt vom 29. September 1874]]&lt;br /&gt;
Anna Knittel war die Tochter des [[Büchsenmacher]]s Joseph Anton Knittel. Ihr Onkel [[Josef Alois Knittel]] (1814–1875) war ein [[Bildhauerei|Bildhauer]], ihr Großonkel [[Joseph Anton Koch]] ein [[Malerei|Maler]]. Ihr Urgroßneffe Toni Knittel (* 1963) ist der Gründer der Band [[Bluatschink]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1859 begann sie ihr Studium an der [[Akademie der Bildenden Künste München|Kunstakademie in München]]; 1864 musste sie es wegen fehlender Geldmittel abbrechen und kehrte ins Lechtal zurück. In dieser Zeit entstanden die [[Porträt]]s ihrer Eltern, zahlreiche Landschaftsansichten sowie das „Selbstportrait in Lechtaler Tracht“, das vom [[Tiroler Landesmuseum]] &amp;#039;&amp;#039;Ferdinandeum&amp;#039;&amp;#039; angekauft wurde. Während eines Aufenthalts in Innsbruck bekam die 23-jährige Anna Knittel weitere Aufträge für Porträts und konnte dadurch ihren Lebensunterhalt finanzieren. 1867 lernte sie den Innsbrucker Gipsformer Engelbert Stainer kennen; die beiden heirateten am 29. September 1867&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|ibn|01|10|1867|6|Eheverkündigungen in Innsbruck}}&amp;lt;/ref&amp;gt; gegen den Willen von Knittels Eltern und lebten, beide berufstätig, in Innsbruck. Im Jahr 1868 wurde der erste Sohn [[Karl Stainer|Karl]] geboren (später als [[Gemeindearzt]] in Wattens tätig sowie aktiver [[Österreichischer Bauernbund|Bauernbündler]]),&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|tbz|30|06|1949|8|Erinnerungen an einen fortschrittlichen Bauernbündler}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1870 der zweite Sohn Leo und 1871 die Tochter Rosa.&amp;lt;!-- 2021-07-28 Phrontis ToDo: in der Todesanzeige erwähnte Tochter Emma, Tochter Rosa offenbar 1915 bereits verstorben --&amp;gt; Es gibt zahlreiche Porträts der Malerin von ihren Kindern. 1873 eröffnete Anna Stainer-Knittel in Innsbruck eine „Zeichen- und Mal-Schule für Damen“, die sie bis ins hohe Alter leitete. Die dort entstandenen Werke wurden zum Teil ebenfalls im &amp;#039;&amp;#039;Ferdinandeum&amp;#039;&amp;#039; ausgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|ibn|04|10|1873|4|Stainer-Knittels Zeichenschule}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu ihren Schülerinnen gehörten Maria Tilipaul-Kistler, Adelheid Paukert und [[Wilhelmine Redlich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berühmtheit als „Geierwally“ ==&lt;br /&gt;
Mit 17 Jahren erklärte sich Knittel bereit, an einem Seil hängend einen Adlerhorst in einer Felswand nahe dem [[Zams|Zammer]] Weiler [[Madau (Gemeinde Zams)|Madau]] auszunehmen, eine Praktik, die im [[19. Jahrhundert]] üblich war, um Attacken der Adler auf die Schafherden des Dorfes zu verhindern. Nach einem nur knapp verhinderten Unglück im Jahre zuvor fand sich kein Freiwilliger mehr, und so ließ sich Anna Knittel in den Adlerhorst abseilen. Die in [[Heimatfilm]]en dramatisch aufbereitete Szene zeigt, wie sie sich nur mit Not gegen den angreifenden ausgewachsenen Adler wehren kann, was in dieser Form wohl nicht der Wahrheit entspricht. Eigenen Aufzeichnungen zufolge packte Knittel das Adlerjunge in ihren Rucksack, schrieb die Jahreszahl auf eine Felsplatte und stieg mit Hilfe der oben Wartenden die Felswand wieder hinauf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wolfs illustrierte.jpg|mini|220px|Titelbild zu &amp;#039;&amp;#039;Das Annele im Adlerhorst&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;Wolfs Illustrirter Rundschau&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Anna Stainer-Knittel Todesanzeige crop.jpg|mini|220px|Todesanzeige der Familie im Innsbrucker Tagblatt vom 2. März 1915]]&lt;br /&gt;
Dieses Ereignis wurde von [[Ludwig Steub]] 1863 zu der Erzählung &amp;#039;&amp;#039;Das Annele im Adlerhorst&amp;#039;&amp;#039; verarbeitet,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ludwig Steub]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Annele im Adlerhorst&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Kleinere Schriften&amp;#039;&amp;#039;, Band 3, Cotta, Stuttgart 1874, S. 116 f. ([http://www.archive.org/stream/kleinereschrifte03steuuoft#page/116/mode/2up Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt; die später in [[Wolf&amp;#039;s Illustrirte Rundschau|Wolfs Illustrirter Rundschau]] veröffentlicht wurde. Wesentlich bekannter wurde jedoch der im Jahre 1875 publizierte Roman „Die Geyer-Wally“ von [[Wilhelmine von Hillern]]. Die Autorin lernte Anna und ihren Ehemann Engelbert Stainer in Innsbruck kennen, ließ sich die [[Anekdote]] schildern und schuf daraus einen dramatischen Heimatroman, der, den Konventionen der Zeit entsprechend, die Geschichte im Stil einer „[[Der Widerspenstigen Zähmung|Zähmung der Widerspenstigen]]“ erzählt. So entstand auch der Begriff „Geierwally“, denn um die Heldenrolle stärker zu betonen, benannte von Hillern die [[Protagonist]]in kurzerhand in „Walburga“ um. Die publizierten [[Roman]]e und Filme konzentrieren sich vor allem auf das eigensinnige Wesen Anna Knittels, die als sehr emanzipiert galt, und behandeln ihre zwiespältige Beziehung zu ihrem Vater, Joseph Knittel. Weniger bekannt hingegen ist, dass Anna Knittels früh erkannte künstlerische Begabung von ihren Eltern durch Privatunterricht bei dem in Elbigenalp ansässigen Künstler [[Johann Anton Falger]] gefördert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
{{Zitat|Text=Hinter einem der Schaufenster der Karl Czichna’schen Kunsthandlung sind zwei Portraits, gemalt von Frau Anna Stainer-Knittel, ausgestellt, welche fortwährend neue Beschauer anziehen. Das einstimmige Urtheil über diese zwei&amp;amp;nbsp;– den Landesforstdirektor i. P. A. Sauter und seine Gemalin darstellenden Oelgemälde ist: daß dieselben zu dem besten zählen, was man in diesem Fache sieht.|Quelle=Artikel im &amp;#039;&amp;#039;Innsbrucker Tagblatt&amp;#039;&amp;#039; vom 15. November 1870 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|ibt|15|11|1870|3|Portraits}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Text=Im Schaufenster der Kunsthandlung von K. A. Czichna am Burgraben dahier ist von heute an durch einige Tage das wohlgetroffene Porträt des Herrn Professors Dr. [[Tobias Wildauer|Tobias R. v. Wildauer]], Reichsraths-und Landtagsabgeordneten, ausgestellt. Das Bild ist von der bekannten Frau Anna Stainer-Knittel in der dieser tüchtigen Portraitmalerin eigenen glücklichen Auffassung mit großer Sorgfalt und Genauigkeit gemalt.|Quelle=Artikel im &amp;#039;&amp;#039;Innsbrucker Tagblatt&amp;#039;&amp;#039; vom 7. Februar 1879 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|ibn|07|02|1879|3|Im Schaufenster}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Text=Gestern erlag bei ihrem Sohne in Wattens, nach kurzem Krankenlager in ihrem 74. Lebensjahre, die Alpenblumenmalerin Frau Anna Witwe Stainer-Knittel einem alten Herzleiden. Mit ihrem Tode verlieren wir eine bis in ihre letzten Tage emsig schaffende, bodenständige Künstlerin; ihre zahlreichen, in aller Welt zerstreuten Werke verherrlichen die schönsten Reize unserer heimatlichen Berge. Mit unerreichter Meisterschaft zauberte sie ihre lieben Alpenblumen auf die Leinwand. Die zahllosen Verehrer ihrer Kunst genossen noch vor wenigen Jahren im Rundsaal des Ferdinandeums mit Freuden eine kleine Ausstellung ihrer noch hier befindlichen Werke.&amp;amp;nbsp;– Die sterbliche Hülle wird durch die ‚Pietät‘ nach Wilten überführt, dort im Leichenhause aufgebahrt und am Mittwoch [3. März 1915] im Familiengrabe beigesetzt.|Quelle=Nachruf im &amp;#039;&amp;#039;Allgemeinen Tiroler Anzeiger&amp;#039;&amp;#039; vom 1. März 1915|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|tan|01|03|1915|3|Kunstmalerin Anna Stainer-Knittel †|NAME=Allgemeiner Tiroler Anzeiger}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BLKÖ|Knittel, Anna|12|153|154|}}&lt;br /&gt;
* {{BLKÖ|Steiner, Anna|38|77|77|}}&lt;br /&gt;
* {{ÖBL|3|441||Knit(t)el-Stainer (Maria) Anna|}}&lt;br /&gt;
* Helga Reichart: &amp;#039;&amp;#039;Die Geierwally. Leben und Werk der Lechtaler Malerin Anna Stainer-Knittel&amp;#039;&amp;#039;. Haymon, Innsbruck, 1991, ISBN 3-85218-085-6.&lt;br /&gt;
* Evelyn Kain: &amp;#039;&amp;#039;Anna Stainer-Knittel: Portrait of a „femme vitale“&amp;#039;&amp;#039;. In: Woman’s Art Journal, Vol. 20, No. 2 (Herbst 1999/Winter 2000), S. 13–31.&lt;br /&gt;
* Nina Stainer: &amp;#039;&amp;#039;Anna Stainer-Knittel, Malerin&amp;#039;&amp;#039;. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck, 2015, ISBN 978-3-7030-0888-7.&lt;br /&gt;
* Ulrike Hofer: &amp;#039;&amp;#039;Anna Stainer-Knittel und das Ferdinandeum.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaftliches Jahrbuch der Tiroler Landesmuseen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 14 (2021), S. 25–33 ([[online]]).&lt;br /&gt;
* Theaterstück &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geierwally&amp;#039;&amp;#039; von Claudia Lang-Forcher, Uraufführung 2007 auf der Geierwally Freilichtbühne in Elbigenalp/Lechtal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119032066}}&lt;br /&gt;
* [https://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/anna-stainer-knittel Biografie, Literatur &amp;amp; Quellen zu Anna Stainer-Knittel] auf FemBio.org des Institutes für Frauen-Biographieforschung&lt;br /&gt;
* [https://www.zunter.net/person/anna-stainer-knittel Kurzbiografie] der Anna (Nanno) Stainer-Knittel auf zunter.net&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119032066|LCCN=nr2003024501|VIAF=35257517}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Stainerknittel, Anna}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maler (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kaisertum Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1841]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1915]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Stainer-Knittel, Anna&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Geierwally&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Tiroler Porträt- und Blumenmalerin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=28. Juli 1841&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Elbigenalp]], Tirol&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. Februar 1915&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wattens]], Tirol&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;EruditusTyrolensis</name></author>
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